Kundenrezension

13 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bibel - wahr oder an der Wahrheit vorbei ???, 3. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Bibelfälscher: Wie wir um die Wahrheit betrogen werden (Gebundene Ausgabe)
Die Bibel – das Buch der Bücher !!! Was ist wahr und was möglicherweise nicht? Das hat sich sicher schon der ein oder andere gefragt. Aber wie kann man das beweisen, ob etwas wahr oder falsch ist in diesem Fall?

Ich habe mich das auch schon oft gefragt und auch schon so die eine oder andere literarische Abhandlung gelesen. Nun ist mir ein weiteres Buch aufgefallen, welches ich für mich vom Titel und dem Rückentext als interessant und erhellend gewertet habe. Ich habe mich damit beschäftigt – und siehe da …. Ich fand es gut, was der Autor geschrieben hat, wobei man schon sagen muss, dass es kein Buch ist, welches man mal so zwischendurch liest. Hierauf muss man sich einlassen und auch die ein oder andere zitierte Stelle aus wissenschaftlichen Abhandlungen über sich ergehen lassen, was aber nicht negativ gemeint ist, sondern einfach ein Hinweis sein soll, dass dieses Buch viel Wissen vermittelt, sich komplex und detailliert, aber unbedingt sachlich und wissenschaftlich mit der Thematik auseinander setzt.

In jedem Fall ist es sowohl für Laien (privat interessierte Leser) und unbedingt auch für Theologen usw. interessant und aufschlussreich, wobei man sich gewiss immer auch selbst seine Gedanken machen sollte.

Der Autor wirft Fragen auf, prüft diese und beantwortet sie – soweit dies möglich ist, nachdem er umfassend und komplex recherchiert haben muss, da die Antworten für mich fundiert rüberkommen und nicht einfach so daher gesagt scheinen.

Denkfehler sind es, die Berger untersucht, Fragen stellt er, wie z. B.: War Maria wirklich Jungfrau? usw.
Er hinterfragt, er denkt nach und er recherchiert, er übt Kritik auf hohem Niveau.
Berger sieht Jesus nicht als „Übermenschen“, um dies mal ganz profan zu sagen, sondern als einen lebendigen Gott, mit Fehlern und Schwächen. Und er erklärt dies nachvollziehbar, verständlich und untermauert mit Fakten – provoziert mitunter auch, was mich als Leser bewogen hat, wirklich nachzudenken …

Leseprobe:
========

Die Kindheitsberichte als Spielwiese radikaler Bibelkritik

Kindheit und Ostern – Voller Legenden

Die Position der Gegner: Die Kindheits- und Osterberichte sind voller Legenden.
Die Erzählung über die Entstehung Jesu ohne Mitwirken eines Mannes ist nach Ansicht des liberalen Rationalismus eine Legende. Dabei suggeriert der Ausdruck „Legende“, dass es sich jedenfalls nicht um sichere Tatsachen handelt, sondern um „Ausschmückung“ der Bedeutsamkeit einer Person.

Sed contra: Die Kindheitsberichte in Mt und Lk als Legenden zu bezeichnen ist ein Anachronismus, denn Legenden sind erbauliche Tischlesungen in mittelalterlichen Klöstern. Die Zeit Jesu kennt derartige Lesungen nicht, sondern stellt vor die Alternative, etwas entweder für ein eLügengeschichte (ironisch „wahre Geschichte“, so die Lügenmärchen bei Lukian, gest. um 240 n. Chr.) oder für einen (von Zeugen) mehr oder weniger gut bezeugten Erfahrungsbericht zu halten.
Für die Berichte „vom leeren Grab“ hat man auf der Seite der Gegner den Titel „Legende“ deshalb vorgesehen, weil Engel vorkommen (siehe oben) oder weil ein leeres Grab eine historische Tatsache wäre, die als historische Tatsache religiös nicht sein darf oder sein kann. Die Annahme solcher Tatsachen gilt geradezu als obszön, weil der Glaube eben nicht mehr Glaube wäre, verdankte er sich Tatsachen. So wie der Glaube ohne Werke sein muss, also keiner menschlichen Stützung bedürfen darf, so muss er auch unbedingt ohne historische Stütze auskommen. Andersfalls würde er allzu weltliches, bloßes „Wissen“.

Man sieht an Hand dieses Abschnitts, dass das Buch wahrlich keine leichte Lektüre mal eben so zwischendurch ist, aber diesen Anspruch erhebt das Buch auch nicht, denke ich – und so habe ich es auch gesehen. Der Autor erläutert und berichtet tiefgründig und detailliert.

Ich empfehle das Buch Lesern, die sich wirklich für die Thematik interessieren, aber auch Profis auf dem Gebiet, da es sich hier wirklich um eine – so finde ich – wertvolle Abhandlung handelt.

100 von 100 Punkten !!!
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.08.2013 19:15:12 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.08.2013 19:17:03 GMT+02:00
Vigoleis meint:
Leider bin ich erst jetzt dazu gekommen, einige Seiten des Buches zu lesen. Dieses Querlesen weckte mein Interesse, allerdings genau aus anderen Gründen als Sie sie haben. Sie schreiben, dass das Buch sich " unbedingt sachlich und wissenschaftlich mit der Thematik auseinandersetzt." Genau das wage ich denn nach dieser Kurzlektüre zu bezweifeln: Einige Kostproben der Sachlichkeit: " .. denn 200 Jahre fleißig und intelligent betriebene Bibelwissenschaft hat eine volkskirchliche Wüste hinterlassen." (S. 9). " denn zerstört wurde wirklich systematisch alles Porzellan, von der Geburt in Bethlehem bis zur Himmelfahrt, von der Jungfrau Maria bis zu den Mahlzeiten mit dem Auferstandenen.," ebd.
" Dass alles im Christentum nur auf Lug und Betrug beruhe und dass man ebendieses an der Bibel zeigen könne, insbesondere, wenn der Ort nahe am Herzen ist, also bei Jesus und Petrus, das ist die gewöhnliche und gezielt hämische Antwort der aktiven Religionskritik auf jeden "Fund" der Exegeten." S. 17
Dieser allgemeine Vorwurf an die aktive Religionskritik ohne Angabe eines Beleges, ist schlicht Demagogie und hat mit Sachlichkeit und Wissenschaftlichkeit nichts zu tun. Wenn ich mir einen solchen Popanz aufbaue, dann werde ich mit meiner Kritik leichtes Spiel haben. So könnte ich noch viele Stellen anführen, inhaltlich hat J. Reuß in seiner Rezension weitere Schwachstellen genannt.
Man kann ja über das Buch und seine Thesen diskutieren, aber doch nicht so unkritisch wie Sie es tun. Ein wenig mehr Sachlichkeit und Analyse für die gewiss nicht einfachen Problemstellungen erwarte ich eigentlich schon.

Veröffentlicht am 03.08.2013 19:19:21 GMT+02:00
Vigoleis meint:
Leider bin ich erst jetzt dazu gekommen, einige Seiten des Buches zu lesen. Dieses Querlesen weckte mein Interesse, allerdings genau aus anderen Gründen als Sie sie haben. Sie schreiben, dass das Buch sch " unbedingt sachlich und wissenschaftlich mit der Thematik auseinandersetzt." Genau das wage ich denn nach dieser Kurzlektüre doch zu bezweifeln: Einige Kostproben der Sachlichkeit: " .. denn 200 Jahre fleißig und intelligent betriebene Bibelwissenschaft hat eine volkskirchliche Wüste hinterlassen." (S. 9). " denn zerstört wurde wirklich systematisch alles Porzellan, von der Geburt in Bethlehem bis zur Himmelfahrt, von der Jungfrau Maria bis zu den Mahlzeiten mit dem Auferstandenen.," ebd.
" Dass alles im Christentum nur auf Lug und Betrug beruhe und dass man ebendieses an der Bibel zeigen könne, insbesondere, wenn der Ort nahe am Herzen ist, also bei Jesus und Petrus, das ist die gewöhnliche und gezielt hämische Antwort der aktiven Religionskritik auf jeden "Fund" der Exegeten." S. 17
Dieser allgemeine Vorwurf an die aktive Religionskritik ohne Angabe eines Beleges, ist schlicht Demagogie und hat mit Sachlichkeit und Wissenschaftlichkeit nichts zu tun. Wenn ich mir einen solchen Popanz aufbaue, dann werde ich mit meiner Kritik leichtes Spiel haben. So könnte ich noch viele Stellen anführen, inhaltlich hat J. Reuß in seiner Rezension weitere Schwachstellen genannt.
Man kann ja über das Buch und seine Thesen diskutieren, aber doch nicht so unkritisch wie Sie es tun. Ein wenig mehr Sachlichkeit und Analyse für die gewiss nicht einfachen Problemstellungen erwarte ich eigentlich schon.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.08.2013 11:54:48 GMT+02:00
Es gibt eine Demagogik der "Sachlichkeit und Wissenschaftlichkeit", die genau das geschafft hat: "eine volkskirchliche Wüste hinterlassen". Das ist der Ruin der Kirchen. Daß das von vielen bejubelt wird, ist offensichtlich, und womöglich zu recht. Aber das ist eine andere Fragstellung.
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