3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zwischen Erschrecken und Faszination, 3. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Closer to the Bone (Audio CD)
Meine erste Reaktion auf diese Platte war Entsetzen: Der alte Kristofferson hat keine Stimme mehr, und er hat keine Luft mehr. Wie kann man ein solches Album veröffentlichen?! Dazu kommt, dass die CD mit einem sehr hohen Aufsprechpegel bespielt ist, sodass man sie eigentlich zu laut hört, wenn man sie mit normaler Lautstärke-Einstellung abspielt. Das macht den ersten Eindruck noch gespenstischer. Zweimal habe ich das Anhören abgebrochen, weil ich dieses atonale Gekeuche und Gerassel nicht mehr aushielt. Und dennoch entfaltet die Platte, wenn man sie zuende hört, eine eigenartige Faszination. Zwar ist es zuweilen quälend, dem alten Mann dabei zuzuhören, wie er um Luft und - meist vergeblich - um Höhen und Tiefen ringt. Doch einsteht dabei eine zuweilen wirklich anrührende Eindringlichkeit. Und manche der Lieder sind trotz der erschwerten Bedingungen einfach schön. Ich finde es schwer, diese Platte zu bewerten. Ich habe geschwankt, ob ich zwei oder vier Sterne vergeben soll. Letztlich hängt es davon ab, ob man dem Erschrecken oder der Faszination Vorrang gibt. Eines ist sicher: Eine "normale" Platte, einfach nur die nächste Kristofferson-CD, ist das nicht.
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Closer to the Bone B002HD4IT2
Kris Kristofferson
Blue Rose (Soulfood)
Closer to the Bone
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Zwischen Erschrecken und Faszination
Meine erste Reaktion auf diese Platte war Entsetzen: Der alte Kristofferson hat keine Stimme mehr, und er hat keine Luft mehr. Wie kann man ein solches Album veröffentlichen?! Dazu kommt, dass die CD mit einem sehr hohen Aufsprechpegel bespielt ist, sodass man sie eigentlich zu laut hört, wenn man sie mit normaler Lautstärke-Einstellung abspielt. Das macht den ersten Eindruck noch gespenstischer.
Zweimal habe ich das Anhören abgebrochen, weil ich dieses atonale Gekeuche und Gerassel nicht mehr aushielt. Und dennoch entfaltet die Platte, wenn man sie zuende hört, eine eigenartige Faszination. Zwar ist es zuweilen quälend, dem alten Mann dabei zuzuhören, wie er um Luft und - meist vergeblich - um Höhen und Tiefen ringt. Doch einsteht dabei eine zuweilen wirklich anrührende Eindringlichkeit. Und manche der Lieder sind trotz der erschwerten Bedingungen einfach schön.
Ich finde es schwer, diese Platte zu bewerten. Ich habe geschwankt, ob ich zwei oder vier Sterne vergeben soll. Letztlich hängt es davon ab, ob man dem Erschrecken oder der Faszination Vorrang gibt. Eines ist sicher: Eine "normale" Platte, einfach nur die nächste Kristofferson-CD, ist das nicht.
Winfried Berner
3. Februar 2010
- Insgesamt:
5

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Ort: Mitterfels
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