Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren b2s Cloud Drive Photos Microsoft Surface Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16
Kundenrezension

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langatmig, heroisch, kitschig - alles dabei, nur kein echtes Leben, 13. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Thron der Welt (Broschiert)
Das Buch ist gut aufgemacht, der Klappentext klingt spannend, das Buch beginnt richtig gut - ich musste es haben. Und da es ein dickes Buch ist, fand ich den Preis auch angebracht.

Kurz zum Inhalt:
Vallon, ein Söldner, der auf der Flucht ist, weil er seine Frau und ihren Liebhaber, den Neffen des Kaisers umgebracht hat, begleitet Hero, einen jungen, sizilianischen Medizinstudenten, der seinen Mentor und Schützer verloren hat. Hero soll eine Lösegeldforderung überbringen. Was Vallon erst später erfahren wird - Walter von Olbec, der ausgelöst werden soll, besitzt geheime, brisante Dokumente, die er Hero bei seiner Freilassung übergeben soll. Deshalb ist Hero sofort bereit, das Lösegeld, die Gerfalken, selbst zum Emir zu bringen. Es findet sich eine bunte Truppe aus einem Ritter des Grafen, einem stummen Falkner, dem Stiefbruder des Gefangenen, einer jungen Frau und natürlich Vallon und Hero, die eine weite, gefährliche Strecke zurücklegen werden. Verfolgt werden sie von Drogo, einem weiteren Stiefbruder Walters, der um sein Erbe fürchtet.

Warum ich nur zwei Punkte vergeben habe:
Die beiden Punkte sind für die Darstellung der mittelalterlichen Welt, selbst wenn sie geschichtlich nicht immer korrekt erzählt wird.

Warum nicht mehr?
Ich gehöre zu den Lesern, die durchaus Logiklöcher verkraften können, wenn die Geschichte bunt und spannend erzählt wird. Hier hatte ich schon gleich zu Beginn ein Problem. Drogo und Richard sind die leiblichen Söhne des Grafen Olbec, nicht Walter. Walter ist der Sohn der zweiten (?) Frau des Grafen. Warum also muss Drogo um seinen Erbschaftsanspruch fürchten? Ein Graf, der damals eher einen Stiefsohn als Erben einsetzt denn seinen eigenen? Kam mir komisch vor, aber Drogo hat in diesem Buch der Bösewicht zu sein - so what.

Die Reise beginnt, der Leser erlebt die Stärken der Mitglieder der kleinen Truppe. Leute, da sind schon Haudegen unterwegs:

Vallon, abgebrüht, kampfstark, einsamer Wolf, aber - wie sich im Laufe des Buches herausstellt - ein absoluter Gutmensch, immer bereit, andere zu retten, selbst wenn er sich selbst und seinen Begleitern damit schadet. Nein, er schadet ihnen weniger, es geht natürlich um die Spannung. Durch seine Entscheidungen bringt er die Truppe in Gefahr, selbstverständlich auch wieder heraus.

Hero, weinerlich, aber belesen und somit immer helfend, wenn es um physikalische oder medizinische Fragen geht.

Richard, der verachtete zweite Sohn des Grafen Olbec, der seine Stärken in der Gelehrsamkeit findet, aber im Buch immer nur am Rande erwähnt wird.

Raul, der versoffene Deutsche, der schon alles im Leben gemacht hat und somit immer eingreifen kann, wenn etwas nicht so läuft wie es sollte. Außerdem ist er unglaublich stark und kampfbereit.

Wayland, der (vorerst stumme Junge, der gedanklich mit seinem großen Hund kommuniziert, Spuren lesen kann und ein erstklassiger Späher ist. Der Hund auch.

Auch wenn ich die Protagonisten jetzt ironisch dargestellt habe, sollte man doch denken, dass mit solchen Gefährten eine spannende Geschichte zu schreiben sei. Tatsächlich stolpern die Herren (und später auch Damen) von einem Problem zum nächsten, verschulden die Gefahren zum großen Teil selbst, aber dank der überragenden Gaben der Einzelnen überleben sie natürlich. Dazu kommt, das die Helden kaum Charakter entwickeln. Die Figuren sind fade. Normalerweise habe ich mindestens eine Person in egal welchem Buch, die mir ans Herz wächst, mit der ich mitfiebere - hier nicht. Ich mochte den Hund, aber das war auch kein normaler Hund, es war Superhund.

Achtung, Spoiler:

Nach über 600 Seiten, die ich eher aus Langeweile las, kam nun eine der unglaublichsten Szenen des Buches: Wayland ist in Gefahr, der Hund schwer verletzt. Er fiept und winselt seinen Herrn an, der ihm nicht mehr helfen kann. Die beiden schauen sich an, Wayland flieht, und Superhund wendet sich den zahlreichen Verfolgern zu und stürzt sich in die Schlacht. Da habe ich das Buch in die Ecke geworfen.

Aber gut, nach über 600 Seiten wollte ich doch wissen, wie die Geschichte ausgeht. Ich habe ein wenig quergelesen und bin dann direkt zum Emir und seinem Gefangenen gesprungen. Und wieder so eine Geschichte: Der Emir möchte eine der Damen des Gefolges für sich haben. Vallon möchte die Frau schützen und lügt ihm vor, sie sei seine Geliebte. Der Emir weiß, dass das nicht stimmt. Danach schläft Vallon mit ihr, und geht direkt nach dem Beischlaf zum Emir um ihm das Mädel anzubieten, da er sie nicht mitnehmen kann. Der Emir riecht den Beischlaf und spricht das auch aus. Nach meinem Verständnis und auch nach der Darstellung der unerbittlichen Art des Emirs hätte der den mittellosen Söldner zu diesem Zeitpunkt doch mindestens einen Kopf kürzer machen müssen. Da wollte ich schon ein archaisches "Boah" ausrufen. Stattdessen habe ich das Buch in die Ecke der Bücher gelegt, die ich spenden werde.

Fazit:
Wie im Betreff schon geschrieben - es war keine gute Geschichte. Für den Preis bekommt man normalerweise zwei wirklich gute Historienbücher. Mein Favorit in der Hinsicht ist schon sehr alt - "Der Azteke" von Gary Jennings (aber ohne die Fortsetzung).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

Schreiben Sie als erste Person zu dieser Rezension einen Kommentar.

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
  [Abbrechen]