Kundenrezension

178 von 193 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen surreales Verschwörungsballett, 28. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Pi (DVD)
Ich bin weder Indi-Film-Schauer noch würde ich mich als Intellektueller bezeichnen, aber von mancher hier geäußerter Kritik am Film bin ich aufrichtig entsetzt. Da heißt es ein paar Zeilen weiter unten, der Film sei in seiner Aussage verfehlt, die Atmosphäre sei falsch, und überhaupt fehlen Teile der Handlung. Verzeihung, aber das finde ich GRUSELIG, und ich möchte kurz darlegen warum.

Es gibt drei Arten von Zuschauern. Der erste sieht einen Film, den er nicht versteht/der ihm nicht gefällt und gibt sich damit zufrieden, dass man auch gute Filme nicht unbedingt verstehen oder mögen muss.

Der zweite sieht einen Film, den er nicht versteht und wird neugierig, was vielleicht dazu führt, dass er ihn nochmal anschaut und dann entweder mag oder nicht. Zugegeben, dieser Menschenschlag ist selten.

Der dritte aber, den ich persönlich am tragischsten finde, sieht einen Film, versteht ihn nicht, hält sich aber für wichtig genug, ihn kritisieren und gönnerhaft korrigieren zu dürfen. Rezensionen solcher Menschen häufen sich leider gerade bei eher ungewöhnlichen Filmen. Das Problem besteht nur leider darin, dass derartige Destruktivität weder dem Film noch diesen Leuten etwas bringt, weil der Film an Sternen und der Mensch an möglicher Einsicht verliert. Diesen Menschen möchte ich nahelegen, bei den bewährten Hollywoodproduktionen zu bleiben und das Vordenken Leuten zu überlassen, die das nötige Geschick haben.

Dennoch werde ich hier versuchen, diesen Film "Pi" möglichst objektiv darzulegen, die Entschiedung, ob es gelungen ist, überlasse ich dem Leser.

"Pi" stellt ein Experiment dar. Die schwarz-weiß-Ästhetik verbunden mit den eigenwilligen Schnitten erinnerte mich an "Metropolis", auch die Intention des Films scheint mir hier angelehnt. Die Story mutet an wie die Mutter von "Beautiful Mind", allerdings düsterer und pessimistischer. Auch authentischer wie ich finde. Die Darsteller sind in ihren Rollen sehr intensiv und überzeugend.

Warum 5 Sterne? Weil Aronofsky an eine Grenze und darüber hinaus geht, und ohne derartige Grenzüberschreitungen bliebe das Filmgenre in seiner Entwicklung stecken. Ich prämiere hier also, dass Arkonofsky ein Thema in einer unglaublich originellen und gleichzeitig ausgereiften Weise präsentiert, mehr kann man von einem Film nicht erwarten wie ich finde.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.01.2009 11:53:14 GMT+01:00
Das musste auch mal gesagt werden!

Veröffentlicht am 05.01.2009 00:03:38 GMT+01:00
Void meint:
Klasse ausgedrückt.

Veröffentlicht am 15.05.2010 10:16:29 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 15.05.2010 10:19:53 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 24.09.2010 15:23:43 GMT+02:00
80s Maniac meint:
Und die vierte Art von Zuschauern sieht den Film und mag ihn absolut nicht, obwohl sie ihn durchaus verstanden hat!
Man muss sich halt auch als Pseudo-Intellektueller damit abfinden, dass es Leute gibt, die ihren Geschmack schlicht und ergreifend nicht teilen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.01.2012 12:17:53 GMT+01:00
RiCean meint:
Kategorisieren von Zuschauern hilft dem ganzen hier sicher nicht - aber Meinung bleibt Meinung und das ist auch gut so! :-) Ob nun intellektuell oder nicht ;-), jeder wird sich seine Wahrnehmung dieses Werkes gönnen. Es dient allerdings niemandem, den Geschmack des anderen zu kritisieren, so sehr man auch meint, den Intellekt des anderen erkannt zu haben.

Veröffentlicht am 14.08.2012 13:44:58 GMT+02:00
tbk26 meint:
Naja, es ist doch eher das Probem dass nicht immer objektiv belegbar ist ob jemand den Film "richtig" versteht, oder ob es überhaupt etwas zu verstehen gibt. Ich hatte schon Diskussionen über Kubrick Filme und dergleichen ("Kunst"/Experimentalfilme/etc), in denen mein Gegenüber darauf besteht dass jedes winzige Detail etwas zu bedeuten hat, und zwar meistens dass was seine eigene Theorie zu dem Film stützt. Dass die Macher manchmal vielleicht selber nicht wissen was was bedeuten soll (oder etwas einfach nur Zufall ist) wird kategorisch ausgeschlossen. Im Zweifel sind wir alle (alle!) einfach nur zu blöd das Genie richtig zu verstehen.

Davon mal abgesehen, der Film ist super, man sollte sich nicht über jede negative Rezension aufregen (die gibts ja immer), und den Begriff "Intelektueller" halte ich für recht sinnfrei.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.09.2012 18:19:32 GMT+02:00
S. Crnoglavac meint:
Danke meinem Vorredner. Das Wort ''intellektuell'' in einer persönlichen Rezension zu verwenden ist einfach schon so ausgelutscht, dass die Leute ihre Augen schon verdrehen und keine Lust mehr haben weiterzulesen, wenn wieder irgend ein Kritiker bezeugen will, dass er doch eigentlich gerne künstlerisch wertvolle Filme sieht und gar nicht verstehen kann, wie andere Leute einen Film gerne ansehen, die ja nun überhaupt nicht den ''intellektuellen'' Ansprüchen des Rezensenten entsprechen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.10.2014 16:07:25 GMT+01:00
Stepselinchen meint:
Danke, genau das dachte ich mir auch. Gehöre der vierten Art an.
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Pi
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