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Kundenrezension

14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für müde Knochen!, 11. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Bag of Bones (Audio CD)
Bei meiner Rezension zu Last Look at Eden merkte ich schon an, dass man gespannt sein dürfe, in welche musikalischen Gefilde sich die Band mit dem nächsten Album bewegen würde. Fanden sich bei Last Look at Eden schon einige deutliche Reminiszenzen an die glorreichen 70er Jahre der Rockmusik haben die fünf Schweden diesen Stilwechsel auf Bag of Bones zur Perfektion getrieben!
Es rumpelt und stampft die Rhythm-Section, es dröhnt die Hammond-Orgel, die Gitarren-Riffs und -Soli sind vom Feinsten und Joey Tempest zeigt wieder einmal die unglaubliche Bandbreite seiner ausgereiften Stimme. Da wird nicht mehr in den höchsten Lagen strahlend intoniert, sondern die Bluenotes zelebriert, auch mal bewusst das Reibeisen eingesetzt und schon fast gospelgleich gelitten. Fantastisch!
Allein das Intro zu Riches to Rags sagt schon alles: Percussion, bluesiges Riff, funkige Rhythm-Section, alles garniert mit kraftvollem Gesang und einer Hammond-Orgel, die das Riff kopiert und verstärkt. Die Power-Nummer erinnert entfernt an Aerosmith. Beim ersten Hören hatte ich Sorge, dass die Band den Song nach Norums abhebendem Solo nicht wieder zusammenkriegt, aber die Jungs haben die Fäden immer in der Hand. Wer da nicht wenigstens auf dem Stuhl rumrutscht, muss schon im Altersheim sein!
Not Supposed to Sing the Blues: Die erste Single des Albums und der wahrscheinlich eingängigste Song des ganzen Albums. Hier finden sich jede Menge textliche Referenzen an die großen Vorbilder des Rock; Led Zeppelin, AC/DC & Co. lassen grüßen. Man beachte die orientalisch angehauchte Streicherphrase und das sphärische Percussion-unterlegte Zwischenspiel '- das macht diesen Song einmalig und haucht ihm Seele ein. Sehr zu bedauern, dass dieser Part im Radio Edit fehlt; das hat den Song meines Erachtens in die Beliebigkeit getrieben, aber wie gut dass wir hier das Album vor uns haben!
Bei Firebox handelt es sich wieder um einen großen Europe-typischen Song: starke Melodie, epischer Sound durch den Background-Gesang und auch der gute alte Keyboard-Chor taucht wieder auf, der sich hier aber prima einfügt und gar nicht anachronistisch wirkt. Vor allem bei diesem Song bemerkt man die grandiose Produktion des Albums, denn die klangliche Tiefe ist atemberaubend. Außerdem werden wir '- Überraschung! '- mit einem Sithar-Solo verwöhnt. Noch ein bisschen Percussion dazu und schwups sind wir im Orient! No Stone Unturned vom letzten Album findet in Firebox seine Fortsetzung.
Mit Bag of Bones folgt ein 2-in-1-Song, wie ihn wahrscheinlich nur Europe bringen können. Da die ganze Welt eh nur einen Song von ihnen kennt, können sie sich kompositorisch alles erlauben. Joey zupft die 12-Saitige (klingt ein bisschen wie Silent Lucidity von Queensryche) und singt dazu eine wehmütig melancholische Strophe nur um den Song in einen kraftvollen Chorus zu treiben, dessen Verse '"and my city lies in ruins, in the stone-cold light of day'" allein durch ihre Metrik sofort hängen bleiben. Der Song entwickelt sich zu einem wahren Road-Movie und ich möchte mich jedes Mal auf eine fette Chopper schwingen und die Straße runterbrausen.
Das schwermütige Requiem soll angeblich eine Improvisation von Mic Michaeli gewesen sein, die Produzent Kevin Shirley zufällig aufgenommen hat -' und dafür müssen wir ihm danken! Denn es ist ein perfektes Vorspiel zur Hammerballade My Woman, My Friend. Dumpfe Akkorde, Glockengeläut (Hells Bells?!) und ein Riff auf dem Piano, das später von Gitarre und Bass übernommen wird, während Michaeli auf die Hammond umschwenkt. Tempests stimmlicher Ausdruck ist in diesem Song überragend: er leidet, er klagt und fleht, er erfreut sich seines Glücks. Dazu kommt ein Gospel-Background-Gesang zum Niederknien! Wenn es überhaupt jemanden gibt, der diesen Song so inbrünstig singen könnte, wäre es wohl Joe Cocker ... aber: Pech gehabt Joe!
Demon Head ist ein knackiger Rocksong, der auch mal wieder zum Haareschütteln einlädt. Man fragt sich, was zuerst da war: der Text oder die Musik, denn wieder wurde hier ein schönes Stück Sprachmusik getextet und vertont. Ach ja: Man beachte die Kuhglocke sowie die Schlagzeug- und Hammondattacken. Einfach ein akustischer Tritt in den Hintern! Ich freue mich schon darauf zu sehen, wie Tempest live zu diesem Song abgeht und uns sein '"my, my, my demon head'" um die Ohren haut.
Drink and a Smile ist eine Akustiknummer, bei der Tempests Stimme leicht verzerrt wird, wodurch er wirklich klingt, als hätte er einen zu viel gehabt. Der Song kommt mit viel Augenzwinkern daher und könnte gut nach einem berauschenden Kneipenabend entstanden sein. Ach ja: abgespecktes Schlagzeug, Händeklatschen und Mandoline (gespielt vom Keyboarder) -' auch mal was anderes!
Doghouse kennt der geneigte Fan schon von der Balls n'' Banners Tour, aber natürlich ist der Song noch weiter ausgefeilt worden und hat einen richtigen Country-Rock-Groove gekriegt, bei dem aber auch wirklich niemand sitzen bleiben dürfte. Die meisten Rezensenten vergleichen ja gerne mit Bands aus den 70ern, aber Doghouse würde auch einem Kid Rock gut zu Gesicht stehen.
Mercy You, Mercy Me ist wieder so eine fett groovende, heavy Attacke auf unsere Magengrube. Das Riff könnte auch von Start from the Dark sein, aber zu einem solchen Knaller-Rhythmus wären die Jungs damals nie fähig gewesen. Ein bisschen denke ich bei diesem Song immer an die Le Baron Boys Demos, die unter Fans kursieren. Ich habe den Eindruck, dass die Band endlich da angekommen ist, wo sie Anfang der 90er eigentlich hingewollt hat.
Mit Bring it all Home schließt das Album mit einer Ballade, die ein Dankeschön an die Fans ist, in der aber auch ein Hauch von Abschiedsschmerz liegt. Ein bisschen schade finde ich, dass hier vom letzten Album kopiert wird. Der Piano-Part von New Love in Town wurde hier auf der Gitarre recycelt. Das hätte nicht sein müssen. Da dieser Song, laut Aussage von Joey Tempest, aber eh der allerletzte Song sein soll, den Europe einmal spielen werden, bin ich guter Dinge, dass ich den noch lange nicht werde hören müssen. Denn bei einem solchen Album kann man nicht ans Ende denken.
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11-14 von 14 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.05.2012 19:52:26 GMT+02:00
sundin 23 meint:
Zitat:"Da die ganze Welt eh nur einen Song von ihnen kennt......"
Hmmm...
Lass es uns beenden. Meine Absicht war nicht, auf Dich einzuprügeln.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2012 08:39:05 GMT+02:00
Sondern? - Das frage ich mich ja immer noch, was wohl der Zweck gewesen sein mag. Aufmerksames Zuhören, ein bisschen Hintergrundrecherche verknuepft mit eigenen Gedanken ergibt journalistische Basisarbeit. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn das gleich unter Fachexpertentum faellt. Bittesehr. Dagegen ist aber per se auch nichts einzuwenden. Als Mitglied einer schreibenden Zunft verdiene ich damit meinen Lebensunterhalt. Nur Amazon-Rezensionen verschenke ich. ;-)
Aber war nett, mit dir zu plaudern!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2012 10:24:19 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.05.2012 10:25:10 GMT+02:00
sundin 23 meint:
Vielen Dank, dass Du Amazon-Rezensionen verschenkst. Das scheint aber für Dich mit einem Nachteil verbunden zu sein. Hier können Leser direkt einen Kommentar bewerten und wenn gewünscht - auch kritisieren. Solltest Du nur positive Kritik akzeptieren, wie es scheint, sollte man die Möglichkeit nicht außer acht lassen, sich ausschließlich für seine Artikel bezahlen zu lassen - da bei Deinen beruflichen Artikeln wahrscheinlich der Leser keine direkte Möglichkeit einer Kritik bekommt, denn ansonsten hättest Du souveräner reagiert. Liebe Grüße.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.05.2012 08:52:26 GMT+02:00
Naja. Das kannst du mir wirklich nicht unterstellen, dass ich nur positive Kritik akzeptiere. Denn ich kommuniziere ja mit dir und versuche zu verstehen, worum es dir denn eigentlich geht. Um das Album und meine Meinung dazu geht es offenbar nicht. So wie ich es verstanden habe, gefaellt dir einfach meine Schreibe nicht. Ist es das?
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