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Kundenrezension

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Thrill Of It All - Roxy Music mit mehr ROCK als Glam!, 10. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Country Life (Remastered) (Audio CD)
Es ist interessant zu lesen, dass Roxy Music nach "Country Life" eine völlig andere Band wurde (siehe amazon-Beschreibung). Wenn man (auch unvollständig) mehrere Alben der Band kennt, muss man dem wohl zustimmen - wenngleich ich der Meinung bin, dass auch die Vorgängerwerke allesamt sehr facettenreich und mitunter rockig ausgefallen sind. Aber schon bis hierhin, wir schreiben das Jahr 1974, hat sich vieles getan: der legendäre Brian Eno hatte Roxy Music nach 2 Alben den Rücken gekehrt und die Band hatte genug Selbstvertrauen, um in ihrem 4. Studiowerk (im Vergleich zu anderen RM-Platten) ungewöhnlich "rauhe" Töne anzuschlagen.

Schon der bombastische Start mit "The Thrill Of It All" macht klar, dass man es mal so richtig krachen lassen will: Ein verzweifelt-aufgewühlter Keyboardpart trifft auf eine elektrische Gitarre und wird per Schlagzeug fast zum Punk-Song hochgeschaukelt, ehe Bryan Ferry mit seinem melancholisch-zartrauhen Gesang plus Bläseruntermalung eine authentische RM-Nummer daraus macht! Kurz: "The Thrill Of It All" beschreibt in knappen 6 Minuten 30 alles, was die Band draufhat - eine der schönsten Kompositionen der Rock/Pop-Historie, wie ich finde!
Aber auch der Rest kann sich hören lassen, vor allem die B-Seite des Albums (also die Tracks 6-10) ist verblüffend stark:
"Bitter Sweet", bei dem Ferry sogar kurz deutsch singt ist an Dynamik kaum zu überbieten und nützt sich auch nach vielfachen Hördurchgängen nicht und nicht ab.
"Triptych" ist ein - obwohl eher spärlich inszeniert - sehr atmosphärisches Stück mit tollen Gesangsparts.
"Casanova" - eine triumphal-traurige Abrechnung - überzeugt mit starken Lyrics und einem rau agierenden Ferry, der hier ein bisschen nach Lou Reed klingt (was sehr reizvoll ist, wie ich finde).
"A Really Good Time" glänzt mit einem wunderhübschen Piano und melodiösem Gesang, wobei Streichertöne im Hintergrund die Stimmung gefühlvoll verdichten - könnte ein Hit aus einem weltbekannten Musical sein. Für mich eine der allerbesten RM-Songs ever!
"Prairie Rose" - ein zartbitterer Liebesbeweis an Texas - bildet einen wohlbekömmlichen Abschluss mit toller Lap-Steel im Hintergrund und tollen Refrainparts.
Die restlichen Songs der A-Seite (mi Ausnahme des oben schon besprochenen Openers) sind freilich auch gut, für mein Empfinden allerdings nicht ganz so stark wie eben die B-Seite der Scheibe. Soweit ich weiß, genießt "Out Of The Blue" - wenigstens unter Fans - auch hohes Ansehen. Immerhin ist der Track ja am später erschienenen Live-Album "Viva!" (das ich aber nicht besitze) veröffentlicht worden, was gewissermaßen auch dafür spricht, dass die Band selbst womöglich recht große Stücke auf den Song gehalten haben dürfte...

Die Produktion der Scheibe ist - man muss dabei auch bedenken, dass das jetzt schon wieder gute 35 Jahre her ist (!) - sehr üppig und ausgeklügelt. Ja, auf "Country Life" treffen gute Kompositionen auf gute Studiotechnik und auf eine hörbar spielgelaunte Band.
Das macht - im Gegensatz zu anderen Platten der Band - das Album womöglich auch etwas leichter zugänglich. Nur das 1980 erschienene "Flesh & Blood" mit dem Superhit "Oh Yeah" könnte sich einem interessierten Hörer wohl ebenso schnell erschließen. (Anm.: Ich mag auch "Flesh & Blood" sehr, obwohl es speziell bei Kritikern und der Musikfachpresse eher mies wegkommt.)

"Country Life" ist neben eben zuvor erwähntem persönlichen Liebling (der Band) meiner Meinung nach das "stimmungsvollste", atmosphärisch ausgeklügelste und aufregendste Gesamtwerk der Roxy-Music-Chronologie (interessanterweise habe ich offenbar eine Zeit lang RM-Alben gekauft, sie aber nicht richtig oder nur halbherzig gehört). Ich bin sogar der Meinung, dass selbst das hochgerühmte "For Your Pleasure" (Nr. 2 der RM-Alben-Chronologie) nicht an die Qualitäten von "Country Life" oder "Flesh & Blood" herankommt - wenigstens meinem Gefühl nach nicht!
"Avalon" finde ich nach mehreren Anläufen mittlerweile aber ebenfalls richtig stark, genauso das abgebrühte Debüt "Roxy Music"!

Kurz: "Country Life" ist als Erstkauf der Band ebenso zu empfehlen (zum Kennenlernen) wie auch als Einzelstück, wenn man generell seine CD-Sammlung ein wenig aufpeppen möchte! Ich würde zwar nicht so weit gehen und behaupten, dass Roxy Music nie wieder derartige Musik aufgenommen hätten, dennoch ist die Scheibe für die Band eine ungewöhnlich rauhe, rockige Angelegenheit. Und mir persönlich gefällt es eben sehr gut, dass dem Rock zuliebe, der "Glam" ein wenig hinten anstehen musste (unbedingt aber dennoch auch "Roxy Music" (das Debüt), "Flesh & Blood" und "Avalon" anhören, lieber Freunde guter Musik da draußen!).

Klare 5 STERNE dafür, weil einerseits der Einfluss der Platte zu ihrem Veröffentlichungstermin als sehr hoch einzuschätzen ist (Glam, Punkrock, toller Mix, ausgefeilte Produktion - hören Sie sich mal andere Musikalben an, die anno 1974 produziert wurden!) und sie andererseits vielleicht Ferrys stärkste aufeinanderfolgende RM-Kompositionen (praktisch die ganze B-Seite des Albums) enthält. Immerhin (das sollte man auch erwähnen) wurde das Album 2003 vom Rolling Stone Magazine unter die besten 400 Pop/Rock-Musikalben gereiht. Das hat aus oben genannten Gründen auch seinen Grund und erscheint mir daher auch absolut gerechtfertigt.

Resümee: Ein gelungenes Album, geprägt von einer schauerlich-schönen Atmosphäre, das nie in Kitsch-Pop-Gefilde schlittert. Schön!
Vielleicht - auch objektiv gesehen - die beste Roxy-Music-Platte überhaupt. Gäb's da nur nicht noch so viele andere starke Platten der Band...

+++++

P.S. Mir ist noch aufgefallen, dass auf der Coverrückseite (also dem CD-Inlay) ein grober Fauxpas unterlaufen sein dürfte (oder ist das etwa Absicht?). Ich kann mir jedenfalls kaum vorstellen, dass die Herren Phil Manzanera (Gitarre) und Paul Thompson (Drums) bei diesem Album ihre Instrumente getauscht haben ;)

---- Anspieltipps ----
- The Thrill Of It All
- Bitter Sweet
- Casanova
- A Really Good Time
- Prairie Rose
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.08.2012 21:03:18 GMT+02:00
Flowerking meint:
Den letzten Satz würde ich unterschreiben, der Rest Ihrer Rezension ist etwas konfus und irreführend. Sie schreiben, dass Sie die Frühphase interessanter finden, aber gleichzeitig mit der "For Your Pleasure", also dem 2. Album, nichts anfangen können. Andererseits loben Sie Flesh & Blood von 1980, also aus der Spätphase, oder besser gesagt der 2. Phase. Was denn nun ?
Mein Ranking: 1. Country Life 2. For Your Pleasure 3. Siren 4. Stranded 5. das Debut, danach vollkommen wurscht, alles Glanzpopmucke, aber gut gemachte.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.01.2016 23:27:59 GMT+01:00
Vielen Dank für Ihren Kommentar!

Sie haben in der Tat nicht unrecht mit dem, was sie da ansprechen. Tatsächlich gefallen mir "For Your Pleasure" und "Avalon" mittlerweile sehr gut, vor allem das letztgenannte Werk ist umwerfend, wie ich heute eingestehen muss!

Auch das Debüt finde ich großartig, vielschichtig und interessant!

Ein internes Ranking folgt vielleicht später...

LG, Michael

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.01.2016 23:08:13 GMT+01:00
Habe mir erlaubt, die Rezension etwas zu überarbeiten. Manches ändert sich im Laufe der Zeit halt doch ;)...

LG, Michael
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Ort: Neufeld an der Leitha, Bgld

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