Kundenrezension

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2.0 von 5 Sternen Ghostmovie, 3. März 2007
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"Ghost Rider", die zweite Comicverfilmung von Mark Steven Johnson nach "Daredevil" kann, wie der Vorgänger auch, bei weitem nicht mit der Qualität von Filmen wie "Spider-Man" oder den "X-Men" mithalten.

Die "Story": Johnny Blaze, ein junger, draufgängerischer Motorrad-Stunt-Fahrer, schließt aus der Not heraus einen Pakt mit dem Teufel. Er verkauft seine Seele, um das Leben seines Vaters zu retten. Er wird vom Chef der Unterwelt gelinkt und muss fortan für ihn als Kopfgeldjäger arbeiten. Als der Sohn des Leibhaftigen seinem Vater auf Erden Ärger macht, schickt dieser den "Ghost Rider" um ihn aufzuhalten. Im Falle des Erfolges soll Johnny seine Seele zurückerhalten...

Mark Steven Johnson hat sich mit der Verfilmung des Underdog-Marvel-Comics "Ghost Rider" selbst keinen Gefallen getan. Der Plot ist hahnebüchend und überhastet erzählt, voller Logikfehler, viele Fragen stellen sich, wenn man sich diesen Film angesehen hat (z.B.: Warum kann der Teufel seinen eigenen Sohn nicht besiegen?, Wie äußert sich die Tatsache, dass Johnny Blaze keine Seele mehr besitzt?, Was soll die Szene vor dem Spiegel?). Eine abermalige Überarbeitung der Storyline und ca. 40 Minuten mehr Länge hätten dem Film absolut nicht geschadet.

Zu den Charakteren: Der "Ghost Rider" ist wohl eine der undankbarsten Rollen, die Nicolas Cage, seines Zeichens Oscargewinner (!), wohl jemals übernommen hat. Diese Figur ist dermaßen flach, Sätze wie "Gnade ist ausverkauft.", oder "Du hast gesündigt. Nun bereust du.", gehören zum Standardvokabular und wirken unfreiwillig komisch. Interessant ist auch die Tatsache, dass der "Rider" niemals ernsthaft verwundet wird (Lasterszene!!!), und seine Gegner, selbst den Oberbösewicht, mit ganzen ZWEI Waffen/Tricks fertig macht. Seine "sündiger Blick", sowie seine variabel einsetzbare Metallkette reichen vollkommen aus, um die Welt vor dem Untergang zu bewahren. Ich glaube mehr muss an dieser Stelle nicht gesagt werden.

Eva Mendes (u.a. bekannt aus "Hitch - Der Date Doktor") schlüpft in die Figur von Johnny's Jugendfreundin "Roxanne". Allerdings hätte man wohl auch jede andere Schauspielerin mit üppigen Formen für diese Rolle nehmen können, denn abgesehen von "Im-engen-Kleid-sexy-aussehen", und ein paar belanglosen Sätzen, gibt sie dem Film nicht wirklich viel.

Peter Fonda spielt Mephistopheles, den Chef der Unterwelt höchstpersönlich. Er wirkt in diesem Film eher gebrechlich als wirklich angsteinflößend. Ein alter Mann, der sich auf einen Totenkopfstab stützen muss und unfähig ist, gegen seinen eigenen Sohn anzutreten...

Sam Elliot ist der "Caretaker", Johnny Blaze' Vorgänger als "Ghost Rider". Er gibt seinem jungen Nachfolger wertvolle Tipps und unterstützt ihn in seinem Vorhaben, gegen das Böse anzutreten. Insgesamt versucht er, der Story einen mystischen Touch zu verleihen. Doch jeder der Sam Elliot in seiner komischen Rolle als Cowboy in "The big Lebowski" gesehen hat, wird sich damit schwertun, ihn als "geheimnisvollen Fremden" anzunehmen.

Zu guter letzt: "Blackheart", der Oberfiesling im Film, gespielt von Wes Bentley ("Die vier Federn", "American Beauty"). Er gefällt mir in seiner Rolle noch am Besten. Natürlich ist auch diese nicht sehr tiefgründig (Er kann anscheinend auch nur DEN einen Trick mit dem "blau werden"), aber Wes Bentley bringt einen gewissen Style in den Film und versucht aus seiner undankbaren Rolle das Beste zu machen.

Wie bei allen Filmen findet man auch hier, wenn auch mit viel Mühe, einige gute Punkte: Natürlich ist die Action nicht zu verachten und auch die SEF (Special Effects) können sich sehen lassen. Die Musik ist ebenfalls gut ausgewählt, eine schöne Country-Rock-Mischung.

Fazit: "Ghost Rider" ist zweifelsohne eine der schlechtesten und am lieblosesten umgesetzten Comicverfilmungen die es je gegeben hat. Langweilig ist der Film aber zu keiner Zeit! Wer seinen Verstand für ca. 1 1/2 Stunden abschalten kann und wer kurzweilige Unterhaltung mag, der kann sich "Ghost Rider" gut ansehen. Ansonsten ist der Film aber nur für echte Fans des Comics geeignet, denn dem "Otto-Normal-Kinogänger" wird hier Trash vom Feinsten geboten. Vorsicht vor hohen Erwartungen!
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