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Kundenrezension

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leicht formschwache Rückkehr, 20. Juni 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sherlock - Staffel 3 [Blu-ray] (Blu-ray)
Helden wie Sherlock Holmes sterben nicht. Es muss nur der Begriff „Reichenbachfall“ genannt werden, um zu wissen dass nichts ist wonach es zunächst scheint. Sherlock ist im Finale der zweiten Staffel gezwungenermaßen in den Tod gesprungen, um das Leben jener zu retten, die ihm am meisten bedeuten. Aber eben nur scheinbar, das haben ja die letzten Sekunden vor den Credits gezeigt.
Und nun, nach zwei Jahren, in welchen es ihm gelang Moriartys kriminelle Organisation Stück für Stück im Ausland zu zerstören, taucht das Empathie-unfähige Ermittler-Genie mir nichts, dir nix wieder auf, nachdem „Bruderherz“ Mycroft ihn zurück nach England bestellt, weil Königin und Vaterland einer terroristischen Bedrohung gegenübersteht.
Also: Zurück ins Leben, zurück nach London, zurück zu den Freunden – die seinen gefakten Tod bis zu seiner Rückkehr nicht überwunden haben. Im Besonderen ist es John Watson, dem der gedachte Verlust seines Partners und besten Freundes am meisten zu schaffen gemacht und deutliche Spuren hinterlassen hat. Die unerwartete Wiedervereinigung des Duos gerät somit ausgesprochen emotional, allerdings ohne überglücklichen Empfang mit offenen Armen, wie man vielleicht erwarten würde.

Ich komme direkt auf die Stärke dieser dritten Season von „Sherlock“, die aber gleichzeitig einen direkt damit verbundenen Schwachpunkt in sich trägt.
Zwischen Sherlock und John wird so stark gemenschelt wie nie zuvor. Das ist schön. Das ist gut. Das verursacht zahlreiche berührende wie urkomische Momente, was mit dem von Sherlock frech eingeleitetem Wiedersehen seinen Anfang hat und einen Großteil der Handlungszeit dieser Staffel einnimmt. Vor allem ist es John, bei dem sich alle durch die Trauer aufgestauten Gefühle unkontrolliert entladen. Erst sprachlos und perplex, schmeisst er sich dann ruckartig auf Sherlock. Darauf folgt statt einer vor Freude überschäumenden Umarmung der Zwang, den Totgeglaubten eigenhändig zu erwürgen. Und was macht Holmes? Tut so, als sei sein langzeitiges Verschwinden eine einfache Lappalie, wofür er gleich die nächste Quittung in Form einer blutigen Nase kassiert.
Oh my dear, ich hab bei „Der leere Sarg“ Tränen gelacht, bis ich beinah auf dem Boden lag. *ggg*

Doch bei allem Humor, die ersten Töne werden ebenso vortrefflich übertragen.
Nie ausgesprochene, aber stets in der Luft liegende Worte fallen hier endgültig, und so bekommt Watson die Chance sich die Seele aus dem Leib zu sprechen, seine Gedanken- und Gefühlswelt zu offenbaren, zu zeigen, wie viel ihm Sherlock tatsächlich bedeutet… Die Wut und das Unverständnis, dass Sherlock ihm in den zwei Jahren nicht ein einziges, kleines Lebenszeichen zukommen ließ, ist so greifbar wie nix anderes.
Andersherum zeigt auch das Superhirn eine ganz neue Seite von sich. Obwohl weiterhin ein sozialer Trampel, bekundet er so offen wie nie die Selbstaufopferungsbereitschaft für seinen besten Freund, dessen anstehende Ehegattin Mary Morstan und alle anderen, die ihm lieb und teuer sind. Das gipfelt in einer Verzweiflungstat, die gleichermaßen überrascht wie schockiert.

Das Privatleben des detektivischen Duos bekommt demnach hier sehr viel mehr Raum als in den Staffeln zuvor. Jedoch auch mehr als die zu ermittelnden Fälle, die hier – mit Ausnahme der finalen Episode - fast schon zu einem nebensächlichen Element dieser Serie degradiert werden. Obwohl ich es jederzeit begrüße wenn sich Charaktere wie hier in „Sherlock“ ausgiebig entfalten dürfen, meine ich doch dass die Serienmacher hier ein klein wenig über das gewünschte Ziel hinausgeschossen sind. Die Auftaktfolge hätte vollkommen ausgereicht, die menschlichen Seiten der Charaktere intensiv auszuleuchten und die Wiederkehr Sherlocks in allen Zügen auszukosten. Leider zieht sich das Ganze noch weit in die mittlere Folge hinein, so dass „Der Leere Sarg“ und „Im Zeichen der Drei“ nur einen Bruchteil an Zeit für die Fall-Ermittlung zulassen. Gut, die Hochzeit der Watsons ist natürlich auch ein Anlass für ein entsprechendes Maß an Zwischenmenschlichem, doch so weit wie hier hat man sich vom alten „Sherlock“-Rezept noch nie entfernt. Einzig „Sein letzter Schwur“ besitzt das gewohnte wie gut funktionierende Gleichgewicht, so wie ich es seit Serienstart kennengelernt hab und seitdem bevorzuge. Ich kann nur hoffen, dass man sich bei der kommenden vierten Staffel wieder an die ersten Beiden orientiert, sonst verliert sich die Serie in mäßig spannenden Geschichten, in denen Sherlock und John kaum detektivische Arbeit zu leisten haben und Drama nebst Comedy die Oberhand gewinnen.

Und nun wieder die Episoden mit persönlicher Notenvergabe:

„Der leere Sarg“ – Ein urkomischer Beginn voller Situationskomik und Unmengen an Dialogwitz. Allein die Reaktionen von Lestrade, Mrs. Hudson und eben John Watson auf Sherlocks plötzliche Rückkehr – zum Niederknien. Dass der eigentliche Fall hier erst in der letzten halben Stunde richtig ins Rollen kommt, sei wegen der gewollten Fokussierung auf die Dramaturgie und den begleitenden Humor noch verziehen. Wie Sherlock seinen Tod nun wirklich vortäuschen konnte, darüber schweigen die Autoren. Vielleicht wussten sie ja selbst keine Antwort darauf. 4-5/5

„Im Zeichen der Drei“ – Ein sehr wildes Durcheinander aus banalen Späßen, sprunghaften Wechseln aus Anekdoten und „Mini-Fällen“, die von Trauzeuge Holmes während der Hochzeit von John und Mary vorgetragen werden, zu dem in den letzten 20 Minuten noch so eben der Blitzgedanke aufkommt:“Ach ja, es gibt ja noch einen Fall zu lösen“. Eine Episode, die bewusst aus dem Rahmen fallen will. Weiss nicht was ich von ihr halten soll, mir persönlich schmeckte ihre übermächtige Divergenz nicht besonders. 3/5

„Sein letzter Schwur“ – Wieder ein Finale, bei dem nahezu alles passt und in welchem Sherlock es mit einem Gegner zu tun bekommt, der selbst für ihn nicht zu knacken sein scheint. John hingegen wird mit einer Wahrheit konfrontiert, die sein frisches Eheglück bedroht. Herausragendes und überraschungsreiches Staffel-Ende, allerdings mit einem streitbaren, im Abspann eingeschobenen „Staffel 4“-Spoiler. 5/5

Fazit:
Amüsant, menschlich, dramatisch, verschroben – all das ist Staffel 3, ohne Frage. Nur bei Spannung und Kriminal-Fällen wurde hart auf die Bremse getreten, bedauerlicherweise. „Back to the roots, please“, das ist meine Bitte für die kommende Season.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.06.2014 18:59:51 GMT+02:00
Spoileralarm!!!!
Zumindest solltest Du das echt drüber schreiben, denn Du mal wieder so ins Detail gehst. Und was ist mit der BluRay? Ich habe gehört, bei der deutschen Ausgabe fehlt die Minisode "Many Happy Returns". ist das so?

Zu "The Empty Hearse" aka Der leere Sarg: Der "Fall" kann durchaus so stattgefunden haben wie Sherlock es Anderson erzählt hat. Hier Moffat und Gatiss zu unterstellen, sie hätten selbst keine Lösung parat ist gewagt. Vielmehr wird hier auch auf der Metaebene mit den Erwartungen des Fandoms gespielt, denn (und das weißt Du als Spätberufener vielleicht nicht) im Internet kursierten die abstrusesten Theorien über das Whodunnit und insbesondere die Kussszenen sind ein schöner Seitenhieb auf die Fängörls, die u.a. homoerotische Fantasien zwischen den Hauptfiguren kultivieren.

"The Sign of Three": Viele bemängeln das Fehlen von Fällen in dieser Staffel. Aber ich verstehe das nicht. Gerade in dieser Folge haben wir zwei Fälle, die zu einem werden, erzählt bei der Hochzeit wo wir dann die Lösung finden.

Wohingegen "His Last Vow" eigentlich (genauso wie die Vorlage) keinen wirklichen Fall bietet, zumindest keinen, der großartige Deduktionen erfordert.

Und es ist keine Season, sondern eine Series.
Sherlock - Series 1-3 Box Set [Blu-ray] [UK Import]
Seufz. Oder von mir aus Staffel....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.06.2014 18:43:23 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.06.2014 17:55:34 GMT+02:00
mf18642 meint:
Nun ja, ich S.K.s Punkt, dass die Fälle in den Hintergrund getreten sind, nachvollziehen.

In "The Empty Hearse" wird viel Zeit auf das Zusammentreffen von John und Sherlock verwendet. Erst in der letzten Dreiviertelstunde wendet sich die Episode einem Fall zu.
Durchaus verständlich, wenn man bedenkt, welches Ausmaß Sherlocks "Tod" für John hatte.
In "The Sign Of Three" nimmt die Hochzeit von John und Mary viel Zeit ein.
Auch wieder verständlich und es stimmt auch, dass zwei Fälle gibt, die dann zu einem werden, aber die Zeit, die auf diese Fälle verwendet wird, ist im Vergleich zu der Zeit, die die Rede von Sherlock einnimmt, gering.
Dass die Vorlage von "Hist Last Vow" keinen wirklichen Fall bietet, stimmt, aber in der Episode geht es hauptsächlich um Magnussen, der im Vordergrund steht, und von dem her, kann man, so denke ich, durchaus von einem Fall sprechen.

Mir persönlich sind noch ein paar andere Dinge aufgefallen, die mich stören.
Zum einen wäre da Sherlocks Charakterentwicklung, die ich für nicht ganz nachvollziehbar halte. Eine Charakterentwicklung gab es auch in den ersten beiden Staffeln, das ist richtig, aber sie war nicht so... sprunghaft wie in dritten Staffel. Sie kam mir viel zu schnell vor. Wäre sie langsamer vonstatten gegangen, dann hätte sie nachvollziehen können, aber so nicht.
Zum anderen sind die Drehbücher nicht mehr ganz ausgefeilt wie den ersten beiden Staffeln. Klar gibt es da in den ersten beiden Staffeln kleinere Schwächen, aber die sind nicht so gravierend wie in der dritten Staffel. In den ersten beiden Staffeln waren die Drehbücher durchdachter, anspruchsvoller. Mir ging es damals so, dass ich manche Episoden mehrmals ansehen musste, um zu verstehen, wie alles zusammenhängt. Das ergab für mich einen "Wieder-Ansehens-Faktor", den ich bei der dritten Staffel vermisse. Ich habe sie mir vor ca. einer Woche angesehen und spüre diesen "Wieder-Ansehens-Faktor" deutlich weniger als bei den ersten Staffeln.

Nicht falsch verstehen, "Sherlock" ist immer noch eine gute Serie, die Spaß macht, und ich freue mich schon auf die folgende(n) Staffel(n), aber für mich ist etwas von diesem Besonderen, was "Sherlock" ausmacht, verschwunden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.06.2014 20:46:25 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.06.2014 07:32:04 GMT+02:00
S. K. meint:
@ mf18642

"Ich habe sie mir vor ca. einer Woche angesehen und spüre diesen "Wieder-Ansehens-Faktor" deutlich weniger als bei den ersten Staffeln."

So ähnlich habe ich auch empfunden. Staffel 1 und 2 hatten nach dem Konsum noch sowas wie ein "Fieber" hinterlassen. Das Gefühl hatte ich hier in deutlich schwächerer Form.
Am meisten ist es aber dieser Hänger in der Staffel-Mitte, der mich hier zur kritischeren Haltung bewogen hat. Wenn ich dann noch daran denke, wie sehr ich die TV-Premiere herbeigesehnt hab, hat das am Ende doch einen etwas bitteren Nachgeschmack.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.06.2014 12:06:23 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.04.2015 03:27:48 GMT+02:00
Ich kann durchaus verstehen, was gemeint ist. Die Fälle stehen nicht im Vordergrund ja, aber sie sind da. Das Raffinierte ist eben, dass sie nicht so offensichtlich sind.
Empty Hearse: Aufmerksame Zuschauer bemerken, dass Sherlock wegen eines geplanten Anschlags zurück geholt wird. Anders als im Original wäre es aber unglaubwürdig, Watson in Ohnmacht fallen zu lassen und dann alles weiter laufen zu lassen. Sehen Sie ja auch so. Einzige Enttäuschung war für mich Colonel Moran. Das hat mir sogar in dem grottenschlechten Guy Ritchie-Film besser gefallen.
Sign of Three: Auch hier wird der Fall raffiniert in die Rede eingewoben. Die Folge hat mich total überrascht, denn ich hatte mit der Hochzeit zum Schluss gerechnet. Stattdessen kriegen wir eine Moffat-typische Timey-Wimey-Präsentation.
Last Vow: Ja, ein Fall ist es klar. Ich bezog mich nur auf das Deduzieren, das ja vielen fehlt.
Ja, in dieser Staffel geht es mehr um die Charakterentwicklung. Aber würden sie statisch bleiben wie in den Geschichten wäre es nicht glaubwürdig. Das Tolle an Sherlock ist dass Moff und Gatiss es schaffen, ein modernes Drama zu schaffen und trotzdem true to the book zu sein. Das schaffen nur wenige. Ich kann mir die Series genau so oft anschauen wie ihre Vorgänger. Meine Lieblinge sind in Series 2, aber eigentlich ist Series 3 weiter als Series 1, wo mit The Blind Banker sicher die schwächste Folge zu finden ist.
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Artikel

Rezensentin / Rezensent

S. K.
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

Ort: Sauerland

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