Kundenrezension

3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überraschung!, 22. September 2012
Rezension bezieht sich auf: On The 13th Day Ltd.Digi (Audio CD)
Nun, natürlich gibt es musikalisch keine großen Überraschungen auf diesem Album. Hätte auch keiner erwartet - und, so wie ich Magnums Fanschicht einschätze, auch keiner gewollt.

Die Überraschung betrifft eher mich selbst - denn das hier ist das erste Magnum-Album seit "Sleepwalking", das nicht nur aus "Tradition" gekauft wird, sondern mich über fast die komplette Distanz (mit zwei Ausnahmen) richtig zu begeistern weiß! Das hat gleich mehrere Gründe, aber am offensichtlichsten fällt die Produktion der Scheibe auf - die Drums und die Gitarren stehen über weite Strecken nicht mehr so derb im Vordergrund, statdessen gibt es bombastische, flächige Keyboardsounds en masse. Und so muss das bei dieser Musik halt auch einfach sein. Vielleicht hat man ja Tony Clarkin auch endlich gesteckt, daß er für bodenständigen, bluesigen Rock halt einfach nicht halb so talentiert ist wie für episch gefärbten Briten-AOR mit Gänsehaut-Flair. Und siehe da, gerade die poppig-kitschigen Sachen erinnern dann wirklich an die guten, alten Magnum und nicht an Hard Rain. Songs wie "Shadow Town", "On The 13th Day" (Anspieltip!) oder "Didn't Like You Anyway" kommen richtig gut und lassen die letzten Scheiben echt blaß aussehen. Lediglich "Dance of the Black Tattoo" mit seinem "Kashmir in Billig"-Riff erinnert an die schwächeren Momente der letzten Alben, und auch "Broken Promises", der zweite Versuch, "heavy" und "erdig" zu tönen, klingt leider eher nach gewollt als nach gekonnt.

Allerdings, bei allem Lob, mittlerweile ist es auch im Studio unüberhörbar, daß der Zahn der Zeit ein wenig an Bob Catleys Stimmbändern genagt hat. Bei den entspannteren und melodischeren Passagen (erfreulicherweise diesmal klar in der Überzahl) fällt das kaum auf, da kommt durchaus auch wieder die alte Gänsehaut auf, wenn er allerdings Gas gibt oder etwas rauer zu Werke geht, klingt das Ganze schon sehr gedrückt, ja, gequält - und nicht mehr allzu schön. Wieso Clarkin da nicht die Konsequenz ergreift und die Gesangslinien an seinen Sänger und dessen aktuellen stimmlichen Umfang (immerhin wurde Bob vor ein paar Tagen 65!) anpasst, kann und will ich nicht verstehen...

Dennoch gibt es hierfür vier grundsolide Sterne, fünf wären etwas übertrieben (die Klassse von z.b. II, Chase The Dragon oder auch Wings of Heaven wird halt leider doch nicht ganz erreicht), und da es a. keine halben Sterne gibt, soll das nun einfach mal so stehen bleiben!
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.09.2012 12:22:19 GMT+02:00
Markus meint:
Ich weiß ja nicht auf welchem Konzert du warst. Aber ich gehe seit der 80er Jahre zu jedem Konzert in meiner Nähe und ich habe Bob noch nie voll erlebt,oder dicht wie du schreibst.und an Qualität hat Bob nichts verloren im Gegenteil....
Ist aber auch kein Grund für mich dem Album nicht volle Punktzahl zu geben,denn es ist wirklich meisterhaft.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.09.2012 21:30:45 GMT+02:00
Hallo Markus, das war seinerzeit auf der "Brand New Morning" Tour (als die "Storyteller's Night" gegeben wurde), ich meine, es wäre Stuttgart gewesen, muß mal die Karte rausholen. Ich und zwei Freunde hatten uns tierisch gefreut, nachdem die Show auf dem Bang Your Head!!! im Vorjahr sehr cool gewesen war, und wir waren nicht die Einzigen, die sich an diesem Abend aufgeregt haben. Einige sind sogar während dem "Storyteller"-Set gegangen, und dieser Abend (und die Tasache, daß ich mit dem neueren Material größtenteils nichts anfangen kann) hat für mich wirklich eine Legende zerstört.

Aber nicht deshalb hab' ich diesem Album "nur" vier Punkte gegeben. Was sollte ich ansonsten "II", "Chase The Dragon" und "Wings Of Heaven" geben? Fünf Punkte gibt es bei mir halt nur für ein echtes, makelloses Klassikeralbum, und das ist "13th Day" für mich halt noch lange nicht.

Hoffe, mich erklärt zu haben! ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.10.2012 21:19:00 GMT+02:00
Ralf Wegmann meint:
Also ich war damals bei der BNM Tour in Stuttgart und hab das nicht feststellen können,
dass Bob " dicht" war.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.11.2014 14:20:55 GMT+01:00
Nach einem Gespräch mit dem überaus netten und sympathischen Magnum-Bassisten Al Barrow habe ich übrigens mittlerweile die tatsächlichen Gründe für Bobs Probleme während der "Storyteller Revisited"-Tour erfahren und deshalb meine Rezi überarbeitet und meine - falsche - Behauptung, er sei betrunken gewesen, gelöscht.
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