37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Beeindruckender Roman, 26. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Strudlhofstiege: oder Melzer und die Tiefe der Jahre Roman (Sondereinband)
"Melzer und die Tiefe der Jahre" so lautet der treffliche Untertitel dieses Werkes. Eine an sich banale Geschichte über viele Erzähljahre hinweg schrieb Heimito von Doderer mit solch sprachlicher Gewalt und Schönheit, dass ich nach vielleicht 50 Seiten, die zum Einführen der Charaktere notwendig waren, das Buch nur schwer weglegen konnte, weil sich trotz unspektakulären Handlung eine gewisse Spannung aufgebaut hatte. Trotzdem habe ich fast die gesamten 14 Tage meines Urlaubs für dieses über 900 Seiten starke Buch gebraucht, gerade weil viele Beschreibungen so poetisch und, wie ich finde, humorvoll geschildert sind, dass man diese Stellen geniessen und nicht schnell drüberweglesen möchte. Eckhard Henscheid ist es in einigen frühen Werken wie "Maria Schnee" ähnlich gut gelungen, bewegtes Nichts trefflich zu Papier zu bringen, wenn auch auf etwas weniger Seiten. Bei Heimito von Doderer kommen noch die wundervollen Wiener Milieubeschreibungen hinzu, die zeitlos sind und den 1951 entstandenen Roman auch heute noch zu einem Genuß machen. Als ich das Buch fertiggelesen hatte, wollte ich gleich wieder von Vorne beginnen, um einige sprachliche Feinheiten noch besser ins Gedächtnis zu graben. Aus Zeitgründen war mir dies verwehrt, aber dieses Buch werde ich ganz sicher irgendwann nochmal mit Freude durchschmökern.
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Die Strudlhofstiege: oder Melzer und die Tiefe der Jahre Roman 3423012544
Heimito von Doderer
Deutscher Taschenbuch Verlag
Die Strudlhofstiege: oder Melzer und die Tiefe der Jahre Roman
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Beeindruckender Roman
"Melzer und die Tiefe der Jahre" so lautet der treffliche Untertitel dieses Werkes. Eine an sich banale Geschichte über viele Erzähljahre hinweg schrieb Heimito von Doderer mit solch sprachlicher Gewalt und Schönheit, dass ich nach vielleicht 50 Seiten, die zum Einführen der Charaktere notwendig waren, das Buch nur schwer weglegen konnte, weil sich trotz unspektakulären Handlung eine gewisse Spannung aufgebaut hatte. Trotzdem habe ich fast die gesamten 14 Tage meines Urlaubs für dieses über 900 Seiten starke Buch gebraucht, gerade weil viele Beschreibungen so poetisch und, wie ich finde, humorvoll geschildert sind, dass man diese Stellen geniessen und nicht schnell drüberweglesen möchte. Eckhard Henscheid ist es in einigen frühen Werken wie "Maria Schnee" ähnlich gut gelungen, bewegtes Nichts trefflich zu Papier zu bringen, wenn auch auf etwas weniger Seiten. Bei Heimito von Doderer kommen noch die wundervollen Wiener Milieubeschreibungen hinzu, die zeitlos sind und den 1951 entstandenen Roman auch heute noch zu einem Genuß machen. Als ich das Buch
fertiggelesen hatte, wollte ich gleich wieder von Vorne beginnen, um einige sprachliche Feinheiten noch besser ins Gedächtnis zu graben. Aus Zeitgründen war mir dies verwehrt, aber dieses Buch werde ich ganz sicher irgendwann nochmal mit Freude durchschmökern.
Wolf Geyer
26. Oktober 2006
- Insgesamt:
5

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Details
Ort: Stuttgart
Top-Rezensenten Rang: 1.303.015
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