Kundenrezension

70 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen CANON fürht mit der HF G10 die Kunden aus Europa hinters Licht, 14. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Canon LEGRIA HF G10 HD-Camcorder (SDXC/SDHC/SD-Slot, 10-fach Zoom Dynamic IS, 8,8 cm (3,5 Zoll) Touch-Display) schwarz (Elektronik)
Vorweg muß ich sagen, daß das erst meine zweite Rezession ist seitdem ich bei Amazon angemeldet bin. Aber diese Mogelpackung muß unbedingt kommentiert werden.

Ansich ist die Kamera ein sehr schönes Teil, der Grund diese trotzdem nicht zu behalten ist jedoch der, daß mein Vorredner bei seiner schlechten Bewertung absolut recht behält.

Ich habe in der original Bedienungsanleitung der PAL Version gerade folgendes gelesen:

Zitat:

VIDEOSIGNALKONFIGURATION:

1080/50i*

* Mit der Bildrate [PF25] erstellte Aufnahmen werden konvertiert und im Speicher als 50i aufgezeichent.

Zitat Ende.

--> Also kein echter Progressiver Modus.

Weiter in der Biedungsanleitung:

Zitat:

HINWEISE

Die automatische Scharfeinstellung dauert länger, wenn die Bildrate auf PF25 gestellt ist, als wenn sie auf 50i gestellt ist.

Zitat Ende.

Da die Kamera mit 25p beworben wird finde ich die Kamera (so toll der Rest auch sein mag) als nichts anderes als eine Mogelpackung.

Schade Canon aber schon aufgrund der Kundentäuschung in diesem Fall werde ich zur Konkurrenz gehen. Da Stimmen die angegebenen Werte bei diesen wesentlichen Qualitätsmerkmalen wenigstens und sind nicht wie hier reine Marketingwerte.

Ich hoffe irgendjemandem hilft diese Rezession bei der Kaufentscheidung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
 

Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.04.2012 18:45:26 GMT+02:00
Hallo,

Ich möchte nur ein Missverständnis bezüglich der Verwirrung um den 25 progressiv Modus aufklären. Es ist nicht richtig zu glauben die Kamera kann kein Progressive bzw. führt ein schlechtes De-Interlace durch. Die Technik (PF bzw. Psf) speichert einfach nur ein echtes Progressives Bild in zwei Halbbildern um es später am TV oder Computer wieder zu einem Progressive Bild zusammen zu setzen. D.h. es entsteht kein Bildverlust und die Kamera zeichnet auch nicht mit geringerer Auflösung auf. Wer es nicht glaub soll halt ein Stanbild in 50i und 25psf machen und in einer Schnittsoftware vergleichen. Oder man sucht auf Wikipedia nach "Progressive Seqmented Frame".

Das einzige das schief gehen kann ist, wenn ein Progressives-Abspielgerät glaubt 50i anstatt 25psf zu bekommen. Dann könnte nämlich an diesem Gerät ein automatisches De-Interlacing aktiv sein und das würde tatsächlich schädlich für das Bild sein.

Fazit: Die Kamera kann definitiv 25p = echte Progressive Bilder. Sie speichert sie nur in einer etwas verwirrenden Art bevor sie dann wieder richtig abgespielt wird.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.04.2012 19:09:17 GMT+02:00
Hausmeister meint:
Hallo Philipp,

deine Aussage widerspricht aber der Antwort (die ich nach ca. 4 Wochen) endlich vom Canon Support erhalten habe. Auf meine Anfrage hin, wurde mir geschrieben, daß die Kamera keinen echten Progressiven Modus unterstützt. Leider habe ich die Mail gelöscht, sonst könnte ich das jetzt auch hier beweisen. Auch ist mir schleierhaft, wo der Vorteil liegt, ein p-Bild in zwei Halbbilder zu zerlegen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2012 12:12:23 GMT+02:00
Hallo,

Hab heute beim lesen auf videoaktiv.de ein technisches Datenblatt zu neuen Standarts von AVCHD-Norm (Stand Juli 2011) gefunden. Hier ist der Link zum Original http://www.avchd-info.org/format/index.html Da gibt es eine Tabelle. Interessant dabei ist folgendes. Es exisitert in dieser Norm gar kein 1080/25p !?! Hat mich selbst überrascht! D.h. keine AVCHD Kamera, egal von Sony oder Panasonic oder einer anderen Firma kann echtes 25p. Alle verpacken daher die 25p in einem 50i Datenstrom.
Ich glaube, dass nur Canon sehr ehrlich auf diesem Umstand hinweist. Die anderen Firmen geben halt 25p an ohne dabei die ContainerNorm zu definieren.

In der Tabelle unter dem Bereich "Video Signal" scheinen alle Normen auf die von AVCHD offiziell unterstützt werden. Das sind 1080/60i 1080/50i 1080/24p 720/50p und 720/60p und laut neuer Norm auch 1080/50p und 1080/60p. Aber wie gesagt kein 25p. Also mein Fazit ist keine Sorge wegen dem fehlenden Modus. Die Kamera kann die 25p im 50i-Modus definitiv ohne Bildverlust unterbringen.


lg,
Philipp

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.07.2012 17:53:00 GMT+02:00
ruessler meint:
"Die Kamera kann die 25p im 50i-Modus definitiv ohne Bildverlust unterbringen."

Das ist totaler Blödsinn. Die Kamera kann kein 25p, wer es nicht kapiert, dem ist nicht zu helfen. RTFM! Da steht es auch nochmal bei den technischen Daten. Echte progressive Aufnahmen landen auch progressiv auf der Speicherkarte, ohne daß diese als 50i gespeichert werden oder x-mal umgewandelt werden. Nur die US-Version beherrscht echte progressive Aufnahme, in dem Fall 24p. Alles andere ist pseudo-progressiv und sieht daher nie so gut aus wie echte progressive Aufnahmen. Insofern hat man durchaus einen Qualitätsverlust bei den Aufnahmen. 50i ist technisch veraltet und eine Kamera in der Preisregion ohne echte progressive Aufnahme ist ein Anachronismus.
Somit stellt sich die Frage, warum man 1200 ¤ für eine Kamera ausgeben soll, die keine progressive Aufnahme beherrscht und obendrein noch das sogenannte "Jello-Vision"-Problem hat.
Für 1200 ¤ bekommt man schon ein Top-Modell der Konkurrenz(die übrigens alle 50p beherrschen) mit mehreren Ersatzakkus, Mikrofon und Schnittprogramm.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.10.2012 19:25:18 GMT+02:00
Hallo,

Zum 25pf Modus :
Zuerst eine Gegenfrage an ruessler. Was ist "pseudo-progressiv"? Ich habe sogar per Google danach gesucht, aber keine Beschreibung gefunden. Da du ja meine Aussage auf einem technischen Level als "Blödsinn" bezeichnet hast, hätte ich angenommen, dass man mir mit einer tiefer gehenden Erklärung verständlich macht warum 25p im 50i Videosignal anders aussehen soll als 25p in 25p Darstellung. Vielleicht gibt es ja einen Link der deine Aussage untermauert. Vielleicht aber meinst du damit eine qualitästreduzierende DeInterlace-Filterung? Das wäre schon mal NICHT der Fall. Ich habe es mit eigenen Mitteln in Nuke und After Effects getestet. (Differenzmodus der Ebenen) und keine nennenswerten Differenz-unterschiede feststellen können. Sprich kein Unterschied im Datenstrom.

Weil 25pf (=25psf) immer wieder für Verwirrung sorgt will ich nochmals auf Wikipedia Verweisen: unter dem Thema Progressive_Segmented_Frame
Hier ist für mich eindeutig zu lesen, dass mit dem 50i Container die 25 progressiven Bilder ohne Qualitästverlust gespeichert werden können.

Oder um es mit den Worten des Handbuches zu sagen. Die PF25 Aufnahmen werden "konvertiert und im Speicher als 50i aufgezeichnet" Mehr steht da nicht, auch wenn ruessler noch so sehr RTFM ruft.
Das Wort "Konvertierung" ist in diesem Zusammenhang in der Tat sehr unklar verwendet. Eindeutig wäre es zu sagen. "Bei PF25 wird verlustbehaftet konvertiert" oder "....wird verlustfrei konvertiert". Das wurde aber nicht definiert und sagt daher mal nichts aus. Ich glaube du hast in Konvertierung das Wort "Komprimierung" hineininterpretiert? Und selbst die ist nicht automatisch verlustbehaftet. Andernfalls hätte sich das Zip Archiv Format oder die PNG Files nicht durchgesetzt. Ich empfehle zusätzlich die bestbewertete positive Rezension durchzulesen. Dieser Erklärt das Thema ebenfalls mit anderen Worten.

Die Frage ist also viel mehr was mit dem 50i Material bei der Anzeige am Bildschirm passiert. Und tatsächlich. Manchmal haben Anzeigegeräte bzw. Software-Programme einen automatischen De-Interlacer aktiv, wenn sie mit 50i konfrontiert werden. Nun kann es passieren, dass das Gerät glaubt es mit Interlaced zu tun zu haben und führt den verlustbehafteten De-Interlace-Filter aus um damit das Material für Progressiv Darstellung zu optimieren. Wenn ruessler dieses Szenario meint, dann stimme ich zu und bitte die betroffenen User den Auto-Deinterlacer abzuschalten (jedes halbwegs vernünftige Anzeigegerät kann das). Aber mehr ist da schon nicht zu tun. Es gibt nämlich keinen anderen unterschied zwischen PF25 und 25p bei der Anzeige.

Zur Canon FH G10:
Dass die Canon FH G10 kein 1920x1080 mit 50p beherrscht ist natürlich für manche ein K.O. Kriterium. Für mich ist es das nich.. Zum einen weil mir die Bildästhetik von 50p nicht zusagt und zum anderen, da sehr viele Konsumer noch einen alten HD Fernseher zu hause stehen haben der 1080p50 nicht abspielen kann. Für mich war das ausgezeichnete Low-Light verhalten eine Kaufentscheidung. So hat jeder seine individuellen Gründe 1200Euro zu investieren.

Das mit dem Jello-Vision ist absolut korrekt und sieht schrecklich aus. Nur muss man dazu sagen, dass es vor allem im voreingestellten Modus "Dynamische Bildstabilisation" stark auftritt. Im "Standart" Modus (der mir sowieso viel eher zusagt) ist der Effect für mich nicht reproduzierbar (Obwohl es noch vorhanden sein müsste!)

Was also jetzt?:
Als letztes hätte ich eine bitte an die Community mir eine Kamera zu nennen die in AVCHD aufzeichnet und einen echten 25p Datenstrom beherrscht.
Das wäre wirklich interessant zu klären, da dies speziell Canon immer wieder angekreidet wird.
Meine Recherche ergibt aktuell, dass es kein offizielles AVCHD Format gibt, dass echte 25p zustande bringt. Somit müsste jede AVCHD Kamera verteufelt werden die einen 25p Modus anbietet. Siehe auch diesen Link auf http://www.avchd-info.org/format/index.html

Danke und lg,
Phhilipp

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.03.2013 12:28:29 GMT+01:00
chris hilton meint:
Phillip, einfach mal mit der Materie auseinandersetzen und zwar richtig, anstelle hier mit schlechten Internet Halbwahrheiten zu glänzen.

Bei der Aufzeichnung 25p vs. 50i gibt es in den jeweiligen Halbbildern einen Zeitversatz von (wer hätte das gedacht) 1/50 sek. Das ist logisch, denn die Halbbilder werden ja nacheinander aufgezeichnet.

Was interessiert mich der Datenstrom, wenn im bewegten Bild der Zeitversatz dafür sorgt, dass die Bilder unscharf & verwaschen zusammengebaut werden. Keine Software der Welt kann das.

Fällt besonders bei Sportaufnahmen auf.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.03.2013 17:01:54 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.03.2013 23:04:28 GMT+01:00
Hallo Chris Hilton,

Wikipedia lasse ich ja noch als zweifelhafte Quelle durchgehen aber auch www.avchd-info.org verbreitet schlechte Halbwahrheiten ?!?!

Chris hilton hat vollkommen recht mit der Feststellung, dass im 50i Aufnahmemodus die Halbbilder(!) mit 1/50i Zeitversatz zueinander angereiht werden. In Standbildern sind dann möglicherweise Zeilensprünge in Bewegungen zu sehen, wenn man es sich z.B. in Photoshop ansieht. Ich rede aber vom eigentlichen 50i Datenstrom der entweder 50i oder PF25 in sich tragen kann. Ein Datenstrom kann alles mögliche beinhalten. Sogar PC Files kann man im Datenstrom ablegen! So war es unter anderem möglich auf miniDV Bändern die im 50i Datenstrom(!) aufgezeichnet haben Files zu speichern. Ich erlaube mir auf das Projekt http://dvbackup.sourceforge.net/ zu verweisen die damit Experimente gemacht hat. D.h. Die Zeitversatzproblematik gilt nicht im digitalen Zeitalter, denn, um es also nochmals zu sagen: Für den Datenstrom ist es völlig belanglos ob er 50i, 25p oder sogar Textdateien geliefert bekommt. Hauptsache die Daten kommen stetig aus einem Buffer. Und dank des digitalen Bufferings entfällt die Notwedigkeit Daten im 1/50s Zeitversatz festzuhalten. Hautsache die Art und Menge der Daten entspricht den Spezifikationen. Im analogen Zeitalter waren Kameras viel mehr angewiesen stetig schreiben zu müssen. Ganz anders sieht die Welt aus wenn man das Material dann abspielt. Hier muss die Wiedergabe vom TV oder PC konstant bleiben.

Worauf es also ankommt ist die Form wie die Bilder wiedergegeben bzw. angezeigt werden.
Und glücklicherweise sind die Geräte fähig Progressive und Interlace Inhalte korrekt wiederzugeben.

Vielleicht hilft es wenn ich mich auf Ulrich Schmidt und seinem Buch "Digitale Film- und Videotechnik" von 2002 berufe. Seite 99 beinhaltet allgemeine Erklärungen zum analogen Progressive/Interlaceformat, samt Hintergründen zur Entwicklung dieser Technik. Ich sehe dabei keinen Widerspruch zu meinen bisherigen Ausführungen in diesem und alten Postings. Seite 112 bringt für mich eine weitere wichtige Erkenntnis. Bei Interlace und Progressive handelt es sich nicht nur um Aufzeichenmodi, sondern auch um Abtast- Modi. Ich zitiere "Die Buchstaben i und p stehen darin für Abtastformen(!) mit und ohne Zeilensprungeverfahren (interlaced und progressiv)"

Das bedeutet einmal mehr, es kommt darauf an wie es ausgelesen wird.
Ich will mal einen vergleich aufstellen. Der Datenstrom ist wie ein Buch mit leeren Seiten. Nun kann man Inhalte hinein schreiben. Von Links nach Rechts. Es gibt aber auch Kulturen die in andere Richtungen schreiben. D.h. man muss nur die korrekte Form kennen wie ausgelesen werden muss.
Interlace speichert auf einer Seite zwei halbe Bilder. Progressive speichert auf einer Seite ein Bild.
Unter dem strich bekommen wir immer das gleiche, nämlich eine voll beschriebene Seite. Wo sollen da Informationen verloren gegangen sein? Gerade wenn man im Progressive Modus Zeile für Zeile hineinschreibt kann nichts "unscharf" oder "verwaschen" sein.

Was passiert aber wenn ich 25p Ausgangsmaterial mit 50i abspiele.... sagen wir auf einem Röhren TV? Jetzt wird es interessant.

Antwort: 25p (Aufzeichnung) => 50i (Abspielung am TV) = es bleibt ein 25p Signal und die Halbbilder werden mit 1/50 Versatz am Bildschrim angezeigt und ergeben sich für das (träge) Auge des Betrachters ein 25p Bild. Mit diesem Umstand haben wir Jahrzehntelang gelebt, wenn wir Kinofilme am Röhren-TV angesehen haben. (Diese Kinofilme wurden (und werden) und mit 4% schneller abgespielt damit aus 24p 25p wurden, die dann das 50i TV Gerät anzeigen konnte.
25PF fällt übrigens in diese Kategorie, weil wir 25p in 50i Datenstrom Speichern und auch als 50i Abspielen. Damit auch dieser Punkt nicht als Halbwissen verschrien wird verweise ich auf Ulrich Seite 172 Kapitel 6.5.2. Reale HD-Kameras

Hier das Zitat:
"Zur genauen Erklärung muss außerdem hinzugefügt werden, dass die Belichtungsdauer bei 24fps nicht 1/24s betragen darf , wenn die Filmbedingungen erfüllt sein sollen, sondern i.d.R. nur die Hälfte, d.h. dass mit 1/48s bzw. mit 1/50 belichtet wird. Zusätzlich kann das in diesem Zeitraum gewonnene Vollbild so aufbereitet werden, dass es mit 48Hz bzw. 50Hz ohne Großfläschenflimmern wiedergegeben werden kann. Das Vollbild wir dazu wie beim Zeilensprungverfahren in zwei Halbbilder aufgeteilt, die dann mit segmented Frames (sF) bezeichnet werden, während zur Unterscheidung für Zeilensprungbilder die Bezeichnung interlaced (i) verwendet wird. "

D.h. Interlace hat Zeilenprungbilder und Progressive lässt sich dank sF ebenfalls in Zeilenbildern unterbringen. Und Herr Ulrich erwähnt nichts von Bildverlusst oder Flimmern. Und von diesen sF bzw. PF spreche ich bisher immer in meinen Postings. Wo ist das Problem?

Und auch der Vollständigkeit halber besprechen wir noch was passiert wenn ich 50i mit 25p abspiele.
Dann sehen wir tatsächlich die hässlichen Halbzeilensprünge, die selbst ein Laie bemerken kann. Dieser Fall tritt aber in der 25PF Methode nicht auf, weil es sich gerade um die gegenteilige Reihenfolge handelt . Dies ist daher für diese Diskussion nicht von Belang.

Und nun zu Chris Hiltons Anmerkung.
Ich verstehe die Anmerkung nicht und finde es schade, dass er weder Internetquellen noch Buchquellen nennt, mir aber meine 2 Quellen ankreidet ohne seinen Standpunkt klarer zu formulieren. Daher muss ich ein paar Fragen stellen.

Reden wir nun von zeitlicher Auflösung (da ist 50i besser) oder räumlicher Auflösung (da ist 25p besser)? Bitte Antworten!
Oder reden wir jetzt von 50i vs 50p Aufzeichnung? In diesem Fall würde ich zustimmen, dass die 50p Bilder tatsächlich schärfer sind bei gleicher Bewegungsauflösung. 50P kann in der Tat beide Vorteile in sich vereinen. Aber 50p ist nicht(!) Bestandteil dieser Diskussion. Hier geht es um 25pf vs 25p vs 50i.

Was meinen Sie, wenn sie sagen, dass bei Sportaufnahmen die Bilder verwaschen aussehen? Wie sieht das aus? Auf welchen Gerät sieht es so aus und welches Format wurde geliefert? Und was ist nun ihrer Meinung nach besser? Reden sie von Verlust von Zeitlicher Auflösung oder dem Verlust von Räumlicher Bildschärfe?

Zusammenfassung meiner Punkte:
Der Zeitversatz (beim Aufzeichnen) ist im digitalen Zeitalter dank Buffering kein Problem mehr. D.h. 25P werden ohne Datenverlust oder zeitlicher Zerstückelung in 50i Datenstrom aufgezeichnet (=PF25) und auf einen 50i Abspielgerät mit 25p angezeigt, wobei da tatsächlich ein kleiner Zeitversatz auftreten kann. D.h. Wenn Chris geschrieben hätte bei Anzeigen von 25p auf 50i gibt es auf manchen Geräten einen Zeitversatz für das 25p Material, dann hätte ich zugestimmt. Aber er spricht von der "Aufzeichnung".

Und selbst wenn ihm das "Anzeigen" stört, so halte ich nochmals dagegen, dass das dem Laien nicht auffällt, denn, wie gesagt: Bei allen 24p auf 25p konvertierten Kinofilmen (sprich derzeit 100%) die wir uns am TV ansehen ist das der Fall. Es sei denn wir haben eine Bluray Disk mit 24p Aufzeichnung und ein Anzeigegerät das ebenfalls 24p kann.

Und Ja ich stimme zu 24p Kinofilmkameras und 25p Kameras eigenen sich sehr schlecht für die Aufzeichnung von Sportereignissen, wegen der geringen zeitlichen Auflösung. Wenn dieser Fall auf Chris zutrift nochmals eine Gegenfrage. Was hat der Vorteil von 50i bzw. 50p bei Sportaufnahmen mit dieser Diskussion zu tun ob diese Kamera einen echten Progressiven Modus hat? Denn darum geht es hier. Ich bitte Chirs höflich um eine Antwort.

Liebe Grüße,
Philipp

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.04.2013 22:46:43 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.04.2013 22:50:29 GMT+02:00
M. Gutjahr meint:
Ich hab jetzt den ganzen Beitrag gelesen.

Ich teile die Aussage von Philipp.
Der Sensor nimmt pro Sekunde 25 Vollbilder auf.
Der Prozessor der Kamera teilt jedes Bild in zwei Halbbilder auf und legt diese nacheinander im Speicher ab. (Sie entstehen aber aus einem Bild und haben somit keinen Zeitversatz von einer 1/50 Sekunde wie bei 50i)
So werden aus 25 Vollbildern
Im Speicher 50 Halbbilder.
Beim Abspielen wird das erste Halbbild genommen, dann das 2. dazu
Und das gemeinsam an das Ausgabegerät ( z.B. TV) geschickt.
Wenn man es direkt an die Kamera anschließt.

Natürlich muss sichergestellt sein dass das Ausgabegerät die beiden richtigen halbbilder zusammen setzt.

Übrigens ist dieses Verfahren schon von den DVDs bekannt.
Die speichern auch Halbbilder.
Gute Videoprozessoren oder DVD Player mit Filmmode Erkennung suchen nach den beiden Halbbildern die zusammen gehören und erzeugen so, verlustfrei, die original Vollbilder des gescannten Filmmaterials.
Und erzeugen daraus ein 25p, ein echtes. (PAL DVDs laufen etwas schneller als amerikanische 24p Aufnahmen)

Es sorgt immer für Verwirrung, wenn Bildaufnahme und Bildspeicherung zusammengewürfelt werden.

Grüße Matthias

Veröffentlicht am 11.03.2014 00:35:49 GMT+01:00
Erklärbär meint:
Also wenn die US-Hardware (Heißt dann Canon VIXIA statt LEGRIA) 24/25P/30P kann, wird die europäische das genauso können.
Dass als 50i gespeichert wird ist egal, denn die beiden Halbbilder wurden ja zeitgleich = progressive vom Kamerasensor eingefangen, enthalten also tatsächlich ein progressive-Bild. Das ist genau wie bei Kinofilmen im TV: dort werden 2 zeitgleich aufgenommene Halbbilder zwar im Datenstrom zeitversetzt übertragen, dann aber doch wieder zeitgleich dargestellt (bei allen SDTV-Sendern und den privaten in HD, die ÖR senden HD nicht in Full-HD, dafür in 50 FPS --- das verringert leider die Auflösung von Kinofilmen unnötig, dafür nutzen die ÖR i.d.R. vernünftige Bitraten, so dass keinerlei Bildmatsch entsteht, wie z.B. bei Anixe HD (gibt AFAIK nicht mehr) schonmal zu beobachten.
Dass die Leute, die bei Canon (oder egal welcher Firma) Auskunft geben, nicht unbedingt wissen, worüber sie schreiben sollte bekannt sein.
‹ Zurück 1 Weiter ›

Details