Kundenrezension

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5.0 von 5 Sternen Der Auslöser, 5. Dezember 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Bringing It All Back Home (Audio CD)
Die gängige Meinung ist ja, daß dieses Album der Auslöser für den sogenannten Folk Rock war - vor allem deswegen weil Dylan hier zum ersten mal zur E-Gitarre greift. Wenn man nun anhand dieses Albums aber den Begriff Folk Rock defnieren will, müßte man eigentlich zu dem Schuß kommen, daß sich hier Folk und vor allem - mit elektrischen Mitteln gespielter - Blues miteinander verbinden.

Der Blues Anteil ist hier immer wieder ganz stark herauszuhören (,Outlaw Blues', ,On The Road Again', ,Maggie's Farm', und auch in ,Subterranean Homesick Blues') und die reinen ,Folk' songs sind hier eigentlich nicht mehr vorhanden (am ehesten noch in ,Mr. Tambourine Man'), denn die Liebes und nicht-Liebes lieder (,It's All Over Now', ,It's Alright Now') sind kompositorisch vom Folk schon so weit weg, man müßte sie aus heutiger Sicht wohl unter sing-a-song writing einordnen, das Dylan damals wohl mit diesen songs erfunden hat.

Das allein freilich würde das Album noch nicht so großartig machen, es ist vor allem die Energie, der Humor und die Verletzlichkeit die diese songs so unsterblich machen und als ganzes ein Album bilden das keine Schwachstellen (am ehesten noch ,Gates Of Eden') hat. Auch hatte Dylan das Händchen Balladen und Liebeslieder so kitschfrei darzubieten, daß Sie sich nicht tothören; wer erträgt denn nach dem 2ten mal hören die Byrds Version von ,Mr. Tambourine Man' noch? Dylan's Original ist roher, nicht überladen und dadurch auch beständiger.

An den zahlreichen und oft besseren cover versionen von ,Maggie's Farm' und ,It's Alright Ma' merkt man aber auch, daß hier noch nicht alle dieser songs in den hier vorliegenden Versionen voll ausgereift waren, und Dylan merzte dieses Manko auf den folgenden beiden Alben aber auch noch aus.

,Bringing' It All Back Home' aber war der Anfang der soviel bewegte und damals schon so viele andere Musiker beeinflusste und ist alleine schon deshalb das wahrscheinlich wichtigste Album seiner Karriere.
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1-10 von 21 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.12.2008 12:57:12 GMT+01:00
guitar meint:
bringing it all back home war das album, auf dem dylan die perspektive wechselte. weg vom protestsänger, die die welt, wie sie ist oder wie sie sein könnte, betrachtet und kommentiert, hin zur innensicht, zum befassen mit sich selbst. das war unerhört damals, denn viele sahen dylan als singende nachrichtensendung. der nächste schritt war dann der zur abstraktion, zur freien dichtkunst, aber auch zur verrätseltheit.

und genau da möchte ich dir das erste mal widersprechen: ich finde "gates of eden" gerade deshalb so großartig, weil es diesen schritt ins abstrakte bereits vorausvollzieht. ich halte die nummer für formal revolutionär und inhaltlich aufregend und dicht, für mich eines der besten dylan-stücke überhaupt.

tamborine man gefällt mir in der byrds-version besser, allerdings bin ich da passagier meiner gefühle - die byrds gehören zu meinen 5 lieblingsbands ever, und ich höre sie mehr als jeden anderen.

maggie's farm und it's alright wiederum gefällt mir von niemandem so gut wie von dylan selbst. heuer in der stadthalle hat er eine nahezu apokalyptische metal-version von it's alright ma gespielt.

ich sehe dieses album auch als eines der wichtigsten seiner laufbahn, aber keineswegs als das wichtigste. zumindest "highway 61" (wegen "like a rolling stone" sowie des unfassbar scharfen bluesrocks), "blonde on blonde" (wegen des sounds und des fantastischen bilderreichtums) und "blood on the tracks" (wegen der abgrundtiefen verzweiflung) stehen für mich doch deutlich drüber. "desire", "the basement tapes", "oh mercy" und "time out of mind" stehen für mich auf einer stufe mit diesem album.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.12.2008 13:39:40 GMT+01:00
V-Lee meint:
gut, bei gates of eden hab' ich mich wahrscheinlich nicht genügend mit dem text auseinandergesetzt mag sein, musikalisch jedenfalls find' ich's - immer noch sehr gut - aber auf dieser platte die schwächste. meine lieblingsversion von it's alright ma ist auch von dylan, aber von der budokan, möglicherweise hätte mir die von dir genannte noch besser gefallen, allein - ich hab's ie nicht gehört. und byrds - ok jedem das seine, und die hatten gute songs keine frage, aber tambourine man halt ich von denen nicht aus, das erinnert mich immer an gesänge der katholischen jungschar.
sich zwischen highway 61, blonde on blonde und dem hier zu entscheiden ist eh fast nicht möglich - alle drei sind auf demselben hohen niveau, aber gerade bringing it all back wurde für mich zum eingängigsten dylan album und blood on the tracks ist für mich sein konsoldierungsalbum nach dem ersten durchhänger, großartig keine frage, aber es hat nicht soviel in der musik ausgelöst wie dieses hier.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.12.2008 13:54:52 GMT+01:00
guitar meint:
niemals auf die byrds schimpfen in meiner gegenwart!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.12.2008 13:57:43 GMT+01:00
V-Lee meint:
sei nicht gleich beleidigt, die byrds waren ja gut, sag' ich ja, nur mit dem song von ihnen kann ich nichts anfangen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.12.2008 14:07:17 GMT+01:00
guitar meint:
passt schon - du musst ja auch mein gemaule über sade oder simply red aushalten...!

aber bei denen bin ich wehrlos. ich mag jedes album und jeden song und höre sie täglich. und ich kann mr. tamborine man von ihnen nicht nur zweimal, sondern 20.000 mal hören.

SO tät ich gern klingen, wenn ich eine band wär - wie die byrds. halt von heute aus gesehen

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.12.2008 14:58:22 GMT+01:00
V-Lee meint:
ja und ich wär' gern die bee gees - stimmlich jetzt!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.12.2008 15:47:46 GMT+01:00
guitar meint:
aso, ich dachte: tot.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.12.2008 15:59:23 GMT+01:00
V-Lee meint:
naja - halbtot erst: 2 von den vieren leben ja noch (wenn man jetzt den andy auch dazuzählt)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.12.2008 16:17:49 GMT+01:00
guitar meint:
genau das war auch meine zählweise! der übrigens mit der pam aus dallas verheiratet war.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.12.2008 15:54:56 GMT+01:00
Stephan Urban meint:
für einen bee gee's ähnlichen gesang empfiehlt sich die entfernung des eiersackes bei gleichzeitiger verwendung von schaffnerzangen im verbleibenden darüberliegenden bereich. die platzverhältnisse für die lochungen sind halt unterschiedlich...
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