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Kundenrezension

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über die Musik als Grundnahrungsmittel, 8. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Weggefährten: Meine Songs fürs Leben (Broschiert)
Keine Ahnung, ob ein Mensch auf die Idee kommt sich mit diesem Buch zu beschäftigen, der sich von Roger Cicero und seiner Musik nicht allzu sehr angesprochen fühlt. Vermutlich kaum, was schade ist. Denn es ist keineswegs nötig Fan des Musikers zu sein, um sich von diesem Buch begeistern lassen zu können; es genügt ein grundsätzlich starkes Interesse an Musik, für das Wesen von Musik, und man wird die 250 Seiten (netto etwa 200 Seiten, da mit etlichen Bildern im Fließtext und zwischen den Kapiteln durchsetzt) binnen kurzer Zeit regelrecht einsaugen.

Mit “Weggefährten – Meine Songs fürs Leben“ legte der bei Erscheinen des Buches Ende 2010 gerade vierzigjährige Cicero keine Autobiographie vor – was auch arg verfrüht gewesen wäre – sondern tat das, was Musiker sowieso permanent tun, wenn sie nicht gerade musizieren: er redet voller Liebe und Hingabe über Musik; auch aber weniger über die eigene, viel mehr und mit ansteckender Begeisterung über Songs und ganze Alben und deren Schöpfer, also über die Musik von Kollegen, die ihn prägte, die ihn inspiriert hat, die ihn tröstete oder Mut machte, die pure Lebensfreude mit Klängen unterlegte, über Platten, die ihm nur für eine kurze Phase seines Lebens sehr wichtig waren und andere, die ihn schon seit Jahrzehnten begleiten, die ihm aus den verschiedensten Gründen viel bedeuten, kurz: über den Soundtrack zu seinem Leben bis dato.

Das Wunderbare an seinem Buch ist, dass der studierte Musiker bei allem fachlichen Wissen und Können sich hat die Liebe zur Musik, zum Gefühl, was der Ursprung und der einzig dauerhafte Grund ist, warum Menschen Musik machen und gerne hören, hat nie nehmen lassen - gerade unter studierten Jazzern und klassischen Musikern eine häufig auftretende Krankheit, Musik irgendwann nur noch technisch zu analysieren. Man kann Musik analytisch hören, um zu verstehen, was da in diesem oder jenem Stück passiert (oder eben auch nicht). Cicero tut das zuweilen auch und erklärt hie da damit nur umso mehr auch seine technische Bewunderung für Sting oder Sinatra oder Prince usw., aber eben nicht nur, denn Musik ist und bleibt in erster Linie Gefühl in all seinen Spielarten. Wenn sie die Herzen der Hörer nicht erreicht, so pathetisch es auch klingen mag, bleibt sie als Musikstück bedeutungslos und taugt bestenfalls für musikwissenschaftliche Vorlesungen als Anschauungsmaterial, wie technisch schwer beeindruckende Architektur, in der aber kein Mensch leben will.

Ciceros musikalische Helden entstammen unterschiedlichsten Genres. Neben den oben schon genannten, reihen sich Songs, Alben und ganze Lebenswerke von Stevie Wonder, Nick Drake, Mario Lanza, The Beatles, Jeff Buckley, Victor Borge, Al Green, James Taylor, Gilbert O'Sullivan, Joni Mitchell und noch etliche mehr aneinander, natürlich spielt auch sein Vater, der weltbekannte Jazz-Pianist Eugen Cicero, eine gewichtige Rolle.
Man erfährt sicherlich auch etliches aus dem Leben Roger Ciceros, weil er die Musik, die er in jedem Kapitel bespricht, in konkreten autobiographischen Zusammenhängen erklärt, wie der jeweilige Song oder meist ganze Alben in sein Leben Einzug hielten, was sie ihm warum vermitteln und bedeuten. Dennoch: das Autobiographische im Buch bleibt anekdotisch, im Vordergrund stehen ganz klar die Musikstücke. Was man aber sehr wohl und überdeutlich über den privaten Menschen erfährt ist: dieser Kerl liebt Musik. Sie ist für ihn Grundnahrungsmittel. Die Liebe und Hingabe, die er den für dieses Buch ausgewählten Platten und Künstlern entgegenbringt, führt dazu, dass man nach der Lektüre eine Einkaufsliste abarbeitet, weil man die Platten hören will, die er so glühend beschreibt. Oder jene, die man bereits besitzt, während des Lesens auf- oder einlegt, um nachzuhören, was Cicero gerade beschreibt, um es mit seinen Ohren zu hören. So ging es mir jedenfalls.

Ein Buch, was einfach Freude macht, was gerne eine Fortsetzung erfahren darf, denn gute Musik, kann man schließlich nie genug entdecken. Und der Mensch Roger Cicero wird einem nebenbei auch gleich noch sympathischer, als er es ohnehin schon war.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.12.2015 05:16:17 GMT+01:00
Musicman meint:
Gut geschriebene Beurteilung. Werde mir das Buch holen. Eine Empfehlung von mir: 31 songs - von Nick Hornby, aber das kennen Sie bestimmt.
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