Kundenrezension

31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben ist schön!, 18. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Transition (Limited Edition) (Audio CD)
Eddie van Halen antwortete mal auf die Frage, wie man sich so als bester Rock-Gitarrist der Welt fühle: 'Fragen Sie Steve Lukather'. Die Wertschätzungen der Berufskollegen sind dem 55-jährigen US-Amerikaner aus Los Angeles und Mitbegründer der Rockband „Toto“ gewiss. Und die seiner Fans sowieso. Für sie ist der mehrfache Grammysieger ein Saitenmagier, einer der genialsten Rock-Gitarristen der Welt.

Doch auf seinem neuen Soloalbum geht es Lukather ganz und gar nicht mehr um die Zurschaustellung seiner virtuosen Handwerkskünste, um orgiastisch-schnelle Soli und filigrane Soundgenüsse. Neuerdings liegen ihm Gefühlsausdrücke, gelungene Phrasierungen und tiefgründige Texte am Herzen. Die Gründe dafür liegen in seiner persönlichen Weiterentwicklung, die ihn aus der selbsternannten Dunkelheit ins Helle getrieben hat, von einer persönlich harten Lebensphase mit Schicksalsschlägen in eine lebensbejahende Selbst- und Neuannahme. „Transition“, also „Wandel“ oder „Übergang“, heißt denn auch bezeichnenderweise sein neues Werk, das neun abwechslungsreiche Songs beinhaltet, die zwischen Rock und Pop, zwischen Fusion und Jazz, zwischen Ballade und Kracher changieren.

Was beim Hören zuerst auffällt: Lukather, 1957 geboren, hat an seiner Stimme gearbeitet. Sie ist, wie bereits beim zweiten Stück „Creep Motel“ hörbar, weicher, melodischer geworden. Das Kratzbürstige von früher ist reduziert. Die Songs an sich sind natürlich und entspannt, ohne Fehl und Tadel, zwischen gefühlvoll und furios. Herausragend: die Balladen „Right the Wrong“ und „Last Man Standing“. Es ist Lukathers geradezu aufreizende, aber nie aufgesetzt wirkende spielerische Lässigkeit, die einen in den Bann schlägt. Nur ganz am Anfang des Albums steht ein - allerletzter - Aufschrei! „Judgement Day“ heißt das Stück, ein wütendes Statement, das mit sphärischen Synthi-Klängen und stakkatoartigem Gitarrenspiel beginnt, dann aber in ein tief-grollendes Spiel mündet, über dem eine noch einmal ungemein raue Stimme liegt. Beim psychedelisch angehauchten Titeltrack „Transition“ lässt Lukather dagegen seine ganze Saitenvirtuosität aufblitzen. Aber seine Kunst setzt er hier, wie auch bei den anderen Stücken (beispielsweise bei „Do I stand alone“), songdienlich ein. Steve Lukather muss halt niemandem mehr etwas beweisen.

Für sein Album hat Lukather fantastische Musiker um sich schart. Unter anderem Lee Sklar (u.a. Crosby, Stills, Nash & Young), der einen groovenden Bass zupft, Schlagzeuger Chad Smith von den „Red Hot Chilli Peppers“, der extreme Power und extremes Feeling besitzt und vor Energie nur so strotzt. Und Phil Collen von „Def Leppard“, und „Nathan East (u.a. Toto & Rolling Stones), und und und… Nicht genug damit: Auf „Right The Wrong“ spielt Lukathers Sohn Trevor am Anfang die Gitarrenlinie – genauso spielerisch-brillant wie der Papa.

„Transition“ ist beileibe kein Mainstream-Album, sondern eines, in das man hineintauchen muss, das man sich im Wortsinne ANHÖREN muss, und zwar mehrfach, um all die Feinheiten, auch produktionstechnischer Art, zu erspüren, die in den Songs liegen. Wer sie erkennt, der kommt zu dem Schluß: Das Leben ist schön! Eine Aussage, der Steve Lukather derzeit sicherlich uneingeschränkt zustimmt.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.01.2013 13:39:53 GMT+01:00
Gut geschrieben - klingt für mich dennoch wie ein Promotext, aber nix für ungut - ich mag die Platte auch;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.01.2013 13:45:44 GMT+01:00
haidiver meint:
KEIN Promotext. Wenn Sie meine anderen Rezensionen lesen erkennen Sie, dass ich niemandem nach dem Munde schreibe.

Veröffentlicht am 19.01.2013 11:26:17 GMT+01:00
Totofan meint:
Sehr schön rezensiert, kann ich mich nur anschließen. Ich bin Toto-/Lukatherfan seit mehr als 30 Jahren, aber sowas geiles wie dieses Album hat er lange nicht mehr hinbekommen, vor allem der Titeltrack ist der Hammer!!! Die Songs klingen alle sehr frisch und positiv, man spürt förmlich, dass er sich aus seinem Tief "herausgespielt" hat. Freu mich schon auf die Tour!

Veröffentlicht am 24.10.2013 11:30:12 GMT+02:00
Schön geschrieben, könnte von mir sein ;-)
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