3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sonne, Mond und Huren, 6. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Jan Saudek (Photobook) (Gebundene Ausgabe)
Jan Saudek ist ein umstrittener Fotograph. Die einen halten seine Werke für große Kunst, die anderen für reine Pornographie. Dieses Buch stellt einen relativ repräsentativen Querschnitt seines Schaffens dar - und ist somit ein bißchen von beidem. Das ist nun mal nicht jedermanns Sache - überkolorierte Schwarzweißfotos von fetten alten Huren, die sich mehr als anzüglich neben Stoffpuppen oder anderem Zubehör rekeln - im Hintergrund nackte Mauern oder Phantasieretuschen... Aber auch völlig andere Bilder zeigt der Band - eine verblühende Rose im Zeitraffer, Vater und Sohn, träumende Frauen; ein Querschnitt ist es, und man kann sich nicht nur ein Bild machen von diesem tschechischen Ausnahmekünstler, denn ein Künstler ist er ja trotz allem, oder? „Ein Foto ohne eine Geschichte ist kein Foto" - das sagt Jan Saudek, und überschüttet uns mit opulenten erotomanischen Schein-Geschichten, die manchmal eher zum Lachen anregen als überzeugen. Bewußter Kitsch - ist das nun trotzdem Kunst, wenn die Bilder schlimmer anmuten als anzügliche Postkarten der zwanziger Jahre? Andere Fotos, die bewußt mit Hintergründigkeiten und Symbolen spielen - Frauen mit langen Schwertern, kurzen Dolchen, sind inzwischen berühmt geworden... Nein, ein richtig schlüssiges Bild vermittelt dieses Buch nicht; läßt sich aber auch von Saudek kaum herstellen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Jan Saudek (Photobook) 3822874299
Jan Saudek
Taschen Verlag
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Sonne, Mond und Huren
Jan Saudek ist ein umstrittener Fotograph. Die einen halten seine Werke für große Kunst, die anderen für reine Pornographie. Dieses Buch stellt einen relativ repräsentativen Querschnitt seines Schaffens dar - und ist somit ein bißchen von beidem.
Das ist nun mal nicht jedermanns Sache - überkolorierte Schwarzweißfotos von fetten alten Huren, die sich mehr als anzüglich neben Stoffpuppen oder anderem Zubehör rekeln - im Hintergrund nackte Mauern oder Phantasieretuschen... Aber auch völlig andere Bilder zeigt der Band - eine verblühende Rose im Zeitraffer, Vater und Sohn, träumende Frauen; ein Querschnitt ist es, und man kann sich nicht nur ein Bild machen von diesem tschechischen Ausnahmekünstler, denn ein Künstler ist er ja trotz allem, oder?
„Ein Foto ohne eine Geschichte ist kein Foto" - das sagt Jan Saudek, und überschüttet uns mit opulenten erotomanischen Schein-Geschichten, die manchmal eher zum Lachen anregen als überzeugen. Bewußter Kitsch - ist das nun trotzdem Kunst, wenn die Bilder schlimmer anmuten als anzügliche Postkarten der zwanziger Jahre? Andere Fotos, die bewußt mit Hintergründigkeiten und Symbolen spielen - Frauen mit langen Schwertern, kurzen Dolchen, sind inzwischen berühmt geworden... Nein, ein richtig schlüssiges Bild vermittelt dieses Buch nicht; läßt sich aber auch von Saudek kaum herstellen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
anonymous
6. Januar 2000
- Insgesamt:
5

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