1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zu viel "Stangenware", 14. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Frozen (Audio CD)
Bei "Frozen" handelt es sich um das zweite reguläre Sentenced-Album auf dem der innerhalb der Fangemeinde nicht unumstrittene Ville Laihiala als Sänger zu hören ist. Ich persönlich finde, dass dessen Stimme insgesamt sehr gut zur Musik der Finnen passt. Nicht verhehlt werden soll aber auch, dass Laihiala gerade auf "Frozen" ein bisschen zu eintönig und phrasierungsarm klingt, was den Schnitt der Platte doch einigermaßen hinunterzieht. Dabei beginnt das Album nach dem starken Intro "Kaamos" sehr gut. "Farewell" und "Dead Leaves" sind zwei schnelle, eingängige Songs, die absolut typisch für die spätere Phase der Band klingen. Vor allem "Dead Leaves" kann hier mit sehr guter Gitarrenarbeit und einem tollen Finale begeistern. Auch "For The Love I Bear" macht in der gleichen Tonart mit einer exzellenten Melodie weiter, allerdings fällt hier bereits langsam auf, dass der Gesang zwar schön emotional, aber doch von Lied zu Lied sehr ähnlich klingt. Sein wahres Potential zeigt der Sänger dafür im groovigen, verhältnismäßig brachialen "Grave Sweet Grave" - davon hätte man sich mehr gewünscht. Der beste Song der Platte "versteckt" sich allerdings auf Position 6: "The Suicider" ist ein lupenreiner Hit, der einige der besten Trademarks der Finnen bietet: hohe Eingängikeit, schöne Gitarren und eine intensive Gesangsleistung, garniert mit einem typischen Depri-Text. Ein Lied, das sich im Gehörgang festsetzt und nicht mehr leicht loszuwerden ist. Der Rest der Platte besteht aus zwei Instrumentalstücken (von denen vor allem das überhaupt nicht zum übrigen Album passende "Burn" verzichtbar gewesen wäre) und einigen Lückenfüllern. Exemplarisch sei hier "One With Misery" genannt, das keineswegs schlecht ist, aber einfach nicht richtig zünden will. Totalausfall gibt es eigentlich keinen. Insgesamt ist "Frozen" damit eine gute, aber bei weitem nicht überragende Platte. Zu viele Songs bewegen sich zu nahe am Durchschnitt. Vor allem im Gesangsbereich liegt - und das sage ich obwohl ich wie gesagt eigentlich ein Fan von Ville Laihiala bin - einiges im Argen, zu ähnlich sind sich die Gesangslinien auf Dauer. Gute 3 Sterne für ein Album, auf dem sich einfach ein bisschen zu viel Stangenware eingeschlichen hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Frozen B0000249D9
Sentenced
Century Media (SPV)
Frozen
Alle Produkte
Zu viel "Stangenware"
Bei "Frozen" handelt es sich um das zweite reguläre Sentenced-Album auf dem der innerhalb der Fangemeinde nicht unumstrittene Ville Laihiala als Sänger zu hören ist. Ich persönlich finde, dass dessen Stimme insgesamt sehr gut zur Musik der Finnen passt. Nicht verhehlt werden soll aber auch, dass Laihiala gerade auf "Frozen" ein bisschen zu eintönig und phrasierungsarm klingt, was den Schnitt der Platte doch einigermaßen hinunterzieht.
Dabei beginnt das Album nach dem starken Intro "Kaamos" sehr gut. "Farewell" und "Dead Leaves" sind zwei schnelle, eingängige Songs, die absolut typisch für die spätere Phase der Band klingen. Vor allem "Dead Leaves" kann hier mit sehr guter Gitarrenarbeit und einem tollen Finale begeistern. Auch "For The Love I Bear" macht in der gleichen Tonart mit einer exzellenten Melodie weiter, allerdings fällt hier bereits langsam auf, dass der Gesang zwar schön emotional, aber doch von Lied zu Lied sehr ähnlich klingt. Sein wahres Potential zeigt der Sänger dafür im groovigen, verhältnismäßig brachialen "Grave Sweet Grave" - davon hätte man sich mehr gewünscht. Der beste Song der Platte "versteckt" sich allerdings auf Position 6: "The Suicider" ist ein lupenreiner Hit, der einige der besten Trademarks der Finnen bietet: hohe Eingängikeit, schöne Gitarren und eine intensive Gesangsleistung, garniert mit einem typischen Depri-Text. Ein Lied, das sich im Gehörgang festsetzt und nicht mehr leicht loszuwerden ist.
Der Rest der Platte besteht aus zwei Instrumentalstücken (von denen vor allem das überhaupt nicht zum übrigen Album passende "Burn" verzichtbar gewesen wäre) und einigen Lückenfüllern. Exemplarisch sei hier "One With Misery" genannt, das keineswegs schlecht ist, aber einfach nicht richtig zünden will. Totalausfall gibt es eigentlich keinen. Insgesamt ist "Frozen" damit eine gute, aber bei weitem nicht überragende Platte. Zu viele Songs bewegen sich zu nahe am Durchschnitt. Vor allem im Gesangsbereich liegt - und das sage ich obwohl ich wie gesagt eigentlich ein Fan von Ville Laihiala bin - einiges im Argen, zu ähnlich sind sich die Gesangslinien auf Dauer. Gute 3 Sterne für ein Album, auf dem sich einfach ein bisschen zu viel Stangenware eingeschlichen hat.
Stefan T.
14. April 2010
- Insgesamt:
5

|
Details
Ort: Wien
Top-Rezensenten Rang: 490
|