17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Realistischer düsterer Krimi ohne Indianerromantik, 23. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Indian Killer (Taschenbuch)
Sherman Alexie ist ein begnadeter Erzähler zeitgenössischer Indianerliteratur. Mit einer Bilderpracht erzählt er von dem Aufeinanderprallen zweier Kulturen - der indianischen und der des weißen Mannes. Der Roman "Indian Killer" handelt von einem unheimlichen Serienkiller, der weiße Männer in Seattle jagt und skalpiert. Die Polizei glaubt, daß ein Indianer der Mörder ist. Die Bevölkerung wird von einem rassistischen Radiomoderator aufgehetzt und die Indianer reagieren verängstigt. Einer von ihnen ist John Smith, der bei Weißen aufwuchs. Er irrt auf der Suche nach seiner Identität durch die Stadt. Alexies Bild von der Stadt, von dem Zusammenleben von Indianern und Weißen ist düster und deprimierend. Mit großer Detailtreue und Schärfe registriert er den Rassismus auf beiden Seiten, aber er wertet nicht. Herausragend ist die Beschreibung des psychischen Verfalls von John Smith, der im Verlauf der Geschichte immer gefährlicher wird. Mit großem Einfühlungsvermögen versteht es der Autor, dem Leser die Nöte und Ängste der indianischen Bevölkerung am Beispiel des John Smith nahezubringen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Realistischer düsterer Krimi ohne Indianerromantik
Sherman Alexie ist ein begnadeter Erzähler zeitgenössischer Indianerliteratur. Mit einer Bilderpracht erzählt er von dem Aufeinanderprallen zweier Kulturen - der indianischen und der des weißen Mannes. Der Roman "Indian Killer" handelt von einem unheimlichen Serienkiller, der weiße Männer in Seattle jagt und skalpiert. Die Polizei glaubt, daß ein Indianer der Mörder ist. Die Bevölkerung wird von einem rassistischen Radiomoderator aufgehetzt und die Indianer reagieren verängstigt. Einer von ihnen ist John Smith, der bei Weißen aufwuchs. Er irrt auf der Suche nach seiner Identität durch die Stadt. Alexies Bild von der Stadt, von dem Zusammenleben von Indianern und Weißen ist düster und deprimierend. Mit großer Detailtreue und Schärfe registriert er den Rassismus auf beiden Seiten, aber er wertet nicht. Herausragend ist die Beschreibung des psychischen Verfalls von John Smith, der im Verlauf der Geschichte immer gefährlicher wird. Mit großem Einfühlungsvermögen versteht es der Autor, dem Leser die Nöte und Ängste der indianischen Bevölkerung am Beispiel des John Smith nahezubringen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
anonymous
23. August 1999
Insgesamt: 5
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