Kundenrezension

323 von 359 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tolles, eher zwangloses MMORPG, das nicht jedem gefallen wird, 3. September 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Guild Wars 2 - [PC] (Computerspiel)
Um es zu Beginn kurz zu machen: Guild Wars 2 ist in seiner Nische ein tolles MMORPG geworden, aber Guild Wars 2 ist ebenso nicht das perfekte MMORPG geworden, das jedem interessierten Spieler uneingeschränkt empfohlen werden kann. Das, was das Spiel in seinem Genre besonders macht und mir sehr gut gefällt ist auch gleichzeitig das, was anderen Spielertypen überhaupt nicht zusagen wird. Verstärkt wird das Ganze noch dadurch, dass auf dem Spiel unendlich große Erwartungen lasten und es teils von den Medien und den Entwicklern, teils auch von der Spielerschaft selbst im Vorfeld in nicht erreichbare Höhen getrieben wurde, die fast nur zur Enttäuschung führen konnten. Aus diesem Grund erklärt sich die eher zwiespältige Reaktion auf das Spiel.

Ich will nun versuchen zu beschreiben, in welche Nische genau sich Guild Wars 2 mit seinem Konzept setzt und welchen Spielertyp dies am meisten ansprechen wird. Dies wird dann auch gleichzeitig deutlich machen, welche Spieler eher nichts mit Guild Wars 2 anfangen können:

Als Vertreter der MMORPGs besitzt das Spiel alle typischen Elemente des Genres. Man kreiert also seinen Charakter, sucht sich eine Klasse aus und gestaltet das Aussehen, erkundet die Spielwelt und löst Quests, entwickelt seinen Charakter immer weiter. In seinem Grundgerüst ist das Spiel also sehr typisch, allerdings gibt es Feinheiten, die es von anderen Vertretern etwas abheben.
Neben den fürs Genre eher klassischen statischen Quests, die mehrere Möglichkeiten zur Erfüllung bieten, wimmelt es in der Spielwelt von Guild Wars 2 auch von dynamischen Events, die plötzlich passieren, teilweise in verschiedenen Stufen ablaufen und denen man oft über ein Teil der Karte folgen muss. Sobald man durch ein Gebiet läuft wird man eigentlich ständig auf diese orange codierten Events aufmerksam gemacht.
Was am Anfang als wirklich tolle Idee erscheint und viel Spaß macht, nutzt sich mit der Zeit doch ein wenig ab, da sich diese Events sehr oft wiederholen und die Server momentan so voll sind, dass eigentlich ständig sofort Massen an Spielern zur Stelle sind. Obwohl die sichtbare Masse an Spielern teil der wirklich fantastischen Atmosphäre ist, denn es handelt sich hier nicht umsonst um ein MMORPG, so untergräbt sie ein wenig die spürbaren Konsequenzen, die eine Event-Kette haben könnte, wenn sie nicht erfolgreich abgeschlossen werden würde. Es gibt nämlich durchaus Änderungen in der Spielwelt, Händler stehen nicht zur Verfügung, Orte können nicht betreten werden usw., wenn nicht eingegriffen wird. Dies ist allerdings momentan im Großen und Ganzen nicht der Fall. Hier muss man warten, wie es sich in Zukunft entwickelt.

Die Masse an Spielern beeinflusst ebenso das Kampfsystem. Heilung und Unterstützung in der Gruppe läuft nicht direkt ab, sondern wird maßgeblich durch Timing und vor allem durch richtige Positionierung bestimmt. Ein Heilturm heilt nur in seinem Umkreis, ein platzierter Feuerkreis verwandelt alle Attacken nur in seinem Bereich in Flammenschaden usw. Das System gefällt mir sehr gut, da es in Kombination mit der Möglichkeit, fast alle Skills auch in Bewegung auszuführen, dazu führt, dass die Kämpfe sehr dynamisch ausgefochten werden. Gruppen müssen dadurch nicht extra geschlossen werden, Gruppen enstehen sehr spontan und jeder Spieler weiß zumeist intuitiv, welche Aktion gerade am Besten ist. Denn auch wenn meistens nicht groß vorher mit anderen Spielern in Kontakt getreten wird und das Spiel keine festgelegten Rollen besitzt, das System verleitet nicht zum Egoismus, da in einer Gruppensituation immer Spieler bereit sind, am Boden liegende Spieler wiederzubeleben und Unterstützungszauber zu wirken, weil man eben als Gruppe gewinnen will und auch nur so gewinnen kann und es Spaß macht.
Aber auch hier muss klargestellt werden, dass dies nicht jedem Spielertyp gefallen wird, denn Kämpfe erhalten dadurch einen eher chaotischen Charakter; Sie treten schnell auf, laufen sehr fetzig und teils unübersichtlich ab und sind genauso schnell wieder vorbei. Die Spieler kommen kurzfristig zusammen und sind genauso kurzfristig wieder unterwegs. Wem Planungsphase, klare Rollen und zwingende Kommunikation in der Gruppe wichtig ist, der ist zumindest im PvE ziemlich fehl am Platz und dürfte ob der Zwanglosigkeit innerhalb der Gruppe eher enttäuscht sein.

Um alleine oder in der Gruppe zum Erfolg beizutragen, kann man sich wie in anderen MMORPGs üblich in den Fähigkeiten seiner Klasse weiterentwickeln. Guild Wars 2 bietet hier eine Änderung vom Standard insofern, dass man stets nur maximal 10 Skills aussucht und gleichzeitig im Kampf verwenden kann, wobei die ersten fünf der angelegten Waffe(n) entsprechen und sehr schnell freigeschaltet werden und die anderen fünf durch die übliche Progression des Charakters mit der Zeit freigeschaltet werden. Ergänzt wird das Ganze durch ein Trait-System, das in verschiedenen Bereichen der Klasse passive Boni verleiht und ab bestimmten Stufen interessante Entscheidungsmöglichkeiten zulässt, wie der eigene Charakter mit den erworbenen Skills umgeht.
Doch auch hier trifft man wieder auf einen Zwiespalt: Auf der einen Seite (und dazu zähle ich mich) kann man sich daran erfreuen, dass man dynamisch zwischen Kämpfen (und durch die Fähigkeit des Waffenwechsels sogar während der Kämpfe) seine Skills anpassen kann und bei der Progression viele Freiheiten hat. Auf der anderen Seite kann man bemängeln, dass man während der Kämpfe durch die Beschränkung auf 10 Skills und den Skillzwang der Waffe in den ersten fünf Plätzen taktisch eingeschränkt ist. Das Skillsystem von Guild Wars 2 legt großen Wert auf Dynamik und Experimentierfreude, nicht auf breite Taktik während eines Kampfes.

Für mich der stärkste Aspekt des Spiels ist die Grafik und die Atmosphäre. Einziger wirklicher Wehrmutstropfen sind die okayen, aber nicht wirklich umfassenden Gestaltungmöglichkeiten des Aussehens des eigenen Charakters und auf technischer Ebene die teilweise doch arg grob aufgelösten (Boden)Texturen. Die Welt Tyria ist einfach wunderschön und kann mich trotz des Überflusses an MMORPGs im Fantasy-Szenario dann doch nochmal überzeugen. Vor allem die verschiedenartige Architektur der Hauptstädte und die Unterwasserwelt hat es mir sehr angetan, aber auch die unterschiedlichen Landschaften außerhalb der Städte laden sehr zum Erkunden und Bestaunen ein. Vorbildlich wurde dieser Aspekt in das Spiel mit den zu findenden Puzzles, Vistas und besonderen Orten integriert. Das Spiel weiß es einfach, den Entdeckertrieb zu belohnen. Man stelle sich vor, man schwimmt in dem angrenzenden Meer einer Stadt und stößt plötzlich auf eine Öffnung, die in dessen Abwassersystem führt. Man schwimmt hindurch und entdeckt ein unscheinbares Rohr, das in die Tiefe ragt. Einmal hindurchgeschwommen entdeckt man plötzlich eine riesige Höhle, die mit großen Schiffswracks gepflastert ist und eine unheimlich Stimmung verbreitet, fantastisch untermalt durch die Musik. Solche Momente hat man des Öfteren in Guild Wars 2.

Die persönliche Geschichte im PvE, die sich durch Rassenwahl, Entscheidungen bei Charaktererschaffung und mehreren Abzweigungen im Verlauf unterscheidet, erfüllt den Genre-Standard, ist aber kein Highlight des Spiels. An allen Ecken trifft man auf bekannte Fantasy-Klischees und die durchschnittlich vertonten Gespräche werden in ziemlich hölzern wirkenden Cutscenes gezeigt. Sie erfüllt dennoch gut ihren Zweck, denn sie bietet erfeulicherweise auch mal abweichende Aufgaben von dem Sammle- und Töte-Einerlei und nimmt im Verlauf immer mal wieder an Fahrt auf. Durchgehend spaßiger ist jedoch das Craften, da man viele sinnvolle Items kreieren kann. Rezepte werden nicht automatisch beim Steigern des Levels hinzugefügt, sondern müssen in der Welt aufgetrieben oder durch Probieren herausgefunden werden. Toll!
Abseits des PvE ist wie im ersten Teil der Reihe das PvP der wichtige Zeitvertreib in Guild Wars 2, da das PvE nach dem Beenden der persönlichen Geschichte ohne Raids und itembasiertem Endgame auskommen muss. Neben den üblichen instanzierten PvP Gebieten, in denen man hochgestuft auf Maximallevel mit anderen Spielern konkurrieren kann, ist das Herzstück ohne Frage das WvWvW, also serverübergreifende Großschlachten um Burgen, Versorgungswege und neutrale Fraktionen. 3 Server bekriegen sich hier in verschiedenen persistenten Szenarien abseits des PvE um Abschnitte, die bei Einnahme ein Punktekonto füllen lassen, welches in regelmäßigen Abständen den dominierenden Server ermittelt. Dies macht nicht nur aus sich heraus Spaß und weckt starke Wettbewerbsinstinkte, sondern hat durch Boni für die PvE Welt in verschiedenen Bereichen wie Craftingserfolg, Geschwindigkeit der Progression usw. auch spürbare Auswirkungen für den gesamten Server.
Allerdings wird es auch hier Spielertypen geben, die nur recht wenig damit anfangen können. Als einzelner Spieler, der mal ins PvP reinschnuppern will, wird man von Beginn an überfordert und gerät oftmals unter die Räder von marodierenden Horden. Wie in Welt-PvP üblich sammeln sich zumeist große Anhäufungen von Spielern, die recht chaotisch über die Karte wandern. Da kann man sich als einzelner sehr unwichtig vorkommen und sich frustriert abwenden, wenn man mal schon wieder gestorben ist und teilweise lange Strecken zurücklegen muss. Mehr Sinn macht und seinen eigentlichen Reiz entfaltet das WvWvW für organisierte Gilden, die strategisch Punkte erobern oder verteidigen und wo jeder einzelne seinen genauen Platz weiß. In einer gut abgestimmten Gilde kann das dann unglaublich viel Spaß machen.

Das Spiel muss leider in seiner Startphase noch immer mit Bugs und Problemen kämpfen. Einzelne Aspekte (Gruppensystem, Auktionshaus, Itemshop, Überlaufserver) brauchen noch Zeit, um sich zu entwickeln und für die Masse stabil zu laufen, allerdings läuft das Spiel schon jetzt ganz gut, wenn man denn einen geeigneten Rechner zur Verfügung hat. Guild Wars 2 ist nicht unbedingt das perfomanteste MMORPG und verlangt viel von dem Prozessor, gerade wenn viele andere Spieler dargestellt werden müssen. Ich würde sagen, wenn man das Spiel nicht gerade in den untersten Details spielen will, muss man zwingend einen nicht gerade uralten Quadcore-Prozessor sein eigen nennen, sonst wird man mit wiederkehrenden Ruckeleinlagen leben müssen. Grafikkarte und RAM sind zwar auch Faktoren, aber bei weitem nicht so wichtig wie die CPU.

Mir gefällt das Spiel, da mir die beschriebenen Eigenheiten von Guild Wars 2 sehr zusagen. Damit sollte aber hoffentlich auch deutlich geworden sein, dass das Spiel so niemals alle Spielertypen ansprechen werden wird und auch nie wollte. Wer MMORPGs sucht, die klare Klassenrollen, Endcontent bzw. Raids im PvE und taktisch organisierte Gruppenkämpfe bieten (was vollkommen legitim ist), der wird hier nicht fündig. Guild Wars 2 ist ein eher zwangloses Spiel, das man auch mal nur nebenbei laufen lassen kann oder auch längere Spielpausen ohne Probleme zulässt. Dies drückt sich letztendlich auch darin aus, dass man nach dem Kauf keine monatlichen Folgekosten leisten muss.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 15 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.09.2012 17:07:16 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.09.2012 17:09:14 GMT+02:00
Palic meint:
Hätte ich GW2 noch nicht und wäre mir unschlüssig ,ob ich`s mir kaufen soll oder nicht, hätte ich es mir nach dem Lesen dieser Top Rezension geholt. Klasse geschrieben !

Veröffentlicht am 04.09.2012 08:44:02 GMT+02:00
Dennis Rödig meint:
Klasse Rezension. Sehr sachlich und sehr gut beschrieben!

Veröffentlicht am 04.09.2012 10:06:26 GMT+02:00
Apophis meint:
Sachlich Perfekt ! Thx

Veröffentlicht am 04.09.2012 14:35:25 GMT+02:00
Jutta Bender meint:
Eine echt sachliche und ausführliche Rezension der ich aus eigener Erfahrung nur zustimmen kann.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.09.2012 11:33:32 GMT+02:00
Smarty meint:
Schöne, hilfreiche Rezension, wenn auch nicht frei von Mängeln.

Kann in sämtlichen genannten Punkten nur zustimmen, allerdings unvollständig.
Zwei kleine Zusätze hätte ich:

Der erste Punkt ist das Pve, strukturiertes Gruppenzusammenspiel ist sowohl möglich, als auch unabkömlich. Während die "Events" auf der Pve map nicht fordernd sind und kein richtiges Gruppengefühl aufkommen lassen, ist eine Gruppe die sowohl zusammenspielen kann, als auch über Kenntnisse über Skills und Builds verfügt in den Pve Dungeons unerlässlich.
Diese Dungeons welche man zuerst im storymodus kennenlernt haben es teilweise wirklich in sich, nichts für unerfahrene Einzelspieler und gerade richtig für Gruppenorientierte spieler die auf den Pve Maps unterfordert werden.

Der zweite Punkt betrifft das WvW, ja, als Einzelperson is das nichts, inerhalb einer guten Gruppe oder des Zergs/raid kann man etwas erreichen, solo rennt man nur planungslos rum und hat kaum möglichkeiten. Wer in keiner Gilde ist, nicht gerne im zerg rumrennt etc, der sollte sich lieber im sPvP austoben. Strukturiertes PvP findet nicht auf der riesigen map eines WvW statt, sondern in kleinen Arenen mit 5v5 oder 8v8. Hier sind charkenntniss, teamplay und taktik gefragt und auch als Solospieler kann man hier schnell mit Leuten in kontakt kommen und gutes PvP erleben.

Dies ist wie gesagt nur als Zusatz zur Rezension zu verstehen, nur um deutlicher zu machen, dass so wirklich jeder spielertyp auf seine Kosten kommen kann, wenn er denn weiß was er wil^^

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.09.2012 14:02:39 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.09.2012 14:12:53 GMT+02:00
Phazonfreak meint:
Ich danke Ihnen für ihre Rückmeldung, allerdings sehe ich nach wie vor meine Punkte so als gegeben an und bleibe bei meiner Warnung, dass Guild Wars 2 gerade nicht für alle Spielertypen interessant ist. Das dies der Fall ist, sieht man an den Reaktionen zum Spiel.

Wie sie richtig beschrieben haben, ist strukturiertes Gruppenzusammenspiel im PvE in den Dungeons vonnöten, in dem weit überwiegenden Teil der Progression bis Stufe 80 aber ziemlich unnötig und nicht Teil der Spielerfahrung. Schwerwiegender und deshalb mehrmals von mir aufgegriffen ist jedoch, dass das Spiel nach dem Erreichen des Maximallevels keine Itemspirale durch sich wiederholende Raids bietet und auch hier auf lange Sicht also kein Zusammenspiel in der Gruppe fördert. Mir gefällt das so sehr gut, da ich die Richtung von Guild Wars 2 sehr begrüße, ich bin mir aber ebenso bewusst, dass das andere Spieler sehr abschreckt und für sie ein essentieller Schaden am Spielspaß ist.

Auch im PvP wird nicht jeder Spielertyp seinen Platz finden können, da das Spiel kein Open-World PvP bietet und die einzige wirkliche Alternative abseits von den von Ihnen beschrieben Arenakämpfen eben nur das WvWvW ist. Mir macht beides viel Spaß und es spricht mich sehr an, aber auch hier wird es Spielertypen geben, die nichts damit anfangen können, weil sie nicht-instanziertes PvP in der eigentlichen Spielwelt suchen und nicht finden werden. Ich kann nachvollziehen, dass dies für manche Spieler absolut unabdingbar ist, da für sie eben das Herumwandern und Auflauern als einzelne Person wichtig ist und hier nicht geboten wird.

Für mich bleibt also die Aussage bestehen, dass Guild Wars 2 zwar ein tolles Spiel ist, aber nicht allen Spielertypen zusagen wird.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.09.2012 13:40:06 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.09.2012 13:43:47 GMT+02:00
Auch solo kann man in WvW etwas erreichen. Auch in kleinen Gruppen abseits vom Zerg (Zergen ist nicht Jedermanns). Karawanen abfangen ist wichtig und auch für Einzelpersonen ein lohnendes Ziel. Oder Feinde die sich in Richtung belagerte Burgen bewegen, lassen sich auch gut abfangen. Für Nachschubslager reichen auch schon 3 Leute, die etwas zusammenarbeiten um diese effizient einzunehmen. Für Türme bedarf es da schon ein paar Leute mehr, da es sonst ein wenig zu lange dauert. Keeps erfordern auch schon etwas mehr leute, besonders wenn diese belagert werden. Zergbelagerungen lassen sich im Übrigen auch relativ gut von wenig Leuten in Schach halten, wenn die Ressourcen in einem Keep vorrätig sind und man die Belagerungswaffen klug einsetzt. Zumindest die ersten Wellen eines Zergs lassen sich so effektiv abwehren, bis das eigene Heer eintrifft. Dann kann man wieder abziehen und sich anderen Aufgaben witmen, denn wichtiger als ein großer Zerg ist im WvW das zeitgleiche erobern möglichst vieler Einrichtungen um Gegenwehr zuminimieren. Dieses Vorgehen bringt auch deutlich mehr Serverpunkte, als das auftreten in einem großen Zerg. Viele Gruppen von ca. 10-20 Leuten aufgeteilt sind effektiver als die momentan häufig auftretenden 50+ Zergs, da die Gruppen den Großzerg leicht ausmanövrieren können. Schließlich kann der Zerg nicht an zwei Orten gleichzeitig sein, außer er trennt sich. Aber dann ist es auch kein Zerg mehr ;) Nervig sind nur diese Gruppen, die dann vor dem Homekeep festnageln lassen, anstatt die übrigen Ausgänge links und recht szu nutzen um Ziele tief im Feindland zu erobern, damit der Zerg gezwungen ist vom Homekeep abzulassen, wenn ihm seine Punkte lieb sind.

Veröffentlicht am 09.09.2012 21:31:13 GMT+02:00
Sam Nera meint:
eine wirklich schöne rezension!

Veröffentlicht am 18.09.2012 15:29:04 GMT+02:00
Cetun meint:
Sehr schöne und hilfreiche Rezension, Danke.

Veröffentlicht am 20.09.2012 11:20:55 GMT+02:00
M. Mary meint:
Ich freue mich wirklich das sich jemand die Mühe gemacht hat dieses Spiel so ausführlich zu beschreiben!
Ich bin mir sicher das sie vielen Leuten bei der Kaufentscheidung helfen wird ^^
Wirklich, dafür solltest du von NcSoft Geld bekommen.
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