Kundenrezension

92 von 134 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen J.R.R. Tolkien reanimiert : Der Hobbit, Smaugs Einöde, 17. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde [Blu-ray + Blu-ray 3D] (Blu-ray)
eine Filmkritik, ohne Filmspoiler.

Dieser "Smaug" hätte vermutlich sogar J.R.R. Tolkien gefallen.

Peter Jackson hat 2001 mit der Umsetzung eines bis zu diesem Zeitpunkt als unverfilmbar geltenden "Herr der Ringe" die Erwartungen vieler Mittelerde-Fans mehr als befriedigt. Mit aktualisierter Technik -welche die Effekte in 3D-HFR Bildqualität genial darstellt- , wunderschönen Landschaften, tollen Kostümen, detailverliebten Masken, gewaltig wirkenden (Höhlen)- Bauten und überzeugend wirkenden Kreaturen, führt er nun das (Prequel)Abenteuer des Bilbo Beutlin und "seiner Truppe" in - Der Hobbit, Smaugs Einöde – fort.

"Smaugs Einöde" ist vor allem eins: Dynamischer & deutlich erwachsener. War man in Teil 1 des Hobbits noch stellenweise etwas enttäuscht über diverse langwierig wirkende Szenen oder teils sehr kindlich wirkenden Einlagen, so schlägt Peter Jackson nun klar einen anderen Weg ein. Ich versuche mal zu beschreiben was ich meine: Mittelerde ist (vermutlich) allen aus der Herr der Ringe Trilogie bekannt. Der "kleine Hobbit" führte neben dieser epochalen Erzählung aus meiner Sicht nur ein Schattendasein. "Kann man von einem Kinderbuch mehr erwarten ?!" - Einige die nach dem Lesen von HDR (oder LOTR, ganz wie Sie möchten) nicht genug hatten, haben wohl den Hobbit gelesen und erfuhren nur teilweise eine Rückkehr nach Mittelerde, auch wenn man sich mehr erhoffte.

Nun nähert sich Regisseur Peter Jackson diesem Problem. Indem er in der Einleitung und im weiteren Verlauf immer wieder Tolkien-Material aus anderen Werken von J.R.R. Tolkien verwendet, z.B. aus dem Buch "Das Silmarillion" und diese passend und atmosphärisch, düster in die Handlung des Films einbringt. Auch dem Elben Legolas wird zu einem heroischen Gastauftritt verholfen, dieser wirkt zwar Kampf/Tricktechnisch an manchen Stellen etwas überzogen, die Erscheinung selber kommt aber aufgrund der Langlebigkeit der Elben auch völlig logisch innerhalb der Mittelerdegeschichte daher. Vermutlich entspricht dies ziemlich genau "Tolkiens" Bemühen, den "Hobbit" nachträglich mehr in die bekannte Herr der Ringe-Trilogie einzufügen. Auch dass Bilbo immer wieder die dunkle Macht des Rings zu spüren bekommt, macht Sinn, denn sind wir ehrlich: Wir möchten keine 1:1 kindertaugliche Hobbit-Version im Kino sehen, sondern mehr von Jacksons Interpretation des finsteren Nachfolgerdrillings.

Wussten Sie, dass Tolkien in späteren Auflagen des "Hobbit", Bilbos Ringfund umgeschrieben hat um den Ringfund so den Bedürfnissen des "Herrn der Ringe" anzugleichen ? Soll heißen: Eben dann, wenn Jacksons Verfilmung etwas falsch zu machen scheint (bzw. sich nicht genau an das "schmale" Buch hält), macht sie etwas richtig ...

Zugegeben, es wird mit der Aufteilung auf 3 Filme natürlich wieder sehr kommerziell/ Kasse gemacht, allerdings ist es auch verständlich, dass der sicherlich immense Kostenaufwand der Drehs nach Möglichkeit für mehrere Teile herhalten muss. - Wir erinnern uns Herr der Ringe Teil 2 und 3 wurden auch größtenteils zusammen abgedreht.

Natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen zur Filmaufteilung und auch -durchaus verständliche- kritische Meinungen zur freieren Interpretation des Ausgangsmaterials. Wenn man dies allerdings versucht etwas hintergründiger zu betrachten, so kommt doch eine bisher recht anschauliche Fantasyreihe heraus die reichlich Mittelerdefeeling versprüht. Gerne können wir uns hierzu über die Kommentarfunktion austauschen :-)

Bezüglich Erscheinungsdatum für die Blu-ray tippe ich auf Mai 2014, damit wäre sie im Rythmus mit dem Erscheinungsdatum des ersten Hobbit-Streifens.

Fazit: Eine technisch perfekt inszenierte Rückkehr nach Mittelerde, die sich relativ frei an die Buchvorlagen hält aber sehr kurzweilig ist. Perfektes Popcornkino.

In diesem Sinne hoffe ich, dass Ihnen diese Rezension gefallen hat - denn, der Film ist einen Kinogang wert - und verbleibe mit einem Satz der mich immer wieder zum lächeln bringt:

"... ich kenn die hälfte von euch nur halb so gut wie ich es gerne möchte,
und ich mag weniger als die hälfte von euch auch nur halb so gerne wie ihr es verdient!" (Bilbo Beutlin, LOTR 1)
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Kommentare

Von 4 Kunden verfolgt

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1-10 von 47 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.12.2013 18:18:59 GMT+01:00
Einfach großartig!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.12.2013 18:40:52 GMT+01:00
Hallo Thorsten,

danke schön.

Ich bin mir sicher das die Blu Ray, da alles digital gedreht wurde hervorragend aussehen wird. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass es diesmal keine Ton-Probleme gibt wie bei den HDR-Blu Rays.

Grüße Kai

Veröffentlicht am 19.12.2013 00:27:08 GMT+01:00
Amazon bietet auf diese bereits eine Vorbestellung an, datiert allerdings auf den 31.12.2014! 12 1/2 Monate vor ultimo?
Ist schon reichlich komisch oder was meint ihr?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.12.2013 23:02:56 GMT+01:00
Hallo Musikliebhaber,

für die Amazone ist das doch eigentlich ganz normal, oder ? -Ist halt ein Platzhalter für die geplanten Produkte.

Orientiert man sich am Release-Date von Hobbit 1 :-) Schätze ich mal, dass es bereits im Mai 2014 die Blu Ray von Smaugs Einöde auch zu kaufen gibt.

Das Releasedatum wird bestimmt angepasst wenns ein konkretes Datum gibt.

Grüße Kai

Veröffentlicht am 20.12.2013 00:11:24 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.12.2013 00:23:36 GMT+01:00
Hallo Kai,

davon, dass die Scheibe bei Markteinführung garantiert sofort auch von einigen anderen Anbietern feilgeboten wird, bin ich ohnehin ausgegangen und amazon bleibt wohl kaum eine Wahl, darauf nicht zu reagieren.
Und ob dann ihre knapp 33 ¤ als Maßlatte noch gelten wird, ist sicher fraglich, denn der eine oder andere wirft sie sicher sofort dann gleich unter 30 ¤ unters Volk.
Meine Prognose liegt da übrigens nahe bei der ihren, denn ich denke auch, dass sie in gut einem halben Jahr zu haben ist.

Grüße Musikliebhaber

Veröffentlicht am 25.12.2013 00:04:50 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.12.2013 00:05:58 GMT+01:00
Tolle Rezension, und ich denk tatsächlich, das Tolkien Jackson bewundert hätte für seine Filme, weil er die Stoffe Tolkiens einfach wunderschön ausschmückt, ohne dabei jedes kleine Detail aus der Vorlage immer wieder durchkauen zu müssen, was viel, viel zäher gewesen wäre.. Sagen und Legenden verändern sich durch Übermittlung ja auch im Laufe der Jahrhunderte, und so ist es eben auch hier, und deshalb war es auch keineswegs falsch einen Hobbit anno 2013 zu drehen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.12.2013 05:52:40 GMT+01:00
Hallo Steffen,

herzlichen Dank. Ja, ich denke Peter Jackson ist wohl ein riesen Tolkien Fan und er hat auch den Mut Dinge anders anzugehen wie sie im Buch stehen. Natürlich wird immer die Frage im Raum stehen, ob er das macht um aus einem "schmalen Büchlein" eine Trilogie und damit "Lizenz zum Gelddrucken" zu erhalten, oder ob er einfach als Fan insgesamt die von Tolkien erschaffte Welt "Mittelerde" wieder etwas mehr in unsere Zeit holen will. Vermutlich wird wohl beides den Antrieb geben :-) (und der Aufbau der Requisiten und Filmcrews usw. lässt sich bezüglich Produktionskosten (!) bei den Filmstudios auch leichter erklären, wenn 3 Filme dabei rauskommen *g*)
- Aber beim Geldverdienen auf die Vorlagen eines so genialen Geschichtenerzähler wie Tolkien zurückzugreifen ist sicherlich kein Fehler.

Wie Sie schon sehr treffend feststellen, Sagen und Legenden verändern sich im Laufe der Übermittlung.

Grüße,
Kai

Veröffentlicht am 25.12.2013 21:05:40 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.12.2013 21:20:16 GMT+01:00
Carsten R meint:
Eine äußerst nette Rezension. Mit einigen mir neuen Hintergrundinfos und logischen Schlussfolgerungen.

Fairer Weise; zwar verhältnismäßig wenig über den Film an sich, aber im Grunde ist mit "Deutlich erwachsener." alles gesagt :D

Nur ein kleiner Denkanstoß, weil Sie das Argument Geld erwähnten; Ich denke nicht, dass Herr Jackson den Film des Geldes wegen in drei Teile geschnitten hat. Es wäre bestimmt verlogen, zu behaupten, es sei ihm vollkommen egal. Aber ihm "Geldgeilheit" (nicht Sie, aber viele andere) vorzuwerfen halte ich für anmaßend und zeugt von hohem Neidfaktor.

Denn...

Punkt 1: ...alleine die bereits von Ihnen erwähnte Detailverliebtheit spricht dagegen.

Punkt 2: All die Mühen, die Herr Jackson sich gemacht haben muss, sämtliche geschichtlichen Zusammenhänge, Namen, zeitliche Rahmen und Verbindungen zwischen den Figuren aus "dHdR", "Der Hobbit" und den restlichen Büchern "Silmarillion" und "Nachrichten aus Mittelerde" zu sammeln, müssen immens gewesen sein. Nach dem Sammeln folgt das Zusammenfügen, und zwar so, dass die Vorgeschichte zu all den Details und Anspielungen der eigentlichen Trilogie passt. Und nicht nur das, auch musste er (zusammen mit seiner Frau soweit ich weiß) all jene Zusammenhänge in ein dramaturgisch interessantes Gewand packen.

Ich will damit sagen, dass es wesentlich bequemere und zeitärmere Methoden gibt, einen Haufen Asche zu machen. Insebsondere wenn man bereits einen Namen wie "Peter Jackson" hat. Er hat sich stattdessen einer unglaublich großen Herausforderung gestellt und jene mit Bravour gemeistert, wie ich finde. Er hat aus einem Kinderbuch (!!!) eine Vorgeschichte geliefert, die dem fantastischen und düsteren Stil der eigentlichen Trilogie entspricht, ohne sich zu widerholen. Das soll erstmal einer nachmachen. Also, jeder Hirni sollte eigentlich erkennen können, dass dieser Mann mit einer Leidenschaft für diese Geschichte brennt, die seines Gleichen sucht.

An alle Neider: Haltet die Klappe, ihr nervt!!

An all die besserwisserischen und Veränderungsresistenten Freunde des Buches, die Ihr nicht begreift, dass man ein Buch nicht eins-zu-eins in einen Film umwandeln kann und die Ihr die Begriffe 'Adaption' und 'künstlerische Freiheit' nicht kennt: Seht euch nicht die Filme an, wenn ihr's doch vorher besser wisst, ihr nervt!!

So, und jetzt bedanke ich mich für Ihre schöne Rezension :)

Gruß
Carsten

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.12.2013 21:52:44 GMT+01:00
Die Meisten wissen doch gar nicht, das er Jahre seines Lebens in dieses Projekt gesteckt hat, nachdem del Toro abgesprungen war, und sich niemand daran getraute, weil man nach dem HDR eh nur verlieren konnte. Und das alles, obwohl Jackson während den Dreharbeiten schwer gesundheitlich angeschlagen war. Das zollt Respekt, genauso wie das Ergebnis, das vielleicht nicht ganz die Ringe-Trilogie erreicht, was beileibe keine Schande ist, aber alles andere in diesem Genre immer noch deutlich in den Schatten stellt. Und das sollte man mal sehen, anstatt immer wieder mit diesen ätzenden Buchvergleichen zu kommen. Das nervt, zumal diese beiden Medien überhaupt nichts miteinander am Hut haben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.12.2013 22:31:41 GMT+01:00
Lieber Carsten,

wow, so viel Lob. Ich danke sehr !

Ich stimme Ihren Denkanstössen voll zu. Ich lese aus Ihren Zeilen auch viel Feingefühl und einen Funken durchaus angebrachte Kritik. Ich werde mal drüber schlafen, vielleicht fallen mir für den Absatz noch ein paar passendere Zeilen für die Rezension ein. :-)

Grüße und noch schöne Tage zwischen den Jahren,
Kai
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