Kundenrezension

20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie aus einem Guss - auch ohne Hodgson gelungen!, 21. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Brother Where You Bound (Audio CD)
Natürlich war ein Reiz von Supertramp immer der Wechsel zwischen dem näseligen, dunkelhaarigen und hakennasigen Rick Davies und dem strahlenden Blondschopf Rodger Hodgson mit der überirdischen Stimme. Letzterer hatte die Band zu diesem Zeitpunkt verlassen, was der Qualität aber (noch) keinen Abbruch verlieh.
Rick Davies stellt naturgemäß seinen Flügel bzw. die Keyboards in den Mittelpunkt, was aber ok ist, da wirklich damit umgehen kann.
Die wenigen Songs sind entsprechend lang und aufwändig arrangiert. Das mag für manche belanglos, kitschig und überflüssig sein, für meine Ohren war das aber sehr vielseitig, abwechslungsreich und geschmackvoll.
"Cannonball", der Vertreter der Platte auf der "Very Best" (die sowieso jeder zu haben hat!), beginnt mit schmissigen Bläsern und netten Keyboardimprovisationen. Zwar passiert Akkordmäßig nicht besonders viel, aber gerade die kleinen Details machen für mich den Reiz des Stückes aus, vor allem die wechselnden Einwürfe der Bläser.
Nach einem gelungenen Übergang mit dem genialen Saxophon des unübertrefflichen John Helliwell folgt "Still in love with you", das wiederum durch ein bläser- und pianolastiges Arrangement überzeugt. Außerdem bringen die weiblichen backing vocals einen netten touch dazu.
"No inbetween" ist sicherlich recht banal von den Akkorden her, das Keyboardriff ist aber einfach schön eingängig. Dazu kommt am Schluss wieder eins dieser fantastischen Saxofonsolos.
"Better days" beginnt pompös und stimmt schon mal auf das Titelstück ein. Höhepunkt ist ein Querflötensolo von Scott Page, der auch schon für Pink Floyd tutete.
Das Titelstück dauert epische 16 Minuten und besteht aus mehreren Fragmenten. Zunächst beginnt Davies am Flügel. Mich haut es dann jedesmal wieder vom Hocker, wenn zum ersten Mal E-Gitarre, Bass und Schlagzeug einsetzen vor dem ersten "Hey brother...". Es folgt eine schnellere Sequenz, auch wieder mit coolen Bläsern, außerdem tritt erstmals David Gilmoure (Pink Floyd) in Erscheinung! Der nächste Teil ist ein bisschen "free Jazz" artig und gefällt mir nicht so gut. Dann folgt aber ein Keyboardriff, das die Boxen vibrieren lässt! Mein persönlicher Höhepunkt der Platte.
Dann wird mit jaulender E-Gitarre wieder der Anfang aufgegriffen, bis es in den rasanten Schlussteil geht, in dem Gilmoure dann zeigen kann, warum er zu den besten Rock-Gitarristen der Welt zählt.
Den Abschluss macht das wirklich etwas müde wirkende "Ever open door".
Alles in allem keine ganz typische Supertramp-CD, die aber viele originelle Momente aufzuweisen hat - und vor allem einen unglaublichen Sound!!!
Für alle Liebhaber epischer Popmusik heißt es: Zugreifen!
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.08.2011 21:09:31 GMT+02:00
Tolle, treffende Rezension! Sehr schön Dein berechtigter Zusatz "noch keinen Abbruch". Leider konnte Davies nach dieser für Supertramp-Verhältnisse abenteuerlustigen Platte (insbesondere das Titelstück !) nie wieder auch nur ansatzweise derartige Qualität produzieren ! Schade.....eben nur die Wurst hat zwei Enden !!!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.09.2011 20:59:35 GMT+02:00
Danke!
Gerechterweise muss man sagen, dass auch "Some things never change" sehr gelungen ist, von der Verpackung bis zu den Songs.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.12.2011 00:06:54 GMT+01:00
"Some Things Never Change" ist ganz ok und eher vom Mainstream geprägt aber "Brother where you bound" ist doch ein ganz anderes Kaliber. Ein grandioses Werk von epischem Charakter, wo man den Eindruck hat, dass Rick Davis, Roger Hudgson nach seinem Abgang mal zeigen wollte, was eine Harke ist und man muss sagen, es ist Ihm gelungen. Auf der Scheibe vermisst man Hudgson mit seiner etwas piepsigen Stimme nicht im Geringsten, womit seine Leistung damit aber keineswegs herabgewürdigt werden soll. Crime of the century oder ...famous last words... sind auch geniale Scheiben.
Während die anderen Supertramp Produktionen musikalisch von hervorragender Handwerkskunst zeugen, kommt bei "Brother where you bound" intelligente Raffinesse hinzu.

Die CD kannte ich von meiner Jugendzeit. Irgendwann mal ist sie in Vergessenheit geraten und zudem verloren gegangen. Nun habe ich sie mir wieder als remasterte Version gegönnt und war vom unglaublichen Sound sehr beeindruckt und die Musik hat nichts an Frische eingebüßt.
Könnte das heulende Elend bekommen, dass solche Musik nicht mehr produziert wird. Heute muss alles nur noch schnell schnell gehen und ist dem seichten Massengeschmack untergeordnet.
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