Kundenrezension

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Oh, well, a touch of grey kind of suits you anyway", 4. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: In the Dark (Audio CD)
"In the Dark" erschien 1987 und war somit das erste Studioalbum der Grateful Dead seit "Go to Heaven", das die Gunst der Kritiker verfehlt hatte. In der Zwischenzeit hatte sich die Band selbst doch sehr verändert. Die Dead waren älter geworden, Jerry Garcia war gesundheitlich schwer angeschlagen. Wie aus dem Booklet hervorgeht, war auch Otis, Bob Weirs Hund, der u.a. auf „Reckoning" zu hören sein soll, gestorben, und ein gewisser „Touch of Grey" zierte nicht nur Jerry Garcias Bart.
Schon oft hatte der Rolling Stone die Dead als Relikt der 60`er bezeichnet und die späten Alben verrissen, so ist es besonders verwunderlich, das der Rolling Stone -für seine Verhältnisse- dem neuen Album doch eher positiv gegenüberstand. Das renommierte Musikmagazin lobte an „In the Dark" besonders, das es wieder wie ein Grateful Dead Album klinge, mehr als vieles, was sie Jahre zuvor produziert hatten. Viele der Songs weisen in ihrer Lockerheit zurück auf die „American Beauty"-Ära zu Anfang der Siebziger, obwohl der Technik allerdings Zugeständnisse in Form von Synthesizern und Effekten gemacht wurden. Die Länge der Titel liegt zwischen 4 und 7 Minuten, und es wird auf den übertriebenen Einsatz von Improvisationen verzichtet, der das Markenzeichen der ersten GD-Alben war. Die meisten Titel sind recht gut, mit „Touch of Grey" konnten die Dead sogar einen Top-Ten Hit landen. Der Titel zeichnet sich durch einen eher flippig-lockeren Sound, sowie ein unerschütterliches Vertrauen in die Zukunft aus
("I will get by/I will survive"). Bob Weirs "Hell in a Bucket" bietet dagegen einen deutlich aggressiveren Sound, als man es von den Dead gewohnt ist. Jerry Garcias „West L.A. Fadeaway" erscheint extrem rhythmisch und gewinnt auch durch den maßvollen Einsatz von Effekten an Faszination. Brent Mydlands „Tons of steel", das ursprünglich für ein nie veröffentlichtes Soloalbum vorgesehen war, ist eigentlich nicht schlecht, von dem Titel geht allerdings auch nicht die besondere Grateful Dead Faszination aus. Auch Bob Weirs „Throwing Stones" hat nicht gerade das Potenzial zum Superhit, es ist jedoch trotzdem mehr als Füllmaterial. Überhaupt ist es mehr der sich von einer schweren Krankheit erholende Jerry Garcia, der das „In the dark" zu einem der besten Alben der Dead macht. So endet das Album dann auch mit „Black Muddy River", Garcias persönliches Stück über sein Leben im Alter von 45 Jahren.
Alles in allem ist „In the Dark" schon ein Album das man empfehlen kann. Es ist bestimmt kein Zufall, das sich nach dem Erscheinen des Albums viele jüngere Hörer zu „Neo-Deadheads" entwickelten. Mir persönlich gefällt der Nachfolger „Built to last", der das letzte Studioalbum werden sollte, noch ein bisschen besser. Deshalb vier Sterne.
Anspieltipps: „Touch of Grey", „West L.A. Fadeaway" und „Black Muddy River".
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