Rezension bezieht sich auf: Wikileaks und die Folgen: Netz - Medien - Politik (edition suhrkamp) (Taschenbuch)
Wikileaks und die Folgen ist eine Sammlung von großteils Originalbeiträgen bzw. bisher nur auf englisch veröffentlichten Texten, die sich mit zahlreichen Aspekten zu den Hintergründen und zu den Folgen des modernen "Geheimnisverrats" beschäftigen. Mit der Analyse Julian Assanges Wikileaks-Manifest werden die bisher als "Kollateralschäden" bezeichneten Vertrauensverluste zwischen Regierungen plötzlich zum seinem Hauptziel: er möchte die Kommunikation zwischen den Verschwörern (den - seiner Ansicht nach verschwörerischen - Regierungen) erschweren. Er selbst bezeichnet sich in diesem Zusammenhang als Anarchist, "Leaking" als eine antiautoritäre Tat.
Die Darstellung solcher Hintergründe, die letzlich zur Gründung von Wikileaks geführt haben, ist wirklich spannend und erhellend umgesetzt. Aber nicht nur der Blick aus der Wikileaks-Prespektive heraus wird gezeigt, sondern es werden die Folgen aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Was zum Beispiel die Diplomaten Kornblum und Ischinger schreiben, läßt Geheimnisverrat und Diplomatie nochmal in anderem Licht erscheinen.
Abzug von 1 Stern gibt es nur für die Tatsache, daß nicht alle Beiträge wirklich neu für mich waren. Trotzdem: Ich habe den Band so ziemlich am Stück durchgelesen und mir mittlerweile eine differenzierte Meinung zu dem Phänomen bilden können: unbedingt zu empfehlen.
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Wikileaks und die Folgen: Netz - Medien - Politik (edition suhrkamp) 3518061704
Eva Gilmer
Suhrkamp Verlag
Wikileaks und die Folgen: Netz - Medien - Politik (edition suhrkamp)
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Guter Überblick
Wikileaks und die Folgen ist eine Sammlung von großteils Originalbeiträgen bzw. bisher nur auf englisch veröffentlichten Texten, die sich mit zahlreichen Aspekten zu den Hintergründen und zu den Folgen des modernen "Geheimnisverrats" beschäftigen. Mit der Analyse Julian Assanges Wikileaks-Manifest werden die bisher als "Kollateralschäden" bezeichneten Vertrauensverluste zwischen Regierungen plötzlich zum seinem Hauptziel: er möchte die Kommunikation zwischen den Verschwörern (den - seiner Ansicht nach verschwörerischen - Regierungen) erschweren. Er selbst bezeichnet sich in diesem Zusammenhang als Anarchist, "Leaking" als eine antiautoritäre Tat.
Die Darstellung solcher Hintergründe, die letzlich zur Gründung von Wikileaks geführt haben, ist wirklich spannend und erhellend umgesetzt. Aber nicht nur der Blick aus der Wikileaks-Prespektive heraus wird gezeigt, sondern es werden die Folgen aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Was zum Beispiel die Diplomaten Kornblum und Ischinger schreiben, läßt Geheimnisverrat und Diplomatie nochmal in anderem Licht erscheinen.
Abzug von 1 Stern gibt es nur für die Tatsache, daß nicht alle Beiträge wirklich neu für mich waren. Trotzdem: Ich habe den Band so ziemlich am Stück durchgelesen und mir mittlerweile eine differenzierte Meinung zu dem Phänomen bilden können: unbedingt zu empfehlen.
Niels Geip
26. Januar 2011
Insgesamt: 5
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