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Kundenrezension

32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Technisch ausgereizt, tolles Paket mit bekannten Alben und echten Neuaufnahmen, 7. Dezember 2013
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Rezension bezieht sich auf: Give Me Strength: the '74/'75 Sessions (Boxset) (Audio CD)
Der Boxset „Give me Strength“ rundet zum Ende des Jahres 2013 die zahlreichen Aktivitäten (Neues Album, Tour, „Unplugged“ release / deluxe , Crossroads Festival) von Eric Clapton ab. Mit ganzen 6 Scheiben wartet dieses Paket auf. Ich möchte im Zuge der Rezension die Werke „461 Ocean Boulevard“ , „There's one in every crowd“ und „E.C. was here“ nicht detailliert besprechen und bewerten. Die Alben sind bekannt, rezensiert und polarisieren bis heute die umfangreiche Gemeinde des Musikers.

Im Zuge meiner Bewertung möchte ich auf die Neuigkeiten eingehen und diese herausstellen. Immerhin warten 12 bis dato unbekannte Aufnahmen und die nun komplette Freddie King Session auf den Hörer. Alle Alben sollen darüber hinaus einem Remaster unterzogen worden sein, der Höhepunkt stellt eine Audio Blue Ray dar.

Zum Formalen: „Give me strength“ kommt in einem Zwitter aus DINA4 / Letter Format mit rund 50 Seiten. Die Scheiben sind am Ende des Booklets in Vertiefungen eingebracht, keinerlei Plastik musste hier verarbeitet werden. Der Käufer freut sich auf zahlreiche Erläuterungen über die Alben sowie sehr detaillierte Informationen über die Aufnahmen (Beteiligte Musiker etc.). Ansprechende Fotos von Clapton sind ebenfalls vorhanden. In den Zusatzinformationen über die Alben sind ebenfalls die bisherigen Veröffentlichungen genannt, somit kann der Hörer bereits seinen eigenen Clapton Katalog auf bereits herausgebrachte Lieder überprüfen.

461 Ocean Boulevard hat insgesamt 18 Titel. Die 8 „session outtakes“ wurden teilweise bereits veröffentlicht. Die nicht veröffentlichen Aufnahmen folgen dem Gesamtstil des Albums. Unüberhörbar der Einfluss von JJ. Cale, streng genommen stellen die beiden Lieder „Getting Acquainted 1+2“ 10 minütiges Jammen dar, dies ohne Gesang. Langeweile kommt nicht auf, die Mitmusiker werfen in bester Spiellaune sich Ihre Soli zu. Die Remasterversion erfreut nach mehrfachen Abhören besonders durch Aufnahmen von Akustikgitarren. Jede Nuance ist hörbar, Dynamiken sind wunderbar ausgewogen.

Kurze Zeit nach „461“ folgte die Platte „There's one in very crowd“. Blues bleibt auch hier im Programm, aber was Clapton ein Jahr davor mit Bob Marley aufgegriffen hat setzt sich hier fort: Beim Studium der Liner Notes musste ich über einen Zusatz schmunzeln, der auch die Session Out Takes dieses Albums auf den Punkt bringt „Laß uns die Reggae Sachen so spielen also ob wir in Tulsa sind“. In den Erläuterungen wird auch der Sachverhalt angedeutet, daß die schnelle Veröffentlichung des Albums auch etwas der Plattenfirma geschuldet ist, Clapton aber seinem „neuen“ Stil treu bliebt. Die unveränderte Backingband rund um Carl Radle ( Bass) und Jamie Oldacker ( Drums) unterstreichen Claptons Entscheidung. Der Remaster bringt (leider) keine neuen Soundwunder hervor, der gesamte Höreindruck wirkt zumindestens auf mich etwas frischer und spritziger.

Das Live Album „E.C. was here“ wurde im Zeitraum zwischen den beiden Alben aufgenommen, im Rahmen der US Tour 1974, aber erst 1975 veröffentlicht. Hier kommen weitere positiven Neuigkeiten. Besonders beim Einsatz der zweiten Stimme von Yvonne Elliman, die Clapton als Sängerin begleitete, kommt ein richtiger Qualitätssprung durch die neue Abmischung zu Tage. Elliman glänzt auch als Duettpartnerin auf „Little Wing“, der erste von 4 unveröffentlichen Titeln. Die anderen drei sind keine Unbekannten ( Crossroads, I shot the sheriff, Layla). Mit der Cream Version hat diese Variation nichts mehr gemein, Clapton spielt die Nummer konsequent im „Tulsa Stil“, dies mit leicht verzögerten Zählzeiten. Etwas näher am Derek&Dominos Werk kommt Layla daher, jedoch deutlich schneller als die ohnehin ziemlich fiebrige Originalversion. Die Liveaufnahme war für eine CD zu umfangreich, hier bekommt der Hörer gleich zwei Scheiben geboten. All' die anderen Titel sind bekannt und veröffentlicht. Beim Abhören der beiden CDs stelle ich fest, wie gut die Gesangsleistung von Clapton bei den Aufnahmen dieser Zeit ist. Dies stellt für mich auch die Weiterentwicklung von Cream, hin zu Blind Faith und der Domino Aufnahme dar. Hier wächst Clapton zum komplette Musiker, der in Sachen Komposition, Gesang, Rhythmus und Gitarrenarbeit eine stimmige Mischung erreicht.

Freunde des 12 Takters freuen sich sehr über die nun endliche komplette Session mit Freddie King ( CD Nr. 5 ) Hier ist besonders der über 20-minütige „Gambling Blues“ zu nennen. Clapton und King werfen sich zwar nicht gegenseitig den Fehdehandschuh hin, aber jeder Musiker zieht hier alle Register und es ist ein echtes Gipfeltreffen. King mit einem sehr verzehrten Gitarrenklang seiner Gibson, Clapton wählt seine Stratocaster und spielt viel Bottleneck / Slide. Nach rund 6 Minuten haben sich die beiden warm gespielt und King liefert auch am Gesang dann ein weiteres Highlight ab. Man kann über das Gitarrenspiel der 3 „Kings“ endlos diskutieren, gesanglich ist Freddie meiner Meinung nach B.B. King und Albert King um Längen voraus. Die Stimme hat starke „Shouter Elemente“ mit viel Soul.

Hörer mit einer Anlage, die auch Blue Ray Audio verarbeitet und wiedergibt freuen sich dann über die sechste Scheibe. Hier wurden die beiden Studioalbum noch einmal zusammengefasst und im Surround Mix aufgenommen. Das verleitet natürlich auch ein wenig zu Experimenten und so habe ich auch mutig mal den Subwoofer hochgeregelt. Durch die verschiedenen Möglichkeiten der Audiowiedergabe mit diesem Equipment wird jeder Hörer seine eigenen Vorlieben haben. Ich finde das Klangerlebnis sehr stimmig.

Fazit: Sammler und Fans sparen sich bei dieser Zusammenstellung den einen oder anderen Gang zur Anlage um aus Ihrem Bestand die diversen Veröffentlichungen abzuspielen. Mir persönlich gefällt der Umstand besonders aus der 461 Session fast 2 Stunden Musik zu hören. Richtig punkten tut das Paket besonders bei der Live CD und doch einigen wirklichen neuen Versionen bekannter Hits. Die Blue Ray stellt das Ende heutiger technischer Möglichkeiten dar, um eine bereits bestehende gute Aufnahme noch zu steigern. Aber: Eine weitere Re / Re release dieses Paket ist dann nicht mehr nötig. Ich glaube nicht, daß man dies noch steigern kann. Das Paket hat im Winter 2013 diverse Konkurrenten, unter anderem das Album „Rock of ages“ von „The Band“. Hier punktet Claptons vorliegende Werk mit einem besseren Preis / Leistungsverhältnis und einem wirklich „mehr“.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.12.2013 01:04:23 GMT+01:00
Ich muß zu meiner Schande gestehen, dass ich,so sehr ich Fan bin und Clapton in beinah allen Schaffensphasen mag, noch gezögert habe, mir die Box zu gönnen. Schließlich hat man ja die Alben und von der "461..." auch schon die aufgewertete Ausgabe von 2004. Aber Ihre Rezi ist (wie so oft) überzeugend.
Dann hat Herr Clapton aber gut an uns verdient in diesem Jahr - aber zurecht! Mit sämtlichen Veröffentlichungen (Konzert sowieso) bin ich zumindest äußerst zufrieden. Ich hoffe ja noch auf ein Live-Album von der diesjährigen Tour.

Mir bleibt nur den Ball zurückzuspielen: sehr lesenswerte Rezi, weitermachen! ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.12.2013 01:21:57 GMT+01:00
Ich habe auch gezögert und im Vorfeld gründlich recherchiert, ob es diese Box denn wert ist. Ein wirklich gelungener Wurf, in diesen Zusammenhang verweise ich auf eine weitere Blue Ray, die mich heute erreichte. "Beware of Mr. Baker" ist eine absolut sehenswerte Dokumentation über DEN Meister. Eine teilweise zynisch wie morbide Würdigung, das sollten Sie ggf. noch in die engere Auswahl für die wirklich nützlichen Weihnachtsgeschenke vormerken. Ich werde das Werk zeitnah einer Bewertung unterziehen.

Veröffentlicht am 08.12.2013 13:51:40 GMT+01:00
mamü meint:
Leider fehlt auf der Blu-ray der erhoffte Quad Mix der "E.C. was here". Wirklich schade, denn vielerort angekündigt und da bisher noch nirgendwo veröffentlicht, wirklich eine Neuigkeit gewesen.

Veröffentlicht am 08.12.2013 22:28:25 GMT+01:00
Eric Beck meint:
Hallo, (lieber, sorry) sechs Saiter, sie sind sehr,sehr,sehr böse. Wollte erst im Januar zuschlagen, jetzt habe ich außerdem noch Mr.Baker bestellt.
Ich weiß nicht was es Weihnachten zu essen geben wird und Sylvester werden wir wohl nur Wunderkerzen von der Terrasse schmeißen können.
Beide Rezensionen sind einmal gut, bitte weiter so.

MfG
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