Kundenrezension

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Selbstkopie auf hohem Niveau, 9. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: In the Wake of Poseidon (Audio CD)
Auch wenn sich King Crimson später immer neu definierten, so zeigt sich auf deren Zweitling doch auch mal dass selbst eine höchst innovative Band alte Rezepte aufkocht. Mit anderen Worten: Das zweite Album von King Crimson ist deren erstem sehr ähnlich! Quasi jedes stück des Vorgängers findet hier sein Pendant.

Umschlossen wird das Album vom ruhigen, kurzen "Peace". "Pictures Of A City" ist quasi ein neues "21st Century Schizoid Man". Es sind nur mehr Bläser vorhanden und Greg Lakes Gesang ist gar nicht bzw. nur wenig verfremdet. Spätestens bei 4:30 Minuten frage ich mich. "Hat man sich im LSD-Rausch "Schizoid Man" angehört und den Song rückwärts neu eingespielt"? Was neu ist, ist z.B. die weinerliche Gitarre in der sehr ruhigen, nachdenklich wirkenden Stelle bei ca. 5 Minuten. Ansonsten Polyrhythmik, krumme Taktarten, wildes Riffing und so weiter... "Cadence And Cascade" bildet den ruhigen Gegenpart. Hier nicht wie auf "I Talk To The Wind" mit Flöte, sondern mit Akustikgitarre, Piano und ruhigem Gesang(hier schon von Gordon Haskell). Doch was ist das? Da kommt ja doch eine Flöte. Seltsam...Wer die wohl spielt....Und, was folgt? Richtig! Schweres, majestätisches Mellotron im Titelstück. Jetzt hätte noch folgendes gefehlt: "The wall on which the prophets wrote Is cracking at the seams." Ich verstehe nicht warum Pink Floyd Selbstkopie vorgeworfen wird, wenn King Crimson sich zumindest hier dermaßen frech selbst gecovert haben. Trotz frecher Kopie handelt es sich aber um ausgezeichnete Songs.

Das quasi neueste Stück ist das mit atonalem Piano aufwartende "Cat Food". Wäre das schräge Klavier nicht, würde es sich hier quasi um einen Popsong handeln, ähnlich eines "Jeremy Benders" aus ELP's Tarkus. Es ist nur halt eher Jazz als Boogie-Woogie und nimmt somit den auf "Lizard" vorherrschenden Stil vorweg. Das lange "The Devil's Triangle" baut auf Holsts "Mars" aus "The Planets" und Ravels "Bolero" auf. Ich halte das in diesem Fall für ziemlich unkreativ. Trotzdem ist es recht spannend, dem Schlagzeug und dem Mellotron zuzuhören. Es wird aber auch sehr kakophonisch. Da muss man sich erst dran gewöhnen. Am Ende wird im kakophonischen Brei ein Teil aus dem Stück "In The Court Of The Crimson King" eingespielt. Lustig...

Noch vor Ende der Aufnahmen zu diesem Album ging Lake, um ELP zu gründen. Es wäre sicherlich interessant zu wissen, wie sich die Band mit ihm weiterentwickelt hätte. Aber es sollten eh noch einige Personal- und Stilwechsel bei King Crimson folgen....

Anspieltip(s): Pictures Of The City, "In the Wake Of Poseidon, Cat Food
Vergleichbar mit: In The Court Of The Crimson King (und wie!)

Wertung: 10/15
Datum: 09.07.2009(Letzte Aenderung: 14.08.2009)
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.11.2010 11:08:04 GMT+01:00
Carl meint:
Nachdem "In The Court . . ", im Oktober 1969 erschien und der Nachfolger nur 8 Monate später, kann man wohl kaum von "alten" Rezepten sprechen, sondern wohl eher von einer Weiterentwicklung. Ausserdem hatte eine LP nur 40 min Spielzeit. Heutzutage hätte man aus beiden Lps eine CD gemacht. Wie sich die Band mit Lake weiterentwickelt hätte, kann man ja in etwa bei ELP nachhören - wahrscheinlich überhaupt nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.02.2011 20:10:17 GMT+01:00
frijid meint:
Ich glaube schon, dass Robert Fripp und Keith Emerson so ziemlich unterschiedliche Vorstellung von Musik haben. Lakes Einfluss auf Emerson ist sicherlich ein anderer gewesen als auf Fripp und co. Und was hast du gegen ELP? Klar, sie waren kommerzieller als die Crimsos und haben vielleicht nicht mit so vielen verschiedene Stilen experimentiert, trotzdem waren sie fast immer eine anspruchsvolle Truppe, Tiefpunkte wie "Love Beach" mal außen vor genommen. Die Crimsos wurden andererseits bei Scheiben wie "The ConstruKction Of Light" zu verkopft und anstrengend, was auch nicht viel besser ist als auf "Love Beach"-Niveau zu setzen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.07.2012 15:31:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.07.2012 15:14:23 GMT+02:00
ich glaube lake hatte vielleicht auf emerson aber sicher nicht auf fripp irgendeinen einfluss. man hat ihn wohl primär wegen seiner pathetischen stimme genommen, das war hoch im kurs damals...
wer der platte weniger als 5 gibt, hat nix verstanden...
dürfen tut man natürlich!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.07.2012 00:55:58 GMT+02:00
frijid meint:
Und du hast nicht verstanden, was es heißt Rezensionen zu schreiben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.07.2012 10:59:41 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.07.2012 11:00:35 GMT+02:00
du meinst von den BBS abzuschreiben...
;-)
dein IQ würd' mich interessieren...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.03.2013 15:44:19 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.03.2013 15:45:59 GMT+01:00
@Sir Karl Eduard: Sir, wenn ich einmal interferieren darf?
Eine Platte objektiv und subjektiv zu bewerten sind zwei verschiedene paar Schuhe.
Objektiv = Tatsache
Subjektiv = Meinung, bzw. Ansicht
Was können wir daraus schließen? Der Rezensent bewertet subjektiv, was bedeutet, dass dies aus seiner Meinung hervorgeht. Wie gesagt ist objektiv eine Tatsache. Man könnte also sagen, dass dies und jenes zu einem bestimmten Datum geschehen ist(beispielsweise: Werder Bremen hat gegen Manchester United 4:0 verloren, usw).
Das bedeutet objektiv und hat somit mit der subjektiven Meinung des Rezensenten nichts gemeinsam, außer das beide Verben auf "jektiv" enden.
Damit kommen wir zu dem Ergebnis, dass es nicht möglich ist zu behaupten, "wer der platte weniger als 5 gibt, hat nix verstanden", da dies ja auf deiner Meinung beruht.
Und das mit dem IQ war ja wohl ein Witz, oder?
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