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Kundenrezension

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Museumsstück, 6. Januar 2013
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Rezension bezieht sich auf: Händel, Georg Friedrich - Giulio Cesare [2 DVDs] (DVD)
Wie viele andere Opern des deutsch-englischen Tonsetzers Georg Friedrich Händel zählt auch "Giulio Cesare“ zu den regelmäßig zur Aufführung gebrachten. 1724 uraufgeführt enthält das dreieinhalbstündige Stück einige der schönsten Melodien Händels, der eine ausgewogene Melange zwischen Orchesterschwall und kammermusikalischer Schlichtheit, zwischen Chorpartien und intimen Arien schafft.
Erzählt ist die Geschichte, die auf einem Libretto von Nicola Francesco Haym beruht, recht schnell: Sie handelt – natürlich – von der Liebesbeziehung zwischen Caesar und Cleopatra, beleuchtet allerdings auch das gestörte geschwisterliche Verhältnis zwischen letzterer und ihrem königlichen Bruder Tolomeo. Besondere Betonung erfahren Cornelia und Sesto, die Hinterbliebenen des von Caesars Häschern ermordeten Pompeius, welche beide vor Trauer und Rachegelüsten vergehen.

Die vorliegende Inszenierung stammt aus dem Jahr 2011 und erfreut sich folglich hervorragednder Bild- und Tonqualität. Der Opernfreund darf sich auf eine rundum gelungene, innovative Aufführung freuen: Gespielt wird zwar in antikisierenden Kostümen; doch die Szenerie spielt sich in einem modernen Museum ab, so dass die Requisiten von "Museumsangestellten“ auf- und abgebaut werden. Die Bühnenatmosphäre ist also voll von Verklärung, Unwirklichkeit und – das muss auch mal gesagt werden – knisternder Erotik.
Das Concert d’Astrée unter der Leitung der Cembalistin Emmanuelle Haїm ist hervorragend: dezent untermalend in den handlungsbetonten Episoden, aufbrausend voll in den musikbetonten. Die Akteure zaubern himmlische Nuancen mit farbig-schattierten Facetten. Haїm scheut sich durchaus nicht, individuelle Akzente zu setzen, vergisst dabei jedoch nie, den Vortrag transparent und organisch atmend zu halten.
Der Chœur de l’Opéra de Paris ist ergreifend, spielt jedoch im Vergleich zu den herausragenden Akteuren eine eher untergeordnete Rolle. Christophe Dumaux als burschikoser Tolomeo besticht durch seine Kantigkeit, Lawrence Zazzo als Cesare durch seine Tölpelhaftigkeit. Beeindruckt wird der Rezipient zudem durch die innige Varduhi Abrahamyan als Pompeius’ Witte Cornelia sowie deren Sohn Sesto, gemimt durch die authentische Isabel Leonard. Die Glanzrolle hat sicherlich Natalie Dessay inne als Cleopatra. Was die Charakterdarstellung betrifft, hätte man wohl kaum eine bessere Wahl treffen können. Doch andererseits sollte beachtet werden, dass die Texttreue unter dieser Besetzung leidet, indes Dessay eben nicht mehr die jüngste ist, die historische Cleopatra Caesar jedoch als blutjunge Schönheit (?) gegenüber getreten ist. Der Caesar dieser Aufführung scheint mir gar jünger als Cleopatra zu sein…
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.01.2013 16:03:23 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 18.01.2013 16:24:20 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 18.01.2013 16:24:08 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 06.02.2013 15:44:35 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.02.2013 07:50:29 GMT+01:00
Monticello meint:
@Primzahl

Ja, der Typ ist ein echter Einfallspinsel, schon das Wort "Orchesterschwall" verrät ihn.

Aber wer sich nicht zu dämlich ist, sich den Namen "Lateingott" zuzulegen, von dem ist auch nichts anderes zu erwarten.

Nomen est Kleingeist.

Veröffentlicht am 20.02.2013 22:38:54 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.02.2013 22:40:26 GMT+01:00
Alle Rezensionen sind so lateingöttlich. Sehr amüsant!
@Monticello:
Meinten Sie seine Einfälle?
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