Kundenrezension

1.023 von 1.069 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiegespalten, 18. Juli 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lob des Sexismus: Frauen verstehen, verführen und behalten (Taschenbuch)
Mein Verhältnis zu Lob des Sexismus ist äußert zwiegespalten. Es ist nun bereits eineinhalb Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe und damals war es ein wahrer Augenöffner für mich. Ich erkannte plötzlich Zusammenhänge in der Interaktion zwischen Mann und Frau, die ich vorher nie beachtet hatte. Es war der erste Schritt in ein bewussteres Leben und in bewussteren Umgang mit Frauen. Geschichten von Beziehungen im Endstadium konnte ich völlig anders bewerten und ich war erstaunt, wie zutreffend die Erklärungen für das Scheitern einer Beziehung aus Lob des Sexismus waren. Kurz erläutert: Viele Beziehungen scheitern daran, dass sich der Mann völlig unterbuttern ("betaisieren" - im Fachjargon) lässt und damit sukzessive uninteressant für die Frau wird. Dies geschieht durch verschiedene Manipulationstechniken und Testereien durch die Frau.

Nach rund zwei oder drei Monaten des Ausprobierens und Verarbeitens stellte ich fest, dass die ganzen Lehren einen entscheidenden Nachteil mit sich bringen: Die Angst vor "Betaisierung" und Manipulation. Man fragt sich immer wieder mal:"Testet sie mich gerade? Bin ich dabei betaisiert zu werden?", was schlicht und ergreifend Gift sowohl für eine Beziehung, als auch das eigene Leben ist. Wenn man sich in einschlägigen Foren der Pickup-Community einliest, wird man auch genau das feststellen: Eine unwahrscheinlich große Angst vor Testerei, Manipulation und schlussendlich der gefürchteten Betaisierung.

Lob des Sexismus beginnt mit der Erklärung der Eigenschaften eines "Alphas", denn die Alphatiere sind nunmal die, die alle Frauen abbekommen (so jedenfalls in der Theorie). Warum das so ist, wird mit pseudowissenschaftlicher Evolutionspsychologie erklärt. Es ist ein Denkmodell, was beschreiben kann, wie Anziehungskraft zwischen Männlein und Weiblein funktioniert. Lob des Sexismus verfolgt den Ansatz dieses Alphaverhalten nachzuahmen, um sexuelle Spannung aufrecht zu erhalten. Das Problem an der Sache: Die "Regeln", nach denen sich ein Alpha verhalten "sollte", können sehr leicht fehlinterpretiert werden und ein Blick in die Community zeigt, wieviele junge Verführer völlig falsche Vorstellungen vom Konzept des Alphas haben und eher wie aufgeblasene Möchtegerns herumlaufen und meinen, sie können nun alles und jedem (insbesondere Frauen) befehlen was zu tun sei. Das ist nicht nur peinlich, sondern reiflich unreflektiert und am Ziel vorbeigeschossen. Dann wundern sie sich, warum ihnen die Frau letztendlich doch abhaut.

Zufrieden war ich nicht, weder mit dem Alphakonzept, noch mit der Angst vor Manipulation und Betaisierung. Ich stieß ein halbes Jahr später auf das Buch "Der Weg des wahren Mannes" von David Deida, was meinen Umgang mit Frauen nachhaltig verändern sollte. Während Deidas Buch relativ abstrakt auf einem spirituellen Level gehalten ist, lieferten mir die Ansätze dort ein wesentlich besseres Erklärungsmodell. Es ist nicht das Alphaverhalten, was Männer unwiderstehlich macht, sondern Authentizität und Integrität. Die ewige Testerei einer Frau hat auch weniger damit zu tun den Mann zu einem Beta zu machen (Warum sollte sie das auch wollen? Warum sollte eine selbstbewusste Frau einen Mann in einen Waschlappen verwandeln wollen?), sondern um dessen Integrität zu überprüfen und zwar immer wieder aufs Neue, damit sie ihm vertrauen kann. Ein Mann mit Integrität erkennt die meisten Tests nicht einmal mehr als solche, sondern handelt nach seiner tiefsten inneren Überzeugung und besteht damit automatisch.

Leider ist es nicht so einfach sich bewusst zu machen, was Integrität bedeutet. Lob des Sexismus kann dabei helfen. Es hilft dabei sich Referenzerfahrungen zu schaffen und in manchen Situationen, in denen man normalerweise den Waschlappen-Autopilot angeschaltet hat zu überlegen:"Was will ich eigentlich? Will ich wirklich, was SIE gerade will?". Die ganzen Beispiele des Autors zu Verführungssituationen sind amüsant zu lesen, letztendlich bin ich aber der Überzeugung, dass der Erfolg des Autors bei Frauen nicht durch antrainiertes Alphaverhalten kommt oder die ganzen Techniken im speziellen, sondern dadurch, dass der Autor es versteht sich in die Lage der Frau zu versetzen und dabei seine Integrität zu wahren. Er kann sehr schnell erfassen, wie die Frau behandelt werden will (oder muss), um sich ihm zu öffnen - eine sehr wichtige Eigenschaft in der Verführungskunst ("wie wirke ich auf diese spezielle Frau?"). Dazu kommt noch Humor und eine verspielte Art und Weise mit der Welt und seinen Mitmenschen umzugehen.

Womit ich mich gar nicht anfreunden kann, ist die unterschwellige Vermittlung, dass das Ziel immer ist mit einer Frau ins Bett zu gehen. Das kann aufregend sein, keine Frage, aber ich muss auch fragen: Was soll das Ganze? Warum soll ich meine Zeit damit verschwenden eine Frau rumzukriegen, nur um mit ihr im Bett zu landen? Frauen können einem Mann weitaus mehr bieten, als bloße Bettgefährtinnen zu sein und das kommt in Lob des Sexismus eindeutig zu kurz. Aus diesem Grund eignet sich Lob des Sexismus maximal als Werkzeugkasten oder Einstiegslektüre, um überhaupt einmal zu erkennen, was möglich ist und was Authentizität bedeuten kann. Wahrhaftig selbstbewusste Frauen beeindruckt man mit antrainierten Verhalten jedenfalls nicht. Wenn man schlussendlich nie über Lob des Sexismus herauswächst, bleibt das eigene Leben ohne Tiefe und das wunderbare Potenzial, was eine Frau einem Mann bieten kann bleibt unentdeckt.

Fazit: Lob des Sexismus ist ein netter Einstieg in ein selbstbestimmtes und authentisches Leben. Es hilft dabei die ersten Schritte in einem neuen Umgang mit Frauen zu machen und um sich entsprechende Referenzerfahrungen zu schaffen, allerdings bleibt es bei den ersten Schritten. Ich erwähne an dieser Stelle nochmal Deidas "Der Weg des wahren Mannes", was in meinen Augen eine perfekte Ergänzung darstellt. Lob des Sexismus ist konkreter in seiner Anwendung, Deidas Buch zeigt die "wahren" Hintergründe und das große Potenzial, fernab von aufgesetztem Alphaverhalten oder pseudowissenschaftlicher Evolutionspsychologie.
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Kommentare

Von 8 Kunden verfolgt

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1-10 von 45 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.07.2009 17:42:26 GMT+02:00
D. Wasner meint:
Besser kann eine Rezession nicht geschrieben werden. Sie bringt es auf den Punkt. Meine Hochachtung.

Veröffentlicht am 23.07.2009 20:02:12 GMT+02:00
Andreas Vikan meint:
Dem kann ich auch nur zustimmen. Hat Spaß gemacht diese Rezession zu lesen. Werde mir es glaube ich trotzdem kaufen!

Veröffentlicht am 26.07.2009 14:16:10 GMT+02:00
Uwe Johannsen meint:
ich kann diese rezession nicht nachvollziehen! der autor des buches schürt in keiner weise die angst vor "betaisierung", tests und manipulation. im gegenteil! er zeigt zusammenhänge auf und versetzt den leser in die lage entspannt, flexibel und souverän damit umzugehen, was z.b. für eine dauerhafte beziehung notwendig ist. die rezession klingt für mich ein wenig so wie "seit ich ein gutes buch über das bergsteigen gelesen habe, hab ich angst beim bergsteigen abzustürzen.".
auch geht es in dem buch gerade NICHT um antrainiertes verhalten, oder gar das auswendig lernen hunderter von gesprächsleitfäden wie in anderen PUA-büchern. genau das hebt, nach meiner ansicht, das buch aus der masse heraus.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.07.2009 21:52:10 GMT+02:00
Schelm meint:
Ich habe versucht in meiner Rezension meine Erfahrungen nach der Lektüre von Lob des Sexismus zu beschreiben. Ich erhebe da keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, mir ist nur aufgefallen, dass es in der Pickup-Community vielen Leuten ganz ähnlich ergangen ist.

In LdS wird sehr auf die manipulativen Fähigkeiten von Frauen eingegangen. Es werden jede Menge Manipulationsmethoden und -situation aufgezählt mitsamt "richtiger Reaktion" und der konkreten Aussage, dass Frauen praktisch immer testen. Wenn es nun eine "richtige Reaktion" gibt, dann gibt es offensichtlich auch eine "falsche Reaktion" und das impliziert, dass man etwas falsch machen kann, nämlich besagte Tests nicht zu bestehen und wenn man die Tests nicht besteht, geht es bekanntlich ins Betaland, so jedenfalls mein Gedankengang. Schaut man sich in den Foren der Community um, gibt es massenhaft Posts zum Thema "Shit-Tests". Es gibt sogar Shit-Test-Spiele. Dahinter steckt immer die Angst solche Tests nicht zu bestehen, warum sollte es sonst so viele Beiträge zu dem Thema geben?

Meine Erfahrung ist, dass ich mich bei einer damaligen doch recht emotionalen Frau immer wieder gefragt habe:"Testet sie mich jetzt oder nicht? Was ist die 'richtige Reaktion' auf ihr Verhalten?" und alleine, dass ich mir diese Fragen gestellt habe, hat sich ziemlich idiotisch angefühlt. Mit der Zeit hat sich dann meine Einstellung zum Thema Shit-Test geändert, als ich festgestellt habe, dass ich mit bestimmten Tests nie konfrontiert wurde und andere Tests relativ selten (und keineswegs IMMER) kamen. Shit-Tests besteht man nicht mit 'richtigen Reaktionen', sondern mit Integrität, was automatisch die 'richtigen Reaktionen' hervorruft.

Damit kommen wir zu dem Paradoxen an Lob des Sexismus: Es werden ganz konkrete Verhaltensweisen beschrieben (auch wenn du etwas anderes behauptest), wie man mit Manipulationsversuchen umgehen sollte. Wenn man das für sich ausprobiert, kommt man irgendwann zu der Erkenntnis, was funktioniert und was nicht. Der Schlüssel liegt hier in der Reflexion über das eigene Verhalten und das Nachvollziehen von Hintergründen. Das wiederum bringt mich zu der Kernaussage meiner Rezension: Lob des Sexismus hilft dabei ein Leben mit mehr Integrität zu leben, weil man anfängt über bestimmte Dinge anders zu denken. Es ist aber keineswegs die Wunderpille, für die es manche halten, denn die eigentliche Arbeit liegt darin sich mit sich selbst auseinander zu setzen und eigene Erfahrungen zu sammeln.

Deswegen ist meine Meinung, dass Lob des Sexismus ein netter Einstieg ist, vielleicht sogar ein überaus wichtiger Einstieg und definitiv eine nette Sammlung von Werkzeugen, die man immer mal gebrauchen kann. Es ersetzt nur nicht die harte Arbeit die Dinge für sich selbst zu betrachten. Ein Blick in die Community zeigt genau das: Leute, die mit LdS reflektiert umgehen, werden irgendwann darüber hinauswachsen. Andere, die es 1:1 übernehmen (ich spreche von den Verhaltensweisen), werden zu aufgeblasenen Proleten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.08.2009 09:48:39 GMT+02:00
Argonath meint:
Ich muss Schelm zustimmen. LdS ist ein wunderbarer Einstieg, um aus dem Waschlappen Leben auszusteigen und sich wachzurütteln. Darüber ist es sehr amüsant zu lesen :-). Aber wie Schelm schreibt beginnt dann die eigentliche Reise erst. Schaut Euch z.b. mal die Postings auf DeinDateDoktor.de an, es haben sich Viele mit den Konzepten aus LdS beschäftigt und dort weiterentwickelt. Kernpunkt ist dabei oft, dass es um die Reise in sich selbst geht, d.h. vor allem seine tiefer liegenden Ängste und daraus resultierenden Verhaltensmuster zu verstehen. Ohne innere Arbeit wird man immer wieder diesselben Muster wiederholen, da hilft auf LdS Techniken nichts.

Besser ist es sich auf seine Pläne und Ideen zu besinnen, sein eigenes Leben wieder in die Hand zu nehmen und dann läuft es (mit dem Wissen aus LdS und verschiedenen Foren) sowieso relativ leicht mit Frauen.

Also, Buch lesen, dann in den Foren stöbern und an sich weiter arbeiten.

Viel Erfolg!

Veröffentlicht am 13.08.2009 17:22:27 GMT+02:00
Eine gute Rezension - danke! Der Autor schreibt zwar selbst in seinem Buch, dass die "Sprüche" (bzw. auch der Inhalt diverser Werkzeuganwendungen) nicht zum Auswendiglernen und Kopieren gedacht sind. Das funktioniert einfach nicht (Stichwort "aufgeblasener Prolet"). Es geht vielmehr um die innere Haltung, mit der man mit solchen Situationen umgeht. Ich vermute, dass Du das mit "Integrität" gemeint hast. Diese Sicht kann ich nur 3x unterstreichen! Egal ob es um das Verhalten und die Kommunikation gegenüber Frauen, Freunden, Kollegen oder Mitarbeitern geht: die Menschen spüren stets - bewusst oder unbewusst - ob jemand zu dem steht, was er da sagt, oder ob es aufgesetzt ist. Ob jemand mit seinen Worten in Einklang steht oder einfach versucht bei seinem Gegenüber auf "Knöpfe" zu drücken, um ihn seinen Vorstellungen nach zu manipulieren. Aber den meisten Lesern werden diese Hinweise des Autors kaum auffallen bzw. fürchte ich, dass das viele einfach (noch) nicht verstehen. Der Großteil der Pickup-Interessenten hat wohl anderes vorrangig im Kopf als die eigene Integrität. ;-)

Veröffentlicht am 05.09.2009 10:51:58 GMT+02:00
Edvard Munch meint:
wunderbare rezension! meine hochachtung!

Veröffentlicht am 08.11.2009 05:58:07 GMT+01:00
In diesem Punkt hier kann ich dir nicht zustimmen:[...]Die ewige Testerei einer Frau hat auch weniger damit zu tun den Mann zu einem Beta zu machen (Warum sollte sie das auch wollen? Warum sollte eine selbstbewusste Frau einen Mann in einen Waschlappen verwandeln wollen?), sondern um dessen Integrität zu überprüfen und zwar immer wieder aufs Neue, damit sie ihm vertrauen kann.[...]. Meines Erachtens, hast du das Buch nicht gründlich genug gelesen. LDS sagt nämlich, dass die Shittest und die Manipulationsstrategien der Frauen nur ein Versuch sind den Mann an sich zu binden. Die Frau möchte ganz und gar nicht aus den Männern Waschlappen machen. Dies haben sich die Männer nämlich selbst zuzuschreiben, die bei den Shittest und den Manipulationsversuchen durchfallen. Das ist ja auch der Knackpunkt der Frauen in der Beziehung. Der Drang den Mann an sich zu binden, welcher jedoch mit dem Verlust (sexueller) Anziehungskraft einhergeht.
Sonst kann ich dir in vielen Punkten zustimmen. Anfangs macht man sich wirklich viele Gedanken, wie, wann, wo und was die Frau sagt. Die Angst hinter allem verstecke sich ein Shittest. Aber wenn man nur lange genug sich damit auseinandergesetzt hat, geht es in Fleisch und Blut über und man überwertet die Dinge nicht mehr so wie es anfangs nach dem Lesen war. Der Punkt mit dem übermäßigen Alphaverhalten stimmt auch nur anfangs. Nach einiger Zeit ist man normalerweise richtig kalibriert und entwickelt sich nicht vom Alpha zu irgendeinen "Macho". Man sollte definitv noch andere Werke zur Verführungskunst lesen. Ich empfehle alles von Neil Strauss und Mystery. Der Weg des wahren Mannes habe ich zuhause auch liegen. Jedoch habe ich es bis jetzt nie zuende lesen können, da das Buch mich in keinster Weise anspricht. Das was ich gelesen habe, war zum Teil sehr gut und zum Teil idiotisch. Der Schreibstil des Autos hat auch nicht meinen Geschmack getroffen. Auf jeden Fall ist Deidaras Weg des wahren Mannes keine Pflichtlektüre, da ich auch ohne diese bestens zurecht gekommen bin.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.11.2009 17:35:45 GMT+01:00
Schelm meint:
[…]Der Drang den Mann an sich zu binden, welcher jedoch mit dem Verlust (sexueller) Anziehungskraft einhergeht.[…]
Das ist in meinen Augen quasi das gleiche, wie den Mann zum Waschlappen zu machen. Keine mental gesunde Frau will einen Mann an sich binden, sondern vielmehr eine Bindung mit einem Mann eingehen. Das ist ein Unterschied. Anders formuliert: Warum sollte eine Frau versuchen einen Mann an sich zu binden, wenn der Verlust sexueller Anziehungskraft die Folge davon ist? Das macht in meinen Augen überhaupt keinen Sinn.
Ich will nicht abstreiten, dass es Exemplare des weiblichen Geschlechts gibt, die einen Mann an sich binden wollen, aber solche Frauen suche ich persönlich nicht.
Bindung an sich ist aber keineswegs negativ zu bewerten, weil Bindung nicht zum Verlust sexueller Anziehungskraft führt. Im Gegenteil: (Emotionale) Bindung kann sogar ein Level von Vertrautheit schaffen, so dass sich gerade im sexuellen Bereich beide Partner so öffnen und hingeben können, wie das in einer weniger vertrauten Beziehung niemals möglich ist.
Was zum Verlust sexueller Anziehungskraft führt, ist der Mangel an Bemühung um den Partner und Selbstaufgabe. Ich erwähnte ja in meiner Rezension oft genug das Wörtchen "Integrität". Das ist letztendlich eine ganz entscheidende Sache auch für langfristige sexuelle Anziehungskraft. Wenn ich bereit bin auch in einer langen Beziehung für meine Ziele, Träume und Wünsche einzustehen, auch wenn sie den Vorstellungen der Partnerin nicht entsprechen, dann wahre ich meine Integrität und meine sexuelle Anziehungskraft bleibt erhalten. Dazu muss ich aber keine Spielchen spielen, sondern schlicht und ergreifend mein Leben in der Hand haben.

[…]Man sollte definitv noch andere Werke zur Verführungskunst lesen. Ich empfehle alles von Neil Strauss und Mystery. Der Weg des wahren Mannes habe ich zuhause auch liegen. Jedoch habe ich es bis jetzt nie zuende lesen können, da das Buch mich in keinster Weise anspricht.[…]
Der Schreibstil von Deida ist definitiv ein wenig…speziell. Das kann man mögen oder auch hassen und ich kann verstehen, wenn einen das nicht sonderlich anspricht. Die anderen Werke zur Verführungskunst sind interessant, aber letztendlich geht es dabei immer nur um die erste Phase der Verführung. Eine Beziehung (und damit beschäftigt sich LDS ja zur Genüge) folgt anderen Regeln. Ich habe vor kurzem das Buch "Männlichkeit leben" von Herrn Leimbach gelesen. Das hat einen weitaus weniger abstrakten Ansatz als "Der Weg des wahren Mannes" und einen viel menschlicheren Ansatz als LDS. Rundum empfehlenswert, weniger jedoch für die allererste Kennenlernphase.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.11.2009 03:13:51 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.11.2009 03:21:03 GMT+01:00
Takk meint:
[…]Das ist in meinen Augen quasi das gleiche, wie den Mann zum Waschlappen zu machen. Keine mental gesunde Frau will einen Mann an sich binden, sondern vielmehr eine Bindung mit einem Mann eingehen. Das ist ein Unterschied. Anders formuliert: Warum sollte eine Frau versuchen einen Mann an sich zu binden, wenn der Verlust sexueller Anziehungskraft die Folge davon ist? Das macht in meinen Augen überhaupt keinen Sinn.[…]

Lies bitte nochmal LDS durch. Es ist für uns Männer ja "logisch" das diese Aktionen keinen Sinn hätte. Die Frau bekommt es auch nicht mit, den es liegt in ihrer Natur und Sie handelt instinktiv danach. Das hat mit der Evolutions Geschichte zu tun. Alles was in unserem Instinkt liegt, haben wir keinen Einfluß. Das ist gerade das Paradoxe an dem Spiel. "Eine Frau möchte dich instinktiv binden (Versorgung, Sicherheit etc...), doch erhofft es in ihrer Sexuellen Anziehungkraft (attraction, mysthische, UNKONTROLLIERBAR, auf den Sie aufsehen kann etc..), dass Ihr das niemal gelingen mag". Viele Männer hören mit der Verführung auf, wenn sie denken, mit der Frau ist man jetzt zusammen und alles wäre in Butter. Eine Frau muss jeden Tag aufs neue Verführt werden. Abstriche in der intensität sind natürlich normal. Viele lassen sich, da sie diese Frau auf ein Potest stellen, verweicheln. Sie Betasieren sich langsam und erhoffen dadurch das die Frau bei ihnen bleibt, weil sie tun ja alles für Sie. Verstehst du? Gerade das ist der falsche Weg. Wenn eine Frau weiß, dass du ihr wie ein kleiner Dackel nachläufst und Ja-und-Amen sagst, bist du uninteressant.

Behandle Frauen wie gute Kumpeln, nicht wie ein Porzellanhaus.
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