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Ersteindrücke vom Hexer, 31. Oktober 2007
= Spaßfaktor:
Rezension bezieht sich auf: The Witcher - Collector's Edition (Computerspiel)
Als Rollenspiel Liebhaber und Pen&Paper Haudegen wartet man im PC Spiele Bereich oft lange auf Exemplare, die durch ihre Geschichte, glaubhafte Charaktere, eine tolle Atmosphäre und die rollenspiel typische Handlungsfreiheit und damit verbundenen Konsequenzen überzeugen können. Bei einem oder mehreren dieser Punkte musste man zwangsläufig immer wieder Abstriche machen, und "perfekte" PC Rollenspiele gab und gibt es meines Erachtens eh nicht. Da ich aber ein großer Fan der alten Bioware Spiele und der Gothic Reihe bin, erwarte ich zumindest von einem guten Rollenspiel, dass mich die erzählte Geschichte mitreisst, es um keine Rollenspiel Klischees geht und auch langfristig Sielspaß geboten wird. "The Witcher" ließ mich, seit die ersten Screenshots und Berichte auftauchten, aufhorchen und die Versprechung eine erwachsene Spielwelt zu schaffen und eine auf Romanen basierte Geschichte zu erzählen klang für mich sehr vielversprechend. Kommen wir nun zu meinen Eindrücken nach vielleicht 4-5 Stunden Spielzeit. Zunächst einmal fällt auf, dass die Welt in der "The Witcher" spielt sehr europäisch und realistisch wirkt, hier gibt es keine überzogenen Farben, so dass man sich sofort in die Gothic Welt versetzt fühlt. Doch auch wenn vieles sehr trist wirkt, meine ich das im positiven Sinne. Die von Bioware lizensierte Aurora Engine, die von den Entwicklern stark angepasst wurde, zaubert wirklich schöne Landschaften auf den Bildschirm, doch man fühlt sich stets in eine nahezu realistische und beinahe historisch korrekte Welt versetzt und alles wirkt sehr abgestimmt und passend, einfach authentisch. Neben der gelungen Grafik fällt jedoch direkt zu Beginn der kernige Hauptcharakter und die sehr guten Zwischensequenzen auf. Garet, so der Name des Alter Egos, ist kein strahlender Held, sondern ein Hexer, der sowohl gefürchtet als auch mystifiziert wird, dabei trotzdem aber noch menschlich ist. Er wird nich von heldenhaften Intentionen geleitet, er will überleben, Geld verdienen und vor allem sein Gedächtnis wieder erlangen. Denn dieses hat er zu Beginn des Abenteuers verloren. Schnell merkt man, dass die Entwickler viel Wert auf eine erwachsene Geschichte und eine ausgefeilte Storyline gelegt haben. Diese wird aufgrund der Buch Vorlage auch positiv beeinflusst. Die Steuerung ist je nach Bedarf einstellbar und kann entweder, bedingt durch die Aurora Engine, wie in Neverwinter Nights geführt werden, oder man spielt Garet im "over the shoulder" Modus, was "The Witcher" meines Erachtens nach viel intensiver wirken lässt, eben weniger strategisch wie im Spiel von Bioware. Beides funktioniert jedoch tadellos. Das Kampfsystem war für mich anfangs etwas ungewohnt da ich entweder eine direkte Steuerung wie in Gothic (auch wenn sie ihre Schwächen hatte) oder eine strategische Steuerung wie in Neverwinter Nights gewohnt bin. "The Witcher" verwendet Elemente aus beiden Varianten und nach einer kleinen Eingewöhnungszeit macht dieses System auch viel Spaß und geht leicht von der Hand. Ebenfalls gut gelungen ist das Charaktersystem, bei dem keine Punkte auf Attribute verteilt werden, sondern ausschließlich in Fähigkeiten Zweige investiert werden. Die erlauben sicherlich keine Vielfalt wie ein Neverwinter Nights 2 Fähigkeiten und Zauber Sammelsorium, machen das "Leveln" jedoch zu einem erfrischend anderen Prozess und man muss schon gut abwägen in welche Fähigkeiten man investieren möchte. Es gibt natürlich auch Gründe, die gegen dieses Spiel sprechen und warum Magazine wie Gamestar schnell die Rotstifte zücken. Da wären zum einen die langen Ladezeiten. Da sich "The Witcher" der bereits erwähnten Aurora Engine bedient, muss die Spielwelt in Einzelabschnitte unterteilt werden und selbst der Gang in ein Gebäude veranlasst den Ladevorgang. Dieser dauert bei meinem System (einem AMD X2 4800 mit 2GB DDR-RAM und einer Gainward GeForce 7800 GT) stellenweise bis zu 20 Sekunden, vor allem bei größeren Abschnitten, was natürlich unangenehm ist und den Spielfluss stört. Davon abgesehen soll die deutsche Synchronisation sehr schlecht sein, was ich jedoch noch nicht überprüft habe, da ich "The Witcher" in Englisch spiele. Hier gibt es nämlich nichts zu bemängeln. Trotz der ersten zwei Patches soll es immer noch einige Bugs geben und einen Absturz konnte ich auf meinem System auch verzeichnen, was jedoch bei knapp 5 Stunden Spielzeit noch verträglich ist. Ansonsten fallen mir, seit ich dieses Spiel erworben habe, keine großen Nachteile auf so dass ich auch nicht nachvollziehen kann, warum manche Magazine "The Witcher" so abgewertet haben. Alles in allem bietet "The Witcher" eine erwachsene, durchdachte und spannende Fantasy Welt, die jeder der Gothic gespielt und gemocht hat sofort in sein Herz schließen wird. Auch wenn das Spiel immer noch stellenweise an Neverwinter Nights erinnert, vor allem durch die Steuerung, ist es doch kein reines Strategie Spiel aber vor allem kein Hack&Slay wie manche es behauptet haben. Es findet eine gute Mitte und hebt sich positiv von vielen anderen RPG Entäuschungen hervor. Der Inhalt der Collector's Edition sei noch hervorzuheben: auch wenn einige Elemente entfernt wurden (siehe die Rezensionen vor meiner), beinhaltet es ein sehr schönes und umfangreiches Artbook, eine obligatorische Karte aber auch ein recht nettes Making Of und ein paar weitere Beigaben. "The Witcher" ist also nicht perfekt, aber meines Erachtens nach ein sehr guter Vertreter seiner Zunft und spielt für mich ganz klar in der gleichen Liga wie Gothic und eben auch Neverwinter Nights.
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The Witcher - Collector's Edition B000VWP1NS
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Ersteindrücke vom Hexer
Als Rollenspiel Liebhaber und Pen&Paper Haudegen wartet man im PC Spiele Bereich oft lange auf Exemplare, die durch ihre Geschichte, glaubhafte Charaktere, eine tolle Atmosphäre und die rollenspiel typische Handlungsfreiheit und damit verbundenen Konsequenzen überzeugen können. Bei einem oder mehreren dieser Punkte musste man zwangsläufig immer wieder Abstriche machen, und "perfekte" PC Rollenspiele gab und gibt es meines Erachtens eh nicht. Da ich aber ein großer Fan der alten Bioware Spiele und der Gothic Reihe bin, erwarte ich zumindest von einem guten Rollenspiel, dass mich die erzählte Geschichte mitreisst, es um keine Rollenspiel Klischees geht und auch langfristig Sielspaß geboten wird. "The Witcher" ließ mich, seit die ersten Screenshots und Berichte auftauchten, aufhorchen und die Versprechung eine erwachsene Spielwelt zu schaffen und eine auf Romanen basierte Geschichte zu erzählen klang für mich sehr vielversprechend. Kommen wir nun zu meinen Eindrücken nach vielleicht 4-5 Stunden Spielzeit.
Zunächst einmal fällt auf, dass die Welt in der "The Witcher" spielt sehr europäisch und realistisch wirkt, hier gibt es keine überzogenen Farben, so dass man sich sofort in die Gothic Welt versetzt fühlt. Doch auch wenn vieles sehr trist wirkt, meine ich das im positiven Sinne. Die von Bioware lizensierte Aurora Engine, die von den Entwicklern stark angepasst wurde, zaubert wirklich schöne Landschaften auf den Bildschirm, doch man fühlt sich stets in eine nahezu realistische und beinahe historisch korrekte Welt versetzt und alles wirkt sehr abgestimmt und passend, einfach authentisch. Neben der gelungen Grafik fällt jedoch direkt zu Beginn der kernige Hauptcharakter und die sehr guten Zwischensequenzen auf. Garet, so der Name des Alter Egos, ist kein strahlender Held, sondern ein Hexer, der sowohl gefürchtet als auch mystifiziert wird, dabei trotzdem aber noch menschlich ist. Er wird nich von heldenhaften Intentionen geleitet, er will überleben, Geld verdienen und vor allem sein Gedächtnis wieder erlangen. Denn dieses hat er zu Beginn des Abenteuers verloren. Schnell merkt man, dass die Entwickler viel Wert auf eine erwachsene Geschichte und eine ausgefeilte Storyline gelegt haben. Diese wird aufgrund der Buch Vorlage auch positiv beeinflusst. Die Steuerung ist je nach Bedarf einstellbar und kann entweder, bedingt durch die Aurora Engine, wie in Neverwinter Nights geführt werden, oder man spielt Garet im "over the shoulder" Modus, was "The Witcher" meines Erachtens nach viel intensiver wirken lässt, eben weniger strategisch wie im Spiel von Bioware. Beides funktioniert jedoch tadellos. Das Kampfsystem war für mich anfangs etwas ungewohnt da ich entweder eine direkte Steuerung wie in Gothic (auch wenn sie ihre Schwächen hatte) oder eine strategische Steuerung wie in Neverwinter Nights gewohnt bin. "The Witcher" verwendet Elemente aus beiden Varianten und nach einer kleinen Eingewöhnungszeit macht dieses System auch viel Spaß und geht leicht von der Hand. Ebenfalls gut gelungen ist das Charaktersystem, bei dem keine Punkte auf Attribute verteilt werden, sondern ausschließlich in Fähigkeiten Zweige investiert werden. Die erlauben sicherlich keine Vielfalt wie ein Neverwinter Nights 2 Fähigkeiten und Zauber Sammelsorium, machen das "Leveln" jedoch zu einem erfrischend anderen Prozess und man muss schon gut abwägen in welche Fähigkeiten man investieren möchte.
Es gibt natürlich auch Gründe, die gegen dieses Spiel sprechen und warum Magazine wie Gamestar schnell die Rotstifte zücken. Da wären zum einen die langen Ladezeiten. Da sich "The Witcher" der bereits erwähnten Aurora Engine bedient, muss die Spielwelt in Einzelabschnitte unterteilt werden und selbst der Gang in ein Gebäude veranlasst den Ladevorgang. Dieser dauert bei meinem System (einem AMD X2 4800 mit 2GB DDR-RAM und einer Gainward GeForce 7800 GT) stellenweise bis zu 20 Sekunden, vor allem bei größeren Abschnitten, was natürlich unangenehm ist und den Spielfluss stört. Davon abgesehen soll die deutsche Synchronisation sehr schlecht sein, was ich jedoch noch nicht überprüft habe, da ich "The Witcher" in Englisch spiele. Hier gibt es nämlich nichts zu bemängeln. Trotz der ersten zwei Patches soll es immer noch einige Bugs geben und einen Absturz konnte ich auf meinem System auch verzeichnen, was jedoch bei knapp 5 Stunden Spielzeit noch verträglich ist. Ansonsten fallen mir, seit ich dieses Spiel erworben habe, keine großen Nachteile auf so dass ich auch nicht nachvollziehen kann, warum manche Magazine "The Witcher" so abgewertet haben.
Alles in allem bietet "The Witcher" eine erwachsene, durchdachte und spannende Fantasy Welt, die jeder der Gothic gespielt und gemocht hat sofort in sein Herz schließen wird. Auch wenn das Spiel immer noch stellenweise an Neverwinter Nights erinnert, vor allem durch die Steuerung, ist es doch kein reines Strategie Spiel aber vor allem kein Hack&Slay wie manche es behauptet haben. Es findet eine gute Mitte und hebt sich positiv von vielen anderen RPG Entäuschungen hervor. Der Inhalt der Collector's Edition sei noch hervorzuheben: auch wenn einige Elemente entfernt wurden (siehe die Rezensionen vor meiner), beinhaltet es ein sehr schönes und umfangreiches Artbook, eine obligatorische Karte aber auch ein recht nettes Making Of und ein paar weitere Beigaben. "The Witcher" ist also nicht perfekt, aber meines Erachtens nach ein sehr guter Vertreter seiner Zunft und spielt für mich ganz klar in der gleichen Liga wie Gothic und eben auch Neverwinter Nights.
Henning
31. Oktober 2007
- = Spaßfaktor:
5
- Insgesamt:
5

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Details
Ort: Bonn
Top-Rezensenten Rang: 972.016
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