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Kundenrezension

36 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nicht der stärkste Roman von Robert Harris, 3. November 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Titan (Gebundene Ausgabe)
"Titan" ist die Fortsetzung von "Imperium" und die Handlung setzt in dem Jahr ein, in dem Cicero das Amt des Konsuls inne hat. Wie bereits beim Vorgänger wird die Geschichte aus der Sicht von Ciceros Sekretär Tiro erzählt. Der Schwerpunkt des Buches liegt natürlich auf der Zeit, in der Cicero Konsul ist und wie er immer noch gegen seinen Erzrivalen Catilina kämpfen muss, der sich an ihm für die verlorene Konsulatswahl rächen will. Doch auch der aufstrebende Caesar bereitet dem amtierenden Konsul Probleme und als ob dies noch nicht genug wäre, wird plötzlich auch sein Leben bedroht.

Alles in allem hat mir das Buch nur mäßig gefallen, obwohl Robert Harris das Leben des Cicero sehr gut recherchiert hat. Doch manchmal hatte ich den Eindruck eher ein Sachbuch zu lesen als einen Roman, da sich die Handlung so in die Länge zog und jegliche Spannung verloren ging. Besonders als Ciceros Vorsitz im Konsulat vorbei war und die folgenden Jahre beschrieben wurden, konnte ich mich nur schwerlich auf den Text konzentrieren, denn die Geschichte wurde zunehmend langweiliger. Erst knapp fünfzig Seiten später wurde es wieder interessanter, wobei dies vor allem an der Tatsache lag, dass mich die Umstände von Caesars Aufstieg faszinierten. Von mir gibt es für dieses Buch nur drei Sterne, da die Handlung teilweise recht zäh war.

Wer gerne "Titan" lesen möchte, sollte auf jeden Fall "Imperium" kennen. Ansonsten fällt es dem Leser recht schwer sich in der Geschichte zurecht zu finden, da Robert Harris davon ausgeht, dass der Leser den bereits Vorgänger kennt. Denn er geht fast gar nicht mehr auf die einzelnen Personen und deren Beziehung zu Cicero ein. Es gibt zwar ein Personenverzeichnis am Ende, aber das hilft nur bedingt weiter. Daher kann ich das Buch Harris-Neulingen nicht ans Herz legen.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 25 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 10.01.2010 20:51:05 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.05.2010 14:25:51 GMT+02:00
arbiter meint:
"Erst knapp fünfzig Seiten später wurde es wieder interessanter, wobei dies vor allem an der Tatsache lag, dass mich die Umstände von Caesars Aufstieg faszinierten."

mich auch, weshalb mich die konsequent negative Beurteilung Caesars selbst von Tiro nervten, sowie die Recherchefehler in diesem Bereich. Interessant wären hier auch Beobachtungen Tiros bezüglich der Wirkung des Juliers - dessen Schönheit und Charme aktenkundig sind - auf das Volk. Alles scheint nur im Senat oder bei Cicero zu Hause stattzufinden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.05.2010 10:16:20 GMT+02:00
Mir hat gerade das gefallen - Caesar ist für mich eine der verabscheuungswürdigsten Gestalten der Weltgeschichte. Immerhin - der Führer hat auch "auf das Volk" gewirkt.
Außerdem handelt es sich hierbei, wie an vielen Strellen in IMPERIUM, weniger um "Recherchefehler" seitens Harris', sondern er verfolgt immer da, wo er von der historischen Tradition abweicht, ganz bestimmte Ziele - mal drauf achten! Es ist immer noch ein Roman, kein Sachbuch!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.05.2010 14:43:47 GMT+02:00
Was die Verherrlichung Cäsars betrifft, so möchte ich zu bedenken geben, daß allein der Gallische Krieg, bezogen auf die damalige Bevölkerungszahl, mehr Tote gekostet hat als der Zweite Weltkrieg, und er hat noch viel mehr Kriege geführt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2010 14:25:00 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.10.2011 17:58:22 GMT+02:00
arbiter meint:
"daß allein der Gallische Krieg, bezogen auf die damalige Bevölkerungszahl, mehr Tote gekostet hat als der Zweite Weltkrieg" - kommt darauf an, wie hoch Sie die GESAMTbevölkerung Galliens einschätzen (die Werte gehen in der Geschichtsliteratur von 3-25 Millionen)
Wie dem auch sei, sie ist zugegebenermaßen hoch. Allerdings stellt Caesar klar, und es gibt keine ihm widersprechende zeitgenössische Quelle, dass er bei der ZIVILbevölkerung nur "zugeschlagen" hat, nachdem die Gallier bereits bestehende Verträge gebrochen hatten (z.B. Atuatuca, Cenabum).

Andererseits:
wäre es Ihnen wirklich lieber gewesen, das Mittelalter wäre ca. 500 Jahre früher angebrochen?
# Schon die Wanderung der 368.000 Helvetier verursachten den Galliern Probleme. Dass ein solcher, zahlenmäßig starker Stamm auf Wanderschaft gehen muss, beweist zumindest indirekt den Druck, den die Germanen ausübten (s. Oppermann).
# Die Sueben standen kurz davor, Gallien zu überrollen. Eine kleine "Vorhut" von 120.000 stand schon auf der linken Rheinseite. Hätte es ohne Caesar weniger Tote auf gallischer Seite gegeben? Sie wären zudem bestimmt nicht vor Italien stehen geblieben (s. Kimbern und Teutonen).
# Die 430.000 Usipeter und Tencterer, deren Wanderung über den Rhein die Gallier NICHT aufhalten konnten, hat er gerade noch rechtzeitig geschlagen.
# Dass Caesar strategisch UND politisch denkt, beweist sein Haltmachen am Rhein (Augustus hatte keinen Schimmer.)
# Dass die Gallier die Vorteile der römischen Kultur erkannten, zeigt die schnelle Romanisierung und ihr Respekt vor Caesar die absolute Ruhe während des Bürgerkrieges (sie lieferten ihm sogar Elitekrieger).

Und zu den anderen Kriegen lässt sich sagen:
# Der Julier wollte aktenkundig nur ein zweites Konsulat, das ihm ein längst sich selbst nicht mehr an die Verfassung (s. 3. Konsulat des Pompeius) haltende Senat nicht gewähren wollte. Ironischer Weise schuf der Senat, dadurch, dass er Caesar zum Staatsfeind erklärte (7.1.49), BEVOR dieser nur einen Schritt RICHTUNG Rubikon (10/11.1.49) getan hätte, genau den Alleinherrscher, den er gefürchtet hatte.
# Pompeius hat alle Friedensangebote Caesars abgelehnt.
# Caesar zog mit nur EINER Legion über den Rubikon, also maximal 5000 Mann, vielleicht auch nur ca. 3500 (durch die Kriege in Gallien dezimiert). Das ist keine Armee, sondern eine erweiterte Leibwache.
# Alle Städte Italiens hießen den großen Julier willkommen.
# Er nahm die Halbinsel total unblutig ein und zeigte eine in der bisherigen Weltgeschichte einmalige Großzügigkeit bei der Vergebung seiner (Tod-) Feinde.
# Ebenso manövrierte er den Gegner in Spanien fast ohne Kampf aus - in nur 40 Tagen!

Sowohl am Anfang 59, wie im April 49 war Caesars Botschaft an den Senat: "Regiert MIT mir, macht gute Vorschläge" und erst danach "Sonst regiere ich eben allein". Laut M. Grant und Rex Warner war das Agrargesetz von 59 "die letzte Gelegenheit des Senates zu konstruktiver Leistung" - so verrottet war das System damals, als Caesar es übernahm.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2010 18:57:10 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.08.2010 13:50:08 GMT+02:00
arbiter meint:
AncientRome Freak schreibt
"Caesar ist für mich eine der verabscheuungswürdigsten Gestalten der Weltgeschichte"
?
Natürlich muss ein Herrscher der verabscheuungswürdigste der Welt sein, wenn…

+ er seine Frau Cornelia (Cinnae f.) so sehr liebt, dass er für sie Enterbung, Verbannung und Tod riskiert.
+ er auf eigene Kosten Milizen mobilisiert, um Einheimische bei Tralles zu schützen
+ er seiner politischen Linie sein Leben lang treu bleibt, auch wenn es ihm lange Zeit nur Nachteile bringt
+ er mutig Missetäter anklagt
+ er im Angesicht eines misstrauischen Senates gegen die Todesstrafe plädiert
+ er alle Entbehrungen mit den ihm anvertrauten Truppen teilt
+ er – dank seiner Erfahrungen als Kurator der Via Appia - die erste Rheinbrücke baut
+ er in Länder vorstößt, von denen seine Landsleute noch nie etwas gehört haben
+ er den Truppen (vor Avaricum) den Rückzug anbietet
+ er seinem kranken Freund (Oppius) die einzigen Platz in der Hütte überlässt und selbst auf dem kalten Boden schläft
+ er sich die Mühe macht, sich alle Namen seiner Soldaten zu merken
+ er imstande ist, gleich mehreren Schreibern zu diktieren und so seine Leistungsfähigkeit ins beinahe Unmenschliche zu steigern
+ er den Dichter Catullus, der Unflat über ihn verbreitet hat, zum Abendessen einlädt
+ er allen Feinden im Bürgerkrieg in einem Maße vergibt – manchen sogar mehrfach! -, wie es kein christlicher Herrscher je getan hat
+ er unnötige Schlachten in Spanien vermeidet, sogar gegen den Wunsch seiner Soldaten
+ er die seine Feinde kompromittierenden Dokumente ungelesen verbrennt
+ er die Statuen seiner Feinde (Pompeius, Sulla) wieder aufstellt
+ er seine Versprechungen, z.B. Bürgerrecht für die Einwohner nördlich des Po, hält
+ er Bücher über seine Taten schreibt und dabei auch Fehler durchblicken lässt
+ er die maßlose Ausbeutung der Provinzen durch die Senatoren und Steuerpächter unterbindet (lex iulia de repetundis)
+ er eine Meuterei mit einem einzigen Wort („Bürger!“) niederschlagen kann
+ er Sinn für Kultiviertheit und Schönheit (bei Frauen, Skulpturen und Musik) hat
+ er Affären in Freundschaft umwandeln kann
+ er ein Gesetz für ruhige Straßen in der Hauptstadt erlässt
+ er die Schuldknechtschaft abschafft
+ er das römische Recht vereinheitlichen will
+ er für Zustrom der besten Ärzte und Lehrer sorgt und die erste Bibliothek in Rom gründet
+ er dank seinem Interesse für Astronomie mit ägyptischer Beratung den ersten brauchbaren Kalender der Geschichte entwirft
+ er Vergehen seiner Landsleute durch den Wiederaufbau von Karthago und Korinth wieder gut machen will
+ er die Steigerung der Gesundheit durch Trockenlegen der Sümpfe erreichen will
+ er die Wirtschaft ankurbelt und eine über Jahrhunderte stabile Währung einführt
+ er per Gesetz freien Landarbeitern Arbeitsplätze schafft
+ er unter seiner Herrschaft die totale Redefreiheit walten lässt

Tja, er war wohl wirklich ein verabscheuungswürdiger Mensch!
Dabei sah der Typ umwerfend gut aus!
siehe http://www.romanemperors.com/images/julius-caesar/7-image-bust.jpg
(Und charmant war er auch noch…)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.06.2010 19:15:35 GMT+02:00
Wardiman meint:
Danke arbiter, hab hier fast mehr gelernt, als bei Wikipedia, wo ich gerade über die Catilinarische Verschwörung recherchiert habe. So macht auch Amazon Spass, man sollte eben auch mal die Kommentare lesen!!!
Auch ich verabscheute Caesar, aber die Optimaten waren ja noch viel schlimmer. ich weiß nur nicht, ob Caesar aus Eigennutz oder zum Wohle Roms gehandelt hat, wahrscheinlich war es wohl beides!!?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.07.2010 22:50:39 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.07.2010 22:52:47 GMT+02:00
arbiter meint:
In Caesars Jugend fallen viele Krisen, die der Senat nicht friedlich lösen konnte.
Er wuchs in der Subura, einem Arme-Leute-Bezirk auf. Seine Standesgenossen hatten kein Verständnis für das Proletariat und verteidigten nur noch ihre Privilegien. (Das wenigstens bringt Harris durch Cicero, der auch NIE etwas für das Volk tut, auf den Punkt. Unfreiwillig?)
Caesar wollte ein anderes Rom, ein Rom, das den meisten Menschen Nutzen bringt. Dazu musste er an die Macht kommen. Klugerweise tat er es innerhalb des Systems. Er hoffte wohl, Anhänger zu finden, die ihm dabei halfen. Verstanden hat ihn keiner. (Erst später schlossen sich ihm Männer wie Balbus, Oppius und Hirtius an.) Schließlich hatten die Senatoren so viel Angst vor ihm, dass sie ihn zum Äußersten zwangen.
Als er dann an der Macht war, benahm er sich freundlich, vernünftig und großzügig. Er vereinigte die verschiedenen Länder zu einem wahren Imperium und gründete u.a. ein Wirtschaftssystem, das Jahrhunderte stabil blieb und einen Kalender, der mit einer winzigen Veränderung noch heute gilt. Dass er dabei ab und zu etwas für sich tat, ist wohl verständlich.
Trotzdem ist bemerkenswert, dass bei seinem Tode 10 MAL MEHR Geld in der Staatskasse war als zu besten republikanischen Zeiten.
Und...wäre er wirklich ein Tyrann gewesen, die Menschen hätten Brutus applaudiert. Statt dessen verehrten sie den Toten als "Göttlichen Julius". Nemesis (Göttin der Rache) sorgte dafür, dass KEINER seiner Mörder 3 Jahre später noch am Leben war.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.07.2010 00:24:13 GMT+02:00
Apan meint:
@ arbiter

wohl ein kleiner Caesarfan? Hier sollte es eigentlich um das Buch gehen, nicht um Caesar. Und das Caesar in seinem De Bello Gallico für sich appelliert, ist ja wohl klar. Auch ein Mafiaboss hält sich füpr rein und fein. Das dann als glaubwürdige Quelle zu nehmen, so betreibt man eigentlich keine glaubwürdige Geschichtswissenschaft.
Und dass die einfachen Leute den toten Caesar als göttlich verehrten kann genauso seine Tyrannis zeigen, oder noch nie was von den Methoden der Demagogie gehört, denen sich Tyrannen und Diktatoren seit je her zu eigen machen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.08.2010 09:57:37 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.08.2010 21:32:36 GMT+02:00
arbiter meint:
an Apan
"Das dann als glaubwürdige Quelle zu nehmen, so betreibt man eigentlich keine glaubwürdige Geschichtswissenschaft."

Das hat erstens Schliemann auch mit der Ilias getan und Troja entdeckt
Zweitens hat der amerikanische General Th. A. Dodge ALLE Kriegsschauplätze Caesars PERSÖNLICH aufgesucht und dank seiner Erfahrung weitestgehend den geschilderten Ablauf bestätigen können. Lesen Sie das Buch (netto 782 Seiten Analyse)!

Im Übrigen behauptete Caesar nie, "rein und fein" zu sein. Ihm ging es um das für das Volk Machbare.
Wäre er tatsächlich ein Tyrann gewesen, wie Sie anzunehmen scheinen, wäre er nie als Gott verehrt worden, es sei denn, Sie unterstellen, dass das Volk allgemein dumm ist (Sie natürlich nicht). Das Volk von Rom hat genau registriert, dass Caesar sein Beschützer und Wohltäter gewesen ist.

Was Göttlichkeit betrifft:
Der (von chinesischen Astronomen parallel registrierte!) Komet zur Totenfeier Caesars ist für mich ein ebenso deutlicher Hinweis wie der Stern zu Bethlehem. (Übrigens: im Gegensatz zu Jesus hat sich Caesar selbst GEGEN seine Göttlichkeit ausgesprochen - viel sympathischer.)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.08.2010 17:09:44 GMT+02:00
Apan meint:
1. Schliemann war Hobbyarcheologe. Dass Hobbyarcheologen immer wieder etwas finden, will ich nicht in Abrede stellen, und dass sie wichtig sind auch nicht - vor allem in Bezug auf Lokalgeschichte sind sie unabdingbar. Aber auf tausende die suchen findet einer etwas (wichtiges; und wird berühmt, mit entsprechenden Folge statistischer Verzerrungen was die öffentliche Wahrnehmung des Phänomens betrifft - und ob Sie das nun Dummheit der Öffentlichkeit nennen wollen oder nicht, überlasse ich Ihnen, die Tatsache dieses Phänomens werden Sie damit nicht ändern).

2. Ich bezweifle sehr, dass Dodge mit einer Zeitmaschine gereist ist. So hat er ganz bestimmt nicht das bestätigen können, worfauf ich mich implizit bezogen habe: Caeser hat die Gallier sehr wahrscheinlich "böser" dargestellt, als sie es waren, und sich selbst besser, als er es war.

3. Worum es Caesar politisch wirklich ging, das hat er mit in sein Grab genommen. Was er und die seinen öffentlich verlautbart haben, sollte stets kritisch betrachtet werden. Es wird nicht vollkommen falsch sein, aber auch nicht die reine Wahrheit.

4. Ich nehme nicht an, das Caesar ein Tyrann war - die Sache ist mir nicht so wichtig wie Ihnen. Ich habe lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass sich Tyrannen und angehende Tyrannen weitaus eher als Götter verehren lassen als andere Menschen.

5. Tyrann tyrannisieren nicht immer das Volk. Ein Tyrann ist auch dann ein Tyrann, wenn seine Opfer die oberen Schichten sind und das Volk ihm deshalb zujubelt, weil es sich von diesen oberen Herren ungerecht behandelt fühlt.

6. Und worauf ich am Ende hinauswollte, scheint ja nun bestätigt zu sein: Sie glauben an Caesar, wie andere an Christus glauben. Und wo Glaube ist, da kann das Gras des kritischen Betrachtens nicht mehr wachsen.
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