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Kundenrezension

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einer der besten, 1. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der rote Korsar (DVD)
Es gibt Filme, die einen in seiner Kindheit prägen, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen und bei denen man sich (auch wenn man der Kindheit schon lange entwachsen ist) freut sie alle Jahre wieder zu sehen. Bei mir gehört "Der rote Korsar" ("The crimson Pirate") hundert pro dazu. Konnte ich mit dem Genre des "Westerns" (mit einigen wenigen Ausnahmen) nie richtig warm werden, hatte ich aber schon seit Anbeginn meiner "Telefisions-Zeit" eine Schwäche für den "Piratenfilm."
Meine persönlichen Klassiker sind "Der Seeräuber" ("The black swan"), "Gegen alle Flaggen" (Against all flaggs") und eben der vorliegende "Rote Korsar". Die Handlung ist wohl jedem Fan bekannt,(sodass ich eine Zusammenfassung auslasse und auf andere Punkte zu sprechen komme), und obwohl er bereits über sechzig Jahre auf dem Buckel hat wirkt er in keinster Weise angestaubt, und ist noch genau so spritzig und rasant wie eh und je, was ohne Frage an Robert Siodmaks Regiestil und nicht zuletzt an der Besetzung liegt. Burt Lancaster nimmt man die Rolle des Seefuchses Vallo in jeder Szene ab, und man merkt deutlich das er bei diesem Film wohl den Spass seines Lebens hatte. In der Rolle seines Adjutanten Ojo ist Nick Cravat zu sehen, mit dem ihn eine lange gemeinsame Zirkus-Kariere verband, was auch eines der prägensten Merkmale ist. In den Szenen in welchen es zu Verfolgungsjagden und Kämpfen in den Takelagen kommt erkennt man dies deutlich, da die beiden voll auf einander eingespielt sind, und man sogar manchmal glauben könnte, eine alte Manegen-Show zu sehen.
Eva Bartolk ist eine wirklich mehr als rettenswerte Consuelo, wobei sie nicht ein hilfloses Püppchen ist. sondern eine robuste clevere Rebellin, die auch in der Lage ist sich selbst zu verteidigen. (Das war eigentlich eine ungewöhnliche Frauenfigur für Filme dieser Zeit). Bei Vallos Mannschaft hat man sich anscheinend bemüht keine grosse Masse zu zeigen, sondern jedem einzelnen Persönlichkeit zu geben, besitzen sie fast alle (sowohl optisch als auch charakterlich) einen Erkennungswert.
Leslie Bradley ist ein guter Schurke, obwohl sein Baron Gruda eigentlich die einzige Figur ist die nach Schema F gestrickt ist. Intrigant, schleimig und verräterisch hält er kein Bündnis ein, ist ein brutaler Gewaltherrscher, der vor keiner Nidertracht zurückschreckt(von Verrat, Folter und Erpressung), und nur auf Machterhalt fixiert ist.
Eigentlich ein 0815-Charakter, entspricht aber dem klassischen Bild des grausamen Feudalherrschers.
Torin Thather (bekannt als Schwarzmagier "Sukura" aus "Sindbad") spielt "Humble Bellows" (den Piraten alten Schule, wie er sich selbst nennt) der Vallo in den Rücken fällt, dies aber aus durchaus nachvollziehenden Gründen tut, so dass die ansonsten typische Konstelation des intriganten Untergebene der nur selbst um jeden Preis Captain werden will, hier durchbrochen wird. James Hayter gibt einen gewitzten und findigen Professor Prudence, und in einer kleinen ist Rolle Christopher Lee (noch weit weg von seinem "Dracula"-Image) als Joseph, Adjutant de Gouvaneurs, zu sehen, der sich im Laufe der Handlung zu Grudas rechter Hand entwickelt.
Was der Geschichte einen besonderen Reiz gibt, ist die Tatsache das sie sich historisch (wohl absichtlich) nicht festlegt. Während andere Filme dieser Sparte versuchen akurat zu sein, geht dies hier von Anfang an vollends ab. Es ist zwar von der Karibik die Rede, aber die Inseln Cobra und San Pero sind fiktiv. Um welche Kollonialmacht es sich hier handelt bleibt unausgesprochen, den Namen des Königs erfährt man nicht und auch das exakte Datum der Handlung ist nicht von Belang. Man könnte wohl auf Spanien tippen, worauf die Namen der Soldaten und Offiziere schließen ließen, und auch die Flagge an Grudas Schiff ist dem "Banner der Spanischen Könige 1492" nachempfunden. Aber wie gesagt bleibt eine Bestätigung aus.
Am Beginn sagt Lancaster (nachdem er das Publikum aufforderte nur zu glauben was es sieht) mit spitzbübischem Grinsen direkt in die Kamera:"Nein. glaubt nicht einmal die Hälfte davon." Es handelt sich also nicht um eine Piratengeschichte sondern um ein Piratenmärchen, was den Spass an der ganzen Chose noch erhöht und Einen die Anwesenheit eventueller Anachronismen (Stichwort U-Boot) einfach anerkennen und genießen lässt.
Optisch sieht man das der Film "Warner Bros." wohl viel Geld gekostet hat. Kullissen und Kostüme sind äussert aufwendig, die Schiffe gut nachgebaut, und die Kampfszenen epochal. Nur an ein paar Stellen hat Siodmak sparsam gearbeitet. Das "Setzen der Segel", das "Ausfahren der Geschütze", und die Explosion von Vallos Schiff am Ende sind aus dem ein Jahr zuvor entstandenen "Des Königs Admiral" (da war Christopher Lee ebenfalls zu sehen- als spanischer Kapitän) übernommen. Der große Fauxpas mit dem modernen Kreuzfahrtschiff, das sich in eine Szene "verirrt" hat, habe ich ehrlich gesagt, nur durch die vielen Hinweise im Internet entdeckt. Früher ist mir dies nie aufgefallen. Es stört mich auch eigentlich nicht.
Den einen Stern Abzug, gibt es nur, weil es in der Mitte des Films ein paar kleine Brüche gibt, die wohl aus Notwendigkeit heraus entstanden. Laut "Wikipedia" war zuerst ein trauriger bis melancholischer Film vorgesehen, und wurde von Siodmak binnen zwei Tagen zu einer Komödie umgeschrieben. Die Szenen in denen Vallo Consuelo seine Verachtung gegenüber der "Anständigkeit" erklärt hinter der sich nur Nidertracht und Tyrannei verbirgt sind wohl letzte Überreste des ersten Drehbuchentwurfs und wirken in ihrer Düsterniss und Schwere (im Vergleich zum restlichen heiteren Ton des Films) ertwas antiklimatisch und passen nicht so recht. Hier hätte man etwas mehr anpassen können.
Wie gesagt ist der "Rote Korsar" alles in Allem, aber nach wie vor jedem Fan und Interessierten des Genres voll und ganz zu empfehlen. Die Geschichte ist spannend, witzig, rasant und die sympathischen Figuren ( und deren Besetzung) sorgen dafür das man nicht das Interesse verliert. Vielleicht ist er manchmal etwas zu überbordent (oder sagen wir mal "ausgelassen"), und die Soldaten des Königs wirken etwas unterbelichtet. Aber das macht absolut nichts, denn es gleitet niemals in den puren Klamauk ab.
Eigentlich ist er die beste "Piraten-Fantasy", die gemacht wurde (obwohl dort gar keine "Fantasy"-Elemente vorhanden sind), und in regelmäßigen Abständen wird er immer wieder in meinen Player wandern (wenn ich mal wieder die gute alte kindliche Abenteuerlust aufleben lassen will).

Zuletzt noch eine Sache, die ich erst sehr spät bemerkte und hier einmal zur Sprache bringen möchte. George Lucas erwähnte einmal das eine wesentliche Inspiration für seine phänomenale "Star-Wars"- Saga "Der rote Korsar gewesen sei. Bei näherer und intensiver Betrachtung kann man zu dem Schluss kommen, das diese Aussage etwas untertrieben ist, denn es sind mehr als nur oberflächliche Gemeinsamkeiten zu erkennen.
Dies bezieht sich nur auf "Krieg der Sterne 1977" oder auch "Episode IV"( die anderen Teile ausgeklammert). Sowohl beim "Korsaren", als auch bei der "Neuen Hoffnung" gibt es ein gewalttätiges Reich/Imperium das keine nenneswerte Erklärung erfährt. Es gibt ein nebulöses Oberhaupt ("König" /"Imperator"-hier noch als "Kaiser" bezeichnet) das nicht selbst in Erscheinung tritt und über das lediglich gesprochen wird. In beiden hat jenes Reich ein Problem mit einer Rebellion das es niederschlagen will, und einen Gouvaneur (von Cobra/ Tarkin) der unmittelbar mit Dieser zu kämpfen hat. Hier wie dort schickt das Oberhaupt einen Adligen (Baron Gruda/Lord Vader) der dem Gouvaneur zur Seite stehen soll und rigorose Mittel anwendet um dieses Ziel zu erreichen. Die Grundkonstellation ist identisch, und Unterschiede bestehen ausschließlich in Variationen. Während Tarkin ein harter durchgreifender Charakter ist, der Vader ebenbürtig ist, und sogar vor Genozid nicht zurückschreckt, ist der Gouvaneur von Cobra eher ein Operrettencharakter, dessen (wie Gruda es ausdrückt) Herz viel zu weich ist, und anders als das Oberhaupt der Rebellion (El Libre) gilt es in "In eine neue Hoffnung" nur den versteckten Stützpunkt der Rebellen zu finden. Es gibt eine holde Maid in Nöten (Consuelo/Lea) die es zu retten gilt und die Figur des Aussenstehenden (Vallo) der in diesen Konflikt hineingezogen wird, wurde aufgesplittet in den Farmersohn Luke Skywalker und den Schmuggler Han Solo- wobei es von Schmuggler zum Piraten ja auch nur ein minimaler Schritt ist. Auch dieser wandelt sich wie Vallo vom Geldversessenen zum Idealisten. Hat Vallo einen taubstummen Sidekick (Ojo) dessen Zeichensprach anscheinend nur er versteht, so hat Han Solo als Copiloten den affenartigen Wookie Chewbacca, bei dem, auch nur Solo dessen Sprache mächtig ist. Und Profesor Prudence kann man mit Obi Wan vergleichen, sind sie doch beide der Typus des alten Weisen, der dem jugendlichen Helden geheimes Wissen beibringt.
Man könnte meinen das George Lucas sich nicht nur hat inspirieren lassen, sondern die Story, mit Variationen, in ein anderes Genre gehievt hat (von "Piratenmärchen" in die "Weltraumoper"). Viel spricht dafür, sind die Figuren, die Konstelationen und Verhältnisse doch mehr als ähnlich, und.....
....nein, nein, nein, das wäre ja nun doch zu ketzerisch. Ich möchte klarstellen, das ich jetzt nicht die Absicht habe Herrn Lucas jede eigene Kreativiät abzusprechen, oder eine große Filmsaga zu demontieren (gehöre ich doch, großes Ehrenwort, selbst auch zu den "Star Wars"-geschädigten).
Die Figur des "weisen Alten" gibt es ja in jedem grossen Epos (ob "Gandalf" im "Herrn der Ringe", "Ynyr" in "Krull", "Ramirez" in "Highlander", oder sogar "Meister Splinter"von den "Turtles"), und Vergleiche ließen sich auch bestimmt auf drei Dutzend anderer Filme anwenden. Nur das George Lucas selbst den "roten Korsaren" als Quelle nannte brachte mich dazu mal genauer hinzu sehen.
Es waren nur einfach Dinge die mir auffielen, sind sie ( so denke ich mal) filmhistorisch doch recht interessant.
(Man möge mir keinen Scheitel mit einem Lichtschwert ziehen).
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