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Kundenrezension

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Freischütz im düsteren Wald, 24. Mai 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Freischtz (Ga) (Audio CD)
Wenn Nikolaus Harnoncourt eine Oper dirigiert, kann man sicher sein, dass das Ergebnis keine Routineaufführung wird. So auch in diesem Mitschnitt einer konzertanten Aufführung von 1995. Harnoncourts Weber ist melancholisch, schroff, düster, sein Wald nicht der zahme Forst des 20. Jahrhunderts, sondern die Wildnis früherer Zeiten. Seine Tempi sind eher breit, die Kontraste schroff, das Klangbild dunkel. Die Berliner Philharmoniker sorgen insbesondere in Ouverture und Wolfsschluchtszene für Kraft und Spannung.

Der große Trumpf dieser Aufnahme gegenüber den bis heute besten Konkurrenzaufnahmen unter Joseph Keilberth, Carlos und Erich Kleiber ist der Max: Endrik Wottrich war zum Zeitpunkt dieser Aufnahme ein jugendlicher Heldentenor mit sicherer Höhe und kernigem Timbre, und damit einer der besten Interpreten des Max auf Tonträger. Leider hat Wottrich das Versprechen, dass er mit dieser Aufnahme gegeben hat, nicht halten können, hat seine Stimme mit zu schweren Rollen beschädigt.

Luba Orgonasova überzeugt mich als Agathe weniger als in ihren Mozart-Aufnahmen. Ihre volle, vibratoreiche Stimme wirkt für die Agathe einfach zu sicher, zu erwachsen. Die zarte Innigkeit von Elisabeth Grümmer (Keilberth und Erich Kleiber), die Verletzlichkeit von Gundula Janowitz (Carlos Kleiber) erreicht sie nicht. Dazu kommt eine recht undeutliche deutsche Aussprache. Eine gute, keine überragende Agathe.

Matti Salminen ist ein angemessen brutaler Kaspar mit düsterer Artikulation und großer Stimme. Leider stört auch sein Akzent hier mehr als in vielen anderen Aufnahmen. Deshalb haben Karl Christian Kohn (Keilberth) und Max Pröbstl (E. Kleiber) die Nase vorn.

Christine Schäfer ist ein sehr gutes Ännchen - nicht der sonst häufig zu hörende naive Backfisch, sondern eine junge Frau voller Mitgefühl. Die übrigen Solisten überzeugen sehr, vor allem der würdige Eremit von Kurt Moll - einzig Gilles Cachesmailles Kuno leidet unter seinem Akzent.

Eine gute, überzeugende Aufnahme - zumal zu diesem Preis.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 15.11.2014 20:06:11 GMT+01:00
Kaspars Nase sollte allen egal sein. Was zählt, ist seine (unverwechselbare) Stimme und Charakterisierung. Warum findet der großartige Liedsänger Wolfgang Holzmair in seiner Doppelrolle keine Erwähnung? und kurt Molls Eremit?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.11.2014 14:07:46 GMT+01:00
vully meint:
Die Nase des von mir hoch geschätzten Matti Salminen ist mir auch egal - der Umstand, dass er mit dem Text von "Hier im ird'schen Jammertal" (verständliche) Probleme hat, nicht ganz. Das heißt nicht, dass er nicht trotzdem ein stimmlich und darstellerisch sehr beeindruckender Kaspar wäre. Wenn ich aber stimmlich gleichwertige Sänger zur Wahl habe, die noch dazu akzentfrei Deutsch singen, ist das eben m. E. noch besser.

Kurt Moll habe ich explizit erwähnt, die übrigen Solisten - also auch Herrn Holzmair - gelobt. Kilian und Ottokar sind mir offen gestanden für eine gelungene Aufnahmen nicht ganz so wichtig, dass ich sie im einzelnen bewerten müsste.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.11.2014 22:39:53 GMT+01:00
Salminen hat einige individuelle Charakteristika in der Aussprache (teils fehlendes R, velare Plosive g und k), allerdings keinen hörbaren Akzent im Sinne einer fremdsprachlichen Prägung (in seinem Fall finnisch). Im Trinklied und in den Koloraturen fehlt ihm sicherlich die stimmliche Flexibilität und die Sicherheit in der Höhe. Als Osmin wäre das sicherlich zu bemängeln, als Kaspar gelingt dem Sänger eine dämonische, unverwechselbare Gestaltung (Stimmen sind natürlich Geschmackssache). Die hochkarätige Besetzung der Nebenrollen wertet die Aufnahme sicherlich auf (vgl. auch: die Brautjungfern!). Die Besetzung der Agathe ist - wie von Ihnen beschrieben - der Schwachpunkt. Auch hier gilt allerdings: Nicht jedem behagen die Stimmen von G. Janowitz, E. Grümmer oder H. Behrens etc.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.11.2014 18:13:55 GMT+01:00
vully meint:
Als Osmin finde ich Salminen übrigens ganz ausgezeichnet.
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vully
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