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Kundenrezension

35 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ist das Christentum wahr?, 1. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Warum ich kein Christ bin: Bericht und Argumentation (Gebundene Ausgabe)
Frägt der Autor Kurt Flasch ganz direkt. Oder: War das Grab leer, ist Jesus in den Himmel aufgefahren? Hat Gott die Welt erschaffen? Konten Blinde sehen, Lahme gehen, wurden Tote aufgeweckt? Die Kirche als Institution interessiert Flasch nicht, der Limburger Bischoff, der Papst, im Grunde irrelevant. Flasch geht es um den Inhalt, was muss jemand glauben, der sich als Christ bezeichnet, und sind diese Glaubensinhalte wahr? Zur Beantwortung dieser Fragen setzt Flasch die Werkzeuge des gelernten Historikers ein: Historisch-kritische Forschung, Textexegese. Über viele Seiten hinweg vergleicht und analysiert Flasch also die Evangelien, die Briefe, und kommt zum "überraschenden" Ergebnis: Nein, wortwörtlich verstanden ist Jesus wohl nicht zum Himmel aufgestiegen. Auch sonst findet Flasch wenig Überzeugendes, also nennt er sich Agnostiker, die Bezeichnung Atheist scheut er. Ich denke: Es braucht keine Textexegese, um zu verstehen, dass zentrale Elemente der christlichen Glaubenslehre sich darstellen wie Kindermärchen. Das Apostolische Glaubensbekenntnis liest sich wie eine Ansammlung sinnloser Sätze. Nehmen wir ein alternatives Buch: Auch der Philosoph Ansgar Beckermann untersucht in seinem Buch "Glaube", De Gruyter, 2013, ob es gute Gründe gibt, die für den Glauben sprechen. Seine Antwort, ähnlich wie Flasch: Nüchtern gesehen: Keine. Aber Beckermann geht direkter vor als Flasch, packt seine philosophischen Werkzeuge aus (Logik, Analyse, Erfahrung). Treffer und versenkt würde ich sagen. Warum so umständlich, Kurt Flasch?
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.09.2013 08:33:15 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.09.2013 08:34:27 GMT+02:00
Vigoleis meint:
In der Beurteilung stimme ich völlig zu, nicht aber der Behauptung, dass er das Christentum von innen angreife. Er legt an die Dogmen und Glaubensbegründungen der christlichen Kirchen seine historisch-kritische Methode, macht also keine theologische Exegese. Er greift von seinem wissenschaftlichen Standpunkt, also von außen, diese Aussagen und Erklärungen der Kirchen an. Ein Drewermann oder Küng z.B. kritisieren von innen.
Ich glaube, der letzte Satz würde Flasch ein wenig ärgern, denn sein Buch ist ja ein Plädoyer dafür, dass nicht die Erfahrungen entscheiden, wie man die christlichen Glaubensinhalte beurteilt, sondern allein die historisch-kritische Methode und die philosophische Reflexion.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.09.2013 10:16:43 GMT+02:00
Openuser meint:
Sehr geehrter Herr Vigoleis, ja Sie haben völlig recht. Aber es hängt auch vom Standpunkt ab. Grundlage meiner Religionskritik war vor diesem Buch nur David Hume, das hat mir ausgereicht. Aus dieser Sicht sind Küng und Drewermann keine Kritiker, sondern Verteidiger des Glaubens. Für einen Naturalisten wie mich ist die Methode von Flasch ungewohnt. Man kann ja nicht sagen, dass Hume in seiner Wunderkritik Textexegese betreibt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.09.2013 18:55:09 GMT+02:00
Vigoleis meint:
Lieber Openuser,
es ist doch kein Problem, dass wir unterschiedlicher Meinung sind. und die hängt in der Tat zum Teil vom Standpunkt ab. Drewermann und Küng kritisieren sehr wohl, allerdings innerhalb des Glaubens, deshalb kann man sie auch, wie Sie sagen, als Verteidiger des Glaubens ansehen.
Die Methode von Flasch ist eine in der Altertumswissenschaft, Geschichte und anderen Geisteswissenschaften übliche Vorgehensart. Er bestreitet an keiner Stelle, dass die Bedeutung der Texte oft darüber hinausgeht. Allerdings bezeichnet er sie dann als Mythos oder Erzählung. Ferner bestreitet er, dass man mit Exegese oder bloßem Glauben, dass die Bibel und andere Texte unmittelbar von Gott seien, einen Beweis führen kann.
Noch viel Spaß mit Hume und anderen.
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