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Kundenrezension

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Beste kommt zum Schluss, 11. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 13 (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Bin ein wenig irritiert. Gut... Die meisten sind vom Album begeistert. Ich als alter Hardrock-Hase kann mich den meisten positiven Stimmen daher anschließen. Aber wann wird mal ein aktueller Output der heutigen Zeit endlich wieder einmal ein uneingeschränkter Klassiker ?

Es ist leider immer wieder das gleiche. Da erscheint eine relativ geschmacksneutrale sehr gute Hardrockscheibe, die sämtliche Meriten der 70er aufweist, von Presse und Fans gleichermaßen bejubelt wird, und schafft es nicht, durchgehend mal 5 Sterne zu bekommen. Warum ?

Weil immer einige dabei sind, die natürlich enttäuscht sind oder mehr erwartet hätten. Aber was denn "mehr" ? Alle wollen doch guten Rock, typische Black Sabbath - Klänge, Erinnerungen an den Glanz und an die tolle Musikära der späten 60er und frühen 70er, die heute so unwiederbringlich scheint, puren Metal - / Heavy-Rock, eben DEN "Ursound".
Und Black Sabbath zelebrieren genau das ! So, wie man es von Ihnen eigentlich erwartet ! Nicht mehr und nicht weniger...

Wer also früher angeblich alles von Black Sabbath geliebt und gehört hat und den alten Klassikern natürlich uneingeschränkt 5 Sterne hat zukommen lassen, kann bei diesem Werk nicht allen Ernstes nur zwei oder drei Sterne vergeben. Das Gleiche gilt übrigens ähnlich auch für Deep Purple oder Uriah Heep. Nur das Black Sabbath durch die Originalbesetzung und ihrem "Ur-Sound" noch viel viel näher dran sind ! Wer also (wie ich...) die Scheiben "Black Sabbath" von 1970, "Master Of Reality", "Sabbath Bloody Sabbath" oder "Black Sabbath 4" als Klassiker einstuft, muss das hier auch. Denn geändert hat sich nichts. Und ich möchte auch gar nicht unbedingt ganz was Neues hören.

Das musikalische Niveau ist gemessen an Hardrock-Kriterien sehr hoch. Jazz- und Blues-Elemente runden das Ganze nach oben ab. Was will man mehr ? Black Sabbath orientieren sich bedingungslos an Ihren Wurzeln. Passend dazu die kraftvolle, für Hardrock und Metal typische Klangabmischung. Ganz okay... Es wird hier vielleicht zu eng gesehen, wenn "wissenschaftlich" auf irgendwelche Dynamikeinbußen eingegangen wird. Audiophiles dürfen wir natürlich nicht von diesem "Old-School-Doom-Rock" erwarten. Würde zu Black Sabbath auch rein gar nicht passen.

Hier ist die Zeit im positiven Sinne stehen geblieben. Toll, die Idee am Schluss, die Glocken und das Gewitter des Ur-Albums wieder zu beleben. Beeindruckend, wie toll der Refrain von "God Is Dead ?" rüberkommt oder "Zeitgeist" tatsächlich etwas am alten Song "Planet Caravan" kratzt. Wobei hier die akustische Begleitung und das hervorragende jazzige Gitarrensolo durchaus besser zu gefallen vermag. Überragend: "End Of The Beginning" und Ozzys Stimme ! Und eine recht hohe Anzahl erstaunlich überlanger Tracks. Wie in alten Zeiten...

Man darf also ruhig ein wenig euphorisch sein angesichts dieses urtypischen wechselvollen klassischen Prog-Metal-Rocks !

Schade nur, dass Bill Ward nicht dabei ist. Wird aber durch das kraft- und druckvolle Spiel von Brad Wilk, den ich jetzt nicht so gut vorher kannte (die Bands schon, in denen er spielte)
meines Erachtens würdig ersetzt. Dennoch: Die komplette alte Besetzung wäre im Fall dieses Comebacks wahrlich noch spektakulärer.

Ebenso stimmt mich Toni Iommis Krankheit sehr traurig und nachdenklich. Nie zu wissen, wie lange er noch dabei sein wird. Aber hier zeigt er sich von seiner allerbesten Seite ! Besser geht's kaum noch.

Denn: Das Beste kommt zum Schluss...

Ergänzung 17.07.2013:

Eigentlich ist die ganze CD ein Sahnestück und eines der besten Rockalben geworden, die ich kenne.

Stellvertretend für alle Songs daher meine Favoriten nach 30 (?) Durchgängen, die immer noch nicht langweilig sind ! Im Gegenteil... Sie werden immer besser ! Daher muss diese Ergänzung zu meiner Rezension unbedingt sein, denn die Eindrücke sind noch intensiver geworden, als beim ersten Hören. Man sollte Rezensionen nicht zu früh schreiben...

1. The End Of The Beginning

Nach schwerblütigem Anfang, düsterer Atmosphäre und langsam getragenen Doom-Rock entwickelt sich daraus ein richtig guter "Rock n' Roll-Metal" ! Mit Tempowechsel und erstklassigen Gitarren-Solo in der Schlussphase. Dann wird's sogar richtig melodiös... Ein Super - Rocksahnestück. Es geht kaum besser ! Sehr guter harter Rock mit fulminantem Ende. Kurzweilige 8 Minuten...

2. God Is Dead ?

Tja - God Is Dead...

Sehr langsamer, aber Metal - Balladen - typischer Beginn. Und dann kracht es. Wabernder Bass ! Zwingende Riffs, schlagkräftige Drums. Alles fügt sich ineinander...

Typisch Black Sabbath. Einer meiner Favoriten auf dieser CD. Und auch hier steigert sich der Song zu einem bombastischen Überwerk. Tony Iommi brilliert auch hier und setzt gekonnt seine Riffs im Zusammenspiel mit Bass und Drums ein. Zum Niederknien ! Könnte ich in Endlosschleife hören.

Und: Ab 6:20 wieder gekonnter "Rock n' Roll-Metal" mit Abgehfaktor. Etwas schneller als am Beginn... Genial... Geiles Kurzsolo von Tony Iommi. Je mehr Durchläufe, desto besser...

3. Loner

Kürzer als die beiden Vorgänger, aber prägnanter und sehr typisch für Black Sabbath. Wer die erste oder "Masters Of Reality" mag, kann diesem Song nur Bestnoten geben. Rhythmisch durchläuft der Riff vom Beginn bis zum Ende den ganzen Song. Dann, kleines kurzes melodisch-romantisch klingendes Zwischenspiel. Nur ein paar Sekunden, dann legt der Song wieder los. Das ist Rock der 70er erster Güte... Das Solo von Tony Iommi ist kurz aber genial. Erinnert gemeinsam mit dem Riff fast an die härteren Stücke von Nazareth.

Wer kann allen Ernstes diesem Ur-Rock nur ein oder zwei Sterne geben ???

Abruptes Ende, wie schon bei "God Is Dead ?".

4. Zeitgeist

Eine sehr ruhige, gehaltvolle, jazzige Ballade ! Wieder sehr 70er - Jahre orientiert. Gegenüber dem gerne gezogenen Vergleich mit "Planet Caravan" finde ich diesen Song diffiziler und durch die herrliche akustische Begleitung viel besser !

Wegen dem feinen jazzigen Solo von Tony Iommi sind ganz klar 6 Sterne fällig !
Der Song ist leider viel zu kurz....

Was für meine beispielhaft beschriebenen Favoriten gilt, gilt natürlich uneingeschränkt auch für die Songs "Age Of Reason" und "Live Forever".

Haben das gleiche Kaliber wie "Loner". Einer meiner weiteren Favoriten ist definitiv "Damaged Soul". Ich liebe diesen wahrhaft geilen klassischen Bluesrock, Iommis superbe Soli und die herrliche Harmonika ! Und das eingängige "Dear Father" mit dem 1:1 übernommenen Schlussteil (Der Anfang des ersten Albums von 1969 / 79) ist ein würdiger Abschluss.

Da die Songs "allesamt" nach mehrmaligem Hören sehr gut im Ohr hängen bleiben und diese immer wieder in meinem Kopf ertönen, ist zumindest für mich "13" schon jetzt ein Meisterwerk des Rock. Trotz meiner ausgeprägten Vorliebe für Uriah Heep (die letzten Alben wie "Into The Wild" waren genial), dem neuen Deep Purple Album "Now What ?!" oder vieler guter neuerer Metal-Bands wie "Amorphis", die ich sehr mag, habe ich auf ein Album wie "13" über 30 Jahre gewartet !

So etwas gab es schon lange nicht mehr. Das Black Sabbath - Album "13" stellt so ziemlich alles in den Schatten....
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