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Kundenrezension

53 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen lichtstark und günstig aber mit deutlicher Schwäche bei Anfangsblende, 2. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 50mm f/1,4 USM Objektiv (58 mm Filtergewinde) (Camera)
Kurzes Update: Habe inzwischen die EOS 7D, mit der dieses Objektiv prima zusammenarbeitet. Ich schätze es besonders bei Videoaufnahmen von Menschen, etwa bei Partys, dafür hat es die richtige Brennweite. Bei Blende 1,4 bis 2,0 kann man richtig schön hollywoodmäßig mit der Schärfentiefe spielen. Der Fokusring ist feinfühlig genug übersetzt, um das manuelle Fokussieren mit etwas Übung ruckelfrei und recht präzise hinzukriegen (Autofokus beim Filmen kann man ja derzeit bei den meisten DSLR praktisch vergessen). Außerdem bleibt die 7D mit diesem Objektiv noch einigermaßen leicht (na ja...), sodass man damit auch längere Schwenks aus der Hand aufnehmen kann. Gut an der Festbrennweite ist auch, dass man gar nicht verlockt werden kann, beim Filmen auch noch zusätzlich am Zoomring zu kurbeln. Das geht meist schief, musste ich mit Zooms feststellen.

Alte Rezension:
Ich habe dieses Objektiv jetzt einige Wochen im dämmrigen Herbstlicht und bei gesellschaftlichen Anlässen in schummrigen Innenräumen eingesetzt. Preisgünstige Festbrennweite mit solider Mechanik für Leute wie mich, die gerne Menschen ohne störendes Blitzlichtgewitter aufnehmen (und blitzfreie, intimere Lichtstimmungen bevorzugen - trotz aller Probleme, die das mit sich bringt). Ich setze es an APS-Kameras ein (EOS 50D/ 450D). Bei ISO 1600 und Blende 1,4 sind in Innenräumen mit gedämpfter Abendbeleuchtung noch unglaubliche Verschlusszeiten um 1/50 s drin.

Die schlechte Nachricht zuerst: Bei der Anfangsblende 1,4 fällt die Bildschärfe selbst beim kleineren Bildausschnitt von APS-Kameras von der Bildmitte (gerade noch akzeptabel) zum Bildrand (verwaschene Details) auffallend stark ab. Bei den größeren Vollformat-Kleinbild-Sensoren muss diese Schwäche noch gravierender zu sehen sein - zumal die bei ISO 1600 weniger rauschen und daher feinere Details abbilden können. Die gute Nachricht: Leichtes Schließen auf Blende 1,8 treibt die Schärfe in der Bildmitte gewaltig hoch, allerdings bleiben die Bildränder sichtlich weichgezeichnet. Bei Blende 5,6 schließlich werden die Bilder (zumindest bei APS) über die gesamte Diagonale so rattenscharf, wie das nur sehr gute Festbrennweiten bringen. Übrigens kann man sich das auch schön als interaktive Labormesskurven auf dpreview.com ansehen - hier deckt sich die Theorie nahtlos zumindest mit meiner praktischen Erfahrung.

Die Farbwiedergabe ist neutral (soweit ich das bislang bei überwiegend Kunstlichtfotos mit manuellem Weißabgleich beurteilen kann). Bei offener Blende produziert es ein sehr angenehmes Bokeh (Hintergrundunschärfe), erreicht aber nicht ganz den Schmelz, den L-Profiobjektive mit ihren schön runden Blendenöffnungen (mehr Lamellen) hinkriegen (ich habe L's von der weißen Sorte in meiner Sammlung und daher den Vergleich). Sonstige Bildfehler wie Farbsäume (chromatische Aberration) oder Verzerrungen gibt's hier nicht. Die Nahgrenze liegt bei akzeptablen 45 cm (Entfernung Objekt-Sensor, grob 35 cm bei Objektivfront-Objekt). Der Ultraschallantrieb arbeitet gewohnt geräuschlos, schnell, präzise und erlaubt jederzeit manuellen Eingriff. Zumindest bei meinem Exemplar war der Autofokus ab Werk sauber justiert (ich hab's mit Testchart nachgeprüft). Die Frontlinse dreht sich nicht beim Scharfstellen, ist also ideal für den Polfilter-Einsatz. Haptik und Verarbeitung sind solide Canon-Mittelklasse (eben Gold- statt Rotring). Schön leicht und kompakt. Nicht vergessen, die Streulichtblende gleich mit zu bestellen! Sie wird nicht mitgeliefert, was man angesichts des Kampfpreises jedoch Canon verzeihen kann.

Allerdings: An APS-Kameras ist das kein klassisches Normalobjektiv, sondern effektiv ein 80-mm-Tele. Der leichte Teleeffekt kommt Portraits (mit Oberkörper) zugute, sonst ist es gut für Partys oder Bühnenaufnahmen, um kleine Gruppen oder Zwiegespräche abzulichten (oder sonstige Details). Für weiter gefasste Wimmelbild-Motive aus dem Festgelage ist der Bildausschnitt zu eng. Wer für so was ein "echtes" Normalobjektiv dieser gewaltigen Lichtstärke will, muss für die APS-Kamera tiefer in die Tasche greifen und das fast vier mal so teure Canon EF 35mm 1:1,4 L USM Objektiv zusammenriestern (zumindest nach meinem Überblick über die lieferbare Canon-Objektivpalette). Dafür gibt's L-Profiqualität. Ich habe der Ver-L-ockung widerstehen können, da ich das 50 mm mit dem ziemlich lichtstarken Canon EF-S 17-55mm/ 2,8/ IS USM Objektiv, bildstabilisiert Zoom für Weitwinkelfotos kombiniere. Den hatte ich schon da. Beide Objektive zusammen kommen allerdings auch auf das Preisniveau des 35 mm 1:1,4 L USM - seufz.

Übrigens habe ich wieder mal festgestellt, dass manche technische Schwäche auch kreatives Potenzial freisetzt. Die zum Rand hin etwas weichgezeichneten Portraits bei Offenblende im intimen Lampenlicht haben was... Man muss halt unbedingt drauf achten, dass z. B. bei Dreiviertelportraits das Auge des Abgelichteten im scharfen Bildzentrum sitzt.

Fazit: Die Schwäche bei der Anfangsblende erzwingt den Abzug eines Sterns für den APS-Einsatz (bei Vollformat vielleicht zwei Sterne?). APS-BesitzerInnen, die damit leben können sind sonst sehr gut bedient. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist topp. Stolze Vollformat-BesitzerInnen sollten sich als Mittelklasse-Alternative unbedingt das rund 100 Euro teurere Sigma 50mm 1,4 EX DG HSM Objektiv für Canon näher ansehen (oder gleich zu L-Objektiven oberhalb 1000 Euro greifen). Laut Tests soll das Sigma bei der Anfangsblende wesentlich schärfer sein.

Fußnote zum Sigma:
Ich habe schwer geschwankt, ob ich doch das Sigma nehmen soll, mich aber dann aus folgenden Gründen doch für das Canon entschieden. Erstens weisen auffallend viele Käuferkommentare etc. auf dem Internet auf eine typische Fremdobjektivschwäche hin: Fehlfokus ab Werk (siehe z. B. Kommentare auf Amazon.com). Man muss also damit rechnen, dass man mehrmals umtauschen muss oder die Kamera gleich mitsamt Objektiv zur Justage einsendet. Wenn man eine EOS 50/7D oder eine von Canons aktuellen Vollformatkameras hat, kann man allerdings den Fehlfokus selbst nachjustieren und einspeichern. Da ich das Objektiv aber auch an der kleinen und leichten 450D einsetzen wollte, war mir der drohende Aufwand zu heikel. Zudem ist das Sigma groß und wiegt ein Pfund. Zusammen mit dem 17-55 mm hätte ich dann schon wieder 1 kg Objektiv "nur mal so" bei gesellschaftlichen Anlässen dabei. Das war mir für den Zweck echt zu viel Glasbaustein.

Mal schauen, wie sich das Objektiv ab Frühjahr im "Außeneinsatz" macht. Vielleicht gibt's dann noch ein kurzes Update. Viel Spaß mit dem "Nachtsichtgerät"!
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Kommentare


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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.12.2009 00:48:13 GMT+01:00
Anonym meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.12.2009 10:03:41 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.12.2009 17:56:01 GMT+01:00
@ Anonymus: Empfehle ich trotzdem nicht, aus folgenden Gründen:

1. ist das 1,8er 50 mm II im Vergleich zum 1,4er eine echte Billigscherbe (ich hatte es selbst in der Hand :(( ) - klar, bei dem Preis muss Canon billigst bauen. In Anbetracht der viel solideren Ausstattung ist das 1,4er bei einem Preisniveau um die 350 Euro das wahre Schnäppchen von beiden, finde ich zumindest. Das 1,8er II ist eine gute Lösung für diejenigen, denen Fotografie nicht so wichtig ist oder die sehr auf's Geld achten müssen

2. hat das 1,4er einen schnellen, geräuschlosen Ultraschallmotor für den Autofokus, das 1,8er einen billigen, lauten und vergleichsweise langsamen Mikromotor

3. bringt der Schritt von Blende 1,8 auf 1,4 fast eine Halbierung der Verschlusszeit, das sind bei wenig Licht zwei verschiedene Welten

4. setzt man ein lichtstarkes Objektiv ja auch ein, um ein Objekt, z. B. einen Menschen, mit weit geöffneter Blende und flacher Schärfentiefe vom malerisch unscharfem Hintergrund freizustellen; und dieses Bokeh (Hintergrundunschärfe) soll beim 1,8er II wegen der primitiveren 5-Lamellenblende nicht allzu schön sein (Näheres siehe z. B. Test auf www.dpreview.com) - für mich ein gewichtiges Argument gegen das 1,8er

5. lassen sich bei Anfangsblende 1,4 die Fotos trotz der Unschärfe immer noch für sehr gelungene Drucke bis etwa A4 (je nach Motiv und ISO-Zahl) verwenden. Es sind halt keine Posterdrucke mehr drin, die der hoch auflösende Sensor einer 12+-Megapixel-Kamera von Canon locker hergeben würde.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.12.2009 20:51:51 GMT+01:00
Siegfried L. meint:
und 6. ist das eine Milchmädchenrechnung. Das 1.4er ist bei 1.8 schon abgeblendet, das 1.8er nicht. Die Bildqualität ist beim teureren Objektiv bei gleicher Blende besser.

Veröffentlicht am 01.01.2010 15:42:27 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 01.01.2010 15:43:13 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 01.01.2010 16:18:15 GMT+01:00
Knut K. meint:
Es gibt von canon ein weiteres 35mm objektiv, mit blende 2.0. Wie ich finde, eine preisgünstige und für den normalbereich eher passende linse, die zudem gut auflöst. Ich nutze sie an meiner 400d und bin sehr zufrieden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.03.2010 18:32:21 GMT+01:00
@Knut K.: das ist bestimmt ein ordentliches 35 mm (soweit ich weiß, auch Klassiker von Canon), zumal bezahlbar - aber man kann das wie schon weiter oben gesagt einfach nicht vergleichen. Zwischen Anfangsblende 1,4 und 2,0 liegen, was Lichtstärke und damit fotografische Einsatzmöglichketen betrifft, Welten!
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