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Beat-Literatur vom Feinsten,
12. Januar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Gammler, Zen und Hohe Berge (Taschenbuch)
„Gammler, Zen und Hohe Berge“ lautet der deutsche Titel von Kerouacs Buch „The Dharma Bums“ aus dem Jahre 1958. Den Titel so zu übersetzen ist eigentlich recht gelungen, denn er beschreibt das Buch eigentlich sehr gut: denn in der Geschichte dreht sich in der Tat alles um die so genannten Dharma-Gammler (engl. Dharma Bums), die sich für den Zen-Buddhismus interessieren und sich in die Abgeschiedenheit der nordamerikanischen Bergwelt zurückziehen, um zu wandern und die freie Natur zu erleben. Der Dharma-Gammler ist Kerouacs Gegenentwurf zum konsumorientierten, willenlosen Massenmenschen. Dieser Gammler ist der oberflächlichen Gesellschaft überdrüssig geworden und entdeckt als Alternative den Buddhismus.
Die 170 eng bedruckten Seiten sind aus der Sicht von Kerouacs Alter Ego Ray Smith geschrieben, der von Japhy Ryder in den Buddhismus eingeführt wird. Die beiden wandern und trampen durch den Westen der Vereinigten Staaten auf der Suche nach dem Sinn der Welt. Auf ihrem Weg landen die beiden „Rucksackrevolutionäre“ auch gelegentlich auf diversen Partys, wo sie auf die unterschiedlichsten Menschen treffen, denn Buddhismus bedeutet für sie „möglichst viele Leute kennenzulernen“.
Trotz den wilden Partys geht es in diesem Buch jedoch viel ruhiger zu und her als etwa in „On the Road“. Die Dharma-Gammler suchen die Einsamkeit der Berge, um in Ruhe über das Sein zu meditieren. So endet die Geschichte auch auf dem Desolation Peak (einem Berg, irgendwo im Nordwesten der USA), wo Smith/Kerouac von sich sagen kann: „...ich fühle mich gesammelt und froh und einsam“.
Meiner Meinung nach ist „The Dharma Bums“ das tiefgründigste und beste Buch Kerouacs, deshalb 5 Sterne.
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