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Will weiterlesen...!, 2. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Dragonsoul - Die Rückkehr des Kriegers (Taschenbuch)
Ein lange verbanntes Böses wird nach Jahrhunderten wieder freigelassen. Einer jungen Hamburgerin und einem keltischen Krieger obliegt es nun, die Schöpfung vor der Vernichtung zu bewahren. Allerdings hat die Hamburgerin keine Ahnung, worum es eigentlich geht, und der Krieger ist ein Fremder, nicht nur in Hamburg, sondern auch in der Zeit... Die Charakterzeichnung ist schon mal sehr gelungen, zumindest was Nilah und Liran angeht. Beide sind weit über reine Nachvollziehbarkeit hinaus lebendig und eindringlich dargestellt. Vom Antagonisten kann man das leider nicht behaupten. Obwohl seine unmenschliche Grausamkeit ebenso intensiv geschildert ist wie sein Aussehen oder die Kälte, die ihn begleitet, ist er doch nicht mehr als einer von vielen austauschbaren Bösewichtern mit Allmachtsfantasien in den Weiten des Genres, weil der Leser sonst nichts über ihn erfährt. Schade. Die Handlung läßt sich grob in zwei Teile gliedern. Der erste Teil spielt hauptsächlich in Irland und verläuft nach einem recht dramatischen Einstieg eher ruhig. Während dafür gesorgt wird, daß Nilah und Liran aufeinandertreffen, überwiegt eine teils mystische, teils melancholische Stimmung. Ganz deutlich wird hier die Liebe des Autors zur irischen Seele spürbar. Im zweiten Teil, zurück in Hamburg, zieht das Erzähltempo merklich an. Die Verfolger kommen Nilah und Liran immer näher, und bald sind sie fast ausschließlich mit Kämpfen oder Fliehen beschäftigt. Das klingt nach einem recht einfachen Aufbau, gegen Ende des Buches stellt sich allerdings heraus, daß es ganz so einfach nicht ist. Denn A'kir Sunabru ist nicht der einzigen, die es auf Nilah und Liran abgesehen hat, erkennbar an der Tatsache, daß der letzte Angreifer im Völkerkundemuseum auch Sunabrus Schergen attackiert. Leider endet das Buch nach 265 Seiten an einer Stelle, die noch völlig offen ist. Und leider hat der Leser zu diesem Zeitpunkt noch nicht allzu viele Antworten auf seine Fragen erhalten. Auch sehr schade! Besonders erwähnenswert ist Erik Kellens Schreibstil, und zwar deshalb, weil Standardvergleiche hier nahezu völlig fehlen. Erik Kellen hat seine Metaphern selbst gewählt. Manche davon klingen durchaus ungewöhnlich, aber alle sind sie von einer Eindringlichkeit, die nahelegt, daß der Autor das, was er beschreibt, selbst erlebt hat, ganz gleich, ob es sich dabei nun um das Wetter zu Beginn des ersten Kapitels handelt, oder um die irische Landschaft. Ich fand es beeindruckend. Außerdem ist der Text nahezu fehlerfrei. Da hab ich schon lektorierte Texte in schlechterer Qualität gelesen. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, sowohl der stimmungsvolle erste Teil als auch der lebhaftere zweite. Die Charaktere sind sehr glaubhaft, es fällt leicht, sich mit ihnen zu identifizieren. Vor allem Nilahs Verwirrung und Lirans Einsamkeit sind sehr gut nachvollziehbar. Allein Sunabru darf noch ein wenig mehr Persönlichkeit entwickeln, zum Beispiel einen Grund, warum er tut, was er tut, damit er ein wenig aus der Standardschiene des 0815-Antagonisten herauskommt. Die Handlung entwickelt sich vielversprechend und zunehmend spannend. Der Cliffhanger am Ende des Buches tut ein übriges, obwohl ich sicherlich auch ohne ihn weiterlesen würde. Ich hoffe, der nächste Band läßt nicht allzu lange auf sich warten.
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Dragonsoul - Die Rückkehr des Kriegers 3842382367
Daniela Reuter
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Ein lange verbanntes Böses wird nach Jahrhunderten wieder freigelassen. Einer jungen Hamburgerin und einem keltischen Krieger obliegt es nun, die Schöpfung vor der Vernichtung zu bewahren. Allerdings hat die Hamburgerin keine Ahnung, worum es eigentlich geht, und der Krieger ist ein Fremder, nicht nur in Hamburg, sondern auch in der Zeit...
Die Charakterzeichnung ist schon mal sehr gelungen, zumindest was Nilah und Liran angeht. Beide sind weit über reine Nachvollziehbarkeit hinaus lebendig und eindringlich dargestellt. Vom Antagonisten kann man das leider nicht behaupten. Obwohl seine unmenschliche Grausamkeit ebenso intensiv geschildert ist wie sein Aussehen oder die Kälte, die ihn begleitet, ist er doch nicht mehr als einer von vielen austauschbaren Bösewichtern mit Allmachtsfantasien in den Weiten des Genres, weil der Leser sonst nichts über ihn erfährt. Schade.
Die Handlung läßt sich grob in zwei Teile gliedern. Der erste Teil spielt hauptsächlich in Irland und verläuft nach einem recht dramatischen Einstieg eher ruhig. Während dafür gesorgt wird, daß Nilah und Liran aufeinandertreffen, überwiegt eine teils mystische, teils melancholische Stimmung. Ganz deutlich wird hier die Liebe des Autors zur irischen Seele spürbar. Im zweiten Teil, zurück in Hamburg, zieht das Erzähltempo merklich an. Die Verfolger kommen Nilah und Liran immer näher, und bald sind sie fast ausschließlich mit Kämpfen oder Fliehen beschäftigt. Das klingt nach einem recht einfachen Aufbau, gegen Ende des Buches stellt sich allerdings heraus, daß es ganz so einfach nicht ist. Denn A'kir Sunabru ist nicht der einzigen, die es auf Nilah und Liran abgesehen hat, erkennbar an der Tatsache, daß der letzte Angreifer im Völkerkundemuseum auch Sunabrus Schergen attackiert. Leider endet das Buch nach 265 Seiten an einer Stelle, die noch völlig offen ist. Und leider hat der Leser zu diesem Zeitpunkt noch nicht allzu viele Antworten auf seine Fragen erhalten. Auch sehr schade!
Besonders erwähnenswert ist Erik Kellens Schreibstil, und zwar deshalb, weil Standardvergleiche hier nahezu völlig fehlen. Erik Kellen hat seine Metaphern selbst gewählt. Manche davon klingen durchaus ungewöhnlich, aber alle sind sie von einer Eindringlichkeit, die nahelegt, daß der Autor das, was er beschreibt, selbst erlebt hat, ganz gleich, ob es sich dabei nun um das Wetter zu Beginn des ersten Kapitels handelt, oder um die irische Landschaft. Ich fand es beeindruckend. Außerdem ist der Text nahezu fehlerfrei. Da hab ich schon lektorierte Texte in schlechterer Qualität gelesen.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, sowohl der stimmungsvolle erste Teil als auch der lebhaftere zweite. Die Charaktere sind sehr glaubhaft, es fällt leicht, sich mit ihnen zu identifizieren. Vor allem Nilahs Verwirrung und Lirans Einsamkeit sind sehr gut nachvollziehbar. Allein Sunabru darf noch ein wenig mehr Persönlichkeit entwickeln, zum Beispiel einen Grund, warum er tut, was er tut, damit er ein wenig aus der Standardschiene des 0815-Antagonisten herauskommt. Die Handlung entwickelt sich vielversprechend und zunehmend spannend. Der Cliffhanger am Ende des Buches tut ein übriges, obwohl ich sicherlich auch ohne ihn weiterlesen würde. Ich hoffe, der nächste Band läßt nicht allzu lange auf sich warten.
. "lemmi_der_buecherwurm"
2. März 2012
- Insgesamt:
5

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