Kundenrezension

20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Date mit DR.INK..., 26. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: The World's End (DVD)
...ist einer dieser flachen Kalauerwitzchen, die Simon Pegg drauf hat. Davon gibt es einige in -The Worlds End-. Sie betten sich jedoch in cleveren, wunderbar umgesetzten schwarzen Humor der Extraklasse ein, den so nur ein Simon Pegg in Bestform hinbekommt. Es gibt eine Menge Menschen, die -Hangover- für DEN Film über die "ultimative Sauftour" halten. Ich kann mich da nicht ganz anschließen. -Hangover- mag eine große Nummer in der Premier League sein, aber -The Worlds End- ist dann doch mindestens Finalist in der Champions-League. Zu geistreich, klamaukig, witzig, dämlich, intelligent und schräg zugleich lässt Simon Pegg seine Mitstreiter über die "Goldene Meile" taumeln, als das es dafür auch nur ansatzweise Vergleiche gibt. Man kann vielleicht -Shaun of the Dead, Dogma oder Warm Bodies- als Verwandte von Simon Peggs unvergleichlichem Humor in -The Worlds End- heranziehen, das würde der Angelegenheit ungefähr gerecht werden. Doch sei es, wie es ist: -The Worlds End- wird seine Ablehner und seine begeisterten Fürstreiter finden. Ich gehöre definitiv zu Letzteren...

Gary King(Simon Pegg) ist in der Vergangenheit stecken geblieben. Sein Leben ist komplett im Eimer und Gary weiß nur eins: Der schönste Tag seines Lebens war der 26.06.1996, als er mit seinen Freunden Peter(Eddie Marsan), Steven(Paddy Considine), Oliver(Martin Freeman) und Andrew(Nick Frost) die legendäre "Goldene Meile" in seinem Heimatort Newton Haven versucht hat. 5 Jungs, 12 Kneipen, 60 Biere. Das war das Ziel. Leider scheiterte der Versuch damals bei Pub Nr.9. Jetzt, 16 Jahre später, will Gary es noch einmal versuchen. Natürlich mit seinen Kumpels von damals. Doch die Zeit ist nicht stehen geblieben. Keiner der Jungs wohnt mehr in Newton Haven. Peter ist Autoverkäufer, Steven Bauunternehmer, Oliver Makler und Andrew Anwalt. Im Gegensatz zu Gary sind sie alle erwachsen geworden. Gary King jedoch scheint den Geist eines Teenies in sich bewahrt zu haben. Mit seinem alten Ford Granada, auch freundlich "Das Biest" genannt und jeder Menge Lügen, schafft er es, die Freunde zurück nach Newton Haven zu bringen. Dort beginnt die Kneipentour zunächst ganz normal. Doch schon bald wird es brenzlig. Es scheint, als ob Newton Haven von Außerirdischen übernommen wurde. Was soll man da tun, um nicht aufzufallen? Für Gary ist die Antwort auf diese Frage klar: Einfach so tun, als wäre nichts gewesen und die Tour zu Ende bringen. Doch das ist leichter gesagt, als getan...

Da wo Filme wie -Das ist das Ende-. meiner Ansicht nach, komplett versagt haben, punktet -The Worlds End- auf ganzer Linie. Der Streifen ist witzig und kultig zugleich. Im Zusammenspiel mit Simon Pegg und Nick Frost ist Regisseur Joe Cornish Teil eines Trios, das hier britischen Humor der ganz besonderen Art abliefert. Wenn diese drei an eine Story plus Kamera gelassen werden, kann es passieren, dass man sich vor Lachen kaum auf dem Sitz halten kann. Es sind die wunderbaren Running Gags, wie das "selektive Gedächtnis" oder die Fragen nach der Musiccassette oder dem alten Ford, die trocken und hundertprozentig auf den Punkt gebracht, einen sicheren Lacher zu Stande bringen. Simon Pegg und Nick Frost sind dabei nicht nur brillante Ideengeber, sondern zugleich auch noch begnadete Darsteller für Charaktere wie den durchgeknallten Gary oder den biederen Andrew.

Mir persönlich hat -The Worlds End- hervorragend gefallen. Der Film befindet sich auf Augenhöhe mit -Shaun of the Dead und Hot Fuzz-. Wenn ihnen diese Filme gefallen haben, dann können sie mit -The Worlds End- überhaupt nichts verkehrt machen. Falls sie Simon Pegg & Co. noch nicht kennen, probieren sie einfach aus, ob ihnen diese Art von Humor gefällt. Falls ja, gibt es da noch eine ganze Reihe von Filmen, auf die sie sich jetzt schon freuen können. Viel Spaß dabei...
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.06.2014 17:10:22 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.06.2014 17:10:38 GMT+02:00
Wardiman meint:
Habe den Film in diese Woche bestimmt 4mal gesehen. Genial, man finden immer noch versteckte Details, und wem seinen ehemaligen Jugendfreunde heutzutage total spießig und langweilig, und die heutigen Mitbürger zum Teil wie ignorante Authisten (Besonders die Handyglotzer) vorkommen, der wird diesen Film lieben. Achtet mal im Vorspann auf die Sternschnuppe am oberen Bildrand, sie wird noch wichtig. Ich vergass--im deutschen Vorspann war es der 26.6.1990, aber das mindert den Wert der Rezi nicht im geringsten!

Veröffentlicht am 29.08.2014 07:13:57 GMT+02:00
M meint:
Der Regisseur von "Attack the Block" ist Joe Cornish, nicht Edgar Wright. Könntest stattdessen Scott Pilgrim nehmen. ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.08.2014 07:20:56 GMT+02:00
Das stimmt. Danke schön. Da habe ich mich vertan. Wright war bei der Produktion des Films beteiligt. Wird geändert.

MfG
Thomas
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