Kundenrezension

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht perfekt, aber dennoch sehr spaßig!, 5. August 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Call of Duty: Black Ops II (100% uncut) (Videospiel)
Nachdem ich hier eine Vielzahl an vernichtenden Rezensionen zu »Black Ops II« gelesen hatte, war ich erst skeptisch. Letztlich kann ich diese zwar teilweise nachvollziehen, mich aber in keiner Weise anschließen. Sowohl Kampagne als auch Multiplayer konnten mich absolut begeistern - wer die vorangehenden CoD-Teile mochte, wird hier, wie ich finde, keine wirklich gravierenden negativen Unterschiede finden. Zu mir als Spieler: Ich spiele derzeit leider viel zu viel und dazu eigentlich fast nur Shooter. Auf eine besonders gute Quote komme ich dennoch nicht, liegt vielleicht auch an meinem (bisherigen) Kamikaze-Spielstil und dem Hang, auch mit Waffen zu spielen, mit denen ich glatt als Kanonenfutter durchgehe. Bei »Black Ops II« habe ich es immerhin auf 0.80 mit steigender Tendenz geschafft ...

Zur Kampagne:

Hier ist eigentlich alles in altbewährter Tradition, wenngleich das Szenario ein paar Jahre in der Zukunft angesiedelt ist. Die Story wird aus sehr persönlichen Blickwinkeln gezeigt, die Videosequenzen sind dabei etwas skrupelloser, böser und direkter als in den Vorgängern der Reihe.
Die gesamte Story ist sehr bombastisch inszeniert. Anhand der Trailer hatte ich jedoch gedacht, das Spiel wäre noch etwas futuristischer, was sich aber in Grenzen hält. Es gibt ein paar neue Visiere und während des Spiels stößt man dann und wann auf neuartige Drohnen, doch sonst bewegt sich die Story samt Inszenierung auf herkömmlichen Pfaden. Die Waffenauswahl, Modifizierungsmöglichkeiten sowie Design und Klang können überzeugen. Die verschiedenen Missionen sind nach wie vor recht schlauchartig, teilweise mit offeneren Arealen - so, wie ich es insgesamt mag. Kleine Änderungen sind noch, dass es zwischendurch optionale Missionen - die Einsatztruppen - gibt. Hier wird das Spiel noch um minimalistische Echtzeitelemente bereichert, indem man bei knappen Missionen eine Taktikkarte aufrufen kann, die es einem erlaubt, verschiedenen Einheiten Wegpunkte anzuweisen. Außerdem kann zwischen verschiedenen Einheiten geswicht werden. Zu Beginn einer jeden Mission können darüber hinaus die Waffen gewählt werden - es gibt empfohlene, die man aber nicht nehmen muss. Während der Missionen können Aufträge erfüllt werden, die Waffenmodifizierungen für die folgenden Einsätze freischalten. Spielzeit bleibt klassisch, also irgendwo zwischen 6 und 8 Stunden.

Zombiemodus:

Den Zombiemodus habe ich nur kurz angespielt, er ist nicht ganz meine Welt, scheint aber sehr liebevoll gestaltet zu sein. Hier möchte ich lieber auf andere Rezensionen verweisen.

Der (klassische) Multiplayer:

Hier scheinen sich die Geister zu scheiden, ich selbst finde ihn großartig. Allerdings kann ich nicht sagen, wie die ursprüngliche Version aussah und inwieweit er mittlerweile per Updates verbessert wurde.

Sehr cool ist gleich zu Beginn das Ausrüstungsmenü. Zehn Punkte stehen einem zur Verfügung, die große Flexibilität ermöglichen. Jede Waffe, jeder Aufsatz, jede Granate ... alles braucht genau einen Punkt. Möchte man seine Ausrüstung abweichend vom Standard (z.B. Overkill, drei Aufsätze für die Primärwaffe, zwei Primärgranaten ...) wählen, muss man einen Punkt für eine »Wildcard« investieren, die das ermöglicht. Klar, alles wird erst mit der Zeit freigespielt, aber die Waffen und insbesondere die Ausrüstungen können sich sehen lassen. Einziges Manko ist hier, dass sich besonders die Sturmgewehre recht ähnlich sehen. Die Waffen sind nicht so unausgeglichen, wie ich es infolge vieler Rezensionen erwartet hätte. MP und Sniper (im Laufe der PS3 bin vom Snipern völlig weggekommen, erst bei diesem Spiel habe ich dahin zurückgefunden, weil sie einfach dermaßen gut sind) scheinen etwas stärker zu sein; aber auch Sturmgewehre sind nicht schlecht, wenngleich der Granatwerferaufsatz etwas früher hätte freigeschaltet werden können. Farben für die Waffen werden größtenteils durch Volltreffer, später aber auch durch andere Abschüsse freigeschaltet (bei Schrotgewehren bspw. Sofortabschüsse). Hundemarken freizuspielen ist hier etwas müßiger. Ich bin bspw. gerade Mitte Prestige I und habe kaum mehr als 10 Stück bekommen.

Die Karten wird man bei den ersten Versuchen (=Kanonenfutter) verfluchen, wenn man dann aber ihre ganz eigene Dynamik kennengelernt hat, lernt man sie schätzen. Besonders gelungen empfand ich die Verteilung der Sniperecken. Auf jeder Karte gibt es ein paar gute Stellen zum Snipern. Die sind meistens so angelegt, dass es auf der gegenüberliegenden Seite ebenso »Vogelnester« gibt - so kommt es häufig zu spaßigen Sniper-Duellen. Wer dazwischen ziellos umherirrt, hat halt Pech gehabt. Schön ist hier auch die recht große Auswahlmöglichkeit an Taktikaccessoires. Als Sniper kann man sich gut mit Elektroschockfallen und Minen eingraben, als Stürmender ist man dennoch nicht hilflos. So kann man (wie vorher) natürlich den Techniker wählen, der feindliche Ausrüstung erkennt. Dazu gibt es Hackgeräte, mit denen sich dann die schützende Mine schnell gegen einen wendet. Da die »Camper-Plätze« zum Snipern dazu jedem nach zwei Runden bekannt sein dürften, ist es sehr fair, da es auf beiden Seiten genügend Möglichkeiten gibt, entweder reinzukommen oder sich drinnen zu schützen. Etwas störend ist lediglich das Visier »Zielsucher«, das Feinde sofort fett rot umrahmt, sodass man sie auch dann bereits sieht, wenn sie kaum erkennbar sind - aber ein bisschen albern ist es dennoch, sich da arg zu beschweren. Wenn es mich nervt, zu oft von Zielsuchern ausgeschaltet zu werden, dann kann ich sie entweder selbst nehmen oder aber meine Ausrüstung so auswählen, dass ich für Zielsucher unsichtbar bin. Da ich meine Ausrüstung aber lieber FÜR meinen Stil, statt GEGEN den der Gegner auswähle, darf ich mich auch nicht beschweren - jeder hat schließlich (im Laufe des Spiels) die gleichen Auswahlmöglichkeiten.
Spawnpunkte scheinen mittlerweile nicht mehr so irrsinnig zu sein, wie es das anfangs anscheinend war.
Kritik an Abschussserien kann ich nachvollziehen, mich betreffen sie aber nicht wirklich, da ich meine ohnehin recht »schüchtern« auswähle: Drohne, Hunter-Killer-Drohne (zielsuchende automatische Flugdrohne) und ganz besonders meine geliebten Vorräte ... alles halbwegs schnell zu bekommen. Die höheren scheinen dagegen tatsächlich nicht ganz ausgeglichen zu sein und sind darüber hinaus recht schwer zu bekommen, da man doch mehr Punkte braucht als in den Vorgängern (für mich hoffnungslos, OBWOHL ich schon immer mit Hardliner rumlaufe).

Die anderen genannten Kritikpunkte sind mir im Vergleich zu anderen CoD-Spielen weder weniger noch stärker aufgefallen. Von daher: Wer die Vorgänger mochte, wird auch hier seinen Spaß haben. Das Spiel ist mit Sicherheit nicht perfekt, von mir aber dennoch volle fünf Sterne, weil die wortwörtlich hier bei Amazon für »gefällt mir sehr« stehen - und das trifft es: ein sehr gelungener Multiplayer mit guten Waffen, guten Karten, guten Gadgets und ein paar kleinen Unausgeglichen- und Unausgegorenheiten.

PS: Wie gesagt, da ich nicht die beste Quote habe, wird meine Empfehlung von den meisten wahrscheinlich mit einem müden Lächeln abgetan, aber hier meine Lieblingskombi, um mal ein Beispiel für eine mögliche Ausrüstung zu geben: Als Primärwaffe das schöne Einzelschuss-Sniper (DSR) - natürlich in japanischer Kirschblütenoptik -, dazu zwei Aufsätze (Ballistikprozessor, Vollmantelgeschoss), mit der Overkill-Wildcard eine zweite Primärwaffe, eine MP: bestenfalls die spät freigeschaltete Skorpion mit einem Aufsatz. Eine Primärgranate (Mine) und eine Taktikgranate (Schockladung, in Kombination mit der Mine), dazu Hardliner und Flinke Hände. Bämm! Und wehe, jemand will mir an die Vorräte ^^ - wie soll ich denn sonst an Tarnhelikopter oder andere feine Sachen kommen, hehe?
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Kommentare


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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.08.2013 14:01:13 GMT+02:00
funky1980 meint:
Sehr gute Rezension, bin auch nicht soooo der Profi und mir geht es ähnlich, manche Punkteserien sind für mich einfach "unerreichbar".

Zielsucher finde ich gar nicht so schlimm, ich spiel lieber gegen Jemanden mit einem Zielsucher, der durch die Maps rusht, als jemand mit einer Sniper, der sich in nem Haus versteckt :-) oder mit dem Raketenwerfer auf die Gegner schießt :-)

Veröffentlicht am 22.08.2013 22:17:51 GMT+02:00
Zen-Cola meint:
Hallo und Dankeschön! ^^

Also eigentlich halte ich gar nichts vom Campen, Sniper bilden da die Ausnahme; auf offenem Feld und beim Rushen verfehlen sie halt irgendwie ihren Zweck ^^ (es sei denn, man ist super gut im Handling - was auf mich nicht zutrifft), sodass ich das mit einem guten Gewissen vereinbaren kann. Zielsucher nehme ich sehr selten, aber wenn, dann schneide ich bei offensivem Spielen wesentlich besser damit ab als mit anderen Aufsätzen/Visieren - also der Zielsucher ist schon übertrieben irgendwie.

Habe letztens mal mehr MW2 gespielt, da war ich fasziniert davon, was für tolle Sachen und wie oft es diese durch Vorräte gibt. Bei BO II sind sehr gute Punkteserien leider sehr selten, aber trotzdem bieten sie nen schönen Anreiz, auch mal höhere Serien zu bekommen ^^. Wie man die maximalen Serien durch normales und faires Spielen bekommen soll, ist mir aber ein Rätsel, hem.

Bestes, Folk
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Artikel

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