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Ziellos, inakzeptable Sprache!, 4. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Lover Unleashed: A Novel of the Black Dagger Brotherhood (Gebundene Ausgabe)
Größter Kritikpunkt: Die Sprache degeneriert, wie sich im Laufe der Serie schon vielfach angedeutet hat, auf einen neuen Tiefpunkt. Auch wenn slangige Ausdrucksweise in direkter Rede illustrativ wirken kann, neigt J.R. Ward mittlerweile zum inflationären Gebrauch. Das ist inzwischen so extrem, dass ich das Buch teilweise aus der Hand legen mußte und ernsthaft darüber nachdenke, überhaupt noch mal einen Nachfolgeband zu kaufen. Völlig inakzeptabel! Ich hoffe, dass sich das nicht in gleichem Maße fortsetzt. Die Geschichte: Payne's und Manny's Story mutiert hier zur Nebenhandlung. Schlimmer: Sie hat mich nicht wirklich erreicht. Mir blieb bis zum Ende unklar, warum die beiden sich eigentlich zueinander hingezogen fühlen. Dominierende Handlung ist die Enwicklung zwischen V und Jane. Ja, das ist Payne's Bruder und die Entwicklung ist direkt mit Payne's Erscheinen verknüpft. Dennoch ist das harter Tobak; ich fand es auch etwas befremdlich, die Geschichte der beiden noch einmal in der Tiefe aufzugreifen, obwohl die beiden bereits ihre eigene Geschichte hatten. Die dortige Entwicklung wird durch das, was in diesem Buch passiert, ernsthaft in Frage gestellt. Endete die Geschichte damals damit, dass die beiden einen scheinbaren modus operandi und V einen gewissen Ruhepunkt gefunden hatte, ist dem offenbar mitnichten so, wie sich zeigt, als das Ganze einem Streßtest unterzogen wird. Ich kann mich in der Hinsicht dem von (meiner Vorrezensentin) K.R. Gesagten nur anschließen: Offenbar hat sich die Autorin damals nicht getraut, ihre eigentliche Idee für V's Entwicklung umzusetzen und mußte nun noch einmal nachlegen. Ich finde das auch deshalb besonders unangenehm, weil mir das ein Gefühl gibt von "Kann ich der Geschichte noch glauben, oder wird auch das, was ich gerade lese, demnächst auch noch einmal einer Generalüberholung unterzogen?". Was mich dennoch bei der Stange hielt, und was sich jetzt schon über mehrere Bücher andeutet, und eine Geschichte mit großem Potential zu werden verspricht: Blay und Quinn's Geschichte. Es scheint sich nun auch endlich was zu tun, der Leser (bzw. die geneigte Leserin) bekommt ein paar Appetithäppchen serviert. Ich bin gespannt, ob und wann die Autorin diese Geschichte, die danach schreit, geschrieben zu werden, auch tatsächlich zu Papier bringt. Im prüden Amerika vielleicht nicht ganz so einfach, tatsächlich einem homosexuellen Pärchen (in einer eigentlich straighten Serie) einen ganzen Roman zu widmen. Ich bin gespannt. Ich hoffe nur, dass es nicht bei einer kleinen Nebenandlung bleibt. Auch interessant: Die Gruppe um Xcor, die wohl auch in der Zukunft noch mehr Raum bekommen dürfte. Auch das verspricht, ein interessanterer Konflikt zu werden als die ewig gleiche Leier um das Omega und die Lessers. Und, da muß ich wiederum K.R. recht geben, die heißeste Szene im ganzen Buch. Dass die zwischen Charakteren passiert, die wir kaum bzw. gar nicht kennen, ist symptomatisch für dieses Buch und spricht meines Erachtens für sich.
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Lover Unleashed: A Novel of the Black Dagger Brotherhood 0451233166
J.R. Ward
NAL Hardcover
Lover Unleashed: A Novel of the Black Dagger Brotherhood
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Ziellos, inakzeptable Sprache!
Größter Kritikpunkt: Die Sprache degeneriert, wie sich im Laufe der Serie schon vielfach angedeutet hat, auf einen neuen Tiefpunkt. Auch wenn slangige Ausdrucksweise in direkter Rede illustrativ wirken kann, neigt J.R. Ward mittlerweile zum inflationären Gebrauch. Das ist inzwischen so extrem, dass ich das Buch teilweise aus der Hand legen mußte und ernsthaft darüber nachdenke, überhaupt noch mal einen Nachfolgeband zu kaufen. Völlig inakzeptabel! Ich hoffe, dass sich das nicht in gleichem Maße fortsetzt.
Die Geschichte: Payne's und Manny's Story mutiert hier zur Nebenhandlung. Schlimmer: Sie hat mich nicht wirklich erreicht. Mir blieb bis zum Ende unklar, warum die beiden sich eigentlich zueinander hingezogen fühlen. Dominierende Handlung ist die Enwicklung zwischen V und Jane. Ja, das ist Payne's Bruder und die Entwicklung ist direkt mit Payne's Erscheinen verknüpft. Dennoch ist das harter Tobak; ich fand es auch etwas befremdlich, die Geschichte der beiden noch einmal in der Tiefe aufzugreifen, obwohl die beiden bereits ihre eigene Geschichte hatten. Die dortige Entwicklung wird durch das, was in diesem Buch passiert, ernsthaft in Frage gestellt. Endete die Geschichte damals damit, dass die beiden einen scheinbaren modus operandi und V einen gewissen Ruhepunkt gefunden hatte, ist dem offenbar mitnichten so, wie sich zeigt, als das Ganze einem Streßtest unterzogen wird. Ich kann mich in der Hinsicht dem von (meiner Vorrezensentin) K.R. Gesagten nur anschließen: Offenbar hat sich die Autorin damals nicht getraut, ihre eigentliche Idee für V's Entwicklung umzusetzen und mußte nun noch einmal nachlegen. Ich finde das auch deshalb besonders unangenehm, weil mir das ein Gefühl gibt von "Kann ich der Geschichte noch glauben, oder wird auch das, was ich gerade lese, demnächst auch noch einmal einer Generalüberholung unterzogen?".
Was mich dennoch bei der Stange hielt, und was sich jetzt schon über mehrere Bücher andeutet, und eine Geschichte mit großem Potential zu werden verspricht: Blay und Quinn's Geschichte. Es scheint sich nun auch endlich was zu tun, der Leser (bzw. die geneigte Leserin) bekommt ein paar Appetithäppchen serviert. Ich bin gespannt, ob und wann die Autorin diese Geschichte, die danach schreit, geschrieben zu werden, auch tatsächlich zu Papier bringt. Im prüden Amerika vielleicht nicht ganz so einfach, tatsächlich einem homosexuellen Pärchen (in einer eigentlich straighten Serie) einen ganzen Roman zu widmen. Ich bin gespannt. Ich hoffe nur, dass es nicht bei einer kleinen Nebenandlung bleibt.
Auch interessant: Die Gruppe um Xcor, die wohl auch in der Zukunft noch mehr Raum bekommen dürfte. Auch das verspricht, ein interessanterer Konflikt zu werden als die ewig gleiche Leier um das Omega und die Lessers. Und, da muß ich wiederum K.R. recht geben, die heißeste Szene im ganzen Buch. Dass die zwischen Charakteren passiert, die wir kaum bzw. gar nicht kennen, ist symptomatisch für dieses Buch und spricht meines Erachtens für sich.
Daspin
4. Oktober 2011
- Insgesamt:
5

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Ort: Köln
Top-Rezensenten Rang: 80.333
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