Tolle Rezension, kann dir eigentlich nur zustimmen!
Ich hatte anfangs zur Übersicht auch einen Stammbaum, auf welchem ich nach und nach die jeweiligen Opfer durchstreichen konnte. ^^
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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
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Rezension bezieht sich auf: Harper's Island - Die komplette Serie (4 DVDs) (DVD)
Ich hatte es damals nicht geschafft Harper's Island im TV zu sehen, bin aber ein großer Fan von Thriller, Krimi und Horror, sodass Harper's Island ziemlich gut in meine filmisches Beuteschema passt. Und ich kann hier schon festhalten, ich bin nicht enttäuscht worden.Das Prinzip der Serie ist sicher allen klar. Bei einer Hochzeitsgesellschaft, die auf einer kleinen, abgelegenen Insel feiern will, kommt es in den 13 Folgen anfangs unbemerkt, in Laufe der Zeit aber immer offensichtlicher, zu Unglücksfällen und Morden. Unter den etwa 25 Personen, deren Vergangenheit und Charakter je nach Länge ihres Verweilens in der Serie stärker beleuchtet wird, ist ein skrupelloser Mörder, den es zu enttarnen gilt. Jeder ist irgendwie verdächtig, hat ein mehr oder minder bedeutendes Motiv, aber steht gleichzeitig für den Zuschauer auch auf der Abschussliste des Killers. Angenehm ist die Abgeschlossenheit der Serie. Am Ende kann man sich sicher sein, dass alle offenen Geheimnisse und Fragen auch wirklich beantwortet werden. Zugleich werden, an einigen Stellen vielleicht etwas zu plakativ, Hinweise gegeben, warum eine Person in den Kreis der Verdächtigen gerückt werden sollte und eine Verbindung zu dem Mörder haben kann. Ich fand es anfangs nicht ganz einfach in dieser zwar kleiner werdenden, aber zu Beginn doch umfangreichen Gruppe den Überblick über die Personen, ihre Verbindungen untereinander bzw. ihr Ausscheiden durch Tod zu behalten, sodass ich mir mithilfe des Internets eine Art Stammbaum der Protagonisten erstellt habe. Das hatte zudem den Vorteil, dass man jedes Todesopfer ausstreichen konnte und so sah, wer nun überhaupt noch als Killer in Frage kam. Denn das Mitraten steht, meiner Meinung nach, bei dieser Serie stark im Vordergrund, sodass Harper's Island sich in gewisser Weise in die Reihe anderer Whodunnits einordnet, wenngleich es auch hier eher die Frage des "Who's doing it?" stellt. Inhaltlich muss man eingestehen, dass die Serie von der Komplexität der Handlung bzw. der Tiefe und Auflösung der Rätsel nicht an andere Reihen wie Veronica Mars oder gute Folgen von Monk, House, Bones oder The Closer rankommt. Andererseits sind die Lösungen aber auch nicht so offensichtlich, dass man anfängt sich zu langweilen. Die Cinema rückte in diesem Zusammenhang die Serie in die Nähe von Scream, was sicher nicht ganz unberechtigt, angesichts der Qualität und Quantität der Morde, erfolgte, jedoch agiert die Serie meiner Ansicht nach auf einem höheren Niveau, da bis zur vorletzten Folge wirklich jeder mit fundierter Begründung verdächtig sein kann. Zu den Morden sollte erwähnt werden, dass diese durchaus realistisch und schockierend dargestellt werden, die Special Effekts also sehr lebensecht gemacht wurden, ohne dabei aber über das Maß des Erträglichen hinauszugehen und damit allein auf starke Goreelemente zu setzen. Von vielen anderen Rezensenten wurde bemängelt, dass Harper's Island, besonders in der Mitte, Längen aufweist. In diesem Punkt kann ich nur zustimmen, auch wenn ich diese Längen eher zu Beginn und Ende der Serie sehe. 10 statt 13 Folgen hätten es sicher auch getan. Dies ist aber nur ein kleiner Wehrmutstropfen, der meinem Interesse an der Handlung keinen Abbruch getan hat. Positiv hervorheben möchte ich zum Schluss auch noch das Bonusmaterial der 4 DVDs, die in der von mir gekauften Version in einem stabilen Schuber und damit sicher und übersichtlich verpackt, geliefert wurden. Nicht nur werden zu jeder Folge entfernte Szenen nachgeliefert - wobei dies an einigen Stellen dazu geführt hat, dass Fragen aufgeworfen wurden, die im Laufe der Serie dann nicht zufriedenstellend beantwortet wurden - es werden sogar neben Produktionsinfos und Interviews, alle Folgen, der parallel im Netz veröffentlichten interaktiven Miniserie "Harper's Globe" mitgeliefert, die die Geheimnisse um die Insel nochmals spannend aufbereitet. Auch wenn Bonusmaterialien bei mir sonst keinen hohen Stellenwert besitzt, hat mir gerade diese zweite umfangreiche Miniserie sehr gut gefallen und ist meiner Meinung nach ein tolles Extra. Mir hat Harper's Island sehr gut gefallen. Es ist eine spannende, gut durchdachte und ebenso realistisch wie mysteriös düster inszenierte Serie (Musik, besonders das Intro und die Drehorte sind eines solchen Themas mehr als würdig und wirklich gut gewählt, um eine spannende, gefährliche Stimmung zu erzeugen), die Freunden von Thrillern, Horror und Krimi über Spielfilmlänge hinaus sehr gute Unterhaltung bietet. Sie reiht sich vielleicht nicht auf einer Ebene ein mit Twin Peaks oder Veronica Mars, aber steht den bekannten Vertretern dieser Genremischung auch nicht wesentlich nach. Für einige Stunden guter Unterhaltung kann man diese Serie nur wärmstens empfehlen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
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24.10.2010 20:03:44 GMT+02:00
TV-Junkie meint:
Tolle Rezension, kann dir eigentlich nur zustimmen!
Ich hatte anfangs zur Übersicht auch einen Stammbaum, auf welchem ich nach und nach die jeweiligen Opfer durchstreichen konnte. ^^
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