Kundenrezension

280 von 284 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fein gezeichnete, detailreiche Fotos, perfekte Handhabung, 10. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon EOS 50D SLR-Digitalkamera (15 Megapixel, Live-View) Gehäuse (Elektronik)
Zur 50D ist viel Positives gesagt worden, das ich hier nicht wiederholen will. Es gibt aber ein paar Aspekte, die kaufentscheidend sind und noch nicht so beleuchtet wurden:

1. Optischer Sucher: Zur wirklich kreativen Spiegelreflex-Fotografie gehört die Möglichkeit, auch manuell fokussieren zu können. Wer bei Makro-, Teleaufnahmen oder Portraits mit einem lichtstarken Objektiv gezielt mit flacher Schärfentiefe arbeiten will, kommt nicht drum herum. Dazu braucht es einen optischen Sucher, der dem Auge wirklich verlässlich zeigt, wo die Schärfe gerade sitzt. Das bieten die EOS 50D/40D mit ihren auswechselbaren Mattscheiben. Den Mini-DSLR, bei Canon sind es die EOS 500D/450D etc. (gilt aber auch für andere Hersteller) fehlt aus Helligkeitsgründen diese entscheidende Fokussierhilfe. Und Liveview mit Lupenvergrößerung zur Schärfekontrolle lässt sich nur bei unbewegten Objekten und fester Kameraunterlage (Stativ, Bohnensack etc.) einsetzen. Kurz: Wer wirklich kreativ fotografieren will, sollte sich schon wegen des Suchers für die EOS 50/40D anstatt der kleineren EOS 500/450D entscheiden.

2. Teurere 50D oder günstigere 40D?
- Wer eine Sammlung von Objektiven hat, vor allem darunter Fremdobjektive, für den ist folgendes professionelle Ausstattungsmerkmal der 50D interessant: Mit der Kamera lassen sich systematische Fehlfokussierungen des Autofokus nachjustieren. Das geht schon mit einem an die Wand gehefteten Blatt mit einem gestochen scharfen Druckbild aus einem Hochglanzmagazin (noch besser ist ein "Siemens-Stern"). Man baut die Kamera mit Stativ auf und nimmt über Liveview eine Schärfenreihe auf, bei der man Bild für Bild die Justage des AF-Schärfepunkts des Objektivs schrittweise verschiebt. Die beste Einstellung speichert man dann in der Kamera ein. Die 50D kann sich die individuellen Einstellungen von bis zu 20 Objektiven merken. Geht gut, ist allerdings leider kein Zaubermittel gegen die erratische unpräzise Arbeit mancher älterer AF-Mikromotoren.

- Bildqualität. Zur 40D habe ich keinen Vergleich, aber zur EOS 450D, mit der ich viele tausend Fotos geschossen habe. Sie ist mit ihrem brillianten 12-Megapixel-Sensor eine anspruchsvolle Referenz. Ich habe z. B. mit beiden Kameras als Test eine Vergleichsserie von einer freundlicherweise sehr geduldigen Schnee-Eule geschossen. Aus RAW entwickelt, zeigen die Aufnahmen der EOS 50D tatsächlich noch mehr Feinzeichnung in den zarten Federstrukturen. Das Resultat ist wirklich beeindruckend. Bei den JPEGs sieht man dagegen nicht viel Unterschied zwischen beiden Kameras. Leider vermatscht die JPEG-Engine der 50D wie die der 450D schon in feinster Einstellung subtilere Details, das ist der Preis der Kompression. Aber hier meckere ich auf hohem Niveau. Ein Punktabzug deswegen wäre extrem ungerecht.

- Hoch auflösender LCD-Schirm. Im Vergleich zur 450D, deren Bildschirmauflösung meines Wissens der 40D entspricht, ein Riesengewinn. Das gilt vor allem bei Fokussierung über Liveview mit Lupenvergrößerung. Nachteil: Zusammen mit dem leistungsfähigeren Prozessor (Digic 4) saugt er bei viel Benutzung den Akku schnell leer, das fällt vor allem im Vergleich zum Langstreckenläufer 450D auf. Die Anschaffung eines Zweitakkus ist unumgänglich.

3. Objektive: Wer einen Ferrari kauft, schraubt keine Polo-Reifen dran. Das gilt auch für eine 50D, deren ungeheure Sensorauflösung nach guten Objektiven verlangt, sonst nutzt man die Kamera gar nicht richtig aus. Unschärfen und chromatische Fehler sieht man beim "Pixel-Peeping", zu dem eine solche Kamera unweigerlich verführt, gnadenlos. In dieser Hinsicht würde ich zum Beispiel Megazooms wie dem als Kit zur 50D angebotenen EF-S 18-200 IS misstrauen. Canon kann erstens die Gesetze der Physik nicht aushebeln, zweitens sind nach meiner Erfahrung die billigen Kit-Objektive von Canon nicht wirklich gut (Ausnahmen bestätigen die Regel). Lieber ein gutes, lichtstarkes Objektiv mit kleinerem Zoombereich als "Immerdrauf" kaufen und nach und nach noch ein paar Spezialisten (z.B. Festbrennweiten) dazu.

Fazit:

- Anspruchsvolle Hobby-Canonisten ohne Video-Ambitionen werden an der 50D viel Freude haben, zumal das Gehäuse inzwischen deutlich unter 1000 Euro kostet. Mir scheint die 50D den Mehrpreis von derzeit 150-200 Euro gegenüber der 40D voll wert zu sein (habe aber nicht den direkten Vergleich).

- Anfänger, die die Investition nicht scheuen, sollten vor dieser halbprofessionellen Kamera keine Angst haben. Zum Einstieg bietet sie viele Automatikprogramme und schnell verstehbare Hilfen. Der Rest ist Lernen durch Herumspielen (macht Spaß :D ). Das Handbuch von Canon ist auch nicht übel.
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Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 18 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.11.2009 12:27:32 GMT+01:00
skorpionin4 meint:
hi nachtpfauenauge! danke für die ausführliche rezension. ich bin quasi neuling und möchte mir auch wieder die canon 50 d bestellen. hatte es wegen des objektivs wieder zurück geschickt. was wäre denn ein gutes, lichtstarkes objektiv mit kleinerem zoombereich als "immerdrauf" z.b.?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.11.2009 19:49:05 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.11.2009 19:53:47 GMT+01:00
Arne Flander meint:
hallo Frau Derflinger,

ich habe auch die 50d in Benutzung und zwar mit einem
17-55 is usm 2.8. Eine hervorragende und leider auch sehr
teure Linse. ( gebraucht um die 6-700 ¤ )

Die Linse hat das Potential mit den preiswerteren Festbrennweiten
in der Abbildungsleistung und fast auch der Lichtstärke mitzuhalten.

Wenn zu teuer - dann für ca. die Hälfte ein Tamron 17-50. Hat zwar
keinen Stabbi und ist was lauter, aber von der Abbildungsleistung fast
ebenbürtig.

Viel Spaß beim Aussuchen - und wenns eher ein Telezoom
sein soll weil Ihr Fotostil eher entfernteren Dingen wie Tieren
im Zoo und Ähnlichem entspricht, dann sollte das Immerdrauf
nach oben hin lieber bis mindestens 200mm gehen.

Auch in dem Bereich gibt es vorzügliche Linsen die zu meiner
großen Trauer auch sehr nobel in der Preisgestaltung sind.
Aber so eine gute Linse verliert ( bei guter Behandlung ) kaum
an Wert - über Jahre!

Gruß
Arne

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.12.2009 17:14:11 GMT+01:00
Hallo Frau Derflinger,

Arne Flander hat recht, ich empfehle auch das recht lichtstarke EF-S 17-55 mm is usm 2,8 zum Einstieg, wenn Sie schon eine 50D investiert haben. Dieser Standardzoom ist toll, hat aber auch ein paar Schwächen - siehe meine Rezension dort. Ich habe das Ding gründlich durchgetestet und mich dazu noch mit Bryan Carnathan von www.the-digital-picture.com (empfehlenswerte Seite mit vielen Tests zum Canon-System) intensiv ausgetauscht. Am besten legt man sich dazu noch den billigen Kitzoom EF-S 18-55mm/ 3,5-5,6/ IS als leichtes, kleines Backup für Situationen mit sehr viel Licht und harten Kontrasten zu. Da neigt das 17-55 mm zu Farbsäumen (wie die meisten lichtstarken Objektive mit großen Linsen).

Das viel günstigere Tamron 17-50 mm wird von vielen hochgelobt. Ich möchte aber den modernen Ultraschall-Autofokus und den enorm effizienten Bildstabilisator des Canon EF-S 17-55 mm nicht mehr missen. Bei Fremdobjektiven ist zudem der Autofokus oft nicht sauber justiert. Sie können das zwar an der 50 D korrigieren (wie ich das beschrieben habe), aber man kann seine Lebenszeit auch interessanter verbringen.

Übrigens: Falls Sie mal einen sehr guten, kleinen und leichten Telezoom dazu haben wollen, empfehle ich Ihnen wärmstens den Canon EF 70-200mm 1:4,0L IS USM . Das ist ein noch bezahlbarer Profizoom (na ja, etwa 1000 Euro...), der eine enorm gute Optik mit einem tollen Stabi und Ultraschallautofokus kombiniert. Er ist leicht und robust. Irgendwann schreibe ich dazu auch mal ne Rezension...

Viel Spaß mit der 50D!

Nachtpfauenauge

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.12.2009 08:16:27 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.12.2009 08:51:06 GMT+01:00
skorpionin4 meint:
hi arne!
vielen dank für ihr feedback, das ich erst jetzt "entdeckt" habe :-) bin noch neu hier und WIRKLICH anfängerin. aber ich nehme den job auf mich, zu vergleichen, meinungen zu lesen und und und ...
danke nochmals für ihre mühe
lg rositha

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.12.2009 08:48:09 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.12.2009 08:50:48 GMT+01:00
skorpionin4 meint:
hi nachtpfauenauge!
ja, auch ihnen vielen dank für die ausführliche engagierte antwort, die ich leider gerade jetzt erst gesehen habe. man kriegt da keine nachricht, wenn man eine antwort erhält?!?! noch habe ich die 50 d nicht bestellt. habe sie immer noch "im auge". ich bin nach wie vor noch in der überlegungs- und vergleichsphase, und wie gesagt, als anfängerin, und die bin ich tatsächlich, muss ich mir wohl noch einiges aneignen, um zu einem fundierten verständnis zu gelangen :-))). es wird real immer schwieriger mich zu entscheiden :-( ich habe nämlich die tendenz: wenn schon, denn schon, dann was gescheites. besseres und teureres gibt es allemal, immer wieder und das ja ganz schnell, klar. ich frage mich: reicht die 50 d oder doch die 5 d mark II (video brauche ich nicht, aber da scheint der sensor besser zu sein?), hat aber ein angeblich gutes objektiv im kit hier bei amazon. es ist ja doch ein teures hobby. vom gefühl her würde ich auch meinen, dass die 50 d mal reicht und mit guten objektiven ich dann auch mal zufrieden sein werde?!? empfehlungen habe ich schon einige, die decken sich aber leider nicht, das machts auch nicht leichter, richtig? auf jeden fall lese ich jetzt mal ihre rezi zu dem 17-55 mm. im auge habe ich auch das 24-105, glaub, da hatten sie auch eine rezension geschrieben?
nun gut, denke es wird schon, viell. geht es sich bis weihnachten aus, denn ich würde gerne loslegen :-)))) aber noch ne frage, bitte: verstehe ich SIE richtig. sie würden immer nur canon-objektive nehmen, empfehlen? die von sigma sind z.b. auch gut beschrieben und auch billiger ??
nochmals vielen dank fürs feedback und schönes wochenende und - falls wir uns nicht mehr lesen - auch angenehme feiertage
lg aus wien r

Veröffentlicht am 22.12.2009 16:11:24 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.12.2009 16:13:25 GMT+01:00
meilenstein meint:
Mit Interesse lese ich alle Rezensionen und bin positiv über so viel Feedback überrascht. Vielleicht kann mir ja jemand meine Fragen "objektiv" beantworten...
Da ich seit längerem nur mit einer Kompaktkamera fotografiere, bin ich nicht wirklich up to date. Ich habe eine gut 20 Jahre alte EOS 650 mit der ich sehr zufrieden war. Dazu habe ich zwei (ca 15 Jahre alte) Objektive: ein EF 28-80 USM und ein EF 100-300. Sind diese beiden mit der EOS 50 D kompatibel und machen diese schon etwas älteren Objektive noch Sinn?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.12.2009 12:37:06 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.12.2009 12:55:15 GMT+01:00
@ Rositha Derflinger: Hallo, ich komme jetzt erst dazu, zu antworten - danke auch für die guten Feiertagswünsche, Ihnen ein gutes neues mit hoffentlich der "richtigen" Kamera. Sie werfen die Frage auf, ob lieber doch eine 5 d mark II mit Vollformat-Sensor. Die 5 d würde Ihnen gegenüber der 50D kurz gesagt folgende Vorteile bieten: höhere Auflösung, rauschfreiere Bilder bei weniger Licht, als fotografisches Mittel die Möglichkeit einer noch geringeren Schärfentiefe. Hinzu kommt Video. EF-S-Objektive wie das 17-55 mm/2,8 sind dafür nicht ansetzbar, nur EF-Objektive. Diesen Vorteil der größeren Auswahl in beiden Objektivklassen bieten nur die "Crop"-Kameras mit kleineren APS-Sensoren wie die 50D (EF-S-Objektive sind i. d. R. etwas kompakter und leichter bei gleicher optischer Leistung wie EF-Objektive). Vor allem sollten Sie überlegen, was Sie am liebsten fotografieren. Ich persönlich arbeite viel im Telebereich (Tierfotografie), deshalb bevorzuge ich ganz bewusst APS-Kameras mit kleineren Sensoren. Mit ihrem um einen Faktor 1,6 (bei Canon) kleineren Bildausschnitt (diesen aber mit sehr hoher Pixel-Auflösung) "verlängern" sie effektiv die Brennweite von Teles um genau diesen Crop-Faktor. Sie liefern also z. B. bei einem 300-mm-Tele die gleiche Bildvergrößerung wie ein viel größeres und teureres "480"-mm-Tele an einer Vollformatkamera. Ich bekomme also mit meinem EF 300 mm/4 L IS-Objektiv, das rund 1500 Euro kostet, schon fast den gleichen "Teleeffekt" wie mit einer Vollformatkamera, an die ein riesiges EF 500 mm/4 L IS-Objektiv für knapp 7000 Euro angesetzt ist. (Klar, man muss dann auch noch einrechnen, dass die 5D mit über 20 Megapixel einer 50D in der Auflösung und im Bildrauschen weit überlegen ist.) Falls Sie jedoch Weitwinkel-Fan sind, ist die Sache umgekehrt. Hier sind Vollformat-Kameras grundsätzlich im Vorteil, denn sie "kastrieren" nicht den Weitwinkelbereich: Ein 20-mm-Weitwinkelobjektiv liefert an einer APS-Kamera nämlich nur den Bildausschnitt eines 32-mm-Objektivs. Übrigens: Im APS-Bereich soll die neue EOS 7D sehr rauscharm sein, sie bietet mit 18 Megapixeln eine enorme Auflösung, ein erheblich verbessertes Autofokus-System (die 5 D Mark II hat dagegen dasselbe ältere System wie die 50D), Video, ein besser witterungsgeschütztes Gehäuse. Kostet aber auch gut 500 Euro mehr als die 50D. Meine hat sich gerade wieder bei Schneetreiben und ziemlichen Minusgraden zuverlässig bewährt, ich werde sie sicher noch eine Weile behalten. Für den aktuellen Preis kriegen Sie mit der 50D definitiv eine super Spiegelreflex.

@hüttenzauber: Schauen Sie bitte mal, ob diese alten Objektivversionen noch einen Einstellring für die Blende haben. Falls ja, sind diese Objektive zumindest mit der EOS 50D nicht richtig kompatibel (obwohl ansetzbar). Das Problem: Bei modernen Objektive steuert die Kamera selbst die Blende elektronisch über einen kleinen Motor im Objektiv an. Bei den alten Objektive mit Ring braucht die Kamera mechanischen "Mitnehmer", der ihr die eingestellte Blende mitteilt. Nur so kann sie dazu die richtige Belichtungszeit errechnen (meine alte Nikon FM2 funktioniert noch so). Der EOS 50D fehlt dieser Mitnehmer. Das heißt, dass sie dann "Pi x Daumen" die richtige Belichtung abschätzen müssen, was unsinnig ist. Vielleicht hat die Vollformat-5D Mark II noch so einen "Blendenmitnehmer". Das weiß ich nicht, das müssten Sie mal recherchieren oder im Fotoladen erfragen. Bei Nikon haben die D300 und D700 noch einen solchen Mitnehmer für Altobjektive (weiß ich von einer eingeschworenen Nikonianerin). Das hilft Ihnen aber natürlich nicht weiter. Ich rate Ihnen aber grundsätzlich zu neuen Objektiven, denn die sind optisch besser an digitale Sensoren angepasst. Außerdem bieten viele neue Objektive auch eine optische Bildstabilisierung. Wenn Sie sich einmal dran gewöhnt haben, werden Sie diese Erweiterung der fotografischen Möglichkeiten für Handschüsse nicht mehr missen wollen (besonders im Telebereich).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.01.2010 14:09:34 GMT+01:00
@Nachtpfauenauge: Nein die 5D Mark II hat nicht das gleiche AF System wie die 50D. Die 50D hat 9 Kreuzsensoren, während bei der 5D Mark II lediglich der mittlere als Doppelkreuzsensor ausgelegt ist.
Mittlerweile ist bei den APS-C Kamreas ein reichliches Angebot an Superweitwinkel Optiken im Angebot: Tokina 10-17 Fisheye; Tokina 2,8/11-16; Tokina 4/12-24; Tamron 11-18; Tamron 10-24; Canon 10-22; und das neue Sigma 3,5/10-20; ...

@Arne Flander: Mittlerweile gibt es auch das Tamron 2,8/17-50 mit Stabi (VC Version). Auch das Sigma 17-70 soll in Kürze mit Stabi auf den Markt kommen.
Ich habe mich seinerzeit bewußt für das Tamron 17-50 entschieden. Und bin immer noch begeistert von der Bildqualität. Es ist auch recht robust. Gleich zu Beginn ist es mir mit der damaligen 20D aus ca. 1m auf den Asphalt gefallen. Body und Optik haben lediglich ein paar kleinere unbedeutendere winzige Schrammen davongetragen. Für mich wäre einzig das leicht hörbare AF Geräusch eventuell ein Grund für den Wechsel zum Canon 2,8/17-55 IS. Aber für einen Aufpreis von 400 ¤ ... na ja!

@Rositha Derflinger: Bevor man sich eine Vollformat zulegt, sollte man sich überlegen ob man auch gewillt ist das mehr an Gewicht zu schleppen. Beispielsweise wiegt das Standart Zoom Canon EF 2,8/24-70 1000gr. Ein vergleichbares lichtstarkes Standartzoom für APS-C wie das Canon 2,8/17-55 IS 600gr. das Tamron 2,8/17-50 450gr.
An der 5D mark II bräuchte ich ein Canon 4,5-5,6/100-400L IS mit 1,3 Kg um einen ähnlichen Brennweitenbereich abzudecken, wie an der 50D mit einem 4/70-200L IS (750gr.). Und das summiert sich.

Ich selbst habe über die 20D, 40D zur 50D gewechselt und bin sehr zufrieden mit dem Potential der Kamera. Sie bietet einiges und es macht richtig Spaß mit ihr neue Möglichkeiten zu entdecken.
Doch ob der Wahl der Ausrüstung, vergessen viele Anfänger sich mit dem Wesentlichen der Fotografie zu beschäftigen, wie Bildaufbau, Belichtung, richtiges Beherrschen der angebotenen Kameratechnik. Viele wechseln den Body schon wieder, bevor sie überhaupt das gesamte Potential des "Alten" richtig kennen, in der Hoffnung noch was besseres zu ergattern.
Ein typisches Bild was sich von Anfängern immer wieder aufdrängt ist die Frage nach einem möglichst großen Body, ein billiges Standartzoom, das am besten alles abdeckt und kaum Erwähnung findet ein Aufsteckblitzgerät.

Allen zusammen noch ein gutes neue Jahr 2010 und weiterhin viel Freude am Foto Hobby

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.01.2010 17:00:08 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.01.2010 17:28:09 GMT+01:00
@Siegfried Hirth: Sie haben recht, ich habe auch noch mal nachgeschaut. Die EOS 50D ist auf jeden Fall nach meiner reichhaltigen Erfahrung damit enorm schnell, man kann also auch scbon ganz gut "Action" fotografieren. Allerdings ist ihr Autofokus selbst im zentralen AF-Feld nicht immer präzise (ich aktiviere fast immer nur das Zentralfeld). Will man also besonders schwierige bewegliche Motive einfangen, dann muss man gelegentlich auch mal "ballern". Typischer Fall ist der auf einen zufliegende Vogel. Von zehn Bildern ist dann höchsten eines gelungen, selbst wenn man wie ich bevorzugt L-Teleobjektive benutzt. Da soll die neue EOS 7D besser sein, während die 5D Mark II wohl überhaupt keine Actionkamera ist, sondern wohl eher was für ruhige Motive wie Landschaft, Portraits, Pflanzen etc. Sehr instruktiv sind hier die Actiontests von Traumflieger, die sich zumindest bei der 50D exakt mit meinen Erfahrungen decken: http://www.traumflieger.de/desktop/7d/EOS_7D_action4.php. Da schlägt sich die 50D deutlich besser als die 5D II.

@ Rositha Derflinger: Aus der Praxis heraus kann ich jedenfalls sagen, dass die 50D insgesamt super Fotos macht. Für den aktuellen Preis kriegt man enorm viel Kamera. Und: Anders als die neue EOS 7D bietet sie auch Motivprogramme an. Fortgeschrittene rümpfen zwar darüber die Nase (und vergessen gerne, dass sie auch mal angefangen haben). Aber für Anfänger, die mit der Kamera erst in die moderne DSLR-Fotografie reinwachsen wollen, ist das eine gute Einstiegshilfe. Die 7D ist dagegen ganz gezielt für erfahrenere FotografInnen gebaut.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2010 18:18:36 GMT+01:00
@Nachtpfauenauge: Ihre Einschätzung zur AF Leistung der 50D kann ich nur voll bestätigen.
Mag auch ein Fortgeschrittener über Motivprogramme die Nase rümpfen, finde ich sie persönlich doch praktisch. Ich selbst nutze sie auch ab und an. Bevorzugt das Sportprogramm. Das ist schnell angewählt und fertig. Fein an der 50D finde ich die Option den RAW Modus in Verbindung mit den Motivprogrammen zu verwenden.
Meine Frau nutzt die 50D auch. Sie nimmt sie zu ihren gesellschaftlichen Anlässen wie eine Kompakte mit. Da ist sie dankbar für die Motivprogramme. Sie hat dann immer das Standartzoom und den Aufsteckblitz dabei. Die Bildqualität ist vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen und in Kombi mit Blitz den Kompakten überlegen. Anfangs kostete es sie etwas Überwindung (die gucken doch alle ...)die DSLR mitzunehmen, aber die einfache Bedienung und Bildergebnisse haben sie doch überzeugt. Und mittlerweile guckt auch keiner mehr. Die 50D kann halt einfach alles was man von einer Kompakten erwartet. Nur ist sie nicht ganz kompakt.
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