Kundenrezension

52 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Netter Versuch - der Nächste bitte., 4. August 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: World Invasion: Battle Los Angeles [Blu-ray] (Blu-ray)
Kurz vorab - Battle LA ist nicht das was uns die Umverpackung suggeriert. Zumindest nicht aus meiner Sicht.

Ich liebe Weltuntergangs-Szenarien durch Aliens, der Kampf der Menschheit gegen einen unbekannten extragalaktischen Feind ist so mein Lieblings-Sci-Fi-Overkill.
Türlich geh ich da auch mit hohen Erwartungen ran. Besonders wenn ein Film "World invasion" auf dem Cover stehen hat.
Ich beziehe mich auf die US-Version auf Blu Ray im O-Ton, die gibt es schon seit einer Weile.

Der Anfang beginnt gut und schnell - die Aliens preschen mit Druck auf die Erde. Fegen ganze Menschenmengen mit einzelnen Schüssen beiseite. Sie stürmen in Scharen auf das Land und alles sieht danach aus, als würde mir dieser Film Spaß machen.
Vorstellung der Hauptcharaktere - Aaron Eckhart und sein neues Squad. Schon hier fällt mir die stilistisch verwendete wackelige Amateur Kamera negativ auf. Verwackelte Aufnahmen einer Kriegsberichterstattung ? Kein Problem, sogar realistisch aber, dass die Kamera in einer ruhigen Szene zittert, als hätte sie Parkinson, nervt.

Charakterentwicklung: Brauch man generell schon, in diesem Typus Film aber nicht zwingend. Klar du brauchst einen charismatischen Protagonisten, dem der Zuschauer einfach abnimmt, dass er sich durch diese harte Zeit wurstelt und noch vor dem Wochenende die Welt rettet. Aaron E. kann das nicht, nimmt man ihm auch keine Sekunde ab.

Der Film beginnt sehr stürmisch mit der Invasion- nimmt dann aber immer wieder viel Geschwindigkeit raus. Da geht eben noch heftig die Luzi ab, überall Viecher, lauter Explosionen und verdammt in 3 Minuten wird die Gegend auch noch flächenbombardiert- aber hey für ein bisschen doofes Bauchpinseln ist immer Zeit.
"Leute! Ja, die Welt geht unter und ja, es sind in den letzten 24 Stunden unglaublich viele Menschen auf der ganzen Welt gestorben- aber jetzt is Schluss. Keiner meiner Leute geht heute drauf, wir lassen keinen zurück, nix geht verloren, die Welt mag brennen aber Los Angeles werden wir retten."
Kein Originaltext (der is länger) aber die Quintessenz der hohlen Labberei. Im Laufe des Films wird man mehrere Male mit solchen ööööööden Ansprachen von der Action ferngehalten. Dabei braucht Battle LA nicht mal diese Verschnaufpausen, denn auch die Action fährt immer wieder von selbst runter.

Okay, wo war ich - ah ja, die Welt geht unter. Berichte über brennende Städte, Rückzug überall und auweia sind die stark. Aber nicht mit unserem US Marines. Keiner, wirklich keiner der mitwirkenden Darsteller bekommt es auch nur annähernd hin, die Brisanz der Gesamtsituation zu vermitteln / darzustellen. Wie doofe Roboter schießen, sterben und bluten sie sich durch die Hindernisse, sie brauchen nur ab und an eine doofe Ansprache - schon is wieder Dampf auf dem Kessel und ab gehts in die Verlängerung. Hallo? Die verdammte Welt brennt, dein langjähriger Kamerad, der eben gestorben ist, ist noch nicht mal kalt und kein bisschen Gefühl kommt rüber?

Auf das fehlende Gefühl muss scheinbar jemand Regisseur Liebesmann angesprochen haben, deswegen hat er nämlich Nebendarsteller Hektor und seinen Papa eingebaut. Völlig losgelöst von sämtlichen Zusammenhang werden die beiden als Zivilisten / Helden / traurig schauendes Kind hinzuaddiert. Bei weiteren unnötigen Gesprächen (die Welt geht nebenbei immer noch unter) wird noch etwas Geschichte zu den beiden angerissen, eine Brise Hintergrund auf einen großen Teller lähmendes Gelaber. Irgendwie muss man ja die angepeilte Gesamtlaufzeit erreichen.

Fehler:
Ganz ehrlich, ich bekomm nicht alle zusammen, aber ich erinnere mich an einige die ich echt zu doof fand. Bin selber kein US Marine, KSK wäre mir lieber :) - nee, will sagen als 08/15 Filmfan hat man selten eine Ausbildung im Häuserkampf. Und dennoch musste ich mir an die Birne fassen, wie ein gut ausgebildetes Team im Film mitten in Feindgebiet direkt in eine Nebelwand reinläuft, mittig (!) auf der Strasse stehend (!) nach Gerräuschen lauscht und sich dann wundert das man von den Häusern beschossen und somit in einen dicken fetten Hinterhalt gelockt wurde.
Da sieht man sofort, diesem US Team kann jeder einen Lolli in den Bart kleben.

Die Aliens:
Ohne zu Spoilern, hier klappt gar nix. Anfangs als unidentifizierbare Dinger zu sehen, wundert man sich, dass sie genau das dann auch bleiben. Es gibt nie ein scharfes Bild von einem Alien, immer ist Rauch, Nebel, ne Explosion, hektische Schnitte, der wackelnde Kameramann oder deren Kombination daran Schuld - dass unser Auge nicht scharfstellen kann. Die Aliens bleiben ein langgezogener, komisch bemützter, organischer Klumpen, auch wenn ein wenig Anatomie betrieben wurde. (In der Szene spielt Aaron Eckhardt sowas von schlecht und überdreht- WTF?)

Noch was zu den Aliens - was ich bei Szenarien wie diesen, nicht leiden kann, ist das Handling mit den bösen Aliens.
Am Anfang sind sie überstark und unverwüstlich. Man brauch 5 Marines und eine Granate um 1 Alien auszuknippsen. Doch gegen Ende des Films ballert jeder Marine einhändig ganze Scharen über den Haufen. Was denkt sich die Regie dabei? Ja, der Held hat herausgefunden das man auf die Brust schießen muss, aber das tat man anfangs auch schon. Werden die Kugeln mit jeder pseudo-motivierenden Ansprache stärker?

Oben schrieb ich von Verlängerung - das mein ich auch so. (Achtung Spoiler)
Denn nach knapp 90 Minuten, als der wackere Heldentrupp seine eigentliche Mission geschafft hat, kommt tatsächlich die Verlängerung. Sie müssten eigentlich ihre Wunden verpflegen, das Grauen verarbeiten und sich neu formieren, aber hey - der Motivations-Overlord Eckhardt empfiehlt sich für ein Bonus Level. Drohnenkontrollschiff voraus - das machen wa noch kaputt - nachher bekommt jeder ein Eis. Was dann in nicht mal 30 Minuten abgefrühstückt wird, hätten andere geschickt in einen ganzen Film gelegt und als fettes Feuerwerk abgebrannt.

World Invasion: Battle Los Angeles ist als Mehrteiler aufgestellt, das zeigt der Film auch deutlich - man lässt wahrscheinlich sogar gezielt einen Überblick über die Gesamtheit der Invasion aus, damit in 2 Jahren World Invasion: New York oder World Invasion: Pforzheim kommen kann.

Ich geb ihm 2 von 5 Sternen: Einen Stern für die tolle Umsetzung für Bild und Ton. Es rumst gescheit und wenn mal kein Nebel da ist, ist das Bild auch TOP.
Tja und einen Stern für den netten Versuch.
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Kommentare


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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.08.2011 13:10:11 GMT+02:00
Mc Kay meint:
Sehr schöne und amüsante Rezension, Glückwunsch. Hat deutlich mehr Unterhaltungswert als der ganze Film.

Veröffentlicht am 01.09.2011 12:31:56 GMT+02:00
Filmfreak meint:
Die Rezension ist detaillierter als es das Drehbuch zum Film wohl jemals war.

p.s.
"Am Anfang sind sie überstark und unverwüstlich. Man brauch 5 Marines und eine Granate um 1 Alien auszuknippsen. Doch gegen Ende des Films ballert jeder Marine einhändig ganze Scharen über den Haufen. Was denkt sich die Regie dabei? Ja, der Held hat herausgefunden das man auf die Brust schießen muss, aber das tat man anfangs auch schon. Werden die Kugeln mit jeder pseudo-motivierenden Ansprache stärker?"

Das ist die Magie des amerikanischen Patriotismus! F*** YEAH!!11!!elf11!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.10.2011 17:20:28 GMT+02:00
Marcel meint:
Da stimme ich Ihnen voll zu! :D

Veröffentlicht am 18.10.2011 01:05:07 GMT+02:00
Alles absolut richtig

Veröffentlicht am 08.07.2012 15:06:43 GMT+02:00
Richtig witzige Rezension und dazu absolut richtig.

Veröffentlicht am 20.08.2013 07:25:18 GMT+02:00
Schöne Rezi :-)
Erstaunlicherweise habe ich nun Lust den Film zu sehen - weiss ja nun was mich erwartet und freue mich auf die beschriebenen Szenen.

Veröffentlicht am 17.09.2013 02:12:40 GMT+02:00
Leseecke21 meint:
Fettes Danke für die "Worldinvasion: Pforzheim" !!!

L.A., Tokio, London,....und...NATÜRLICH: mein geliebtes Pforzheim!
:)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.10.2013 17:05:41 GMT+02:00
Elias Wagner meint:
London schon wegen des "Nebels".
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