Kundenrezension

66 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MFT als das bessere APS-C, 3. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Olympus E-M5 OM-D Gehäuse kompakte Systemkamera (16 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Mit der E-M5 ist MFT nun auch sensortechnisch komplett angekommen. Wobei man direkt anfügen muss, dass das in erster Linie für Pixelpeeper von Interesse ist, denn beim klassischen Ausgabeformat im Druck 10x15 oder 13x18 war bis dato noch jeder MFT Sensor zu ISO 1600 in der Lage.

Bildqualität
Fangen wir mit dem wichtigsten an. Hier haben wir nun erstmals eine (m)ft Kamera, die auch relativ starkes Anheben der Schatten in der Bildverarbeitung erlaubt, ohne dass es merklich rauscht. Das Farbrauschen fehlt in den unteren ISOs ganz. Wer seine Bilder gern (intensiv) nachbearbeitet, bekommt nun auch bei mft eine saubere Grundlage mit viel Spielraum in den Schatten.

Aber auch die Lichter sind nun so stabil, dass zu den besten (Sony) APS-C Sensoren kein Unterschied mehr besteht. Dabei produziert die E-M5 dennoch out of cam kontrastreicher und punchige Bilder, ohne dass die Lichter früh ausbrennen.

Zusammen mit den meist überdurchschnittlich randscharfen Bildern, bekommt man mit der E-M5 eine Kamera, die meiner Meinung nach ALLEN APS-C Kameras unter Einbeziehung der gesamten Kette (Objektiv - Sensor - Output) überlegen ist. Was die E-M5 mit dem Panasonic 25mm 1.4 an Knackigkeit und Schärfe bereits bei Offenblende bis an den Rand produziert, lässt eine NEX7 mit dem aktuell besten NEX Objektiv 24mm reichlich alt aussehen. Ganz zu schweigen vom Panasonic 7-14, das trotz digitaler Korrektur sogar jede Kombi aus Kleinbild (oder marketingschwanger gern Vollformat genannt) und Weitwinkelzoom schlägt.

Aus Gesichtspunkten der Bildqualität gibt es kaum mehr echte Vorteile für Kleinbild. APS-C erweist sich inzwischen als die Sackgasse, die es immer schon war, was man vor allem an den im Vergleich riesigen NEX Objektiven sieht, von denen bisher kein einziges an das brennweitenmäßige Pendant bei MFT heranreicht.

Handling
Für meine mittelgroßen Männerhände stellt das Fotografieren mit der E-M5 eine Herausforderung dar. Alles ist arg filigran und auf engem Raum. Zusammen mit einem adaptierten 14-54 MKII ist die Kamera ohne den HLD-6 Batteriegriff nicht wirklich gut bedienbar. Mit Leichtgewichten wie dem 45mm 1.8 ist das allerdings kein Problem.

Ansonsten empfiehlt sich der HLD-6. Allein der Querformatgriff des HLD-6 (der einzeln montierbar ist) entlastet die rechte Hand spürbar und macht das Greifen und Halten sicherer.

Die zusätzliche Augenmuschel E-P11 dagegen ist ein Witz. Mit Brille ist man soweit weg vom Sucherbild, dass man keinen auch nur annähernd vollständigen Einblick mehr hat. Selbst ohne Brille ist die Vignettierung zu hoch. Kurzum: Die E-P11 kann man sich sparen. Die normale mitgelieferte Augenmuschel ist klasse auch für Brillenträger.

Autofokus
Olympus behauptet, es sei nochmals schneller geworden. Ich kann beim besten Willen zur E-P3 keinen Unterschied feststellen. Auch das adaptierte 14-54 MKII ist an der E-M5 nicht schneller. Mag sein, dass vor allem das neue 12-50 einiges rausreisst und echten Nachführfokus vor allem bei Video erlaubt. Kann ich selber nicht prüfen, da ich dieses Objektiv allein aufgrund der mangelnde Lichtstärke nicht in Betracht ziehe.

Zum Thema C-AF kann ich auch nichts berichten, da ich den für meine Fotografie nicht nutze.

Der Bildstabilisator
Mit einem Wort: WOW! Ja er rauscht etwas, was in sehr leisen Umgebungen schwach wahrnembar ist, micht aber nicht stört. Dafür bin ich von der Stabilisierung einfach nur begeistert. Allein ein komplett stabilisiertes Sucherbild zu haben, gestaltet das manuelle Fokussieren mit alten Objektiven zum waren Kinderspiel. Gerade mit einigen alten OM Objektiven, die eine "springende" Schärfe haben, kann man dank des stabilisierten Sucherbilds auch ohne Sucherlupe präzise fokussieren. Ich dachte bisher, Olympus sollte ähnlich Sony Peaking implentieren, aber das manuelle Fokussieren ist nun so präzise, dass ich peaking nicht vermisse.

Ansonsten
Das Display ist wie schon an der E-P3 top. Nun ist es zusätzlich klappbar und damit ist Fotografieren aus allen Winkeln möglich. Die Reaktionsgeschwindigkeit des Touchscreens ist Iphone like und um Klassen besser als an einer GH2 oder G3 von Panasonic. Überhaupt ist die E-M5 genau wie bereits die E-P3 um Welten schneller wie die MFT Lumix Kameras: Der Buffer ist größer, die Kamera schreibt schneller auf Karte, der Blitz lädt schneller nach etc.

Für Studioblitzbesitzer und Strobisten dürfte interessant sein, dass die E-M5 zusammen mit den Phottix Strato II und Bowens Gemini 400 oder einem FL50R ohne zu murren 1/320 synchronisiert. 1/250 macht sie ohnehin von Haus aus und ist auch damit vielen APS-C Konkurrenten überlegen. Ganz zu schweigen von einer GH2 oder G3, mit denen man nicht mal im Serienbildmodus durchblitzen kann.

Fazit
Eine Menge Holz kostet die E-M5. Ohne Zweifel. Wer nicht das letzte bisschen Bildqualität braucht, ist auch mit einer E-P3 / E-PM1 etc. gut bedient. Auch die G-Serie von Panasonic ist top, wenngleich mir die Farbwiedergabe nicht gefällt. Ist aber Geschmackssache. Wer bereit ist in dieser Preisklasse zu investieren, kann ohne Bedenken zur E-M5 greifen. Den Hauch mehr an Auflösung und das Qäntchen mehr an High Iso Qualität einer Nex7 wird mehr als aufgewogen bei der E-M5 durch: um Längen besseren AF, durch die Bank weg bessere Objektive und einen Stabi der seines Gleichen sucht.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.05.2012 21:52:52 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.05.2012 21:53:17 GMT+02:00
Ich finde Ihren Bericht lesenswert, allerdings etwas zu euphorisch, insbesondere bezweifle ich, dass Sie ihre Aussagen (z.B. [...] ALLEN andern APS-C-Kameras überlegen[...]) belegen können. Dadurch wirkt das Ganze sehr nach Werbesprech und reduziert -unnötigerweise- die Glaubwürdigkeit, schade!

Veröffentlicht am 05.05.2012 11:32:19 GMT+02:00
Primer meint:
Leider eine Rezension die nur den allgemeinen Hype folgt. Bei aller Begeisterung für eine neue Kamera, ist es unsinnig Micro Four Thirds Systeme mit APS-C Kameras zu vergleichen. Allein die beiderseits zur Verfügung stehenden Objektive und das Zubehör lassen einen Vergleich überhaupt nicht zu.
Was den direkten Sensorvergleich angeht: Für eine ordentliche Bildbearbeitung ist die 100% Ansicht unumgänglich. Und da ist das Bild beispielsweise einer Canon 50D, einer Fuji X100, deutlich klarer und besser als das der Pens EP-3. Vom Rauschen mal ganz zu schweigen. Fakt ist, das Olympus gute Kameras baut, aber die Vergleiche mit anderen Sensoren und Systemen, entsprechen eher erfolgreichen Marketing-Strategien. Ob das dem Kunden, wie auch diese Rezension wirklich hilft, wird er selbst entscheiden.

Veröffentlicht am 13.05.2012 11:13:14 GMT+02:00
Vielen Dank für die Info zum Phottix Strato!
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