Kundenrezension

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sie haben es wieder getan!, 9. November 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tommy (Limited Super Deluxe Edition) [Audio-Blu-ray] (Audio CD)
Nach der grandiosen Deluxe-Ausgabe von "Live At Leeds" und dem Director's Cut von "Quadrophenia" zeigen The Who hier zum dritten Mal: Genau so macht man hochwertige Boxsets!
Allein schon Papier und Druckqualität des Schubers und des Buches suchen ihresgleichen, ein optischer und haptischer Genuss, über den mattlackierten Karton zu streichen.

Selbstverständlich sind Demoaufnahmen, deren Klangqualität natürlich nicht immer über jeden Zweifel erhaben ist, nur etwas für Liebhaber die die entsprechenden Songs schon in- und auswendig kennen, und neue Facetten entdecken wollen. Für mich persönlich ist die Demo-CD ein sehr interessanter Einblick in die Entstehung von Tommy: Viele Songs sind noch ganz anders arrangiert - so vermisst man teilweise liebgewonnene Feinheiten, entdeckt dafür aber auch neue bzw. einfach andere. Insgesamt also sehr hörenswert.

Die Live-CD ist ein echter "Kracher", was durchaus auch sprichwörtlich zu verstehen ist. The Who präsentieren sich laut und dreckig wie immer, stellenweise fühlte ich mich gar an den Swingin'-Pig-Bootleg "Live in Amsterdam 1969" erinnert. Die Soundqualität ist insgesamt gut, und wer The Who live mag, der steht ja sowieso nicht auf aalglatten Sound.

Der 5.1-Mix auf Blu Ray hat eine hervorragende Klangqualität, irritierte mich aber z.B. mit einem Schlagzeug, das nicht auf die Frontlautsprecher, sondern zu einem großen Teil auf den linken, hinteren Surroundlautsprecher gelegt wurde. Man kann über die Sinnhaftigkeit einer 5.1-Abmischung bei Musik sowieso streiten: 5.1 soll bei Filmen dafür sorgen, dass die Geräusche dort auftauchen, wo es in der Realität der Fall wäre. Nun, in der Realität kommt der Klang einer Band bei einem Konzert aber grundsätzlich von vorne, sodass maximal ein Stereoeffekt erzielt werden könnte. Daher ist die BluRay für mich nur eine nette, wenn auch interessante Beigabe. Und der Klang ist auf jeden Fall besser als bei der 5.1-DVD von "Quadrophenia".

Nun noch zur "normalen" Tommy-CD. Bei aller Liebe - einen wirklichen Unterschied zum 1996er Remaster zu entdecken, fällt mir selbst im direkten Vergleich schwer. Die neue Version hat einen etwas unaufdringlicheren Bass, aber das war's auch schon. Natürlich wird das jemand mit anderen Ohren und einer anderen Stereoanlage sicher auch anders empfinden, aber für meinen Geschmack sollte man sich dieses Boxset nicht kaufen, weil man erwartet hier etwas gänzlich neues zu hören.

Wie bereits gesagt: Diese Ausgabe ist etwas für Fans und für Liebhaber von Deluxe-Ausgaben bzw. Boxsets - aber das wird man ihr ja kaum zum Vorwurf machen können. Puristen werden immer stänkern "Aber das Album haben doch die Fans schon im Schrank stehen!".
Wer schon vieles von The Who hat und das Besondere sucht, wird hier fündig. Wer einfach nur meint "Tommy ist ein nettes Album, das kauf ich mir mal!" der wird auch mit der 6,97-Euro-Variante des 1996er Remasters glücklich.

Ich jedenfalls freue mich schon auf jedes weitere Who-Album, das auf diese Art und Weise veröffentlicht wird. Und dass das passieren wird, davon ist ja auszugehen. Ich hoffe es jedenfalls.
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 10.11.2013 00:07:26 GMT+01:00
Stöht Wurdah meint:
Na das war ja mehr oder weniger deckungsgleich mit meiner Einschätzung. Zum Thema 5.1 hätte ich wohl das gleiche geschrieben, aber ich war zu faul.

Nur: Du hast wirklich keinen Unterschied zur 96er Version gehört?!? Ich habe es bei "Acid Queen" probiert und fand den Unterschied beim Schlagzeugsound (bzw. dessen Lautstärke) extrem. Von Vorteil war es dabei, dass ich am Rechner schnell zwischen den Versionen hin- und herschalten konnte, meine Anlage ist eher mittelprächtig.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.11.2013 10:08:11 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.11.2013 10:10:41 GMT+01:00
Eddy meint:
Ich habe es auch extra mit dem Rechner versucht. Ich schrieb ja, dass die 96er für mich einen basslastigeren Schlagzeug-Sound hat, das hat dann bei Schlagzeugpassagen wie in "Acid Queen" wohl auch mit der Lautstärke zu tun. Mir war es aber eher z.B. bei "Pinball Wizard" aufgefallen, wo der einsetzende Bass von Entwistle etwas weniger wuchtig ist.

Aber wie gesagt, das ist nur im direkten Vergleich, und würde ich bei der neuen Version den Bassregler an meinem Verstärker 3 Millimeter nach rechts drehen, wäre der Unterschied weg.

Übrigens gehöre ich auch zu denjenigen, die scheinbar einen extrem günstigen Zeitpunkt beim Vorbestellen erwischt haben. Konnte es bis zur Lieferung nicht wirklich glauben!

Veröffentlicht am 05.08.2014 22:24:39 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.08.2014 22:51:39 GMT+02:00
TomiTheBrave meint:
Man braucht über die Sinnhaftigkeit einer 5.1. Abmischung gar nicht zu streiten, höchstens über diese 5.1. Abmischung. Wenn da der Mischguru der Meinung war, das Schlagzeug müsste von hinten links kommen, könnte das schon eine Frage des Geschmacks sein. Aber ihre Auffassung, "In der Realität kommt der Klang bei einem Konzert grundsätzlich von vorne" muß ich leider in das Land der Fabeln verweisen. Wenn sie sich mal ein Peter Gabriel Konzert anschauen.....siehe da, der spielt völlig realitätsfremd in der Mitte des Publikums. Ja, ja das schreit wiederum nach 5.1 gelle ??? Übrigends steht bei Ihrer Konstellation der Leadsänger in der Mitte der Bühne, bei Stereo höre ich ihn aber von links oder rechts, also extrem realitätsfremd oder ??? Bei einer 5.1. Abmischung würde er aus dem Centerspeaker zu hören sein, also sehr real !!! Die Tatsache warum bei den meistens Konzerten die Band vorne steht, dürfte schlichtweg und ergreifend sein, weil man sie da am besten sieht. Warum man, aus völlig unverständlichen, pseudo puristischen Gründen, mit aller Gewalt, am veralteten Stereo festhält, entzieht sich meiner Kenntnis.
Wer um Himmels Willen legt denn fest, woher ein Instrument zu hören sein soll ????? Die Realität ist, das im Studio die Instrumente und Stimmen einzeln aufgenommen und dann abgemischt werden. Ob ich das jetzt auf 2, 4, 6 oder gar 8 Kanäle mache, ist eine Frage des Mediums und seiner Kapazität, auf das die Gesamtkomposition letztendlich beheimatet sein soll. Für Multichannel, vorzugsweise, DVD, SACD (Auch nix anderes wie eine DVD), oder Blu Ray. Letztendlich entscheidet natürlich auch der Consumer, ob er bereit ist, für diese Aufnahmetechnik mehr Geld zu zahlen. Was leider, im Zeitalter von MP 3 und ähnlichem Schrott, in die Hose zu gehen scheint.
Als letzte Hoffnung bleibt hier nur noch die Blu Ray- Pure Audio. Hier tuen sich insgesamt, die grössten Möglichkeiten auf, da wäre sogar noch Platz für eine Stereoversion...... für die Unbelehrbaren.
In einem gebe ich Ihnen allerdings völlig recht, ob man sich die Mühe machen sollte, ein Werk das sich, selbst nach Ihrer Auffassung, laut und dreckig anhört, in 5.1 abzumischen, ist wirklich fraglich.

TheBrave

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.08.2014 23:25:19 GMT+02:00
Eddy meint:
"Man braucht über die Sinnhaftigkeit einer 5.1. Abmischung gar nicht zu streiten" - Warum tun Sie es dann eigentlich? Schlechter Einstieg in eine Diskussion, zunächst kundzutun, dass die eigene Meinung die richtige ist und keiner weiteren Diskussion bedarf. Nun, dennoch:

Mit Verlaub...ich will mir gar kein Peter Gabriel-Konzert ansehen. Meine Aussage bezieht sich auf die "klassische" Rockband und auf Bands, die man - wenn das überhaupt möglich ist - mit The Who in den Zeiten von Tommy vergleichen kann. Ich hoffe, Sie wollen nicht leugnen, dass die meisten Bands VOR ihrem Publikum standen und immer noch stehen. Ausnahmen gibt es bei aufwändigen Liveshows immer, aber das tut für mich nichts zur Sache. Ich wüsste nicht, dass The Who mal IM Publikum gespielt hätten. Peter Gabriel kann seine Konzerte auch gerne in 9.2 abmischen, oder was immer auch technisch möglich ist - ich werde niemals behaupten, dass das keinen Sinn machen würde.

Wieso bitte sind Stereo-Hörer eigentlich "die Unbelehrbaren"? Irre ich mich, oder sind 5.1-Abmischungen bei reinen Musikaufnahmen eher die Ausnahme? Es gibt dann wohl viele "Unbelehrbare". Das Stereo "veraltet" sein soll, nur weil sich inzwischen andere (nicht zwangsläufig objektiv bessere) Möglichkeiten bieten, und dass mit "Gewalt" daran festgehalten wird, bezeichne ich mal als Einzelmeinung.

Aber: Nicht nur, dass "Pseudo-Puristen" (wozu verwenden Sie eigentlich solche Kampfbegriffe?) am Stereo festhalten, es geht noch weiter: Mono! Und zwar bei solchen Aufnahmen, die ursprünglich mal in Mono gemacht wurden. Wieso ist man "unbelehrbar", wenn man die Musik in dem Format hören will, in dem sie damals aufgenommen wurde? Die Mehrheit der Musikhörer (sorry, das habe ich statistisch jetzt nicht überprüft!) ist meinem Gefühl nach der Meinung, dass man alte Aufnahmen "verschlimmbessert", wenn man sie im Studio zig Mal durch den Mischpult-Fleischwolf dreht, um immer noch irgendetwas zu "optimieren". Man muss eine Komposition nicht nach allen Regeln der Kunst verändern und an die technischen Gegebenheiten anpassen, nur weil es möglich ist. Man sollte sich immer fragen, ob man so etwas tun SOLLTE, und nicht nur ob man es KANN, weil die entsprechenden Speichermedien vorhanden sind. Das hat mit "mit aller Gewalt dran festhalten" wenig zu tun. Es ist und bleibt Geschmackssache.

Schlußendlich: Der einzige Punkt, in dem Sie mir Recht geben, muss ich allerdings korrigieren: Ich habe nicht geschrieben, dass Tommy sich laut und dreckig anhört. Ich habe das von den Liveauftritten von The Who behauptet, die aber hier gar nicht als 5.1 vorliegen. Da war wohl wieder jemand unbelehrbar. Gut so!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.01.2015 09:31:35 GMT+01:00
stephan. meint:
Mono, Stereo oder 5.1 ist sicherlich Geschmacksache UND eine Frage der Audio-Ausstattung! Auf einem Rechner mit "normaler" Audio-Ausstattung ist es vermutlich nicht so wichtig - aber man hört vielleicht auch mehr/anders, da alles doch klangmäßig ziemlich gequetscht wird (ich rede vom zur Verfügung stehenden Raum für die Lautsprecheranordnung und nicht von mp3).
Auf einer High-End Audio Anlage klingt eine gute Mono-Aufnahme vermutlich genial, da die Anlage die Klänge auflösen kann. Auch der "Raum-Klang" einer Stereo-Aufnahme bedarf einer gewissen Anlagen-Qualität, um die räumliche Auflösung hören zu können - auch Stereo bildet einen Raum! Von Experimenten mit "Kunstkopf-Stereophonie (Jane: Fire, Water, Earth and Air) mal ganz zu schweigen.
5.1 ist (für mich!) im Audio-Bereich eher eine Spielerei bzw. für die Künstler geeignet, die dieses Konzept in die originalen Aufnahmen übernommen haben (Quadrophonie bei Pink Floyd z.B.). Schweine und Geldmünzen dürfen gerne durch den Raum fliegen, aber der Sänger sollte doch bitte da zu hören sein, wo er "in der Musik" steht - wenn es zur Dramaturgie passt, auch gerne aus einer 5.1-Ecke.

Die Tommy-BluRay steht noch auf meiner Warteliste, aber ich habe inzwischen Quadrophrenia als Pure Audio(bei den Import-Preisen!): Die neue Stereo-Version bietet auf Grund der besseren Auflösung schon einige Überraschungen was z.B. Townshends Gitarrenarbeit angeht, man wundert sich das eine oder andere mal. Die 5.1-Version dagegen ist Geschmackssachte. Hier hat man die Instrumente anders im Raum verteilt: Schlagzeug, Bass, Stimme und Rhytmus-Gitarre bleiben in der Regel "vorne", also "3.1", dagegen kommen Bläser, Keyboards oder Sologitarren schon mal aus dem Rücken - beim "normalen" Genießen kann das nerven, wenn man konzentriert "audiophil" zuhört, hat man natürlich einen besseren Zugang zu den einzelnen Instrumenten. Mir persönliche wäre eine "3.1"-Abmischung mit sparsamen Effekten und leichtem Raumklang aus den hinteren Lautsprechern lieber gewesen - daher ein Punkt für die Stereo-Variante.
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