Kundenrezension

243 von 263 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir brauchen die Anerkennung der Unterschiede und keinen Gleichheitswahn, 3. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Dann mach doch die Bluse zu: Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch der Kolumnistin Birgit Kelle wird für Debatten sorgen.

Denn das, was sich die 38- jährige vierfache Mutter hier von der Seele schreibt, ihr Aufbegehren gegen einen mainstream, der ihren eigenen Lebensentwurf als gescheiterte Existenz ansieht wird von vielen Frauen vor allem belächelt werden. Doch:
„Ich bin es leid, das immer wieder zu erklären, zu entschuldigen, zu rechtfertigen. Es ist mein gutes Recht, mein Leben so zu leben, wie es mich glücklich macht. Ich habe nur dieses eine. War der Feminismus nicht einst dafür eingetreten, dass ich genau das machen darf? Leben wie ich will?“

Doch es ist anders gekommen: „ Eine Frau, die sich als Mutter begreift, oder, Gott behüte, als Hausfrau, kann abdanken. Die einen werfen ihr vor, sie sei nicht emanzipiert, die anderen, sie sei faul, die Dritten, sie würde sich aus ihrer Eigenverantwortung als Frau stehlen und von einem Mann aushalten lassen. Nicht zuletzt bleibt sogar der Vorwurf, sie würde durch ihr rückständiges Verhalten die Emanzipation ihrer Geschlechtsgenossinnen verhindern.“

Und die Medien unterstützen das auf breiter Front. Dort „finden Mütter als überforderte Wesen statt, deren Lebensstil überwunden werden muss, hin zu einem befreiten Leben als Frau. Das Kind ist dabei logischerweise ein Klotz am Bein, wird aber dennoch händeringend gesellschaftlich gebraucht. Ein Dilemma. Aber als Lösung dafür bauen wir ja jetzt Krippen.“

Ähnlich wie Norbert Blüm das unlängst in einem Zeitungsartikel behauptet hat, dient dies alles letztlich dazu, das, was man früher unter einer Familie verstand, zu zerstören. Doch ohne Familie wird unsere Gesellschaft ärmer werden, davon ist nicht nur Birgit Kelle überzeugt, sondern auch der Rezensent, der vor zehn Jahren seinen Beruf aufgab und seitdem als Hausmann und Familienmanager einer Mehrgenerationenfamilie unter einem Dach gerne und mit viel Befriedigung arbeitet. Sie wird „ärmer an Zuwendung, ärmer an Mitgefühl, ärmer an Toleranz, ärmer an Liebe.“ Heute geben die Menschen ihre Kinder in die Krippe und übermorgen diese ihre Eltern in ein Heim.

Birgit Kelle hofft auf die Unterstützung der Männer, von denen „echte“ gebraucht würden. Denn immer mehr Männer begreifen, dass die Emanzipation der Frauen an vielen Stellen in eine andere Qualität sich verändert, nämlich dorthin, dass nun umgekehrt Männer benachteiligt werden. „Männer lassen sich zu Recht nicht einfach in Sippenhaft nehmen für die lange Unterdrückung der Frau. Sie sind eine neue Generation, sie haben keine Schuld abzuarbeiten und auch nichts wiedergutzumachen.“

Männer und Frauen sind unterschiedlich und Birgit Kelle weist mit vielen Beispielen immer wieder darauf hin. Und sie unterstützt eine Haltung, die auch der Rezensent in seinem Leben und seinem Lebensentwurf teilt:
„Es braucht nämlich keine Gleichstellung in allen Lebenslagen, kein Aufrechnen von Ämtern und Hausarbeit und auch kein Aufrechnen von Geld, wenn man mit Respekt und Wertschätzung zwischen Mann und Frau kommuniziert. Wir brauchen die Anerkennung der Unterschiede und keinen Gleichheitswahn, der alle dazu verleiten soll, das gleiche Leben zu führen, egal, ob Mann oder Frau. Wir brauchen keine Austauschbarkeit der Geschlechter, kein Gender-Mainstreaming, das uns einreden will, unsere angeborene Weiblichkeit sei nur ein Fehler unsere Erziehung und die angeborene Männlichkeit in der Regel ein Problem.“

Ich wünsche dem Buch nicht nur eine weite Verbreitung( es wird ja schon gut verkauft kurz nach seinem Erscheinen) sondern auch eine ernsthafte Rezeption.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.09.2013 20:48:57 GMT+02:00
Isegrimmm meint:
Grüß Gott, Herr Stanzik, Ihre Rezension spricht mir aus der Seele und ich habe dem eigentlich nichts aber auch garnichtsmehr hinzu zu fügen. Mir graut vor einer Gesellschaft, die keinen Unterschied mehr zwischen Mann und Frau macht - machen will -machen muß! Aber da werde ich sicher schon wieder falsch verstanden und deswegen ende ich hier. Weil ich Frau Birgit Kelle so schätze, werde ich mir ihr Buch kaufen, auch wenn ich ein Mann bin.

Veröffentlicht am 14.09.2013 11:42:27 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 16.09.2013 16:21:33 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 18.09.2013 00:45:47 GMT+02:00
Herr Stanzik schlichtweg BRAVO
Was noch fehlt ist das nach Gleichstellung sehr schnell die Gleichschaltung folgt. Und Gleichschaltungsgesetze hatten wir ja schon einmal.
Auch ihre Rezension über Adolf H von Eric Emanuell Schmitt zeigt, dass bei Ihnen im Oberstübchen einige Watt aktiv sind.

NAMASTE

Veröffentlicht am 25.11.2013 16:26:16 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.11.2013 15:09:05 GMT+01:00
Karl Hermann meint:
In einem Radiofeature über "Eugenik" war der Betrag eines Wissenschaftlers zu hören, der nicht mehr die staatliche Eugenik als Problem dastellte, sondern die "Eugenik von unten". So sollen Trisomie-21 Schwangerschaften zu 90 % auf Entscheidung der Eltern abgebrochen werden. Die Eltern der geborenen Trisomie-21 Kinder müssen sich dann Argumente anhören, die schon bei den Nazis die Euthanasie-Programme rechtfertigen sollten.

Das Konzept "Eugenik von unten" wird bewusst oder unbewusst von Frauen angewandt, die keine Kinder haben wollen. Weil Sie lieber Bruttosozialprodukt produzieren, eine Selbstverwirklichung im Sinne und zum Vorteil des Kapitalismus. Sie machen sich zu guten und willigen Arbeitskräften und rechtfertigen dies mit Emanzipation und Ablehnung traditioneller Rollenbilder. Schön, wenn eine Ideologie es fertig bringt, die gewünschten Ergebnisse durch Schaffung subjektiver Rechtfertigungsangebote zu erreichen, ohne dass es die Opfer - Frauen - merken.

Warum haben emanzipierte und selbstbewusste Französinnen deutlich mehr Kinder als deutsche Frauen? Neben besserer staatlicher Förderung - sie lassen sich in ihrem Lebensentwurf nicht so sehr vom Kapitalismus und seinen scheinheiligen Versprechungen auf Selbstverwirklichung, Karriere und Unabhänigkeit beeinträchigen. Bravo, Mesdames!

Fügt man der Eugenik noch das Prinzip der Selektion der Evolutionslehre hinzu: Mangels Reproduktion führt dieser Lebensentwurf in die Sackgasse.

Veröffentlicht am 29.12.2013 10:31:17 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 29.12.2013 11:41:17 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.02.2014 18:14:03 GMT+01:00
Pyrrhon meint:
Sehr geehrter hunnenkönig,

gratuliere zunächst mal zum gelungenen Pseudonym.
Von mir werden Sie jedenfalls nicht, aber auch schon garnicht falsch verstanden. Ich empfinde dieses Grauen genauso wie Sie. Deshalb ende ich hier, folge Ihrem Beispiel und kaufe das Buch von Birgit Kelle, die mir sehr imponiert, diese Frau, auch wenn ich ein Mann bin.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.12.2014 23:21:43 GMT+01:00
Babsi meint:
Sackgasse! Genau, und wir werden von anderen, famlienfreundlicheren Neu-Mitmenschen übernommen, und die sogenannte Eugenik gerät auch in eine Sackgasse, weil damit keine Behinderungen und Erbschäden verhindert werden, die meisten Schäden, die zu Behinderungen führen,erleiden die Kinder durch Sauerstoffmangel bei der Geburt, Impfschäden (wird abgestritten), Medikamenten-Nebenwirkungen(wird auch abgestritten) Unfälle und andere nicht beeinflussbare Ausseneinwirkungen.
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