Kundenrezension

309 von 317 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Canon 18-200 IS oder Tamron 18-270 VC, 7. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Canon EF-S 18-200mm 1:3,5-5,6 IS Objektiv (72 mm Filtergewinde, bildstabilisiert) (Zubehör)
Wer ein sog. Reisezoom mit einem 11-fachen Brennweitenbereich kauft, der weiß, dass dieses nicht die gleiche Abbildungsqualität wie normale Zoomobjektive oder gar Festbrennweiten liefern kann. Chromatische Abberation und Verzeichnung sind eben zwangsläufig größer. Dafür erspart ein solches Megazoom den häufigen Objektivwechsel, der nicht nur auf Reisen sehr lästig sein kann.

Interessant für mich war daher nur die Frage, welches der derzeit angebotenen Reisezooms das bessere ist? Ich habe daher das "Canon EF-S 18-200mm F/3,5-5,6 IS" und das "Tamron AF18-270mm 3,5/6,3 Di II VC" ausgiebig getestet (Testtafeln und Landschaft) und beide Objektive miteinander verglichen.

Das Ergebnis ist - für mich jedenfalls - eindeutig: The winner is Canon! Insbesondere hinsichtlich Schärfe und Kontrast ist dieses über den gesamten Brennweitenbereich besser als das gerade erst lieferbare Tamron.

Lediglich bei der Vignettierung schwächelt das Canon im Bereich über 100mm. Diese Randabschattung in den Ecken ist bei Offenblende 5,6 deutlich sichtbar. Bei Abblendung auf 7,1 wird sie merklich geringer. Nur in dieser Disziplin ist das Tamron also besser, obwohl es aber auch im hohen Brennweitenbereich sichtbare Abschattungen zeigt, aber eben geringere.

Farbsäume (Chromatische Abberation) treten natürlich wie bei allen Reisezooms im Bildrandbereich auf. Auch beim Canon-Objektiv sind diese erkennbar und durch Abblenden nicht zu reduzieren. Sie treten jedoch nur in waagerechter Richtung auf, während das Tamron sowohl waagerechte, als auch senkrechte Farbsäume erzeugt.

Die Verzeichnungen entsprechen denen anderer Megazooms, d. h. bei 18mm stark tonnenförmig, ab 35mm dann leicht kissenförmig. Für Architekturaufnahmen im kurzen Brennweitenbereich ist also möglicherweise ein Objektivwechsel erforderlich oder eine Nachbehandlung mit einem Bildbearbeitungsprogramm.

Fazit: Als Universal- bzw. Reisezoom ist das "Canon EF-S 18-200mm F/3,5-5,6 IS" gut geeignet. Es liefert scharfe und kontrastreiche Bilder über den gesamten Brennweitenbereich. Optimal ist ein Abblenden um ein bis zwei Stufen. Dann verschwindet auch die Vignettierung im Bereich über 100mm, die bei Landschaftsaufnahmen stören könnte. Bei stark gezoomten Personen- oder Tieraufnahmen fällt diese ohnehin nicht auf.

Die Fokussierung arbeit zuverlässig, der Bildstabilisator ist eine tolle Sache.

Das "Tamron AF18-270mm 3,5/6,3 Di II VC" hat einen höheren Zoombereich und durchaus akzeptable Werte. Es schneidet jedoch bei meinen Tests (an einer Canon 40D) schlechter ab. Und eines kann man auch sagen: Es ist eine Klasse besser, als das "alte" Tamron-Megazoom (ohne Stabilisator), das "AF18-200 4,5/6,3 XR Di II".

Aber: Beide Objektive wurden von mir an einer Canon 40D getestet. Nur dafür gilt diese Rezension. Mag sein, dass das Tamron an einer Nikon bessere Ergebnisse liefert. Aktuelle Testberichte scheinen dies zu bestätigen.

Doch leider muss zum Tamron 18-270mm noch etwas Negatives erwähnt werden. Den Konstrukteuren ist dabei ein Missgeschick passiert: Hält man das Zoom nach unten - um z. B. ein Objekt in Bodennähe zu fotografieren - so blockiert der Zoomring. Nichts geht mehr, der Zoombereich lässt sich in dieser Position nicht mehr verstellen. Eigentlich ein Unding. Da ist eine Nachbesserung nötig und hoffentlich möglich.
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Kommentare

Von 4 Kunden verfolgt

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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.01.2009 00:25:57 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.01.2009 00:26:35 GMT+01:00
ruessler meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.01.2009 09:09:28 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.01.2009 18:20:06 GMT+01:00
Da bin ich ja froh, dass Herr/Frau Ruessler auch zu meiner Rezension einen Kommentar abgibt. Ich wäre enttäuscht, wenn er/sie sich bei mir zurückgehalten hätte :-))

Doch zu 1.: Ich habe 18-200er verglichen. Also auch das "alte" 18-200er von Tamron. Wo ist das Problem?

Zu 2.: In DSLR-Foren gibt es so gut wie keine Bewertungen zum Tamron 18-270! Zu neu!

Zu 3.: Landschaftsaufnahmen über 100mm sind keine Seltenheit. Gemeint sind die mit Himmel, weil dabei dann die Vignettierung auffällt. Jetzt klar?

Zur Serienstreuung: Ich hätte mir natürlich jeweils 10 Objektive zum Testen gewünscht, um die Exemplarstreuung zu ermitteln. Bin jedoch Privatmann und kein Testinstitut. Daher hat es finanziell nur zu jeweils einem Objektiv gereicht.

Veröffentlicht am 11.09.2009 09:36:44 GMT+02:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 20.10.2009 14:32:50 GMT+02:00
©™ meint:
Ich könnte mir vorstellen, dass die Tamron-Konstrukteure die Blockade absichtlich eingebaut haben, um ein automatisches Abrutschen des Objektivs bei Senkrechthaltung zu verhindern. Beim EF-S 18-200 von Canon wird jedenfalls letzteres dauernd von allen moniert. Wie mans macht, macht mans falsch. :-)

Veröffentlicht am 30.03.2011 20:15:46 GMT+02:00
ww meint:
Ich habe eine 400D und kann die Rezension im großen und ganzen so bestätigen. Ich habe den Test gegen das Tamron auch gemacht, das Canon macht subjektiv einen helleren Eindruck, Kontrast und Schärfe sind auch besser. Absolutes KO für das Tamron war das hakelige Zoom, das hat je nach Objektivhaltung blockiert, > Kamera vom Auge, anders halten und über die Blockadestelle drehen.
Die chromatische Aberation ist beim Canon da, und zwingt zur Nachbearbeitung. Aber es ist insbesondere wenn in RAW gearbeitet problemlos beherrschbar.
Es ist ein Universalzoom mit allen Vor und Nachteilen, dessen muß man sich klar sein.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.03.2012 22:17:02 GMT+01:00
Rubberhand meint:
Ja, das Zoom-creeping ist echt nervig. Wenn die Superkontruktöre schon keine Bremse hinbekommen, die man durch betätigen des Zoomringes dynamisch lösen kann(das gibt es doch schon in dutzenden anderen Anwendungen), dann finde ich die Lösung, das das Zoom selbsthemmend ist für deutlich besser als andere auf dem Markt!
Ich habe kein Problem, die Kamera zum zoomen anzuheben um es zu verstellen, wenn ich denn mal nach unten fotografiere (Macro..)
Den genauen Auschnitt kann ich dann durch näher rangehen bestimmen. Aber wenn das Objektieb entweder bei 18mm festgeklemmt werden muss oder auf 200mm selbstständig durchrutscht ist das einfach gedankenloser Murks. Ganz zuschweigen von dem Fall, das man vergisst, das Zoom bei 18mm zu arretieren und dann die Kamera mit einem Sniper-Gurt umhängen lässt....
Allerdings: Bei den Tamrom 18-270er (PZ und VC) gibt es diese Selbsthemmung auch nicht. Scheint ein Feature das 200mm zu sein?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.03.2012 22:22:43 GMT+01:00
Rubberhand meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.04.2012 21:11:47 GMT+02:00
K meint:
Danke Vrau Obärlärer !!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.02.2013 17:24:28 GMT+01:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]
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