Kundenrezension

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solide Kamera in Verbindung mit dem Tamron 18-200, 25. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Sony SLT-A58K SLR-Digitalkamera (20,1 Megapixel, 6,7 cm (2,7 Zoll) LCD-Display, APS HD CMOS-Sensor, HDMI, USB 2.0) inkl. SAL 18-55mm Objektiv schwarz (Elektronik)
Ich habe mir diese Kamera als Starter-Kit-Ausgabe (Sony Alpha 58, Objektiv SAL 18-55, Sony 16 GB-Karte, Sony-Tasche) im MM für 390 Euro gekauft. Für diesen Preis erhält man somit alles was man(n)/frau für den Anfang benötigt - wobei das mitgelieferte Objektiv der Alpha 58 in keinster Weise gerecht wird. Daher habe ich mich "bewusst" für das 150 Euro-Objektiv von Tamron entschieden; mit einer Brennweite von 18 bis 200 mm. Dieses Objektiv wird bereits seit 2005 für digitale Kameras mit APS-C-Sensoren verkauft und ist somit ein viel gescholtener Veteran in der Objektivszene. Die Kritiken zu diesem äußerst preiswerten Objektiv sind durchwachsen, aber dazu später mehr. Nun will ich mich der Sony Alpha 58 widmen :-)

Der äußere Eindruck (Haptik, Festigkeit und Aussehen) sind tadellos, im Vergleich zur EOS 600D, die ich ein Tag lang testen durfte. Das Gehäuse der A58 ist robust und fest, nichts knarzt und die Oberfläche ist für normal "feuchte" Hände rutschfest. Die Bedienelemente sind sehr gut zu erreichen, auch für Männerhände, und geben taktil eine sehr gute Rückmeldung. Das Gewicht der Kamera ist gut ausbalanciert und sorgt für ruhige Kameraaufnahmen. Die Anschlüsse (USB, Mikro mit Phantomspeisung, HDMI, Stromanschluss) sind unter einer Gummiklappe gut zu erreichen. Das Stativgewinde besteht aus Metall und sitzt in der optischen Mitte und lässt beim Stativeinsatz einen Akkuwechsel zu - Abhängig vom Stativ.

Der Blitzanschluss wurde von Sony erneuert, somit passen Metz, Nissin und selbst viele eigene Sony-Blitze nicht mehr in den Blitzschuh. Im vorderen Teil des Blitzschuhs sind jetzt viele goldene Kontakte zu sehen, über die wahrscheinlich später viele neue Einsatzmöglichkeiten realisiert werden sollen. Momentan sind nur folgende ADI-Blitze (ohne Adapter, der nicht beiliegt) voll kompatibel mit der A58: Sony HVL-F 43 M und das 60er Modell.

Das Objektivbajonett scheint aus Metall und Kunststoff zu bestehen, sorgt aber für eine optimale und absolut feste Verbindung zum Tamron 18-200. Links vom Bajonett befindet sich der Wahlschalter für den Fokusbetrieb (AF/MF) und rechts der Taster zum Abblenden. Viele Taster können über das übersichtliche Hauptmenü mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden. Ein weiterer Vorteil ist die eingängige Benutzerführung, vieles erschließt sich ohne Handbuchstudium.

Beim Display hat Sony an einen Klappmechanismus (nach oben und nach unten) gedacht, somit gelingen auch Aufnahmen über Kopf oder aus der Froschperspektive. Die Helligkeit ist ausreichend und Farben werden sehr natürlich wiedergegeben. Für mein Empfinden ist allerdings die Auflösung zu gering. Sony verwendet teilweise sehr kleine Schriften und Piktogramme, die somit schlecht zu lesen sind. Hier sollte Sony vielleicht über ein Firmwareupdate nachdenken und die Symbol- und Schriftanzeige optimieren. Eine absolute Besonderheit ist der elektronische Sucher, der im Vergleich zu einem optischen Sucher, den ich bisher gewohnt war, alle notwendigen Informationen während des Fotografierens einspielt. Anfangs war ich etwas enttäuscht über diesen Sucher, weil er "pixelig" wirkt. Die Bildinformationen, wie ISO-Wert, Blende, Zeit usw. werden allerdings "knackscharf" dargestellt. An diese Art von Darstellung muss man sich erst gewöhnen, aber dann möchte man nicht mehr mit einem optischen Sucher tauschen. Nach der Aufnahme erscheint sofort die fertige Aufnahme in hervorragender Auflösung im Sucher (für ca. 2 Sekunden) und man muss nicht mehr auf das Display schauen, wie bei konventionellen DSLRs, das erhöht den Spaß beim Fotografieren ungemein.

Auf die kreativen Möglichkeiten (HDR, Sepia, Tilt-Shift, ...) möchte ich gar nicht näher eingehen, das würde den Rahmen dieser Bewertung sprengen. Empfehlenswert sind sie auf alle Fälle, insbesondere der "überlegene Modus" am linken Wahlrad. Hier dürften Anfänger glücklich werden, selbst Action-Aufnahmen gelingen hier einwandfrei (Respekt Sony!). Die Videoaufnahmen sind einwandfrei, weil es hier kein lästiges "Fokuspumpen" gibt, wie bei klassischen Spiegelsystemen. Mit dem Mikrofonanschluss und dem kamerainternen Verwackelungsschutz (SteadyShot) sind somit auch selbst produzierte Full-HD-Kinofilme kein Problem ;-)

Nun zum wichtigsten - der Bildqualität!!! Das hängt absolut vom Objektiv ab! Die A58 produziert mit dem richtigen Objektiv wunderschöne, knackscharfe und wohlbelichtete sowie kontraststarke Aufnahmen. Im Geschäft habe ich daher die A58 mit den verschiedensten Objektiven ausprobiert und bin dann beim Tamron 18-200 für ca. 150 Euro (inklusive 5 Jahre Garantie durch Tamron) hängengeblieben. Warum? Alle Testaufnahmen waren von sehr guter Schärfe, keine (kaum) Farbsäume (Chromatischen Aberrationen) und Verzerrungen (Tonnen-, Kisseneffekt) nicht feststellbar. Hä? Wie kann das sein? Die Sony Alpha 58 korrigiert intern diese Objektivfehler, weil sie das Tamron 18-200 als DT18200 akzeptiert. Bei weiteren Tests in freier Wildbahn habe ich daher in der A58 als Aufnahmeformat - RAW und gleichzeitig JPEG - gewählt. Bei der anschließenden Auswertung am PC konnte ich somit zuerst die RAW und gleich danach die JPEG-Aufnahme im Vergleich sehen. Alle Darstellungsfehler, die ja noch selbstverständlich in RAW vorhanden sind, waren in der JPEG-Aufnahme verschwunden. Mit der Sony-RAW-Software (kostenlos) werden diese Fehler in RAW automatisch beim digitalen entwickeln beseitigt; und hier zeigt sich dann das große Potenzial der A58. RAW-Datenentwicklung mit automatischer Korrektur und vielen Einstellmöglichkeiten bietet viel Spielraum für kreative Fotobearbeitung. Ich freue mich, wie ein kleines Kind, das diese preiswerte Kombination aus Spitzen-Kamera und preiswerten Objektiv so viel Spaß bereiten kann. Im Vergleich zu den anderen namhaften Herstellern von Spiegelreflexkameras besitzt die Sony einen internen Bildstabilisator, daher können preiswertere Objektive zum Einsatz kommen.

Die Geschwindigkeit dieser Kombination empfinde ich als sehr schnell. Alle Actionaufnahmen mit den Surfern am Eisbach in München wurden hervorragend eingefangen. Das Kameras ab einem gewissen ISO-Wert "rauschen" ist klar und wer kein "Pixelpeeper" ist, kann Aufnahmen bis ISO 3.200 beruhigt aufnehmen. Bei normaler Betrachtung am Notebook (15,6 Zoll) kann ich prima mit bis zu ISO 3.200 leben - abhängig von der Aufnahmesituation!!! Bis ISO 800 können (Rauschkritiker ;-) bedenkenlos "knipsen". In Analogen Zeiten habe ich nur bis ISO 400 fotografiert und das war schon rauschiger als heute ISO 1.600.

Somit bekommt die Sony Alpha 58 eine absolute Kaufempfehlung - das beigelegte 18-55 Objektiv von Sony allerdings nicht. Beim Objektivkauf unbedingt im Laden testen (Speicherkarte nicht vergessen, zur späteren Auswertung). Viel Spaß und immer gutes Licht!

Nachtrag 27.12.2013: Wie mir Tamron heute schriftlich bestätigte, ist das Tamron 18-200 zu 100% Sony-ADI/TTL-kompatibel. Somit kann das erweiterte Blitzpotential, über TTL hinaus genutzt werden :-)
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.12.2013 19:37:03 GMT+01:00
Raspo meint:
Habe auch die Kombi A58 mit dem Tamron 18-200. Bin auch sehr zufrieden damit. Muß mann im Menü der A58 etwas einstellen das die automatischen Korrekturen greifen ?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.12.2013 19:44:30 GMT+01:00
A. Reith meint:
Guten Abend, ja im Menü 3.4 (Zahnrad - 4. Seite) müssen die Punkte "Objektivkomp: Schatt. / Farbabw. und Verzerr." jeweils auf "Auto" gestellt werden. Dann funktioniert alles automatisch. Viel Spaß und frohe Weihnachten!

Veröffentlicht am 27.12.2013 12:43:27 GMT+01:00
Phoenix meint:
Vielen Dank für diese detaillierte Rezension. ich hab mir das Kit auch beim MM gekauft, aber 400 bezahlt. *grummel*

Was mich zu der Geschwindigkeit noch interessiert: Wenn ich bei der Serienaufnahme den Knopf gedrückt halte, schießt die Kamera die ersten 5 - 6 Bilder pfeilschnell und wird danach relativ langsam. Liegt das an der Set-Speicherkarte, die ja "nur" 40MB die Sekunde verarbeiten kann oder am Puffer der Kamera?

Und zu dem Tamron: Habe ich mir auch schonmal angeschaut, aber bis dato gezögert wegen des Autofokus und der viel bemängelten Unschärfe. Passt mit der A58 der Fokus? Und ist der Motor noch lauter als beim Kitobjektiv? Die Alternative ist für mich nämlich das Tamron 70-300 für Teleaufnahmen wenn ich für bezahlbares Geld kein erheblich besseres Objektiv als das SAL II finde.

Danke schonmal. :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.12.2013 16:36:45 GMT+01:00
A. Reith meint:
Hi Phoenix,

es liegt am Pufferspeicher, hatte dazu auch einen Test gelesen. Mich selber stört es nicht, weil mir die Geschwindigkeit für Partys, Portraits, Sport und Landschaft völlig reicht.

Zum Tamron 18-200 ... Ich würde empfehlen das Tamron im Fachgeschäft, MM oder Saturn zu testen, zusammen mit der A58. Ich habe heute bei schönen Wetter in München wieder Fotos gemacht und bin absolut zufrieden mit dem Objektiv. Wie bei jedem Objektiv gibt es Eigenheiten. Im Automatikmodus fotografiere ich nie, sondern meistens mit "A", weil ich hier die Blende vorgeben kann. Im Modus "P" blende ich meistens über das Einstellrad ab. Für ca. 130 Euro erhält man ein sehr gutes und stabiles Objektiv. Es hat jeder allerdings andere Vorstellungen von "Gut" ;-) Der Fokus stimmt bei mir und alles ist scharf, aber wie gesagt, Erfahrung mit Objektiven sollte man mitbringen. Der Motor ist vielleicht ein "ticken" lauter als das SAL, mich stört es nicht; zum Videofilmen ist es wegen den Geräuschen aber nicht geeignet. Laut Tamron ist das Objektiv auch 100%ig ADI-Blitz-kompatibel (zusätzlich zu TTL) und hat somit neben der Objektivkorrektur durch die A58 auch die Möglichkeit das volle Blitzpotenzial, wegen dem eingebauten Tamron-Entfernungsencoder auszunutzen.

Veröffentlicht am 26.05.2014 09:43:30 GMT+02:00
Peter Weller meint:
Eine Frage noch zur Erkennung des Tamrons durch die Kamera. Es gibt das Datenfeld "Objektiv", ist das dann mit dem entsprechenden Wert des Sony Objektivs gefüllt? Oder anders gesagt, kann man außer kleinen Detailbeobachtungen zwischen RAW und JPG erkennen, daß die Kamera ein Objektiv identifizieren konnte?

Danke schonmal!
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