4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wie, wie, wie und wie, 18. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich kann auch anders: Psychofallen im Beruf erkennen (Taschenbuch)
"Wie fängt man an, mit etwas aufzuhören?", ist der Titel eines der letzten Kapitel. Das WIE ist uns im Berufsleben eigentlich wohl vertraut. Z.B.: `Wie bekomme ich endlich den Auftrag XY?', `Wie bekomme ich eigentlich die Beförderung hin?', `Wie ertrage ich eigentlich das ständige Grinsen des Kollegen YZ?' usw. Einige derartige Fragen bearbeiten wir täglich. Wohl vertraut. Ich schließe mich einigen Rezensenten voll an, dass dieses Buch "Ich kann auch anders" absolut nicht allein auf das Arbeitsleben abzielt. Man schleppt ja die Probleme hin und her. Persönlich glaube ich, dass viele auch viel mehr im Privatleben von diesem Buch profitieren, als dass es sie im Berufsleben funktionaler macht. Da kamen nun auch meine Wie-Fragen auf, ständig neue. Vor und nach den meist unkonventionellen Übungen, die sich durch die 180 Seiten ziehen. "Wie habe ich es nur geschafft auf die obligatorische Wohlbefindensfrage an der Kaufhauskasse "Nein! Nein, überhaupt nicht!" zu antworten, weil mir ja andere meines der wenigen Exemplare der Loriot-Gesamtausgabe auf DVD vor der Nase weggeschnappt hatten. Nein, ich war unzufrieden. Unzufrieden auch mit dem Eingebundensein in die Marketingroutine eines Konzerns bis hin zur Kasse. Ich will doch kein Ja-Sager mehr sein. Deshalb habe ich ja zu diesem Buch gegriffen. Dass die Prägung aus Kindheitstagen, wo man sich ja die Umgebung nicht aussuchen konnte, so stark ist, dass sie programmiert, oft belastet und behindert, stellt der Autor richtig dar, ohne aber dieses Thema zu sehr zu strapazieren. Das ist auch recht so; denn irgendwann haben wir es ja selbst in der Hand, Positionen von der Meckerliste auf die Veränderungsliste zu übernehmen. "Wenn Sie wollen, dass sich etwas ändert, dann müssen Sie zuerst mal mit dem Jammern aufhören.", meine ich wörtlich zu erinnern. Jammern auf höchstem und niedrigstem Niveau und überall dazwischen war mir ja seit einem halben Jahrhundert vertraut. Oft schloss ich mich sogar an. Allerdings fragte ich mich in der Studentenkneipe bereits, woher die Leute alles wissen, und zwar besser, wenn sie nur hier am Tresen stehen und Bier trinken. So ist es. Darum geht es in dem Buch: Die Dinge erschließen sich uns, wenn wir uns damit beschäftigen. Veränderungen kann ich einleiten, erfolgreich einleiten, indem ich zuerst erkenne, dass ich das Problem habe. Niemand sonst. Dann beginnen die Übungen. (z.B. Neinsagen lernen) Und da hat Herr Kopp-Wichmann sich sehr viel einfallen lassen. Es sind keine versponnenen Übungen. Die kann eigentlich jeder durchführen. Danach geht es wieder los mit Fragen: "Wie fühle ich mich damit?", wie vor der Übung, währenddessen, nachher? Psychofallen im Beruf erkennen. So lautet der Untertitel. Das ist wirklich viel zu eng. Die Psychofallen im Privaten sind ja meist noch verheerender. Denn wer wacht schon gerne jeden Morgen neben dem falschen Partner auf? Wie wirkt sich das aus, wenn Mann oder Frau nicht Nein! sagen können? Viele andere Aspekte werden durchgearbeitet, alle praktisch, mit Übungen, Analysen, Korrekturen... So geht es um Statussymbole, Stress, Beziehungen, Gefühle, Verlustangst, Ängste überhaupt, Erfolgssucht, Versagensangst, Ungeduld usw. - empfehlenswert - Karl Hinkel, Köln
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Ich kann auch anders: Psychofallen im Beruf erkennen 3783134129
Roland Kopp-Wichmann
Kreuz Verlag
Ich kann auch anders: Psychofallen im Beruf erkennen
Alle Produkte
Wie, wie, wie und wie
"Wie fängt man an, mit etwas aufzuhören?", ist der Titel eines der letzten Kapitel. Das WIE ist uns im Berufsleben eigentlich wohl vertraut. Z.B.: `Wie bekomme ich endlich den Auftrag XY?', `Wie bekomme ich eigentlich die Beförderung hin?', `Wie ertrage ich eigentlich das ständige Grinsen des Kollegen YZ?' usw. Einige derartige Fragen bearbeiten wir täglich. Wohl vertraut. Ich schließe mich einigen Rezensenten voll an, dass dieses Buch "Ich kann auch anders" absolut nicht allein auf das Arbeitsleben abzielt. Man schleppt ja die Probleme hin und her. Persönlich glaube ich, dass viele auch viel mehr im Privatleben von diesem Buch profitieren, als dass es sie im Berufsleben funktionaler macht. Da kamen nun auch meine Wie-Fragen auf, ständig neue. Vor und nach den meist unkonventionellen Übungen, die sich durch die 180 Seiten ziehen. "Wie habe ich es nur geschafft auf die obligatorische Wohlbefindensfrage an der Kaufhauskasse "Nein! Nein, überhaupt nicht!" zu antworten, weil mir ja andere meines der wenigen Exemplare der Loriot-Gesamtausgabe auf DVD vor der Nase weggeschnappt hatten. Nein, ich war unzufrieden. Unzufrieden auch mit dem Eingebundensein in die Marketingroutine eines Konzerns bis hin zur Kasse. Ich will doch kein Ja-Sager mehr sein. Deshalb habe ich ja zu diesem Buch gegriffen. Dass die Prägung aus Kindheitstagen, wo man sich ja die Umgebung nicht aussuchen konnte, so stark ist, dass sie programmiert, oft belastet und behindert, stellt der Autor richtig dar, ohne aber dieses Thema zu sehr zu strapazieren. Das ist auch recht so; denn irgendwann haben wir es ja selbst in der Hand, Positionen von der Meckerliste auf die Veränderungsliste zu übernehmen. "Wenn Sie wollen, dass sich etwas ändert, dann müssen Sie zuerst mal mit dem Jammern aufhören.", meine ich wörtlich zu erinnern. Jammern auf höchstem und niedrigstem Niveau und überall dazwischen war mir ja seit einem halben Jahrhundert vertraut. Oft schloss ich mich sogar an. Allerdings fragte ich mich in der Studentenkneipe bereits, woher die Leute alles wissen, und zwar besser, wenn sie nur hier am Tresen stehen und Bier trinken. So ist es. Darum geht es in dem Buch: Die Dinge erschließen sich uns, wenn wir uns damit beschäftigen. Veränderungen kann ich einleiten, erfolgreich einleiten, indem ich zuerst erkenne, dass ich das Problem habe. Niemand sonst. Dann beginnen die Übungen. (z.B. Neinsagen lernen) Und da hat Herr Kopp-Wichmann sich sehr viel einfallen lassen. Es sind keine versponnenen Übungen. Die kann eigentlich jeder durchführen. Danach geht es wieder los mit Fragen: "Wie fühle ich mich damit?", wie vor der Übung, währenddessen, nachher? Psychofallen im Beruf erkennen. So lautet der Untertitel. Das ist wirklich viel zu eng. Die Psychofallen im Privaten sind ja meist noch verheerender. Denn wer wacht schon gerne jeden Morgen neben dem falschen Partner auf? Wie wirkt sich das aus, wenn Mann oder Frau nicht Nein! sagen können? Viele andere Aspekte werden durchgearbeitet, alle praktisch, mit Übungen, Analysen, Korrekturen... So geht es um Statussymbole, Stress, Beziehungen, Gefühle, Verlustangst, Ängste überhaupt, Erfolgssucht, Versagensangst, Ungeduld usw. - empfehlenswert - Karl Hinkel, Köln
Karl Hinkel "Karl"
18. Juni 2010
- Insgesamt:
5

|
Details
Ort: Köln
Top-Rezensenten Rang: 198.233
|