Kundenrezension

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Retro - aber geil!, 6. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Diamond In The Firepit (Audio CD)
Brother Firetribe sind von allen neuen AOR-Bands wahrscheinlich die krassesten Old Schooler. Irgendwelche moderneren Einflüsse (also, welche, die von nach 1988 kommen könnten) gibt es hier nämlich gar keine, es wird strikt nach dem klassischen 80er-AOR-Rezeptbuch gekocht, vor allem auch völlig ohne Angst vor puren Pop-Hooklines.

Wie schon auf den Vorgängern fühlt man sich nicht selten an die Kult-Soundtracks von Streifen wie "Rocky IV" "Top Gun", "Iron Eagle", Over The Top", "Up The Creek", "The Wraith" und Co. erinnert - und die hatten immerhin Bands wie Survivor, Asia, Eric Martin, Sammy Hagar, Helix, Eddie Money, Cheap Trick, Honeymoon Suite, John Cafferty, Stan Bush, Robert Tepper und Konsorten zu bieten.

Das muss man natürlich abkönnen, wem die Hälfte der erwähnten Bands schon nicht kennt, hat man bei Brother Firetribe höchstwahrscheinlich nix verloren. Wer aber bei diesen Nennungen gleich ein Kribbeln verspürt, ist hier absolut perfekt aufgehoben. Im Gegensatz zu den meisten aktuellen Ergüssen der Originale stimmt bei BF auch noch das Frischelevel, hier gibt's wirklich gute Laune vom Fass, richtig schön dick aufgetragenen Bombast, hymnische Melodien, Killerrefrains - perfekte Musik für den Sommer und entweder das Cabriolet oder, wenn's denn kleiner gehen muss, halt die Ü-40-Grillparty.

Richtige Balladen gibt's diesmal gar keine, am nächsten dran sind die etwas an Survivor oder John Waite erinnernde Midtemponummer "Desperately" und der Rausschmeißer "Close To The Bone", dafür streift man mit dem Opener "Love Is Not Enough" mal wieder - ebenso Old Schoolige - Hard Rock-Gefilde. Insgesamt zeigt man sich deutlich poppiger als auf dem direkten Vorgänger, die Ausflüge in den Melodic Metal-Randbereich fehlen diesmal auch völlig. Das könnte bei weniger talentierten Bands zu Eintönigkeit und Langeweile führen, die Ohrwurmdichte der Scheibe sorgt aber dennoch dafür, daß "Diamond in the Firepit" sofort ins Ohr geht wie der Papi in die Mami. Extrabonus auch noch für den einzig wirklich wahren Heino, Frontmann Pekka. Der geht nämlich bisweilen ein wenig rauchiger und auch kraftvoller als bisher zur Sache, was ihm außerordentlich gut zu Gesicht steht.

Anspieltipps? Zu den oben Erwähnten würde ich auf jeden Fall noch die Hymne "For Better Or For Worse", das melancholisch angehauchte, mit leichtem Mittachtziger-Toto-Flair ("Isolation"!) gewürzte "Hanging by a Thread", "Tired of Dreaming" mit seinem Götter-Refrain und das gelungene Sammy Hagar-Cover "Winner Takes It All" hinzufügen.

Fazit: wenn schon Retro, dann richtig. Hoffentlich dauert es bis zum nächsten Album nicht wieder sechs Jahre...
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.05.2014 18:08:04 GMT+02:00
EDDIE meint:
hi.ich finde das album auch nicht schlecht,aber die neue scheibe von free spirit ist um längen besser.die ersten beiden brother firetribe fand ich auch etwas härter und nicht so softig,aber ist ja alles geschmackssache.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2014 13:47:49 GMT+02:00
Die Brother Firetribe hat ein paar coole Songs zu bieten, aber ich gebe Eddie Recht. Die neue Free Spirit ist unfassbar. Alle Refrains gehen richtig ab. Dagegen haben Brother Firetribe und Heat leider keine Chance.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2014 18:03:51 GMT+02:00
EDDIE meint:
sag ich ja:leider kennen nur eingefleischte aor/melodicrock fans dieses doch eher ruhig gehalten veröffentlichungen:leider

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2014 18:59:51 GMT+02:00
Habe mir auf Euer Anraten mal Free Spirit zu Gemüte geführt, und, ja, wird gekauft! Auch wenn die Produktion ziemlich mies ist, sind halt geile Songs - und da unterstütze ich gerne auch mal die Band. Als Investition in die Zukunft quasi... Danke für den Tipp! :-)
Heat mag ich ja überhaupt gar nicht so besonders. Das ist mir zu nah an diesem ganzen Stangenwaren-Melodic-Metal-Kitsch-Kram, nur eben softer, das ist ehrlich gesagt nicht so meine Welt. Ich mag's in Sachen AOR dann gerne auch poppig (bin halt mit Survivor, Journey, REO, Honeymoon Suite und Co aufgewachsen), da muss kein Heavy-Faktor vertreten sein, solange die Melodien stimmen.
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