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Kundenrezension

32 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nervtötend langweilig und themenlos, 3. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Weihnachtsmann: Die wahre Geschichte (Fischer Wissenschaft) (Gebundene Ausgabe)
Alle Jahre wieder muss man sich von Weihnachtsverächtern, Amerikanisierungsgegnern, Fundamentalchristen und so weiter anhören, der Weihnachtsmann sei eine schnöde Werbefigur, erfunden von den Herstellern eines bekannten Erfrischungsgetränks. Wer sich einmal auch nur etwas näher mit dem Thema befasst hat, merkt schnell, dass das nicht so ganz stimmen kann. Wo kommt er denn nun wirklich her, unser Weihnachtsmann?
Diese Frage verspricht das vorliegende Buch zu klären, dazu laut Buchrücken mit "großer Erzählkunst" und "viel Humor".

Bass erstaunt ist man bereits nach dem Lesen der recht langen Einführung, die ein paar persönliche, nichts erhellende Erlebnisse des Autoren schildert, um dann darüber zu philosophieren, ob muslimische Einwanderer auch Weihnachten feiern dürfen und ein paar Einwürfe zum Thema Religion zu machen. Was hat all das mit der wahren Geschichte des Weihnachtsmannes zu tun fragen Sie sich? Sie werden es auch nach dem Lesen des Buches nicht wissen.
Das erste Kapitel fängt dann ganz vielversprechend an, erzählt einiges über die mittelalterliche Vorstellung des Weihnachtsmannes, über moderne Varianten und ihre Verbreitung, über die Rolle der Coca Cola-Werbung und die Verbindung zum heiligen Nikolaus. Anschließend geht es etwas zu detailliert auf die Legenden über diesen heiligen Mann ein, dann verliert es sich in ausschweifenden Betrachtungen über Winterfeste, kommt sogar immer wieder auf das moderne Halloween zurück. Etwas enttäuschend und nicht gut geschrieben (mehr dazu weiter unten), aber insgesamt noch lesbar und mit klarer Verbindung zum ursprünglich versprochenen Thema.
Leider folgt Kapitel zwei. Hier wird end- und sinnlos über den ostasiatischen Lebensgott Shou Xing berichtet, der vieles mit dem Weihnachtsmann gemein hat, namentlich einen weißen Bart und eine hohe Stirn. Dies reicht zum Vorwand, um unglaublich detailliert und ohne weiteren Weihnachtsmannbezug gut die Hälfte des Buches auf diesen Gott (offenbar der Lieblingsgott des Autoren) einzugehen. Nachdem wir endlich Shou Xing hinter uns gelassen haben, wird uns als nächstes über den mongolischen Gott "Weißer Alter" erzählt, der, Sie ahnen es bereits, ebenfalls einen weißen Bart und eine hohe Stirn hat. Und falls Sie immer noch nicht schlafen, können Sie auch noch einiges über Schamanismus erfahren.
Im Schluss wird versucht, das ganze notdürftig zusammenzuführen, aber irgendwie klappt das nicht so richtig.

Mit der wahren Geschichte des Weihnachtsmannes hat das Buch also wenig zu tun, und aufgrund des eher knappen Bezuges versagt es als vorweihnachtliche Lektüre völlig.
Interessant könnte es aber aufgrund der Fülle an, teilweise wenig bekannten, Informationen trotz allem sein. Leider ist es nicht besonders gut geschrieben, was das Lesen zur Qual macht. Man hat oft den Eindruck, hier wurden Gedankenfetzen aufgeschrieben. Themen werden kurz und ohne klaren Zusammenhang angesprochen, um dann nie wieder eine Rolle zu spielen; manche Einwürfe lesen sich so, als hätte der Autor eine Reihe von Wetten verloren, deren Einsätze so lauteten wie "Der Verlierer muss in seinem nächsten Buch irgendwie Gottes Werk und Teufels Beitrag erwähnen", krude Thesen und Zusammenhänge werden hergestellt (das der Weihnachtsmann eine hohe Stirn hat, zeigt sich daran, dass er auf einem deutschen Spongebob-Adventskalender vom Seestern Patrick mit seiner hohen, spitzen Stirn verkörpert wird). Ständige Wiederholungen (wie oft werden der weiße Bart und die hohe Stirn erwähnt, wie oft die Jungfrauenlegende erläutert), das dauernde hin- und herspringen zwischen verschiedenen Themen und vor allem verschiedenen Quellen und sinnlose Erlebnisberichte des Autoren (z.B. seine Probleme beim "Zurückspulen" einer DVD) tun ihr übriges, um das Buch wirr, unübersichtlich und total langweilig zu machen. Der auf dem Buchrückn versprochene Humor bleibt übrigens auch völlig aus, nicht mal ein kleiner Schmunzler springt heraus.

Das Werk ist ein kompletter Reinfall, vor der Tiefstwertung rettet es nur die Tatsache, das man bei sorgfältigem Filtern doch so einiges lernen könnte - wenn man das Lesen durchhält.
Ansonsten kann ich nur noch folgendes Zugeständnis machen: Möglicherweise ist mir auf den letzten ca. 80 Seiten irgendwas tolles, dem ganzen einen Sinn gebendes entgangen; diese Seiten habe ich betäubt vor Langeweile zwar gelesen, aber kaum noch wirklich aufgenommen.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 06.12.2012 21:20:52 GMT+01:00
Habe mich gerade beim Lesen der »Rezension« von AJMacDuff gefragt, warum er/sie (?) das »schönste Sachbuch des Jahres« (Jürgen Kaube in der FAZ vom 6.12.2012, S. 29), das mich so begeistert, so massiv verrissen hat. Dabei bin ich dann auf die Idee gekommen, mal die anderen Rezensionen von ihm/ihr zu lesen. Alles klar. Meckern, zumal wenn man einige Mühe dabei aufwendet, macht eben wohl auch Spaß. Dieser sei gegönnt. Aber was das Weihnachtsmann Buch betrifft, so ist es eher wie mit besonders gutem Wein – zu seinem Genuss gehört eben auch eine Freude am Genießen (und wohl auch ein entsprechend differenziert entwickelter Gaumen). Also, nicht abschrecken lassen sondern sich ein paar schöne, inspirierende Lesestunden gönnen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.12.2012 08:20:57 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.12.2012 08:29:09 GMT+01:00
AJ MacDuff meint:
Merkwürdiger Vorwurf; ich bin mir ziemlich sicher, auch sehr gute, geradezu begeisterte Rezensionen zu so einigen Büchern geschrieben zu haben.
Es stimmt allerdings, das ich lieber Bücher rezensiere, die mir nicht gut gefallen haben, da es oft leichter ist, Dinge zu benennen, die nicht so gut funktionieren, als genau festzumachen, was jetzt so toll war. Daher sind zumindest teilweise kritische Rezensionen meist leichter zu schreiben und (ist meine Meinung) auch hilfreicher für Interessenten.

Wenn ihnen das Buch gefallen hat, freut mich das - dasselbe gilt für Herrn Kaube - aber ich habe mich unndlich gelangweilt und mich über mein verschwendetes Geld geärgert.
Zum Glück gibt es ja unterschiedliche Geschmäcker. Das wir beide nicht den gleichen Geschmack teilen, ist sicher kein Grund, mir hier "Spaß am Meckern" vorzuwerfen.
Konstruktiver wäre es gewesen, selber eine Rezension zu schreiben.
Ich konnte - fern vom sinnlosen Gemecker - klar formulieren, was mir an dem Buch nicht gefallen hat; vielleicht können sie ja selbst auch formulieren, warum ihnen das Buch so gut gefallen hat...

Nachtrag: Ich habe mir gerade meine ersten beiden Rezensionsseiten noch mal angesehen - was sie ja sicher auch getan haben, bevor sie mir Meckerei vorwarfen, nicht wahr?. Auf diesen zwei Seiten habe ich neunmal fünf oder vier Sterne vergeben, demgegenüber stehen nur sechs schlechte Bewertungen (ein oder zwei Sterne) - obwohl ich wie gesagt ein Buch, das mir nicht gefällt, eher rezensiere. Dazu kommen noch fünf Drei-Sterne-Bewertungen, die ich für Werke nutze, die mir gefielen, aber fern von perfekt waren.
Das ist, finde ich, recht ausgewogen, mit einem leichten Plus zum Positiven.
Wie also kommen sie zu ihren offensichtlich falschen Anschuldigungen?

Veröffentlicht am 03.01.2013 16:05:09 GMT+01:00
ihi meint:
Die Kritik von AJ MacDuff erspart mir das Formulieren einer eigenen Bewertung. Ich muss ihr in jedem Punkt zustimmen. Gerade ein aufmerksamer Leser fühlt sich durch die unzähligen Widerholungen und irrelvanten, oft persönlich-kokettierenden Abschweifungen genervt; der Erkenntniswert ist minimal und seine These kann der Autor nicht überzeugend belegen.
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