Kundenrezension

10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alter Sack, 2. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Kaleidoscope (Special Edition) (Audio CD)
Natürlich hast du ähnliches irgendwie schon einmal gehört. Das willst du aber nicht hören, denn gut ist es und vor Allem, vertraut. Du warst unterwegs und es ist lange her. Du warst auf deiner Reise schon öfter hier. Warum? Das solltest du doch wissen, aber es fällt Dir nicht ein. Damals, das weißt du noch, hieß diese Kneipe Close to the Edge von Yes und von dort aus hast du eine Reise gestartet. Sie führte fast überallhin, aber selten in den 3 Minutensongsumpf. Du bist zu verzerrten Gitarren und Darmsaitenbespannten Orginaklanggeigen gereist.

Große Güte, jetzt fällt Dir ein, wie diese blöde Kneipe heißt. Kaleidoskop. Könnte innovativer sein, der Name, Selling England by the Sound oder Tarkus hieß sie damals auch mal, als noch der durchgeknallte Peter und der verbissene Kieth das Starbier ausschenkten. Hau weg die Sch... hat der Fripp Robert immer gesagt. Da hieß die Kneipe King Crimson, was für ein bescheuerter Name.

Was warst du auf Jück. Du warst zu Besuch auf dem Mars bei Volta, in Japan, wo hinter den Keyboards meist Frauen stehen und ihren männlichen westlichen Kollegen locke den Arsch abspielen, in Osteuropäischen Proggefilden, auf dem Planet Zeul, dessen Gesangsext-Sprache kein Mensch versteht. Du bist Ludwig van begegnet und Richard W., dem Weiberheld. Herrlich. Auf deiner Reise hast du irre Engländer kennen gelernt, die Steven Wilson, Ralph Vaughn Williams und Arnold (!) Bax hießen. Zwischendurch warst du, (wieso überhaupt), wieder hier. Damals war schon alles irgendwie vertraut und hieß nun völlig doof Spocks Bart oder so. In gerade mal einer Star Teck Folge hast du Spock mit Bart gesehen. Aber gut war es, hier zu sein. Staub kann man wegwischen.

Natürlich bist du weitergezogen. Du wurdest nebenbei älter. Immer so ein wenig.

Was suchst du dann wieder in diesem Stall? Sicher keine Überraschungen. Was ist das für eine Lokalität? Ehrlicherweise kennst du jeden Arsch oder zumindest seinen Schwager, Onkel oder -bitte nicht näher- seine Frau Mutter. Das Starkbier kennst sowieso und die Bestandteile der Speisekarte sind auch die Gleichen wie damals. Nein, keine Molekulare Küche. Das arrogante Aloch in dir fragt: Haben die Leute hier schon bessere Zeiten gesehen? Oder hat sie die Erfahrung nur abgeklärter gemacht? De Verwandten deiner alten Bekannten sind allesamt mitte Fünfzig, klappt da noch Revolution? Muss sie noch klapen? Hat man Bock drauf oder ...

Du streckst die Beine aus, und als du dich reckst, da fällt dir gerade ein, warum du wieder hier bist. Bei Neal, Pete, Ronie und diesem tätowierten Berserker. Du bist in deiner Musik-Dorfkneipe. Du bist genau hier, alter Sack, und das ist nicht superneu, nicht s*****... innovativ. Und das ist genau richtig so. Denn du bist zuhause.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.02.2014 11:35:16 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.02.2014 11:35:52 GMT+01:00
sehr schöne und amüsante rezi...ich kann der argumentation auch durchaus folgen,obwohl ich selbst mit dieser muckeligen stammkneipen-gemütlichkeit nicht allzu viel anzufangen weiß...liegt aber vielleicht auch daran,daß meine stammkneipe nicht in der FOXTROT-allee liegt,sondern an der dunklen kreuzung von KOBAIA-gasse und WESTERN CULTURE-straße...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.02.2014 23:20:58 GMT+01:00
Henning meint:
Auch nicht übel da.

Veröffentlicht am 11.02.2014 08:57:58 GMT+01:00
Schöne literarisch geschriebene Kritik. Diesen musikalischen Lebenslauf mit ausgedehnten Aufenthalten bei Beethoven und Wagner kann ich bestens nachvollziehen. Rockmusik, die sich gar nicht von Klassik beeinflussen lässt, ist meistens einfach zu dämlich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.02.2014 14:06:09 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 11.02.2014 14:08:09 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 07.03.2014 23:21:13 GMT+01:00
G. Gehring meint:
So voller Pathos und doch so gut !!! Prog on !!!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.12.2014 14:24:28 GMT+01:00
Henning meint:
Danke für die netten Kommentare.
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